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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.06.2025

Unterhaltsame Small Town Romance

Things We Never Got Over (Knockemout 1)
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Allzu viel gibt es zu diesem Buch nicht zu sagen, denn es handelt sich hier um einen typischen, sehr unterhaltsamen Small Town Romance Roman mit zwei interessanten Protagonisten und relativ viel Spice. ...

Allzu viel gibt es zu diesem Buch nicht zu sagen, denn es handelt sich hier um einen typischen, sehr unterhaltsamen Small Town Romance Roman mit zwei interessanten Protagonisten und relativ viel Spice. Dramatisch, aber noch mehr witzig, fand ich dabei, wie die beiden überhaupt zusammenkommen und auch, wie sie miteinander umgehen. Vor allem aber fand ich interessant, wie Naomi durch ihre chaotische und kriminelle Zwillingsschwester zu einem Kind kommt. Und Waylay, ihre Nichte, bringt auch noch etwas zusätzlichen Pep in die Geschichte, sorgt für mehr Action, als wären da nur Naomi und Knox. Ansonsten gab es zum Ende hin noch etwas Spannung und am Ende wurde es echt romantisch und richtig schön. Alles in allem war die Geschichte aber nichts absolut Neues und natürlich musste es mal wieder Probleme geben, die eigentlich gar keine wären, würde man mal miteinander reden.

Auch mit den Charakteren wurde das Rad nicht unbedingt komplett neu erfunden, aber dennoch waren sie gut und lebendig geschrieben. Gerade auch, dass sie mit Ende Dreißig, beziehungsweise Anfang Vierzig schon etwas älter sind, fand ich echt toll, da in Liebesromanen die Charaktere sonst meist in ihren Zwanzigern sind. Ebenfalls hat mir hier gefallen, dass sich Naomi nichts von Knox bieten lässt und sich zu behaupten weiß. Ihre Kaffeesucht ist auch ziemlich witzig. Er hingegen ist vielleicht nicht unbedingt der typische Bad Boy, kommt aber durch seine grummelige Art erst mal nicht wahnsinnig sympathisch rüber. Hinter seiner harten Schale verbirgt sich aber ein echt lieber Kerl und ein versteckter Familienmensch. Ebenfalls fand ich Knox Oma Liza J wirklich großartig geschrieben, verschroben und dennoch eine Oma, wie man sie sich nur wünschen kann. Die weiteren Charaktere, von denen es schon eine Menge gab, fand ich ebenfalls gut geschrieben und ein jeder hatte seine Daseinsberechtigung.

Alles in allem bekommt man hier eine unterhaltsame, gemütliche und romantische Liebesgeschichte im ländlichen Setting, die mir wirklich gut gefallen hat und ich freue mich schon auf den zweiten Band. Das Hörbuch lohnt sich im Übrigen ebenfalls, denn dieses ist echt gut vertont.

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Veröffentlicht am 18.06.2025

Magische Geschichte über die Macht der Bücher

Die Goldene Schreibmaschine
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Dieses Buch ist als Kinderbuch mal etwas komplett Neues aus der Feder von Carsten Henn, aber irgendwie auch wieder nicht, denn auch hier geht es einmal mehr um die Macht der Bücher. Ich muss sagen, es ...

Dieses Buch ist als Kinderbuch mal etwas komplett Neues aus der Feder von Carsten Henn, aber irgendwie auch wieder nicht, denn auch hier geht es einmal mehr um die Macht der Bücher. Ich muss sagen, es ist ihm wirklich gut gelungen, die Geschichte rund um Emily und die goldene Schreibmaschine zum Leben zu erwecken.

Geschrieben ist dieses Buch wieder einmal sehr flüssig, bildlich und voller schöner, tiefgründiger Sätze. Die Geschichte ist hier eher magisch und fantastisch, die Idee mit der goldenen Schreibmaschine, mit der man Geschichten umschreiben kann und dem Kampf gegen einen übereifrigen, echt fiesen Lehrer, fand ich super und echt spannend. Dabei steht vor allem Emilys Sehnsucht nach Anerkennung und einem Leben mit ihren Eltern im Vordergrund, weshalb sie mithilfe der Schreibmaschine einiges zu ändern versucht. Ob das allerdings immer so gut ist, ist fraglich. Gleichzeitig muss sich Emily gegen ihren Lehrer Herrn Dresskau behaupten, der ebenfalls die Macht der Schreibmaschine an sich reißen will, jedoch keine guten Absichten hat. Bei diesem Kampf kann sie sich immer wieder auf ihre Oma und ihre Freunde verlassen. Nur, dass es zwischendurch wieder einmal plakativ politisch wurde, fand ich echt nicht schön. Gerade in einem Kinderbuch muss das auf diese Weise nicht sein.

