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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.10.2020

Toller Krimi - mit Witz und Gefühl

Lady Arrington und der tote Kavalier
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In dem Buch "Lady Arrington und der tote Kavalier" von Charlotte Gardener geht es um die 60jährige Mary, eine Krimischriftstellerin deren letzte Werke beim Leser nicht gerade gut ankamen. Daher entscheidet ...

In dem Buch "Lady Arrington und der tote Kavalier" von Charlotte Gardener geht es um die 60jährige Mary, eine Krimischriftstellerin deren letzte Werke beim Leser nicht gerade gut ankamen. Daher entscheidet sich Mary für eine Kreuzfahrt und wollte eigentlich die Seele baumeln lassen. Doch es kommt, wie es kommen muss und man schon vor dem Lesen der ersten Seite ahnt - es geschieht ein Mord und Mary befindet sich mitten drin.

Nur hat es Mary nicht nur mit der Aufklärung des Mordes zu tun, sondern sie muss sich auch gegen Kapitän MacNeill, den Schiffsarzt Dr. Germer sowie einen maskierten Verbrecher zur Wehr setzen.



Meine Meinung:

Ich bin wirklich sehr schnell in die Geschichte hinein gekommen. Der Schreibstil ist sehr flüssig, und ich habe mich schnell mit der Hauptfigur Mary angefreundet. Es macht wahnsinnigen Spaß mit ihr zusammen zu ermitteln und ich konnte es kaum erwarten die Seiten zu wenden, um ein neues Detail zu erkennen.

Während ihren Ermittlungen freundet sich Mary mit dem Magier Cedric und dem Zimmermädchen 'Sandra' an. Beide scheinen ihr treue Begleiter auf dem Weg durch die Karibik und bei der Suche nach dem Täter zu sein.

Die Spannung zieht sich durch das ganze Buch und erst zum Schluss werden dem Leser die Augen geöffnet und es kommt zum "AHA" Effekt.



Mein Fazit:

Charlotte Gardener versteht es wirklich sehr gut ihre Leser in ihren Bann zu ziehen und auf eine schöne, rätselhafte und auch romantische Reise durch die Karibik mitzunehmen. Die Charaktere sind gut beschrieben, so dass es dem Leser leicht fällt sich ein Bild zu machen und Sympathien aufzubauen



Ich vergebe daher klare 5 Sterne mit eindeutiger Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.10.2020

Okay - aber für mich kein must-read

Die Australierin
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Die Geschichte handelt von einem Mädchen, welche in der Nähe von Hamburg wohl behütet aufwächst. Durch einen Schicksalsschlag wird sie von ihren Eltern zurück gelassen und lebt fortan bei ihrem Onkel und ...

Die Geschichte handelt von einem Mädchen, welche in der Nähe von Hamburg wohl behütet aufwächst. Durch einen Schicksalsschlag wird sie von ihren Eltern zurück gelassen und lebt fortan bei ihrem Onkel und ihrer Tante in Hamburg. Im heiratsfähigen Alter lernt sie dann den mittellosen Kapitän Carl Gotthold Lessing kennen mit welchem sie um die Welt segelt und letztendlich in Australien landet.



Ich muss ehrlich gestehen, dass ich beim Lesen des Buchtitels davon ausgegangen bin, dass die Geschichte in Australien spielt und war dann etwas enttäuscht. Schlussendlich hat dann nur das letzte Drittel in Australien gespielt.

Anfänglich fand ich die Geschichte sehr langatmig. Der Schreibstil war ok nur hat mich der Inhalt nicht richtig fesseln können. Als Emilia und Gotthold dann mit dem Schiff um die Welt sind kam etwas Abenteuergefühl auf und ich habe mich auf das, was da kommt gefreut.

Ich muss aber ehrlich gestehen, dass die erste Zeit in Australien dann eher dem Stil - Kind wurde geboren - Kind wurde erwachsen gewidmet waren. Erst mit der Geburt des ersten Enkelkindes fühlte ich mich als Leser bei der "Australierin" angekommen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.10.2020

Sehr zu empfehlen - liest sich schnell und flüssig

Die Schmetterlingsinsel
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Die Story handelt von einer Frau, welche nach einer großen privaten Enttäuschung von ihren Wurzeln erst nach England und dann auf die tropische Insel Ceylon getragen wird.



Prinzipiell weiß man als ...

Die Story handelt von einer Frau, welche nach einer großen privaten Enttäuschung von ihren Wurzeln erst nach England und dann auf die tropische Insel Ceylon getragen wird.



Prinzipiell weiß man als Leserin ziemlich schnell, wie wohl das Ende der Geschichte gestaltet sein wird. Ich fand den Weg dorthin jedoch überaus spannend und mitreißend und wollte das Buch auch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Corina Bomann hat mich mitgenommen auf eine Reise durch die Zeit. In einem Moment fühlte ich mich inmitten duftend-nasser Teeplantagen und konnte die schimmernden Blüten der tropischen Pflanzen schon fast berühren bevor ich wieder ins nass kalte England gerissen wurde und dort den Irrungen und Wirrungen des Butlers gefolgt bin - stets mit einer guten Tasse Tee an der Hand.



Alles in Allem finde ich die Schmetterlingsinsel einen gelungenen Roman, den ich wirklich wärmstens weiterempfehlen kann.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.10.2020

Wunderschöne Liebesgeschichte - must read

Mariana
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Susanna Kearsley hat mit "Mariana" einen wunderschönen Liebesroman mit der Garantie auf tiefgehende Gefühle und auch schaurige Momente geschrieben. Dabei reist die Hauptfigur Julia durch die Zeit und nimmt ...

Susanna Kearsley hat mit "Mariana" einen wunderschönen Liebesroman mit der Garantie auf tiefgehende Gefühle und auch schaurige Momente geschrieben. Dabei reist die Hauptfigur Julia durch die Zeit und nimmt dabei den Charakter der Mariana ein, welche um die 1630er (zur Zeit der großen Pest) in London lebte bevor sie zu ihrem Onkel und seiner Familie nach Greywethers zog.

Die Geschichte beginnt indem Julia sich ihren Traum erfüllt und in der englischen Provinz ein altes Bauerhaus kauft. Doch was sie zu Beginn nicht wusste, sie kaufte nicht nur ein Haus, sondern auch eine tragische Liebesgeschichte, die mit diesem Haus und der Umgebung unumgänglich verbunden war.



Meine Meinung:

Susanna Kearsley hat mich mit ihrem Roman "Mariana" von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen. Ich konnte das Buch einfach nicht zur Seite legen, da es überaus fesselnd geschrieben ist und so kann der Leser nicht anders als das Werk in einem Stück bis zum Ende zu lesen.

Kearsley versteht es dem Leser in jedem einzelnen Kapitel ein Puzzlestück mit an die Hand zu geben, den man - teilweise sogar unbewusst - gedanklich mitnimmt und dann an der passenden Stelle einsetzt.

So versetzt die Geschichte den Leser in den Glauben, dass die Protagonisten des Heute und des Damals etwas miteinander zu tun haben könnten, was es für die Hauptdarstellerin Julia umso schwieriger macht, zwischen dem Heute und dem Damals zu unterscheiden. Sie fällt in eine emotionale Krise aus der sie weder ihr Bruder noch ihre neuen Freunde befreien können, sondern nur sie selbst.



Mein Fazit:

Susanna Kearsley hat mit "Mariana" einen gefühlsechten, tragischen und hoffnungsvoll romantischen Roman geschrieben, den ich als absoluten "must read" weiterempfehlen kann. Kearsley versteht es wie kaum eine andere zwischen den Zeiten zu reisen und den Leser durch das Buch hinweg mit an den Gefühlen und Gedanken der Protagonisten teilhaben zu lassen.



Der Roman bekommt von mir glatte 5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.10.2020

Gute Geschichte - teilweise etwas zu lang

Das Lied der Störche
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Ulrike Renk hat mir "Das Lied der Störche" den ersten Band einer mehrteiligen Familiensaga geschrieben, in welcher die Ich-Erzählerin Frederike aus ihrem Leben auf dem Gutshof ihres Stiefvaters berichtet ...

Ulrike Renk hat mir "Das Lied der Störche" den ersten Band einer mehrteiligen Familiensaga geschrieben, in welcher die Ich-Erzählerin Frederike aus ihrem Leben auf dem Gutshof ihres Stiefvaters berichtet - eingehend ihre Gefühle und Ängste beschreibt.



Frederike's Vater ist schon früh gestorben und so wächst sie mit Ihrer Mutter und ihrem Stiefvater (bereits der zweite Stiefvater) sowie mehreren Stiefgeschwistern in Gaudenz auf. Der Roman spielt um 1920 und nimmt den Leser mit auf eine Reise kurz nach dem ersten Weltkrieg, welche durch die aufkeimende Angst auf weitere Unruhen und Ungewissheit begleitet wird.



Meine Meinung:

Frederike (kurz Freddy genannt) berichtet ausführlich und somit für den Leser sehr gut nachvollziehbar von ihrem täglichen Leben auf dem Gut der von Fennhusen, einer Familie der gehobenen Mittelschicht. Sie freundet sich schnell mit dem Personal auf dem Gut an und zeigt sich u.a. den Leuten gegenüber von einer sehr menschlichen Seite, was zu dieser Zeit eher weniger üblich war. Nach dem 2-jährigen Aufenthalt auf einer Gartenbauschule kommt Freddy zurück auf das Gut und sie spürt, dass nun der Ernst des Lebens auf sie zukommen wird.

Schon früh in ihrem Leben lernt der Leser weitere Charaktere kennen, welche Freddy das Buch hindurch begleiten und sehr wichtige Rollen einnehmen. Dabei sind mir ihre beste Freundin Thea und natürlich Ax von Stieglitz in guter Erinnerung geblieben. Beide Charaktere sind von Ulrike Renk sehr gut beschrieben. Der Leser spürt um ihre Bedeutung für Freddy und ahnt frühzeitig die Tragik gerade in Bezug auf Ax. Jedoch wird das Geheimnis um seine Person erst auf den letzten Seiten gelüftet.



Fazit:

Der Roman hat sich sehr flüssig lesen lassen. Die Szenerie war sehr gut beschrieben und die Idee zur Geschichte als solche überaus gut. Einige Passagen waren für meinen Geschmack jedoch etwas zu langatmig und es hat mir die Spannung gefehlt. Daher vergebe ich diesmal 4 von 5 möglichen Sternen, jedoch mit der Tendenz zu 3 Sternen.

  • Cover
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  • Handlung