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Veröffentlicht am 21.10.2018

Rezension zu "Rilke Projekt - Wunderweiße Nächte" von Schönherz & Fleer

Rilke Projekt - Wunderweiße Nächte
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Das Duo Schönherz & Fleer hat mit dem „Rilke Projekt – Wunderweiße Nächte“ etwas Tolles geschaffen. Ich kann diese CD wirklich nur jedem ans Herz legen, der sich gerne berieseln lassen möchte. Dafür ist ...

Das Duo Schönherz & Fleer hat mit dem „Rilke Projekt – Wunderweiße Nächte“ etwas Tolles geschaffen. Ich kann diese CD wirklich nur jedem ans Herz legen, der sich gerne berieseln lassen möchte. Dafür ist gar kein Vorwissen oder ähnliches notwendig. Viel wichtiger ist eine heiße Tasse Tee, eine Kuscheldecke und Zeit – denn diese CD ist perfekt für die aktuelle Herbst-/ Wintersaison. Mir persönlich waren nur sehr wenige Texte von Rilke bekannt, wirklich beschäftigt habe ich mich bisher mit keinem seiner Werke und daher fand ich diese CD einen wundervollen Einstieg, der mich auf jeden Fall neugierig auf mehr gemacht hat.

Die einzelnen Werke werden auf verschiedene Arten vorgetragen – gesprochen oder gesungen –, von verschiedenen Sprechern – männlich und weiblich – und mit schöner und passender Musik hinterlegt. Das Ganze ist ein vielfältiges und stimmiges Gesamtwerk. Mir haben alle Stimmen sehr gut gefallen, es war angenehm ihnen zu lauschen und jeder hat dem jeweiligen Werk seinen eigenen Touch gegeben. Um wirklich in die CD einzutauchen, muss man sich Zeit nehmen, die Werke sind meiner Meinung nach nicht für zwischendurch geeignet. Ich musste sie ein zweites Mal hören und dabei ist mir aufgefallen, dass ich manche Texte ganz anders aufgenommen habe. Beim ersten Mal habe ich mich einfach berieseln lassen, die Worte und die Musik auf mich wirken lassen und beim zweiten Mal habe ich viel mehr auf die Worte geachtet, bin tiefer in die Texte eingestiegen. Die Musik macht das gewisse Etwas dieser Komposition aus, für mich ist es etwas komplett Neues gewesen, mal etwas ganz anderes und es konnte mich sofort überzeugen. Beim ersten Hören hatte ich noch den Eindruck, dass die Musik bei einzelnen Werken ein klein wenig zu laut sei, aber beim zweiten Hören, bei dem ich mich mehr auf den Text konzentriert habe, hat sich dieser Eindruck nicht bestätigt. Bei der Musik hat mir auch sehr gefallen, dass die Melodie auch noch nach dem Gedicht, Brief, … weiterging und man so noch ein wenig in der Stimmung gefangen gehalten wurde, nachdenken konnte, den Text auf sich wirken lassen konnte. Und das sollte man wirklich tun.

Auch das Cover muss noch eine lobende Erwähnung finden, da es wirklich sehr gelungen ist. Die ausgewählte Berglandschaft, die im Nebel liegt und insgesamt in grau, schwarz und weiß gehalten ist mit der goldenen Schrift wirkt sehr edel und es passt zum Inhalt der einzelnen Texte. Der CD liegt ein Textbuch bei, das auch sehr hilfreich ist, wenn man sich genauer mit den Texten auseinandersetzen möchte.

Insgesamt war es eine sehr schöne Erfahrung. Ich freue mich, dass ich bei dieser Hörrunde dabei sein durfte. Ich werde das Rilke Projekt auf jeden Fall weiterempfehlen und selbst auch nach weiteren ähnlichen Projekten Ausschau halten.

Veröffentlicht am 30.12.2017

Rezension zu „Weihnachten in Briar Creek“ von Olivia Miles

Weihnachten in Briar Creek
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Rezension zu „Weihnachten in Briar Creek“ von Olivia Miles

Klappentext:

Wenn Kara Hastings ihre kleine Bäckerei vor dem Ruin retten will, muss sie den weihnachtlichen Dekowettbewerb von Briar Creek gewinnen. ...

Rezension zu „Weihnachten in Briar Creek“ von Olivia Miles



Klappentext:

Wenn Kara Hastings ihre kleine Bäckerei vor dem Ruin retten will, muss sie den weihnachtlichen Dekowettbewerb von Briar Creek gewinnen. Nate Griffin hat ihr da gerade noch gefehlt. Der arrogante – und unverschämt attraktive – Großstädter tritt mit der Frühstückspension seiner Tante gegen sie an. Leider ist er bekannt dafür, immer zu bekommen, was er will. Dabei kann er Weihnachten nicht ausstehen! Kara sagt dem Grinch den Kampf an – auch wenn dieser ihr Herz bei jeder Begegnung zum Schmelzen bringt …

Meine Meinung:

Zuerst einmal: Vielen Dank, dass ich bei der Leserunde dabei sein durfte!

Ich wollte diesen Winter unbedingt ein paar Weihnachts-/Winterbücher lesen. Da war ich sofort begeistert, als ich die Leserunde zu „Weihnachten in Briar Creek“ entdeckt habe. Das Cover verspricht eine winterliche Liebesgeschichte: Ein Liebespaar steht mitten in einer Winterlandschaft und rundherum Schneeflocken. Und das Cover verspricht nicht zu viel.

Es ist der fünfte Teil aus der Briar Creek Reihe, man muss jedoch die vorherigen Bände nicht unbedingt gelesen haben, um alles verstehen zu können. Im Laufe der Geschichte tauchen Charaktere auf, deren Geschichte man in den vorherigen Teilen verfolgen kann. Ich werde die anderen vier Bücher ganz sicher noch lesen, sie sind schon auf meiner Wunschliste gelandet, denn ich habe mich total in Briar Creek verliebt. Mir gefällt die Idee, auf diese Weise ein kleines Dorf und seine Bewohner mit jedem Band näher kennenzulernen und mehr über das Dorf zu erfahren. Aber auch nach diesem Band sind noch offene Geschichten, Potential für mehr besteht also auf jeden Fall.

Vom Inhalt her habe ich mir eine schöne und irgendwie auch kitschige Liebesgeschichte im Winterwunderland erhofft und wurde nicht enttäuscht, gerade was das Winterwunderland betrifft. Olivia Miles hat einen so tollen, lebhaften und detailreichen Schreibstil. Sie hat das Dörfchen so schön beschrieben, da hatte ich beim Lesen das Gefühl, selbst in Briar Creek spazieren zu gehen und ein Teil des Dorflebens zu sein. Man konnte sich die ganzen Weihnachtsdekorationen und all die leckeren Kekse so gut vorstellen, da hat man selbst Lust auf Dekorieren und Plätzchen backen bekommen. Und auch wenn ich leider aufgrund des Weihnachtsstresses auch mal nur ein paar Seiten lesen konnte, war ich jedes Mal sofort wieder drin und total versunken für diesen kurzen Augenblick. Für die Weihnachtszeit ist dieses Buch also perfekt geeignet, wer da nicht in Weihnachtsstimmung kommt - ich weiß auch nicht.

Die beiden Hauptcharaktere sind Kara und Nate. Auf den ersten Blick wirken die beiden total unterschiedlich - Nate kommt aus der Großstadt, hat Erfolg im Job und ist absolut kein Weihnachtsfan, während Kara im kleinen und beschaulichen Briar Creek wohnt, sich bei der Auswahl ihres Jobs in der Vergangenheit nicht so leichtgetan hat und Weihnachtsfan mit all seinen Traditionen ist. Aber im Laufe des Buches erfährt man, was die beiden geprägt hat in ihrer Vergangenheit und gemeinsam helfen sie sich, diese Steine der Vergangenheit zu verarbeiten und mit einem neuen Blick aufs Leben zu schauen. Die Entwicklung während des Buches hat mir sehr gut gefallen. Es war so eine schöne Mischung aus Familie, Freundschaft und Liebe. Mit Kara bin ich aber erst später im Buch warm geworden, mich haben ihre sich ständig wiederholenden Gedanken zum Single-Dasein zu Beginn der Geschichte ein wenig genervt. Und ich muss sagen, dass mir das Ende zu plötzlich kam, es war nicht zwangsläufig alles vorauszuschauen, aber das Ende ging mir dann doch zu schnell. Das war ein zu großer Wandel, der sich nur ein wenig angekündigt hat und dann schon plötzlich auf der Bühne stand. Das sind aber wirklich nur kleine Kritikpunkte, da es einfach eine so schöne, weihnachtliche Geschichte war.

