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Veröffentlicht am 15.09.2016

Wunderbare Geschichte

After love
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Als großer Fan der „After“-Reihe habe ich die ersten beiden Bände direkt am Erscheinungstag verschlungen. Nun, wo der dritte Band „After love“ endlich erschienen ist, ging es mir bei diesem Buch ganz genau ...

Als großer Fan der „After“-Reihe habe ich die ersten beiden Bände direkt am Erscheinungstag verschlungen. Nun, wo der dritte Band „After love“ endlich erschienen ist, ging es mir bei diesem Buch ganz genau so, denn ich konnte es kaum aus den Händen legen. Zwar gibt es hier und da ein paar kleinere Schwächen, allerdings haben mich diese nur sehr wenig gestört.

Der Schreibstil ist wieder einmal gelungen. Die Dialoge sind zwar hier und da ein wenig misslungen, da sich meiner Meinung nach zu oft im Kreis gedreht wurde und sich manche Dialoge bereits aus den ersten beiden Bänden wiederholt haben, allerdings gibt es ansonsten kaum etwas zu meckern. Auch wenn die Geschichte diesmal noch ein Stückchen länger ist, waren die knapp 950 Seiten wieder viel zu schnell ausgelesen. Die Geschichte wird wieder einmal abwechselnd aus der Sicht von Hardin und Tessa erzählt, sodass man immer wieder andere Sichtweisen kennenlernen durfte und somit auch gleichzeitig stets in die Gedanken und Gefühle von ihnen eintauchen konnte.

Ich muss schon zugeben: Hardin und Tessa sind unglaublich anstrengend, sowohl als Singles als auch als Paar, aber dennoch haben die beiden Figuren eine starke Anziehungskraft auf mich, sodass ich immer mehr über sie und ihre verkorkste Beziehung erfahren möchte. Man muss allerdings auch zugeben, dass Hardin sehr stark an sich arbeitet, Fehler einsieht und sich selbst und anderen Menschen, wie z.B. seinem Vater plötzlich eine Chance gibt, aber dennoch immer der Bad Boy bleiben wird. Tessa wird dagegen immer anstrengender aber auch – Oh Wunder! – selbständger. Allerdings hat sie mich auch ab und zu auf die Palme gebracht: Sie verliebt sich in Hardin zunächst so, wie er ist, möchte ihn danach aber immer wieder verändern, was nicht unbedingt viel Sinn für mich ergibt, denn wenn sie doch einen so vernünftigen Mann möchte, dann hätte sie genügend Auswahl, was sie jedoch verweigert.

Die neuen Figuren, wie z.B. Tessas Vater, werden sehr gut in die Geschichte eingeführt. Es war mir zwar nicht jeder unbedingt sympathisch und bei einigen habe ich noch ein gewisses Fragezeichen, allerdings hat jede Figur davon ihren Platz in der Geschichte verdient. Auch die Figuren, die man bereits aus den ersten beiden Bänden kannte, haben sich sehr gut weiterentwickelt und konnten mich das ein oder andere Mal auch überraschen. Molly ist hierbei wohl die größte Überraschung.

Gleichzeitig fand ich auch die Entwicklung der Geschichte sehr interessant, denn dieses Mal geht es nicht einfach nur um das typische „Er liebt mich, er liebt mich nicht“-Prinzip, sondern vielmehr darum, wie es plötzlich ist, sich auf andere Menschen einlassen zu müssen und zu verzeihen. Auch wenn die Vater-Sohn-Geschichte von Hardin und seinem Vater immer nur kurz angeschnitten wird und auch in den ersten beiden Bänden immer mal wieder thematisiert wurde, fand ich diese sehr interessant. Ebenso die Geschichte zwischen Tessa und ihrem Vater, denn auch hier ist Tessa wieder einmal so verdammt typisch: Sie nimmt es einfach so hin, dass er neun Jahre lang weg war und versucht das Beste aus der Situation zu machen, indem sie ihm quasi direkt verzeiht und zu ihm eine Beziehung aufbauen möchte. Hier haben mir zwar viele Antworten dazu gefehlt, allerdings passt diese Situation gut zu Tessa – auch wenn mich dies sehr häufig genervt hat.

