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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.03.2026

schwacher abschluss der Trilogie

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
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Nachdem mich die anderen Bände über die 3 Frauen einer Familie, vor allem die Enkelin Hannah und ihre Großmutter Evelyn langfristig überzeugt hatten, waren meine Erwartungen an den dritten Band ...

Nachdem mich die anderen Bände über die 3 Frauen einer Familie, vor allem die Enkelin Hannah und ihre Großmutter Evelyn langfristig überzeugt hatten, waren meine Erwartungen an den dritten Band vielleicht etwas zu hoch, jedenfalls war ich enttäuscht. Alles wirkt ein bisschen konstruiert, vieles wird wiederholt, als hätte man aus dem Stoff für zwei Bücher noch ein drittes herausholen wollen. Der Zusammenhang zwischen Marlen, die 1989 aus der DDR auswandert und dem Bild, das Hannah im letzten Band gesucht hat, wird schnell klar, aber nicht, wo das Bild jetzt geblieben ist. Vor allem handelt das Buch von Hannahs Einsamkeit, nach dem die Mutter und die Großmutter gestorben ist und ihre beste Freundin in freudiger Erwartung eines Babys aufs Land gezogen ist.
Immerhin lernen wir ihren Vater besser kennen, der sich plötzlich meldet, aber wie sich herausstellt nur aus eigenem Interesse und nicht um endlich für seine Tochter da zu sein.

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Veröffentlicht am 23.10.2025

Spioninnen in Paris

Wir dachten, das Leben kommt noch
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Weder die Leseprobe noch das Cover haben mich darauf hingewiesen, dass es sich bei "Wir dachten, das Leben kommt noch" um die Fortsetzung von "Porträt auf grüner Wandfarbe" handelt. Vielleicht ...

Weder die Leseprobe noch das Cover haben mich darauf hingewiesen, dass es sich bei "Wir dachten, das Leben kommt noch" um die Fortsetzung von "Porträt auf grüner Wandfarbe" handelt. Vielleicht hätte ich sonst auf den Roman verzichtet, da mich schon der erste Band nicht wirklich überzeugt hatte.
Dabei ist es eigentlich die Art Roman, die ich mag: Starke Frauen vor gut recherchiertem historischen Hintergrund.
Bei Elisabeth Sandmann sind jedoch sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit für meinen Geschmack zu viele Personen geschildert. Erschwerend kommt hinzu, dass die Frauen in der Vergangenheit als britische Spioninnen im besetzten Frankreich agieren und dazu Tarnnamen benutzen. Diese werden aber erst im Laufe des Romans zugeordnet.
Einige Zusammenhänge wirken auf mich stark konstruiert und die Dialoge in der Gegenwart sind teilweise belanglos.
Insgesamt daher nur 2.5 / 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 13.10.2025

Humorvolle Spannung

Über die Toten nur Gutes
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Das Cover verspricht schon große Gegensätze. Im Mittelpunkt steht ein schwarzer Sarg - allerdings vor sonnengelbem Hintergrund. Auf den zweiten Blick sieht man dann einen kleinen weißen Hund ...

Das Cover verspricht schon große Gegensätze. Im Mittelpunkt steht ein schwarzer Sarg - allerdings vor sonnengelbem Hintergrund. Auf den zweiten Blick sieht man dann einen kleinen weißen Hund der sein Beinchen gegen den Sarg hebt.
Man erwartet also eine Mischung aus schweren, dunklen und hellen, lustigen Begebenheiten - und wird nicht enttäuscht.
Mads Madsen ist Trauerredner. Das klingt nach einem langweiligen Beruf. Wenn man aber von einem Kindheitsfreund, den man seit Jahrzehnten nicht gesehen hat, den Auftrag bekommt, bei seiner wahrscheinlich bevorstehenden Beerdigung zu sprechen, kann das aufregender werden, als einem lieb ist.
Andreas Izquierdo verbindet einen unverwechselbaren humorvollen Schreibstil mit regionalen Bezügen aus Flensburg und der Jagd nach Hinweisen auf das plötzliche Ableben des Freundes. Dies führt zu mafiösen Strukturen und bringt nicht nur Mads in tödliche Gefahr.
Empfohlen für alle, die gut geschriebene Cosy-Crime mögen.

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Veröffentlicht am 30.07.2025

Abschluss der Triologie

Wir sehen uns wieder am Meer
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In diesem Buch lernen wir die Freundinnen von Tekla aus "Als Großmutter im Regen tanzte" kennen.
Birgit ist Krankenschwester. Nach dem Tod von Ilja, ihrem Russischlehrer, geht sie Anfang 1944 ...

In diesem Buch lernen wir die Freundinnen von Tekla aus "Als Großmutter im Regen tanzte" kennen.
Birgit ist Krankenschwester. Nach dem Tod von Ilja, ihrem Russischlehrer, geht sie Anfang 1944 nach Bodo im Norden von Norwegen - um zu vergessen, um neu anzufangen.
Annelise hingegen verpflichtet sich als Frontschwester und geht auf den Kontinent.
Später kommt noch Nadia hinzu, eine ukrainische Zwangsarbeiterin, die in Bodo in einer Fischfabrik arbeiten muss.
Trude Teige erzählt gewohnt fesselnd von den Jahren 1944 bis 1953. Im Mittelpunkt steht Birgit, die aufgrund ihrer Sprachkenntnisse in die Arbeit im norwegischen Widerstand gerät, da sie sowohl mit den Zwangsarbeitern als auch mit geflohenen Kriegsgefangenen Kontakt halten kann.
Aber auch nach dem Krieg bestimmen diese Russischkenntnisse ihre berufliche Laufbahn und bringen sie immer wieder in Gefahr. Die Schilderung dieser Ereignisse ab 1947 fand ich teilweise etwas überzogen, als hätte man noch Seiten im Buch füllen müssen. Daher ein Stern Abzug (4 von 5 Sternen).
Dagegen wurden Nadias und Annelises Leben nur nebenher erzählt, da hätte man auch noch genaueres schildern können.

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Veröffentlicht am 30.07.2025

Vergessene Kinderschicksale

Der Sommer am Ende der Welt
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Eva Völler klärt in diesem Roman über das Schicksal der sogenannten Verschickungskinder in der Nachkriegszeit auf. Sie stellt dem Buch eine Triggerwarnung voran, da sie die Zustände sehr detailliert schildert. ...

Eva Völler klärt in diesem Roman über das Schicksal der sogenannten Verschickungskinder in der Nachkriegszeit auf. Sie stellt dem Buch eine Triggerwarnung voran, da sie die Zustände sehr detailliert schildert.

Chronisch kranke Kinder wurden alleine in Kur geschickt - egal wie alt sie waren. Die Zustände in den Kinderheimen, wie im Roman auf Borkum, waren aber alles andere als kindgerecht - sie ähnelten eher einer Kaserne. Von den Krankenkassen wurde die Unterbringung der Kinder gut bezahlt, aber von dem Geld landete nicht viel bei den Kindern.

Der Roman schildert die Recherchen der Journalistin Hanna, deren Mutter auch eine solche Kur auf Borkum gemacht hat. Wie bei vielen zeitgeschichtlichen Romanen gibt es zwei Zeitebenen: Hanna und ihre Tochter verbringen das Ende der Sommerferien auf Borkum und in Rückblicken erfahren wir mehr über die Kinder im Jahr 1963. Beide Zeitebenen sind meiner Meinung nach etwas überladen. In den Sechzigern wird nicht nur von den Zuständen im Kinderheim berichtet, sondern es gibt noch einen Kinderarzt, der die Leiterin des Kurheims noch aus der NS-Zeit kennt. Beide haben einiges zu verbergen und scheuen dabei vor nichts zurück.
Dass sowohl Hanna als auch ihre Tochter auf Borkum recht schnell ihrer großen Liebe begegnen und gleichzeitig an ihrer Mutter-Tochter-Beziehung arbeiten, ist zwar eine nette Auflockerung des ernsten Themas, wirkt an einigen Stellen aber etwas konstruiert.
Eva Völler gelingt es allerdings, alle Fäden am Ende zusammenzuführen und die Spannung die ganze Zeit hoch zu halten. Der dialog-geprägte Schreibstil ist sehr fesselnd.
Ich vergebe insgesamt 3.5 von 5 Sternen.

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