Auch die Nebencharaktere waren klasse. Besonders gelungen fand ich Nates Tante, die die Pension in Briar Creek führt und ihre Finger ein wenig mit im Spiel hatte. Ich freue mich schon, welche von den Nebencharakteren in den anderen Teilen näher kennenzulernen.

Ich kann das Buch wirklich nur jedem empfehlen, der auf der Suche nach einer schneebedeckten, zuckersüßen Liebesgeschichte ist. Das Buch hat 4,5 von 5 Sternen absolut verdient.

Veröffentlicht am 28.07.2018

Rezension zu „Tell me three things – Wenn das Glück in deinem Postfach liegt…“ von Julie Buxbaum

Tell me three things
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Rezension zu „Tell me three things – Wenn das Glück in deinem Postfach liegt…“ von Julie Buxbaum

Klappentext:

An ihrem ersten Tag an der neuen Highschool geht für Jessie Holmes einfach alles schief. ...

Rezension zu „Tell me three things – Wenn das Glück in deinem Postfach liegt…“ von Julie Buxbaum

Klappentext:


An ihrem ersten Tag an der neuen Highschool geht für Jessie Holmes einfach alles schief. Und dabei ist ihr Leben gerade sowieso schon kompliziert genug. Da bekommt sie eine anonyme E-Mail mit Ratschlägen, wie sie den Schulalltag überstehen kann. Sie hat zwar keine Ahnung, wer dahintersteckt, aber trotzdem beschließt sie, die Tipps zu befolgen. Und Nachricht für Nachricht verliebt sie sich mehr in den Absender. Doch wer ist der Unbekannte, der ihr Herz immer wilder schlagen lässt?

Meine Meinung:

„Tell me three things“ ist eine unterhaltsame Lektüre, die man am Ende nicht aus den Fingern legen möchte und sich noch ein paar weitere Kapitel wünscht.

Ich war von Beginn an sehr gespannt auf das Rätselraten, wer der unbekannte E-Mail-Verfasser ist. Das war einer der Grunde, wieso ich so gerne an der Leserunde teilnehmen wollte. Es hat aber auch schon beim Cover angefangen: Die Waffeln darauf haben mich neugierig gemacht, was sie wohl zu bedeuten haben könnten. Der Titel spielt auf die Konversationen von Mr. Unbekannt und Jessie an. Im Laufe der Geschichte wird die Wahl des Titels und des Covers aufgeklärt, diese Verbindung hat mir besonders gefallen. Ich finde es interessant, welche Gedanken hinter dem Cover oder dem Titel stecken können, was der Autor sich dabei gedacht haben könnte und freue mich, wenn es im Buch aufgeklärt wird.

Es war mein erstes Buch, dass zum Teil aus E-Mails oder Textnachrichten bestand – in diesem Ausmaß. Und es wird sicher nicht das letzte gewesen sein. Die Mischung mit „normalen“ Kapiteln und diesen Mails ist Julie Buxbaum sehr gelungen. Ich habe immer dem nächsten Mailkontakt entgegengefiebert und mal auf die nächsten Seiten geluschert beim Lesen, ob nicht bald eine neue Mail kommt und mich dann gefreut und schneller gelesen. Ihr Schreibstil ist insgesamt sehr locker und leicht zu lesen. Ist man erst einmal in die Geschichte vertieft, möchte man gar nicht aufhören.