Das Cover ist sehr schlicht, hat mir jedoch sehr gefallen. Ehrlich gesagt hätte das Buch auch gar kein anderes Cover erhalten dürfen, da man den typischen Bad Boy mit zig Tattoos und eine hübsche Frau nebendran bereits von vielen anderen Covern her kennt. Die Kurzbeschreibung ist wieder einmal gelungen und somit habe ich mich bereits im Vorfeld sehr auf die Fortsetzung gefreut.

Insgesamt ist „After love“ eine tolle Fortsetzung, die nicht nur sehr viele dramatische Momente mit sich bringt, sondern wieder einmal mit interessanten und vielseitigen Figuren glänzt, die den Leser allerdings stellenweise an die Grenzen bringen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Wunderbare Geschichte

After forever
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Das ist es also: Die „After“-Reihe hat tatsächlich ihr Ende gefunden und ich habe dem Ende mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegegefiebert. Einerseits wollte ich, dass es endlich vorbei ist ...

Das ist es also: Die „After“-Reihe hat tatsächlich ihr Ende gefunden und ich habe dem Ende mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegegefiebert. Einerseits wollte ich, dass es endlich vorbei ist und Hardin und Tessa somit ihr Happy End finden, andererseits wollte ich mich noch nicht von lieb gewonnenen Figuren verabschieden müssen. Dennoch hat meine Neugier am Ende gesiegt und ich musste die Geschichte direkt verschlingen und ja… Es war großartig, es war aufwühlend und es hat mich manchmal auch regelrecht fertig gemacht.

Anna Todd hat im vierten und letzten Band noch einmal alles aus der Geschichte herausgeholt: Jede Menge Drama, jede Menge Momente, in denen ich genervt die Augen verdreht habe, aber auch viele Momente, in denen ich Tränen in den Augen hatte und manches kaum glauben konnte. Auch wenn der Schreibstil nie ganz perfekt war und stellenweise unfreiwillig komische Momente geschaffen wurden, hat Anna Todd für mich einen tollen Abschluss für die Reihe gefunden. Die Dialoge sind wieder einmal gelungen: Mal ruppig, mal kitschig, aber immer ehrlich und somit gut ausgearbeitet. Auch die Figuren kommen fast alle noch einmal zu Wort, sodass man sich von ihnen in Ruhe verabschieden und ihre Entwicklung manchmal regelrecht bestaunen kann.

Dennoch war das Buch für mich nicht ganz perfekt, was stellenweise doch an der Entwicklung der Figuren lag. Tessa war für mich schon immer etwas schwierig, da sie sehr naiv ist und sich oftmals zu sehr geopfert hat. Jetzt wurde sie deutlich mutiger und selbstbewusster dargestellt, was mir eigentlich ganz gut gefallen hat, in der Kürze der Zeit jedoch nicht allzu authentisch wirkte. Dennoch mag ich sie sehr und bin froh, wie sie ihr Leben am Ende gemeistert hat. Gleiches gilt für Hardin. Dieser wird zwar nie der perfekte Mensch sein, der sich und seine Emotionen vollends in den Griff bekommen wird, allerdings ist seine Wandlung bemerkenswert und er wirkt im Laufe der Geschichte noch liebenswerter.

Tessas Eltern und Hardins Familiengeschichte sind in diesem Buch ebenfalls enorm wichtig, genauso wie Tessas Freundschaft zu Landon, der ebenfalls ein wichtiger Bestandteil in Tessas Leben ist. Zwar mochte Landon aufgrund seiner Art nicht immer, allerdings mochte ich auch ihn nicht missen.

Obwohl auch hier wieder die Liebesgeschichte rund um Tessa und Hardin den größten Platz in dem Buch einnimmt, geht es diesmal um so viel mehr: Ums Verzeihen, um Verarbeitung, um Trauerbewältigung, um die Frage, wer man ist und wer man sein möchte und vor allem, wo man im Leben stehen möchte. Dies wurde von Anna Todd sehr schön beschrieben und konnte mich zum Nachdenken anregen, was ich zuvor eher nicht erwartet habe.

Das Ende selbst ist wohl nicht unbedingt jedermanns Sache. Auch ich, die die Reihe bislang sehr geliebt hat, habe kurz die Augen verdreht, denn einiges ging mir viel zu schnell und ohne großartige Erklärungen, was ich sehr schade fand, denn dadurch habe ich noch die ein oder andere Frage, die leider nicht beantwortet wurde. Dennoch muss man sagen, dass hier wohl jede Figur am Ende für sich den eigenen Frieden gefunden hat. Was jeder daraus gemacht hat, sollte man aber unbedingt selbst lesen.

Das Cover ist wie immer sehr schlicht, aber dennoch schön anzusehen. Gleichzeitig bin ich sehr froh, dass die Cover allesamt so gut zusammenpassen und der Stil nicht mittendrin geändert wurde. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls sehr gelungen und verrät über den Verlauf der Geschichte nicht zu viel.

„After forever“ war für mich ein nahezu perfekter Abschluss einer grandiosen Reihe und konnte wieder mal sämtliche Emotionen aus mir hervorlocken: Ich habe gelacht, geweint, genervt die Augen verdreht und am Ende habe ich das Buch mit einem lachenden und einem weinenden Auge geschlossen. Ich werden Tessa und Hardin vermissen!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Perfekt!

Weil ich Will liebe
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Nachdem ich den ersten Band „Weil ich Layken liebe“ in Rekordzeit verschlungen habe, habe ich dem zweitem Band „Weil ich Will liebe“ lange herbeigesehnt. Nun, wo er endlich veröffentlicht wurde, musste ...

Nachdem ich den ersten Band „Weil ich Layken liebe“ in Rekordzeit verschlungen habe, habe ich dem zweitem Band „Weil ich Will liebe“ lange herbeigesehnt. Nun, wo er endlich veröffentlicht wurde, musste ich ihn natürlich direkt lesen und bin wieder einmal schwer begeistert – auch wenn ich zugeben muss, dass der zweite Band ein bisschen schwächer als sein Vorgänger ist. Dennoch hat mir die Geschichte unglaublich gut gefallen und gehört zu meinen bisherigen Jahres-Highlights.

Colleen Hoover hat einen sehr angenehmen und flüssigen Schreibstil, der mich immer wieder aufs Neue begeistert. Die Dialoge sind witzig und spritzig, die kleinen Neckereien zwischen Will und Layken erfrischend und auch sonst erzeugt die Geschichte jede Menge Emotionen. Die Autorin lässt ihre Figuren, aber auch ihre Leser durch ein einziges Gefühlschaos wandern und auch wenn einiges an der Geschichte vorhersehbar ist, fand ich es dennoch sehr spannend, wie sich sämtliche Puzzleteile zusammensetzen. Gleichzeitig haben sich sämtliche Figuren sehr gut weiterentwickelt. Sie können mit ihrer jeweiligen Situation besser umgehen, können diese besser einschätzen und werden zum Teil auch erwachsen. Dies gilt besonders für Kel und Caulder, die viel zu früh ihre Eltern verloren haben. Die Geschichte wird dieses Mal aus der Sicht von Will erzählt, dazu gibt es einige Zitate, aber auch Tagebucheinträge, die Will verfasst hat. Dadurch erhält man einen tollen Einblick in seine Gedanken- und Gefühlswelt, was im ersten Band ein wenig zu kurz gekommen ist.

Will und Layken sind nach dem Tod ihrer Eltern auf sich allein gestellt. Sie kümmern sich um ihre Brüder, gehen zur Uni und versuchen den Alltag so gut es geht zu meistern. Für beide ist es nicht leicht, ihren Geschwistern die Eltern zu ersetzen, jedoch geben sie sich große Mühe, was jede Menge Respekt verdient hat. Jedoch kommt dabei die Beziehung von ihnen viel zu kurz. Meistens verbringen sie ihre wenige Zeit mit ihren Geschwistern und ihren Freunden, sodass die Liebe zu kurz kommt und man Will und Layken anfangs nur selten allein erlebt. Die Entwicklung bei ihnen ist enorm. Während Will von seiner Vergangenheit eingeholt wird, muss Layken lernen, anderen Menschen zu vertrauen, was ihr jedoch nicht immer leicht fällt. Mit Wills Exfreundin Vaughn und seinem besten Freund Reece lernt man zwei Figuren kennen, die alles andere als sympathisch, jedoch für die Geschichte enorm wichtig sind. Auch Kiersten, das neue Nachbarsmädchen, das im gleichen Alter wie Kel und Caulder ist, ist eine wichtige Schlüsselfigur, die zwar manchmal anstrengend, aber gleichzeitig unglaublich liebenswert ist, sodass man sie einfach ins Herz schließen muss.

Während es im ersten Band hauptsächlich um die Liebesgeschichte zwischen Will und Layken ging, geht es in diesem Band um sehr viel mehr. Es geht um die Bedeutung von Freundschaft, von Zusammenhalt, von Vertrauen, die Frage, wie man ein Kind richtig erzieht und die große Frage nach dem ‚Warum?!‘ Gleichzeitig gibt es zwischen Layken und Will wieder einmal jede Menge Herzschmerz, aber auch jede Menge Versöhnung. Manchmal ist es wirklich schwer, ihren Gefühlen und Gedanken zu folgen, da sie es sich oft schwerer machen, als es eigentlich ist, aber dennoch macht es großen Spaß, sie dabei zu beobachten, mit ihnen zu fühlen und manchmal auch mit ihnen zu lachen.

So vorhersehbar die Geschichte auch an einigen Stellen war, konnte sie mich an vielen Stellen dennoch überraschen und zum Teil auch schockieren. Die vielen Wendungen waren zwar manchmal auch recht übertrieben, aber dennoch wurde ich gut unterhalten, was letztendlich besonders wichtig für mich ist. Natürlich ist die Liebesgeschichte oftmals kitschig, aber ist es nicht das, was wir als Leser alle wollen? Ein bisschen Herzschmerz, ein bisschen Happy-End und dennoch auch ein wenig Kitsch und Übertreibungen?!

Das Cover ist hübsch und passt sich dem ersten Band an, „hübsch“ ist mir hier jedoch nicht genug, denn mir fehlt wieder einmal die Besonderheit. Ich hätte immer noch sehr gerne ein Mikrophon oder einen Barhocker gesehen, was sehr gut zur Geschichte gepasst, aber gut, die Geschmäcker sind verschieden. Die Kurzbeschreibung ist dagegen gelungen und hat mich direkt angesprochen.

Insgesamt konnte mich auch der zweite Band der „Slammed“-Trilogie mehr als begeistern und ich finde es wahnsinnig bedauerlich, dass die Geschchte bereits so schnell wieder vorbei war. Ein interessanter Plot, der gut weitergeführt wurde, liebenswerte Figuren, die sich enorm gesteigert haben und jede Menge Kitsch, Drama und Romantik sorgen dafür, dass ich mich bei diesem Buch sehr wohl gefühlt habe. Wer den ersten Band bereits mochte, sollte sich auch diesen nicht entgehen lassen. Empfehlenswert!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Toller Auftakt

Neubeginn in Virgin River
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Für Mel verändert sich innerhalb von wenigen Sekunden das komplette Leben, als ihr Mann in einem Supermarkt unschuldig erschossen wird. Von ihrer Trauer überwältigt hat sie nur einen Wunsch: Raus aus Los ...

