Profilbild von Kleinbrina

Kleinbrina

Lesejury Star
offline

Kleinbrina ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Kleinbrina über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.02.2022

Interessante Biographie

Aufstieg in die Tiefe
0

„Aufstieg in die Tiefe: Meine Reise mit Messner, Buddha und Parkinson“ ist die Biographie von Ursula Grether, die in ihrem Leben bereits einiges erlebt hat und nun ihre Erinnerungen und Ansichten in diesem ...

„Aufstieg in die Tiefe: Meine Reise mit Messner, Buddha und Parkinson“ ist die Biographie von Ursula Grether, die in ihrem Leben bereits einiges erlebt hat und nun ihre Erinnerungen und Ansichten in diesem Werk teilen möchte.

Die Autorin hat dabei ein bislang aufregendes Leben gelebt, denn sie wurde die Expeditionsärztin von Reinhold Messner und hat diesen auf seinen Touren begleitet und dabei selbst das ein oder andere Abenteuer erlebt.Gleichzeitig hat sie auch den Buddhismus für sich entdeckt, den sie in aller Ausführlichkeit in ihrem Buch erklärt und ihre Sichten darüber beschreibt.

Auch das Thema Parkinson kommt in dem Buch nicht zu kurz, denn Ursula Grether hat die Diagnose im Alter von sechzig Jahren erhalten und hatte große Probleme damit, die Krankheit anzunehmen und mit ihr zu leben. Auch dabei hat der Buddhismus geholfen, ihren Kampf mit der noch unheilbaren Krankheit anzunehmen.

An sich ist „Aufstieg in die Tiefe: Meine Reise mit Messner, Buddha und Parkinson“ definitiv interessant, wenn man sich für Reisen, Buddhismus oder auch mit dem Thema Parkinson beschäftigt, problematisch war für mich allerdings der Schreibstil. An sich liest sich das Buch relativ flüssig, allerdings nicht besonders lebhaft, denn die Erlebnisse und Ansichten werden eher trocken und episodenhaft erzählt, was nicht unbedingt meinen Geschmack entspricht.

Dennoch sollte man dem Buch eine Chance geben, wenn man sich für angesprochenen Themen interessiert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 04.02.2022

Sehr schöner Reiseführer

Bella Italia
0

Italien ist immer eine Reise wert, denn dieses Land überzeugt nicht nur mit wahnsinnig schönen Landschaften, sondern auch mit vielen romantischen Altstädten mitsamt seiner engen Gassen. In „Bella Italia: ...

Italien ist immer eine Reise wert, denn dieses Land überzeugt nicht nur mit wahnsinnig schönen Landschaften, sondern auch mit vielen romantischen Altstädten mitsamt seiner engen Gassen. In „Bella Italia: 50 legendäre Touren gestern und heute“ gibt es nicht nur entsprechende Touren, die man in Italien unternehmen kann, sondern es ist vor allem auf jeder Seite die Liebe zu Italien spürbar.

Die fünfzig Touren erfassen dabei nicht nur die eher typischen Dinge, die jeder Tourist auf seiner Italienreise gesehen haben sollte, sondern man kann auch durchaus den ein oder anderen Geheimtipp entdecken.

Dabei werden diese Touren immer wieder auch von der Vergangenheit geprägt und es wird anhand von tollen, authentischen Fotos gezeigt, wie der Ort teilweise vor dreißig, vierzig oder sogar fünfzig Jahren aussah. Nehmen eigenen Erfahrungen auf diesen Touren gibt es auch immer Tipps und Empfehlungen, wo man heutzutage an dem jeweiligen Ort übernachten, einkaufen oder einfach nur die Seele baumeln lassen kann.

Mit „Bella Italia: 50 legendäre Touren gestern und heute“ bekommt man mehr als nur einen Reiseführer, sondern auch gleichzeitig eine Reise in die Vergangenheit, schöne Tipps und Empfehlungen, die einen direkt in Urlaubsstimmung versetzen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 29.01.2022

Nett, aber mehr auch nicht

Nancy Drew - Der Fluch
0

Ich bin ein großer Fan der TV-Serie „Nancy Drew“ und habe die ersten beiden Staffeln geradezu verschlungen. Dementsprechend habe ich mich sehr gefreut, als ich „Der Fluch“ entdeckt habe, was ein exklusiver ...