Jessie hat es nicht leicht in ihrem Leben: Sie verliert einen wichtigen Menschen, ihr Vater heiratet eine ihr unbekannte Frau, sie bekommt zudem noch einen Steifbruder vorgesetzt und zieht Hals über Kopf in eine neue Stadt mit neuer Schule und vielen neuen Mitschülern, die sich schon lange kennen – sie ist die Neue. Genau in diesem schwierigen Moment tritt Somebody Nobody in ihr Leben. Und das Rätsel Raten geht für den Leser los. Im Laufe der Geschichte treten immer mehr Leute in den Fokus – sei es der unnahbare und mysteriöse Ethan, der beliebte Mitschüler und Sohn ihrer Chefin Liam oder ihr Stiefbruder Theo oder jemand ganz anderes -, man erfährt mehr über Somebody Nobody und versucht ihn – oder vielleicht auch sie - zu enttarnen. Dieser Part der Geschichte hat mir besonders viel Spaß gemacht. Man hatte von Anfang an eine Vermutung, natürlich wie immer einen Wunsch, wer doch bitte der anonyme E-Mail-Verfasser sein sollte und am Ende wird man trotzdem überrascht, meiner Meinung nach. Denn für mich war nie zu 100% klar, wer SN ist, ich hatte meine Vermutungen und lag damit am Ende auch richtig, aber es war bis zum letzten Kapitel offen, wer es denn wirklich ist.

Man verfolgt Jessie, wie sie dieses neue Kapitel in ihrem Leben durchlebt. Es wird dabei viel mit den typischen Klischees gespielt. So dass ich ehrlich gesagt nach den ersten Kapiteln noch nie ganz so begeistert war, da ich mir nicht sicher war, ob es nicht so ein typisches Jugendbuch ist. Ein Buch, dass alle Klischees aufgreift und nichts Eigenes entwickelt. Ich konnte mich dadurch nicht ganz so gut in Jessie hineinversetzten, ihren Gedanken nicht immer zustimmen. Aber das hat dem Buch keinen Verlust gebracht. Denn im Laufe der nächsten Kapitel war ich immer begeisterter und konnte das Buch gar nicht mehr zur Seite legen. Es gibt unfassbar viele interessante Nebencharaktere, die man immer näher kennenlernt: ihre beste Freundin Scarlett, die in Chicago zurückgeblieben ist, immer für sie da ist und auch mit dem Umzug zu kämpfen hat, ihr neuer Stiefbruder Theo, der eigentlich sehr zufrieden mit seinem Leben war, ihre Stiefmutter, die eine Karrierefrau ist und ihr bestes versucht, ihr Vater, der auch mit dem ganzen Wandel zu kämpfen hat, Ethan, der unnahbare Mitschüler, den sie bei einem Schulprojekt näher kennenlernt, Liam, der beliebte Mitschüler mit der beliebten Freundin, … .

Insgesamt war es eine schöne Mischung, aus emotionalen Momenten, humorvollen Augenblicken und einer Portion Spannung beim Rätsel raten. Ich hätte mir am Ende gerne noch einen kleinen Ausblick auf die Zukunft gewünscht. Aber eine Fortsetzung ist ja nicht zwingend unmöglich.

Es war ein unterhaltsames Buch, mit einem ganz tollem Schreibstil, das ein paar Kapitel gebraucht hat, um mich zu überzeugen. Aber am Ende hat es das geschafft.

Veröffentlicht am 04.11.2017

Rezension zu „Hardwired - verführt“ von Meredith Wild

Hardwired - verführt
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Rezension zu „Hardwired - verführt“ von Meredith Wild

Klappentext:

Erica und Blake - die Liebesgeschichte, die bereits Millionen von Leserinnen begeistert hat

Erica Hathaway ist tough und klug. Sie ...