Für Mel verändert sich innerhalb von wenigen Sekunden das komplette Leben, als ihr Mann in einem Supermarkt unschuldig erschossen wird. Von ihrer Trauer überwältigt hat sie nur einen Wunsch: Raus aus Los Angeles in ein ruhigeres Leben.
Sie kündigt ihren Job im Krankenhaus und verkauft ihr Haus, um ins kleine Dorf Virgin River zu ziehen. Hier möchte sie dem Arzt des Dorfes helfen und neue Kraft tanken. Doch das Dorf sieht nicht so aus, wie auf den Fotos, die sie zuvor erhalten hat. Die Straßen sind holprig und das versprochene Landhaus gleicht einer Ruine. Am liebsten würde sie sofort wieder aus Virgin River flüchten, wären da nicht ein ausgesetztes Baby und Barbesitzer Jack, der sich vom ersten Moment an liebevoll um sie kümmert…

Robyn Carr war mir vor „Virgin River“ gänzlich unbekannt, von daher war ich besonders gespannt, was ich hier zu erwarten habe – und ich bin sehr begeistert. „Neubeginn in Virgin River“ ist für mich eine der Überraschungen des Jahres und der erste Band der „Virgin River“-Reihe.

Der Schreibstil ist unglaublich toll. Robyn Carr erzählt die Geschichte so intensiv, dass ich mir vorkam, als wäre ich selbst ein Teil des Dorfes und des Geschehens. Die Landschaften, Häuser und Menschen sind bis ins kleinste Detail beschrieben, sodass man sich ein sehr gutes Bild von allem machen konnte. Ich wurde nahezu mitgerissen und habe mit den Charakteren gelitten und mich für sie gefreut.

Vor allem Mel ist eine unglaublich tolle Person, die man einfach ins Herz schließen muss. Sie ist bodenständig, sympathisch, wunderschön und hat ein Herz aus Gold. Ihr Schicksalsschlag wird sensibel thematisiert und als Leserin bin ich mit ihr durch das Bad der Gefühle gegangen. Sehr erfrischend ist ihre Zusammenarbeit mit dem Doc. Er ist der griesgrämige, alte Mann, der sich nötige Hilfe nicht eingestehen möchte und Mel lebt für ihren Job und liebt jeden einzelnen Tag davon.
Auch Jack ist ein interessanter Charakter. Er ist ein Naturbursche mit sportlicher Figur und verdreht den Frauen im Dorf und der Umgebung den Kopf. Seine Bar ist der Treffpunkt des Dorfes und er ist direkt an der Quelle, wenn es um Gerüchte und Neuigkeiten geht.

Die Annäherung zwischen Mel und Jack wird gut dargestellt. Sie gehen vorsichtig und sensibel miteinander um und versuchen auf den anderen behutsam einzugehen, denn beide haben ein Päckchen zu tragen, dass sie verarbeiten müssen. Durch ihr Alter (Mel 32, Jack 40) sind sich beide dessen bewusst, welche Verantwortung sie füreinander tragen und wirken alles andere als naiv.

Sehr positiv überrascht bin ich von der Covergestaltung. Meistens sind die Cover von Mira eher unglücklich gewählt, aber in diesem Fall gefällt mir das Cover deutlich besser als das Original. Die Landschaft und das Landhaus am Waldrand sind perfekt eingefangen und ich konnte mir Virgin River gut vorstellen.

Insgesamt konnte mich „Neubeginn in Virgin River“ mehr als überzeugen und ich bin bereits dabei, den zweiten Band zu lesen, indem Preacher, der in Jack’s Bar arbeitet, eine große Rolle spielt. Fans von Susan Mallery, Nora Roberts und Sandra Brown werden auch Robyn Carr lieben. Absolut empfehlenswert.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Großartig

1408
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Nachdem ich den Film „Zimmer 1408“ gesehen habe, habe ich durch den Abspann erfahren, dass dieser grandiose Film eine Literaturverfilmung ist. Wenn man sich diesen genau anschaut, erkennt man ziemlich ...

Nachdem ich den Film „Zimmer 1408“ gesehen habe, habe ich durch den Abspann erfahren, dass dieser grandiose Film eine Literaturverfilmung ist. Wenn man sich diesen genau anschaut, erkennt man ziemlich schnell, dass nur jemand wie Stephen King dahinter stecken kann. Im Buch „Im Kabinett des Todes“ hat Stephen King 14 Kurzgeschichten zusammengestellt, die wie immer zum Gruseln sind – darunter auch „1408“.

