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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.09.2025

Coole Idee, langatmig umgesetzt

Der mexikanische Fluch
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Eigentlich habe ich mich hier auf eine besondere, gruselige und mysteriöse Geschichte rund um die Familie Doyle und ihr mysteriöses Anwesen High Place gefreut, doch leider wurden meine Erwartungen in einigen ...

Eigentlich habe ich mich hier auf eine besondere, gruselige und mysteriöse Geschichte rund um die Familie Doyle und ihr mysteriöses Anwesen High Place gefreut, doch leider wurden meine Erwartungen in einigen Bereichen nicht wirklich erfüllt.

So gibt es zwar einige Ungereimtheiten und interessante Mysterien auf High Place, vor allem, was die Bewohner und deren Verhalten angeht, doch wirklich gruselig war die Geschichte, trotz einer gewissen, düsteren Atmosphäre, nicht und auch bei weitem nicht so mitreißend, wie ich mir erhofft hatte. Viel mehr fand ich das Buch einerseits verständlich und flüssig geschrieben, andererseits entwickelte sich die Handlung allerdings recht träge, wodurch sie mich nicht so richtig packen konnte. Leider haben auch selbst Noemís wirren Träume die Geschichte nicht wirklich spannender oder gruseliger gemacht, wenn sie auch mysteriös waren und einige Rätsel aufgegeben haben, die am Ende auch recht interessant und zumindest für mich nicht vorhersehbar aufgelöst wurden, genauso, wie die ganzen Geschehnisse auf High Place. Gefehlt hat mir jedoch ein bisschen auch die Interaktion zwischen Noemí und Catalina. Dafür gab es umso mehr Umgang zwischen Noemí und Francis, einem Mitglied der Familie Doyle, fast schon eine Liebesgeschichte, die sich aber nur im Hintergrund abspielt.

Richtig cool und am besten im ganzen Buch fand ich durchaus die Charaktere. Mit Noemí als Protagonistin bekommt man einerseits nämlich eine verwöhnte, junge und vor allem moderne Frau, die die Großstadt, Partys und kleine Flirtereien liebt, andererseits aber auch ziemlich tough ist und sich nichts so schnell vormachen lässt. Selbst der alte Doyle, der wahrscheinlich das Einzige gruselige am Buch ist, kann sie nicht wirklich beeindrucken, wenn sie ihn auch ziemlich abstoßend findet und das ist er auch durchaus, richtig furchtbar, aber überzeugend geschrieben, genau wie der Rest der Doyle Familie. Der einzige sympathische Doyle ist dabei Francis, der zwar mal nicht der hübsche, sexy Kerl ist, sondern eher der Nerd, aber dafür richtig lieb. Einzig Catalina kam mir auch diesbezüglich mal wieder etwas zu kurz, weil man sie eigentlich nur aus Noemís Sicht kennenlernt und kaum in Aktion erlebt.

Alles in allem fand ich dieses Buch okay, hätte mir aber mehr Spannung und Grusel gewünscht. Ebenfalls hätte die Geschichte um einiges fesselnder geschrieben sein können. Dafür waren die Charaktere aber echt super geschrieben und ich fand die resolute Noemí als Protagonistin wirklich großartig.

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Veröffentlicht am 19.09.2025

Phantom der Oper als Dark Romance

PHANTOM: A Dark Retelling
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Nun ja, ein Highlight war dieses Buch nun nicht unbedingt für mich, aber ich will auch klarstellen, dass ich es nicht schlecht fand. Vielmehr war es in meinen Augen ein wirklich unterhaltsamer Liebesroman ...

Nun ja, ein Highlight war dieses Buch nun nicht unbedingt für mich, aber ich will auch klarstellen, dass ich es nicht schlecht fand. Vielmehr war es in meinen Augen ein wirklich unterhaltsamer Liebesroman mit viel Spice und einer typischen Geschichte über Rivalität und ein Stück weit auch Rache.

Dabei steht die fast schon obsessive, sehr leidenschaftliche Beziehung zwischen Scarlett und Sol im Mittelpunkt und es gibt für einen Roman dieser Art angemessen viele Sexszenen, die für mich teilweise aber etwas befremdlich und mit fast schon lächerlichen Dialogen geschrieben waren. Hier und da war es dann aber dennoch recht prickelnd. Ansonsten fand ich schön, dass hier in typischer Dark Romance Manier die Geschichte vom Phantom der Oper neu interpretiert wurde, was der Autorin auch recht gut gelungen ist. Außerdem gab es deshalb einen gewissen Flair von Oper und eine düstere, mysteriöse Atmosphäre. Auch das Thema rund um die bipolare Störung der Protagonistin fand ich gut und nicht zu aufdringlich umgesetzt. Hier merkt man, dass die Autorin weiß, wovon sie spricht. Ansonsten war der Rest der Geschichte ganz unterhaltsam, mit ein bisschen Gewalt hier und da, aber nicht zu übertrieben, wenn man von einer ganz bestimmten Szene gegen Ende des Buches absieht.