Rezension zu „Hardwired - verführt“ von Meredith Wild

Klappentext:

Erica und Blake - die Liebesgeschichte, die bereits Millionen von Leserinnen begeistert hat

Erica Hathaway ist tough und klug. Sie musste früh lernen, was es bedeutet, auf eigenen Beinen zu stehen. Als sie für ihr Internet-Startup einen Investor sucht, trifft sie auf Blake Landon. Blake ist sexy, mächtig und geheimnisvoll - und er schmettert ihre aufwändig vorbereitete Präsentation, ohne mit der Wimper zu zucken, als uninteressant ab. Erica ist außer sich vor Wut. Und doch fühlt sie sich auf magische Weise zu Blake hingezogen. Je mehr Erica über den Self-Made-Milliardär erfährt, desto deutlicher wird, dass er gute Gründe für seine Entscheidung hatte. Und obwohl sie spürt, dass sie besser die Finger von Blake lassen sollte, gibt sie sich ihrem Verlangen hin.


Meine Meinung:

Band 1 der Hard-Reihe. Ich habe die Cover auf verschiedenen Blogs gesehen und als ich ein Angebot für die ersten drei Bände gefunden habe, habe ich sie mir direkt bestellt. Als ich sie danach zum ersten Mal in die Hand genommen habe, habe ich mich gefragt: Wieso? Und sie schnell wieder ins Regal gestellt. Jetzt habe ich mir gestern den ersten Band erneut genommen und ich bin nur so durch das Buch geflogen.

Zu dem Titel muss ich zugeben, dass ich bis gerade eben gar nicht wusste, was hard-wired überhaupt bedeutet. Das erklärt einiges und ich muss zugeben, dass der Titel passt. Aber wieso hat man ihn nicht übersetzt? Wahrscheinlich weil dann das Hard aus den Titeln verschwunden wäre und das verbindet die einzelnen Bände miteinander. Auf den ersten Blick hat mich der Titel auf jeden Fall nicht angesprochen, ich finde ihn ehrlich gesagt langweilig.

Das Cover ist wie bei der ganzen Reihe glänzend und schlicht, der Titel in Großbuchstaben nimmt einen Großteil Front ein. Das glänzende Cover ist vielleicht ein Eyecatcher, aber es ist mir doch ein wenig zu langweilig, um zu meinen Favoriten zu gehören.

Und auch von der Grundidee her ist es gerade in letzter Zeit ein allseits beliebtes und verwendetes Thema: Eine junge Frau verliebt sich in einen steinreichen Typen mit Kontrollzwang und schwieriger Vergangenheit, sie verfällt ihm und ihr (Gefühls-) Leben wird zur Achterbahn.

Genau dieser Punkt hat mich zu Beginn doch zweifeln lassen, ob ich das Buch überhaupt lesen möchte. Aber wie schon gesagt, als ich erst einmal angefangen habe – denn ich kann gekaufte Bücher einfach nicht nicht lesen - bin ich nur so durch das Buch geflogen. Man kann die Grundidee in viele Richtungen ausbauen und es waren meinerseits vermutlich zu viele Vorurteile gegenüber dem Buch. Die Umsetzung ist Meredith Wild wirklich gelungen. Ihr Schreibstil liest sich so leicht, man kann das Buch gar nicht aus der Hand legen, ich habe länger kein Buch so schnell durchgelesen.

Die beiden Hauptcharaktere sind Erica und Blake. Man erlebt die ganze Geschichte aus der Sicht von Erica, sie teilt ihren Blickwinkel, ihre Beobachtungen und ihre Gefühlswelt mit uns Lesern. Sie hat gerade ihren Abschluss gemacht und hat den Traum, ihr Baby – eine Internetplattform zu ihrem Vollzeitjob zu machen. Doch noch fehlt das nötige Geld und da begegnet sie Blake. Und damit nimmt die Geschichte ihren Lauf, ihre Wege kreuzen sich immer wieder. Erica ist sehr zielstrebig, sie ist eine Kämpferin und sie ist nicht so naiv, wie ich erwartet habe. Ich hatte vor dem Lesen Angst, dass ich von ihr genervt sein würde. Aber da wurde ich positiv überrascht. Sie ist eine selbständige Frau, die weiß, was sie will und für ihre Träume kämpft. Blake war dahingegen sehr, wie ich ihn mir von Anfang an vorgestellt habe. Auf der einen Seite geheimnisvoll, irgendwo auch ein Gentleman, aber auch sehr kontrollierend. Im Laufe der Geschichte erfährt man immer mehr über die Vergangenheit von beiden und viele Fragen lassen sich erklären. Es bleiben aber noch genauso viele Fragen offen und die Vergangenheiten vermischen sich mit der Gegenwart und ein Chaos bahnt sich an. Ich bin wirklich schon sehr gespannt auf den zweiten Band und werde vermutlich gleich direkt anfangen, weil ich einfach zu neugierig bin – das Ende war einfach zu fies.