Richtig toll fand ich hingegen auch wieder die Charaktere geschrieben, denn nicht nur die Protagonisten Emily ist besonders und richtig sympathisch, sondern vor allem auch ihre Oma Rosa, die super lieb ist, kunterbunt und immer für ihre Enkelin da. Auch ihre Freunde Frederick und Charly fand ich großartig, zumal Charly mit ihrer Synästhesie echt cool ist. Herr Dresskau hingegen ist einfach nur unerträglich, ein richtiger Fiesling und das kam auch richtig rüber. Man kann diesen Mann einfach nur verachten, weil er so bösartig ist.

Alles in allem bekommt man hier ein wundervolles Urban Fantasy Kinderbuch mit einer kreativen Story, welche Kindern die Welt der Bücher auf magische Weise näher bringt, mit einem ganz alltäglichen und doch grauenhaften Antagonisten und dem Kampf um Gut oder Böse. Mir hat das gut gefallen und ich habe mich super unterhalten gefühlt.

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Veröffentlicht am 16.06.2025

Nazivampire, ein Dampyr und eine rothaarige Hexe

DARK DARK DARK
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Selten hat mich ein Buch so sehr zwiegespalten zurückgelassen, wie dieses hier und dabei wollte ich es einfach nur mögen, denn eigentlich liebe ich gut gemachte Vampirromane. Doch leider war dieser hier ...

Selten hat mich ein Buch so sehr zwiegespalten zurückgelassen, wie dieses hier und dabei wollte ich es einfach nur mögen, denn eigentlich liebe ich gut gemachte Vampirromane. Doch leider war dieser hier nicht ganz so gut gemacht und es gab einige Dinge, die mich echt genervt haben.

Zwar bin ich gleich in die Geschichte hineingekommen, dennoch hat sich das Buch gerade bis etwa zur Hälfte extrem gezogen und auch danach gab es, bis auf zwischendrin vielleicht um die einhundert Seiten, nicht allzu viel Spannung. Dabei fand ich zwar schön, dass man erst einmal Damien und Agnetha ausführlich vorgestellt bekommt, aber das Ganze hätte auch viel spannender gestaltet werden können. Außerdem fühlte sich die Geschichte für mich recht zusammengewürfelt an, als hätte die Autorin sich das aus ihrer Sicht Beste aus allen möglichen Vampirgeschichten herausgesucht und zu einer eigenen Geschichte verwoben, wodurch es zu einigen Klischees kam, die manchmal schon etwas zu offensichtlich waren. Dazu kam das ganze politische Thema, welches ebenfalls manchmal schon sehr plakativ wirkte. Vampirnazis? Nazivampire? Wirklich? Und dann war da noch die Liebesgeschichte zwischen Agnetha und Damien, die an sich gut geschrieben war, aber warum bitte haben die beiden selbst in den gefährlichsten Situation nur das Eine im Kopf? Nichts gegen die prickelnden Sexszenen, denn die waren wirklich gut geschrieben, aber zwischendurch, wenn sich einfach mal wieder etwas zusammenzog, wirkte das dann doch etwas lächerlich. Überhaupt wirkte die Geschichte auf mich schon teilweise sehr satirisch und dennoch hat sie mich, obwohl ich oftmals nur mit dem Kopf schütteln konnte, auch irgendwie unterhalten.