Ich bin ein großer Fan der TV-Serie „Nancy Drew“ und habe die ersten beiden Staffeln geradezu verschlungen. Dementsprechend habe ich mich sehr gefreut, als ich „Der Fluch“ entdeckt habe, was ein exklusiver Roman und gleichzeitig die Vorgeschichte zur Serie ist. Meine Erwartungen waren somit auch enorm hoch, allerdings wurde ich hier leider enttäuscht.

Normalerweise mag ich den Schreibstil von Micol Ostow, die u.a. auch die „Riverdale“-Romane geschrieben hat, sehr gerne, doch leider habe ich hier ihre lockere und angenehme Sprache oftmals vermisst, denn die Geschichte zieht sich teilweise wie Kaugummi, liest sich holprig und mir hat so manches Mal der berühmte rote Faden in der Geschichte gefehlt. Auch die Figuren, die ich in der Serie so sehr mag, habe ich hier teilweise nicht wirklich wiedererkannt, was doch sehr schade ist.

Während Nancy zu Beginn der TV-Serie bereits im beliebten Diner am Hafen arbeitet, lernt man in „Der Fluch“ eine etwas jüngere Nancy kennen, was ich an sich ganz nett finde. Das Problem ist jedoch, dass ich Nancy in diesem Buch als sehr oberflächlich empfunden habe und ich habe sie als weit weniger sympathisch empfunden, was doch sehr schade ist, da ich Nancy in der TV-Serie gerade wegen ihrer Tiefe und Denkweise sehr mag.

Auch der Fall an sich ist zwar ganz nett und ich finde es gut, wie ihre Heimat Horseshoe Bay dargestellt wird. Bei der Küstenstadt merkt man schnell, dass es sich um einen besonderen Ort handelt, denn hier spielen Geister, Flüche und Geheimnisse immer eine große Rolle. Da pünktlich zum Gründungsfest einige Drohungen die Stadt verunsichern, macht sich Nancy auf die Suche nach dem Täter und ermittelt auf eigene Faust, was es mit den Drohungen und einem möglichen Fluch, den einige Menschen befürchten, auf sich hat. An sich ist der Fall trotz aller Vorhersehbarkeit an vielen Stellen spannend und gut ausgetüftelt, allerdings hätte ich mir noch den ein oder anderen Überraschungsmoment erhofft, der leider ausblieb.

Wäre „Der Fluch“ mein erstes Aufeinandertreffen mit Nancy Drew gewesen, hätte ich Nancy als Figur möglicherweise etwas anders empfunden und sie nicht mit ihrem Charakter aus der TV-Serie verglichen. Vermutlich hätte ich auf den Fall an sich auch ein wenig besser empfunden. Da ich jedoch den Vergleich habe, konnte mich das Buch leider nicht so gut unterhalten, wie ich es mir im Vorfeld erhofft habe.

Kurz gesagt: Wer die TV-Serie „Nancy Drew“ kennt und mag, wird mit „Der Fluch“ eine nette, wenn auch nicht besonders spannende Vorgeschichte erhalten, die allerdings bei Weitem nicht an die Serie herankommt. Dennoch sollten alle, die gerne zu einem Jugendthriller mit Mystery-Elemente greifen, einen Blick auf das Buch werfen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.01.2022

Abgebrochen

Off Limits - Wenn ich von dir träume
0

Penelope Ward habe ich erst im vergangenen Jahr so richtig für mich entdeckt und wollte somit für das Jahr 2022 gleich mehrere Werke von ihr lesen. Den Auftakt macht dabei „Off Limits – Wenn ich von dir ...

Penelope Ward habe ich erst im vergangenen Jahr so richtig für mich entdeckt und wollte somit für das Jahr 2022 gleich mehrere Werke von ihr lesen. Den Auftakt macht dabei „Off Limits – Wenn ich von dir träume“. Da die Geschichte wirklich vielversprechend klang, habe ich mir sehr viel von dem Werk erhofft und wurde am Ende doch so sehr enttäuscht, dass ich es sogar abgebrochen habe.

Allein schon das Cover ist leider etwas verwirrend, denn auf dem diesem sehen wir ein Paar, das ungefähr gleichaltrig ist. Dies trifft jedoch auf die Geschichte überhaupt nicht zu, denn in diesem Buch wird immer wieder erwähnt, dass Noah deutlich älter als Heather ist und sie erst 20 geworden ist. An sich finde ich es interessant, wenn mal ein Protagonist älter als der andere ist, aber hier ist das Cover einfach nur irreführend.