Neben den beiden sind aber auch tolle Nebencharaktere mit im Boot: Ericas beste Freundin Alli hat keinen leichten Weg vor sich, die beste Freundin von Ericas Mutter ist immer für sie da, ihr Kollege Sid nimmt langsam auch immer mehr Platz ein, Blakes Konkurrent Max wird sicher weiterhin auftauchen und ich hoffe, mehr von seiner Familie zu erfahren.

Zusammengefasst war es eine schöne Geschichte mit vielen fesselnden Wendungen, es wurden einige Klischees bedient, aber Meredith Wild hat dem ganzen ihre ganz eigene Note aufgesetzt.

Das Buch bekommt von mir 4 von 5 Sternen. Wer genauso Vorurteile gegenüber dieser Art von Geschichten hat wie ich, sollte über seinen Schatten springen und einfach mal reinlesen, vielleicht könnt ihr es ja genauso wenig aus der Hand legen wie ich ;)

Veröffentlicht am 14.08.2017

Rezension zu „Kopf aus, Herz an“ von Jo Watson

Kopf aus, Herz an
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Rezension zu „Kopf aus, Herz an“ von Jo Watson

Klappentext:

Hör auf dein Herz und tanz unter den Sternen!
Lillys schlimmster Albtraum wird wahr, als ihr Verlobter sie vor dem Traualtar stehen lässt. ...

Rezension zu „Kopf aus, Herz an“ von Jo Watson

Klappentext:

Hör auf dein Herz und tanz unter den Sternen!
Lillys schlimmster Albtraum wird wahr, als ihr Verlobter sie vor dem Traualtar stehen lässt. Doch anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, beschließt sie, die Hochzeitsreise nach Thailand trotzdem anzutreten - und zwar allein. Noch im Flugzeug lernt sie den attraktiven Damien kennen, der mit seinen Tattoos und der spontanen Art eigentlich genau die Art Mann ist, um die Lilly sonst einen großen Bogen machen würde. Doch jetzt, wo es nichts gibt, was sie zurückhält, lässt sie es zu, dass er sie auf eine Reise entführt - eine Reise, die ihr zeigt, was es bedeutet, auf sein Herz und nicht auf seinen Kopf zu hören.


Meine Meinung:

Der Titel und das Cover haben mich gleich angesprochen und auch nach der kurzen Inhaltsangabe dachte ich: Das klingt nach einem schönen, unterhaltsamen, lustigen Sommerroman, genau was ich gesucht habe: locker leichte Sommerlektüre. Und kurz zusammen gefasst ist es auch genau das – eine lockere, leichte Liebesgeschichte, perfekt für den Sommer.

Dem Titel folgend geht es um Lilly, die lernen muss, ihren Kopf auch mal auszuschalten und auf ihr Herz zu hören. Sie ist eine kleine „Perfektionistin“, die ihr Leben schon genau geplant hat: von Job über Freund zur Hochzeit und Familie. Sie hat ihren genauen Ablaufplan schon für Jahre im Voraus geplant. Spontanität ist nicht ihre Stärke. Und bei dieser Verwandlung von „Kopf aus“ zu „Herz an“ dürfen wir Lilly begleiten.