Auch die Charaktere haben mich etwas ratlos zurückgelassen. Damien ist ein ganz normaler Kerl, der einer der Guten ist und sich erst einmal an sein neues Dasein gewöhnen muss, aber bis er es endlich mal kapiert hatte, ist gefühlt bereits das halbe Buch zu Ende gewesen. Ebenfalls hat mich sein ewiges Gejammer und Selbstmitleid echt genervt. Und dennoch mochte ich ihn eigentlich ganz gern. Genauso ging es mir mit der toughen Agnetha, die eine große Klappe hat, für mich persönlich aber zu gewollt feministisch geschrieben wurde. Wieso ich die beiden dann aber doch ins Herz geschlossen habe, weiß ich auch nicht so recht. Bei den Wildlingen hingegen ging es mir anders, denn diese fand ich klasse, ebenso die echt bösartigen von Baros, die recht überzeugend geschrieben waren. Lennart hingegen ist der typische, nerdige beste Freund, der etwas hyperaktive Durchblicker, den ich am liebsten mochte, auch, wenn er ein laufendes Klischee ist.

Alles in allem bekommt man hier einen romantischen, teilweise spicy Urban Fantasy Roman mit fast siebenhundert Seiten, dem sicherlich zweihundert Seiten weniger und dafür eine straffere und ernstzunehmendere Geschichte wirklich gutgetan hätte. Genauso muss ich das wirklich schlechte Lektorat beanstanden, denn es gibt einige Rechtschreib- und Grammatikfehler, die man nicht so leicht überliest. Dafür muss ich der Autorin aber zugutehalten, dass sie einen wirklich bildlichen und flüssigen Schreibstil hat, der sich gut lesen ließ. Außerdem gab es einige echt coole Dialoge, blöde, aber lustige Sprüche und viel Sarkasmus, wenn auch nicht unbedingt immer im richtigen Moment. Und auch die Innengestaltung des Buches, mit den vielen Bildern, fand ich toll, ebenso die Übersicht über die verschiedenen Charaktere und eine Playlist ist immer gut. Dafür ist die Qualität des Buches selbst nicht so toll, denn dieses knickt wirklich schnell und die Folie löst sich vom Cover, aber das liegt, denke ich mal, an der Druckerei. Bleibt mir also nur noch zu sagen, dass ich mir etwas mehr von diesem Buch erwartet habe, aber dennoch gut unterhalten wurde, wenn auch nicht so, wie ich es erwartet hätte.

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Veröffentlicht am 14.06.2025

Besser als gedacht

The Veiled Kingdom (Die Veiled-Kingdom-Serie 1)
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Ich weiß echt nicht, warum es zu diesem Buch so viel Kritik gibt, ich fand es nämlich echt gut. Hier ist die fantastische Welt mal relativ einfach gestrickt und nicht zu überladen, sodass ich sie mir richtig ...

Ich weiß echt nicht, warum es zu diesem Buch so viel Kritik gibt, ich fand es nämlich echt gut. Hier ist die fantastische Welt mal relativ einfach gestrickt und nicht zu überladen, sodass ich sie mir richtig gut vorstellen konnte. Vor allem die unterirdische Stadt der Rebellen fand ich dabei eine echt tolle Idee.

Was ich verstehen kann ist, dass manche wahrscheinlich ein Problem damit haben werden, dass die Geschichte nicht allzu umfangreich und aufgebauscht ist, es dafür aber ziemlich viel Spice gibt. Mich hingegen hat gerade das packen können, weil ich dieses Theater zwischen Nyra und Dacre wirklich genossen habe, die ständigen Schlagabtäusche und Nyras große Klappe. Ebenso mochte ich die Chemie zwischen den beiden und die Sexszenen waren auch gut geschrieben. Dann gab es natürlich noch die Gefahr, dass Nyra auffliegt und Dacres Misstrauen ihr gegenüber. Hier fand ich auch den Part mit Dacres Großmutter echt interessant und ich bin gespannt, was sie mit ihren Aussagen genau gemeint hat. Nur, wogegen, beziehungsweise wofür, die Rebellen nun eigentlich genau kämpfen, wurde irgendwie nicht so richtig klar. Den Cliffhanger am Ende dieses Bandes fand ich aber wieder echt super gemacht und er hat mich neugierig auf Band zwei zurückgelassen.