Anderes Problem sind die Figuren selbst, denn gefühlt lacht Noah über praktisch alles, was Heather sagt oder macht. Dass sie sich dabei jedoch eher wie eine 13-jährige als eine 20-jährige junge Frau benimmt, kommt noch dazu. Eine humorvolle Geschichte, die hier beworben wird, habe ich nicht vorgefunden, sondern vielmehr eine Geschichte, bei der sich die Figuren gegenseitig nicht ernst nehmen und sich eher belächeln. Dadurch wirkte die sogenannte Liebesgeschichte auf mich nicht aufrichtig oder authentisch. Somit ist auch der Funke auf mich nicht übergesprungen und ich habe sehr häufig die Augen verdreht und konnte aufgrund dieser Umstände leider gar nicht mit der Geschichte warm werden.

Dazu kommt auch leider ein Schreibstil, der teilweise doch alles andere als ausgereift wirkt. Die Geschichte liest sich immer wieder holprig und manchmal hatte ich sogar das Gefühl, dass Penelope Ward während des Schreibens einige Ideen wieder komplett verworfen, bzw. nicht weitergeführt hat.

Das alles hat dazu geführt, dass ich die Geschichte leider nicht bis zum Schluss lesen konnte. Wäre Heather vom Verhalten her ein wenig reifer gewesen und hätte man die Liebesgeschichte glaubwürdiger verkauft, wäre ich sicherlich am Ball geblieben. So habe ich das Buch allerdings frustriert nach knapp 170 Seiten abgebrochen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.01.2022

Unterhaltsamer Lesespaß

Sankt Irgendwas
0

Nach einigen eher weniger positiven Bewertungen habe ich nicht allzu viel von „Sankt Irgendwas“ erwartet. Da mich die Kurzbeschreibung jedoch sehr gereizt und mich auch die Leseprobe überzeugt hat, wollte ...

Nach einigen eher weniger positiven Bewertungen habe ich nicht allzu viel von „Sankt Irgendwas“ erwartet. Da mich die Kurzbeschreibung jedoch sehr gereizt und mich auch die Leseprobe überzeugt hat, wollte ich dem Buch trotz kleiner Vorbehalte eine Chance geben und ich wurde nicht enttäuscht.

Tamara Bach hat mit „Sankt Irgendwas“ ein sehr unterhaltsames und ungewöhnliches Buch geschaffen, dass nahezu ausschließlich aus Protokollen besteht. Diese wirken dabei oft sehr roh, sind aber auch gleichzeitig sehr unterhaltsam und sarkastisch und ich mochte die kleinen Bemerkungen, die andere Mitschüler noch hinzugefügt haben. Zwar lernt man die Schüler praktisch gar nicht kennen, sondern erfährt immer nur kleinere Gedankenfetzen von ihnen, allerdings hat mich das absolut nicht gestört.

Die Geschichte, in der die Klasse 10b mit ihrem Klassenlehrer Herr Utz und Frau Kaiser auf Klassenfahrt nach Sankt Irgendwas sind, liest sich durchweg flüssig, unterhaltsam, oftmals sehr witzig und so manches Mal habe ich auch einfach nur den Kopf geschüttelt, wenn der überkorrekte und viel zu strenge Herr Utz seine Launen an den Schülern ausgelassen hat. Denn für Utz hat diese Studienfahrt nur einen Zweck: Die Schüler sollen keinen Spaß haben, sondern werden von Museum zu Museum geschleppt, müssen in brütender Hitze Referate halten und Ausflüge, die einfach nur Spaß machen sollen, sind praktisch tabu.

Was mich allerdings ein wenig gestört hat, ist die reißerische Werbung für das Buch, denn hier heißt es, dass etwas schrecklich schiefgeht, etwas schlimmes passiert ist, etc. So, wie sich das liest, könnte man fast schon an Mord, Vergewaltigung oder sonstiges denken, was hier definitiv nicht der Fall nicht. Hier wäre in diesem Fall weniger mehr gewesen.

Kurz gesagt: „Sankt Irgendwas“ ist insgesamt ein toller Lesespaß, der mich aufgrund der sarkastischen und witzigen Protokolle und den Erzählungen der Schüler:innen vollends überzeugen und begeistern konnte. Bitte mehr davon!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere