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Veröffentlicht am 10.02.2020

Rezension zu Blutige Gnade

Blutige Gnade
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Rezension zu Blutige Gnade

Ein Journalist, der kurz davor stand, eine Big Story zu enthüllen wird ermordet aufgefunden und ein Einbruch ohne Diebstahl, aber mit einer Leiche. Die neuen Fälle für die „Krähe“ ...

Rezension zu Blutige Gnade

Ein Journalist, der kurz davor stand, eine Big Story zu enthüllen wird ermordet aufgefunden und ein Einbruch ohne Diebstahl, aber mit einer Leiche. Die neuen Fälle für die „Krähe“ Mara Billinsky erscheinen zunächst sehr mysteriös und die Ermittlungen gestalten sich mehr als schwierig. Zusätzlich muss Mara sich mit einem Teil ihrer Vergangenheit auseinandersetzen, bei dem sie nicht sicher ist ob sie das überhaupt möchte und warum es gerade jetzt passiert. Als ihr bewusst wird, was tatsächlich gespielt wird ist nicht nur Maras Leben in Gefahr…

Blutige Gnade ist der vierte Teil um die „Krähe“ Mara Billinsky aus der Feder von Leo Born.

Mara Billinsky, Ermittlerin bei der Polizei Frankfurt fällt auf und eckt an. Ihr Kleidungsstil ist mehr als ungewöhnlich für eine Polizistin und auch mit ihrer Persönlichkeit ist es nicht immer einfach auszukommen. Aber sie hat das Herz am richtigen Fleck auch wenn sie es gerne mal in einen Panzerschrank verschließt, und sie verbeißt sich in ihre Fälle bis sie sie gelöst hat.
Ich persönlich mag solche leicht unangepassten Protagonisten gerne und es macht wirklich Spaß Mara durch die Geschichte zu folgen. Aber sie ist ja nicht der einzige Charakter der in der Reihe etwas Besonderes ist, denn auch ihr Partner Jan Rosen, der „Spatz“ sticht hervor. Er scheint das genaue Gegenteil von Mara zu sein, er hadert oft mit sich selbst und kämpft mit seinen Ängsten, aber wenn es darauf ankommt ist er zur Stelle und steht seinen Mann. Die Entwicklung die Jan Rosen in der Reihe nimmt gefällt mir sehr, sie passt, sie ist gut nachvollziehbar und macht ihn für den Leser greifbar.

Die Fälle mit denen Mara sich auseinandersetzten muss haben es schon in sich, auch einige Szenen sind schwer zu ertragen, wenn wie bei mir das Kopfkino seinen Film fährt und die Vorstellung das es sowas wirklich geben kann oder auch gibt macht es noch ein wenig schwerer. Aber all dies unterstützt die doch immer recht düstere Stimmung und Atmosphäre, die der Autor für Frankfurt und Umgebung schafft und die ich wirklich gut eingefangen finde.

Der Thriller ist wirklich spannend erzählt, während der ganzen Zeit ist immer eine gewisse Grundspannung zu spüren, die durch einzelne spannende Szenen noch unterstrichen und erhöht wurde. Man spürt die wachsende Bedrohung die scheinbar immer näher kommt diese treibt einen auch gekonnt durch die Geschichte. Bis zum Ende hin stieg dieses Gefühl weiter an und gipfelte für mich in einem gekonnt erzählten und spannenden Finale.

Mein Fazit:
Ein spannender vierter Teil der Reihe, der mir ausgesprochen gut gefallen hat. Mit ungewöhnlichen Hauptcharakteren und einer spannenden Story konnte mich der Autor wirklich überzeugen und ich freue mich schon auf den nächsten Teil der Reihe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.01.2020

Rezension zu Gemünder Blut

Gemünder Blut
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Ina Weinz hat nach ihrer Beurlaubung Köln den Rücken gekehrt und ist bei ihrem Bruder in ihrer Heimat Gemünd untergekrochen. Hier möchte sie sich erholen und den Kopf wieder freibekommen und so genießt ...

Ina Weinz hat nach ihrer Beurlaubung Köln den Rücken gekehrt und ist bei ihrem Bruder in ihrer Heimat Gemünd untergekrochen. Hier möchte sie sich erholen und den Kopf wieder freibekommen und so genießt sie erstmal dort die Zeit und findet auch einen neuen Liebhaber. Aber die scheinbare Idylle trügt und Ina sieht sich schon bald mit einem Mord konfrontiert, und so wird sie doch wieder ungewollt zu einer Mordermittlerin.