Die Charaktere fand ich ebenfalls ganz gut geschrieben, auch, wenn sie nun nicht wahnsinnig besonders sind, aber ich bin mit ihnen absolut klargekommen. Zwar ist Dacre manchmal schon ziemlich toxisch und gemein, aber damit kann ich durchaus umgehen. Nyra mochte ich wirklich gern, weil sie einerseits stark ist, andererseits aber auch kein Übermensch. Sie ist ein normales Mädchen, welches nicht weiß, wem sie trauen kann. Ebenso fand ich Dacres Schwester Wren mit ihrer offenen und freundlichen Art richtig liebenswert. Dafür hätte ich gern mehr über den ach so bösen König erfahren und auch Dacres Vater konnte ich noch nicht so gut fassen.

Alles in allem fand ich diese Geschichte bisher echt unterhaltsam und war auch froh, dass sie mal nicht ewig lang war, gut verständlich und das Setting bildlich. Auch der Schreibstil war flüssig und leicht lesbar. Auf jeden Fall freue ich mich auf Band zwei und auf einen hoffentlich passenden Abschluss.

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Veröffentlicht am 11.06.2025

Märchenhaft, emotional und tiefgründig - Highlight

The Tearsmith
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Nachdem ich den Film gesehen habe und diesen nur eher mittelmäßig gefunden hatte , hatte ich nicht mehr allzu viele Erwartungen an das Buch. Umso überraschter war ich letztendlich, wie großartig und märchenhaft ...

Nachdem ich den Film gesehen habe und diesen nur eher mittelmäßig gefunden hatte , hatte ich nicht mehr allzu viele Erwartungen an das Buch. Umso überraschter war ich letztendlich, wie großartig und märchenhaft die Geschichte tatsächlich ist.

Schon allein der wahnsinnig poetische und tiefgründige Schreibstil konnte mich absolut überzeugen und hat genau richtig zur ebenso tiefgründigen, durch die Legende des Tränenmachers irgendwie magisch angehauchten Liebesgeschichte von Nica und Rigel gepasst. Dabei handelt es sich um eine etwas andere Enemies to Lovers Geschichte, mit ganz viel emotionalem Hintergrund, mit zutiefst verletzten und missbrauchten Protagonisten, die ihren Platz im Leben erst noch finden müssen. Dennoch sind beide komplett unterschiedlich, haben verschiedene Sichtweisen auf das Leben, auf die Liebe und gehen ebenso unterschiedlich mit ihrem jeweiligen Schicksal um. Hierbei spielen Themen wie Misshandlung, Einsamkeit und Krankheit eine große Rolle, ebenso die innere Zerrissenheit, die diese bewirken, wodurch sich eine explosive und gleichzeitig sehr widersprüchliche Beziehung zwischen Nica und Rigel entwickelt, die einfach nur wahnsinnig tief geht, mitzureißen weiß und jede meiner Fasern tief berührt hat.

Genauso ging es mir mit den Charakteren. Auch diese haben mich tief berührt. Nica, der Nachtfalter, ist ein Mädchen, welches vor Liebe übersprudelt, ein sehr sanftes Wesen besitzt und sehr viel Verständnis, obwohl sie Grausames erleben musste. Rigel, welcher nach einem Stern benannt wurde, hingegen ist wieder ganz anders. Er ist nach außen hin der freundliche Junge von nebenan, den man einfach lieben muss. Zu Nica hingegen ist er extrem unfreundlich und stößt sie immer wieder von sich weg. Außerdem ist er sehr verschlossen und eher ein Einzelgänger. Das alles hat aber einen emotionalen und erschütternden Grund, der sich dem Leser und auch Nica erst nach und nach offenbart. Zudem gibt es noch Nicas und Rigels Adoptiveltern, welche man einfach nur lieben muss und Adeline, die eine Art Verbindungsstück zwischen Nica und Rigel darstellt. Auch sie ist eine wunderbare Person, die ich immer mehr in mein Herz geschlossen habe.

Alles in allem kann ich nur sagen, dass ich dieses Buch einfach nur verschlungen habe und dass mich die Geschichte sicher nicht so schnell wieder loslassen wird. Ich habe einfach alles daran geliebt, jeder der über siebenhundert Seiten. Ich habe mit geliebt, gelitten und gebangt und am Ende das Finale bekommen, welches einfach nur perfekt für die beiden Liebenden war.

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