Die Charaktere fand ich in Ordnung, aber auch etwas klischeehaft. Man kann das Rad jedoch nun einmal auch nicht komplett neu erfinden, weshalb ich insgesamt mit diesen zufrieden bin. Scarlett ist bipolar, gleichzeitig aber auch eine tolle Sängerin. Sie ist das typische, unschuldige Mäuschen, was aber auch Gründe in ihrer Vergangenheit hat. Im Gegensatz dazu ist Sol ein Bad Boy im Graubereich, einerseits eine Art Untergrundboss, andererseits ein relativ unsicherer Mann mit nicht nur äußerlichen Narben und einer echt grausamen Geschichte, was aber erst gegen Ende ans Licht kommt. Die Nebencharaktere fand ich auch ganz gut geschrieben und sie haben allesamt durchaus ihre Daseinsberechtigung.

Alles in allem fand ich diesen ersten Band, der vollständig unabhängig von den andern Bänden der Reihe gelesen werden kann, wirklich okay. Er ist unterhaltsam, extrem sexy, hat aber trotzdem nicht immer meinen Geschmack getroffen. Dennoch habe ich auf jeden Fall Lust, auch die weiteren Bände noch zu konsumieren.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Happy End für Felicity und Elijah?

Coldhart - Right & Wrong
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Wie schon die ersten beide Bände, war auch dieser einmal mehr wirklich gut geschrieben und die Geschichte durchaus interessant und spannend, aber für mich persönlich auch wieder kein Highlight. Dennoch ...

Wie schon die ersten beide Bände, war auch dieser einmal mehr wirklich gut geschrieben und die Geschichte durchaus interessant und spannend, aber für mich persönlich auch wieder kein Highlight. Dennoch hat er mich gut unterhalten und ich habe die beiden Protagonisten richtig doll ins Herz geschlossen.

Insgesamt ist die Geschichte auch hier recht spannend und es geschehen wieder viele, verschiedene Dinge, mit einigen, unerwarteten Wendungen. Gerade am Ende wurde es noch einmal richtig rasant und vor allem für Felicity super gefährlich. Ebenfalls wird die sehr respektvolle Beziehung zwischen ihr und Elijah, trotz aller Widerstände, immer intensiver und es gibt hier und da auch ein bisschen, gut und relativ dezent geschriebenen Spice. Auch gefallen hat mir hier, wie die einzelnen Charaktere zueinander stehen und miteinander umgehen, den Zusammenhalt von Elijahs Familie und Freunden, aber auch Felicitys Loyalität. Ebenfalls fand ich, hat dieser Band die gesamte Geschichte gut und rund abgeschlossen. Dennoch muss ich aber auch sagen, dass man diese sicherlich auch in zwei Bänden hätte erzählen können, was sie noch spannender und mitreißender gemacht hätte.

Die Charaktere habe ich in der ganzen Reihe auch sehr gemocht, denn diese sind vielleicht nicht wahnsinnig besonders, aber trotzdem sehr realistisch geschrieben, egal, ob sie mir sympathisch waren oder nicht. So habe ich Felicity und Elijah, aber auch Helena und Jess super lieb gewonnen und sie gerne durch die gesamte Trilogie begleitet. Ebenso habe ich Elijas Mutter, die hier selbst ein gewisses Risiko für ihren Sohn auf sich nimmt, immer besser verstanden und auch seine Freunde, gerade Alec, fand ich echt toll. Selbst Grant fand ich echt großartig geschrieben, wirklich böse und dennoch aalglatt, vor allem aber undurchschaubar.

Alles in allem kann ich die ganze Reihe durchaus empfehlen, weil sie sehr unterhaltsam und gleichzeitig auch spannend ist. Zudem sind die Charaktere richtig toll geschrieben und bis auf Kleinigkeiten ist auch der Schreibstil super. Als Hörbuch kann man sie zudem ebenfalls gut hören, da auch diese allesamt großartig vertont sind.

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Veröffentlicht am 12.09.2025

Es passiert ziemlich viel

Coldhart - Deep & Shallow
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Für mich ist dieser Band schon irgendwie ein typischer Mittelband, in welchem echt viel passiert, aber der noch lange nicht alle Fragen beantwortet oder irgendeine zufriedenstellende Lösung für das Problem ...

Für mich ist dieser Band schon irgendwie ein typischer Mittelband, in welchem echt viel passiert, aber der noch lange nicht alle Fragen beantwortet oder irgendeine zufriedenstellende Lösung für das Problem mit Grant bietet. Dennoch war er, bis auf ein paar kleine Längen hier und da, doch recht spannend und der Cliffhanger macht auf jeden Fall neugierig darauf, wie die ganze Geschichte ausgeht.