Das Cover ist so ein – wie es mir in letzter Zeit vorkommt - typisches Cover, aber es ist sehr schön und zieht sicher viele Menschen in den Läden an. Mich hatte es schließlich auch gleich. Jetzt nach dem Lesen muss ich aber sagen, dass ich mir Lilly und Damien nicht so vorstelle, auch wenn es nur die Umrisse sind, aber ich würde die beiden anders charakterisieren. Trotzdem ist es ein gelungenes Cover.

Die Grundidee an sich ist sicher nichts komplett Neues: die Frau wird direkt vor der Hochzeit verlassen und steht vor den großen Fragezeichen: Wieso? Wo ist er? Was mache ich jetzt? …? Dann lernt sie einen neuen Mann kennen, der so anders ist als ihr Ex-Verlobter, der ganz neue Seiten an ihr hervorbringt, der sich irgendwie einen Weg in ihr Herz schleicht, der einfach alles durcheinanderbringt. Die Umsetzung und das Drumherum finde ich trotzdem gelungen. Denn diese Grundidee kann man so vielfältig ausschmücken, jeder kann da seine ganz eigene Geschichte draus machen. Und Jo Watson ist eine schöne Mischung aus Familie, Freundschaft, Liebe gelungen. Lilly hüpft von einem Fettnäpfchen ins nächste, man hat viel zu lachen, aber gleichzeitig auch Mitleid mit ihr. Aber der Schritt, die Hochzeitsreise alleine anzutreten, war genau der richtige für sie, er bringt etwas Farbe in ihr Leben, wirft ihre Planungen durcheinander. Während der Zeit in Thailand bekommt man richtig Lust auf Urlaub, man bekommt einen kleinen Einblick in die Natur des Landes.

Der Schreibstil ist für mich das Beste am Buch, denn auch wenn die Charaktere mich nicht komplett überzeugen konnten, habe ich die einzelnen Leseabschnitte nur so verschlungen und hätte am liebsten immer weitergelesen, habe mich gerade so bremsen können. Es ist wirklich so locker, leicht von der Hand geschrieben. Man wird als Leser zum Teil direkt angesprochen, das mag nicht jedem gefallen, mich hat das im Lesefluss aber überhaupt nicht gestört. Super flüssig. Wie schon geschrieben: locker, leichte Sommerlektüre.

Lilly hat eine vielseitige Familie, wenn alle auf einem Haufen sind, ist es wie ein bunt gemischter Haufen, den man nie zusammen erwarten würde. Die Charaktere sind sehr vielfältig, aber gerade dies hat Lilly geprägt. Durch Einblicke in ihre Vergangenheit kann man ihr Handeln oft gut nachvollziehen. Jo Watson nutzt viele Vorurteile, auch um zu zeigen, dass sie nicht immer alle wahr sein müssen. Lilly durchlebt im Laufe der Geschichte eine Wandlung – Kopf aus, Herz an – und trotzdem bleibt sie sich bis zum Ende der Geschichte treu. Ein Mensch kann sich nicht von heute auf morgen um 180 Grad drehen. Trotzdem ist Lilly insgesamt ein sehr extremer Mensch, sodass manche Gedankengänge zu krass scheinen. Damien verkörpert mit seinem Aussehen, seinem Style eines der Vorurteile, die man erst erforschen sollte und sich sein eigenes Urteil bilden sollte. Er ist der Gegenpol zu Lilly: spontan und abenteuerlustig. Er lebt sein Leben, so wie es ihm gefällt, er lebt im Moment.

Insgesamt hätte ich mir die Beantwortung einiger Fragen im Laufe der Geschichte gerne ausführlicher gewünscht. Und einige Aktionen waren „too much“.

Ich habe lange überlegt, wie ich das Buch bewerte. Ich habe nicht so viel von dem Buch erwartet (einfache Sommerlektüre), daher war ich am Ende nicht enttäuscht, denn es hat sich toll gelesen und ich habe sehr viel Spaß gehabt. Aber im Vergleich mit anderen Büchern fehlt es dem Buch dann doch an Tiefe. Ich empfehle es zwar weiter, aber es bekommt von mir 3 von 5 Sternen.