„1408“ ist eine Geschichte, die man einfach mögen muss. Sie handelt vom Autor Mike Enslin, der es sich zur Aufgabe macht, gruselige Hotelzimmer ausfindig zu machen und diese zu bewerten. Dabei wird u.a. auch darauf wert gelegt, ob in dem jeweiligen Hotel, bzw. Hotelzimmer bereits Morde, sonstige Todesfälle oder übersinnliche Situationen geschehen sind.
Während er in allen Hotels freundlich empfangen wird, möchte man ihn im New Yorker Dolphin Hotel am liebsten wieder los werden, denn er möchte ausgerechnet das Zimmer 1408, dass bereits seit über 20 Jahren nicht mehr bewohnt wurde, über Nacht beziehen. Es heißt, dass kein Mensch länger als eine Stunde in dem Zimmer überlebt hat. Als auch der Manager des Hotels ihn nicht von Zimmer 1408 abhalten kann, begibt er sich in das Zimmer und erlebt eine Nacht, die er sich in den schlimmsten Albträumen nicht hätte vorstellen können.

Die Geschichte wird leicht und locker erzählt. Obwohl sie sich sehr einfach liest, ist der Spannungsbogen dennoch von Anfang an sehr hoch gelegt, sodass ich das Buch nur schwer aus den Händen legen konnte. Die dramatischen und gruseligen Szenen im Hotelzimmer werden zum Teil sehr verwirrend und intensiv beschrieben. Vor allem durch das Diktiergerät, welches Mike Enslin immer dabei hat, gehen eine große Dramatik und viele Schockeffekte hervor, da er jede Bewegung und jedes Geräusch im Zimmer sehr genau und eindringlich aufzeichnet.

Auch die Charaktere, allen voran Mike Enslin, sind Stephen King gut gelungen. Mike ist nicht unbedingt der umgänglichste Mensch der Welt, aber mit Sicherheit kein schlechter Mann. Durch seine Vergangenheit ist er ein sehr skeptischer Mensch, der trotz seiner Geisterbücher nicht wirklich an Geister glaubt. Er ist nahezu vollkommen furchtlos und nur schwer zu beeindrucken, was in seinem Job sicherlich ein großer Vorteil ist, ihn aber so manches Mal von seiner Aufgabe ablenkt, da er sich nicht voll und ganz auf die jeweiligen Situationen einlassen kann.
Die Dialoge zwischen Mike und dem Hotelmanager Mr. Olin sorgten für einige Gänsehautmomente. Sehr nüchtern beschreibt Mr. Olin die jeweiligen Selbstmorde in Zimmer 1408 und berichtet über die Gefühle und Erlebnisse der Zimmermädchen, die für das Zimmer in all den Jahren zuständig waren.

Das Hotel, speziell das Zimmer, wird als recht altmodisch beschrieben. Im Zimmer herrscht nahezu keine Elektrizität und auch die Möbel scheinen stellenweise aus einer anderen Zeit zu stammen, da sie sehr an die zwanziger Jahre erinnern. Durch das eher spärlich möblierte Zimmer, lässt sich Mike alles andere als abschrecken und spielt das Zimmer herunter, da er nicht nachvollziehen kann, wie solch ein Zimmer selbst das Hotelpersonal abschrecken kann.

Das Ende ist verwirrend und schockierend zugleich und alles andere als vorhersehbar. Stephen King hat es geschafft, dass ich während der gesamten Handlung dauerhaft mitdenken musste und so manches Mal in die Irre geführt wurde. Was zunächst sehr vorhersehbar aussah, hat sich nach und nach immer mehr zu einer Überraschung entwickelt, die ich nicht erwartet habe.

Insgesamt ist „1408“ eine großartige Horrorgeschichte, die den Leser gefangen nimmt und schockiert. Die anderen Geschichten, die sich in „Im Kabinett des Todes“ befinden, werde ich mit Sicherheit auch lesen und rezensieren. Stephen King bleibt einfach der König unter den Horrorautoren.