Schön fand ich allerdings auch, dass dennoch wenigstens ein paar Fragen für die beiden Protagonisten beantwortet wurden, wobei es aber auch wieder ein gewisses Hin und Her gab, was zum Glück jedoch relativ schnell wieder zu Ende war. Ebenso durfte ein politischer Nebeneinwurf nicht fehlen, was ich nicht unbedingt gebraucht hätte. Dafür fand ich die Beziehung zwischen Felicity und Elijah wirklich süß und vor allem sehr respektvoll. Ich habe zudem deren Ehrlichkeit geschätzt und dass sich die beiden gegenseitig unterstützen. Dennoch gibt es noch gewisse Unsicherheiten zwischen den beiden, was ich durchaus verstehen konnte, trotzdem wurde es auch durchaus spicy. Außerdem fand ich das ganze Thema rund um Elijahs Jagd nach Grant und seinen Gehilfen wirklich interessant, zumal es diesbezüglich einerseits schon irgendwie vorangeht, aber auch immer gefährlicher wird und einige Gefahren. Schließlich bedroht Grant auch Elijah und seine Lieben und versucht ihn einzuschüchtern.

Was mir aber mit am meisten an diesem Band gefallen hat, ist, dass man auch wieder mehr mit Helena und Jess zu tun hat, dass auch sie nicht gerade kleine Rollen zu spielen haben und dass sich Felicity gerade mit Helena so gut versteht. Gleichzeit gibt es aber in der Beziehung zwischen Elijah und Jess auch ein paar Problemchen, weil Elijah alles allein durchstehen will.

Alles in allem fand ich diesen Band ebenfalls wieder wirklich gut, auch, wenn diese Reihe bisher nicht an die Trilogie rund um Helena und Jess herankommt. Dennoch ist auch dieses Buch ein unterhaltsamer, flüssig geschriebener Pageturner, der Lust auf Band drei macht.

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Veröffentlicht am 10.09.2025

"Tokioregen" traf um einiges mehr meinen Geschmack

Sturmflirren
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Ich weiß ehrlich nicht, wie ich diese Rezension eigentlich schreiben soll, ohne, dass sich jemand dadurch angegriffen fühlt, denn das ist durchaus nicht meine Intention. So weiß ich auch, dass bei einigen ...

Ich weiß ehrlich nicht, wie ich diese Rezension eigentlich schreiben soll, ohne, dass sich jemand dadurch angegriffen fühlt, denn das ist durchaus nicht meine Intention. So weiß ich auch, dass bei einigen Themen kaum noch Kritik oder andere Meinungen zugelassen werden, was ich wirklich schade finde. Das soll nicht heißen, dass ich das Buch schlecht fand, denn das ist es im Großen und Ganzen gar nicht, es hat nur in bestimmten Punkten nicht ganz meinen Geschmack getroffen.

Ich mochte zum Beispiel den humorvollen, manchmal auch leicht sarkastischen Schreibstil der Autorin wieder sehr gern und selbst die Liebesgeschichte zwischen Rea und Shabah fand ich ganz okay und teilweise sogar richtig süß, obwohl ich kein Fan von dieser Art Beziehungen in Büchern bin. Heißt nicht, dass mich das im realen Leben irgendwie interessiert, wer mit wem und so weiter, aber es sind halt nicht meine bevorzugten Liebesgeschichten. Bei anderen kann das gern anders sein. Ebenfalls war ich bei dem Hauptthema des Buches hin- und hergerissen . Einerseits finde ich wichtig, dass jeder so leben sollte, wie er oder sie möchte und kein Mensch sollte dafür verurteilt werden, andererseits wurde dieses ganze Thema zum Ende hin ziemlich ideologisiert. Ich weiß zudem durch die sozialen Medien, dass der Autorin das Thema sehr wichtig ist und das soll es auch gern sein, für mich persönlich hätte dem Buch dennoch hier und da etwas weniger Pathos gutgetan. Aber wie gesagt, das ist alles nur meine Meinung und das kann von mir aus auch jeder so sehen, wie er oder sie will.

Es gibt darüber hinaus auch noch ganz viele Seiten an dem Buch, die mir wirklich gut gefallen haben. So mochte ich das Setting echt gern und finde auch, dass die Autorin dieses richtig gut und bildlich beschrieben hat. Genauso mochte ich das ganze Thema rund um die Autostunts und vor allem habe ich Farah und ihre rebellische Art echt ins Herz geschlossen. Zudem ist Rea eine echt lebendig und realistisch gezeichnete Protagonistin und ihre Eltern, manchmal vielleicht etwas zu trottelig, sind doch recht sympathisch. Und dann ist da natürlich auch Shabah, den ich ebenfalls gut geschrieben und dessen Schicksal ich wirklich traurig fand, sowie dessen Hund Rami, den ich unbedingt auch erwähnen möchte.

Alles in allem fand ich das Buch durchaus unterhaltsam, außerdem richtig gut, teilweise sogar recht witzig und flüssig geschrieben. Ebenfalls mochte ich die Charaktere und das Setting. Gut, die Liebesgeschichte passt nicht ganz in den Rahmen, was ich sonst lese, aber sie war dennoch süß. Alles andere ist okay und kann auch gern in Büchern thematisiert werden, für mich muss es das aber nicht unbedingt.

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