Gemünder Blut ist der erste Teil um die Kommissarin Ina Weinz aus der Feder von Elke Pistor.

Kommissarin Ina Weinz, möchte sich in Gemünd erholen und sich darüber klar werden wie ihre weitere Zukunft aussehen wird, als sie durch ihren neuen Liebhaber und Bruder in eine Mordermittllung hereingezogen wird.
Der Fall an sich ist spannend aufgebaut, auch wenn ich sehr schnell eine Ahnung hatte wer der Täter sein könnte und sich dies auch bestätigte konnten mich Inas Ermittlungen für sich einnehmen. Ina, als Charakter empfand ich sympathisch und auch kompetent, die aber durch Vorkommnisse in der Vergangenheit zurzeit mit Selbstzweifeln zu kämpfen hat.

Aber leider empfand ich die hier gezeigte Polizeiarbeit unglaubwürdig und diesem Fall nicht angemessen, natürlich soll der Hauptcharakter glänzen, aber dann die Polizei in der Eifel als fast inkompetent und an richtigen Ermittlungen in alle Richtungen nicht interessiert darzustellen, und den ermittelnden Beamten als absoluten Unsympathen, sowas mag ich persönlich gar nicht. Auch waren Reaktionen des ermittelnden Polizeibeamten für mich völlig überzogen dargestellt und leider auch nicht wirklich realistisch.

Mein Fazit:
Ein netter Lokal-Krimi der mich zwar unterhalten hat, aber auch noch viel Luft nach oben hat. Der Fall war interessant aber die hier gezeigte Polizeiarbeit störte mich wirklich.

Veröffentlicht am 27.12.2019

Rezension zu Freefall

Freefall – Die Wahrheit ist dein Tod
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Die 30-jährige Ally überlebt einen Flugzeugabsturz in den Rocky Mountains. Auf sich alleine gestellt kämpft sie sich durch die Wildnis. Aber jemand will sichergehen das sie dies nicht überlebt und ist ...

Die 30-jährige Ally überlebt einen Flugzeugabsturz in den Rocky Mountains. Auf sich alleine gestellt kämpft sie sich durch die Wildnis. Aber jemand will sichergehen das sie dies nicht überlebt und ist hinter ihr her. Allys Mutter Maggie möchte nicht glauben das ihre Tochter tot ist. Jahrelang hatte sie keinen Kontakt zu ihrer Tochter und möchte nun mehr über Allys Leben erfahren. Ally führte anscheinend ein glamouröses Leben, aber das passte gar nicht zu ihr. Maggie fragt sich was in Allys Leben los war und begibt sich bei ihrer Suche nach Antworten selbst in Gefahr.

Der Thriller "Freefall - die Wahrheit ist dein Tod" stammt aus der Feder von Jessica Barry.

Ally stürzt in den Rocky Mountains mit dem Flugzeug ab und kämpft nun verletzt in der Wildnis um ihr überleben. Ein Mann verfolgt sie und möchte sie töten. Ihre Mutter glaubt nicht das sie Tod ist und versucht mehr über Allys Leben in Erfahrung zu bringen. Die Zutaten könnten eigentlich den Stoff für einen spannenden Thriller ergeben, aber bis auf das Ende habe ich hier leider die Spannung vermisst.

Die Geschichte wird jeweils aus Allys und Maggies in der Ich-Perspektive erzählt, und so erfährt man natürlich viel über ihre Gedanken und Gefühle, was zwar manchmal interessant war aber oftmals für mich die Geschichte auch nicht wirklich voran brachte. Allys Leben wird in Rückblenden erzählt während ihres wanderns durch die Wildnis, und unterbrach so ständig ihren Kampf mit ihren Verletzungen und ums überleben und zerstörte so für mich immer wieder das aufglimmen eines Spannungsgefühl.

Leider wurde die Geschichte im Verlauf immer vorhersehbarer, was ich wirklich schade fand, denn hier hätte die Autorin für mich nochmal die Chance gehabt mich zu überzeugen. Aber es waren für mich typische Zutaten und ein Geschehen, das die Ereignisse ausgelöst hatten, das schon oft so oder in Abwandlungen in Buch und Film/Serien genutzt wurde und mich daher nicht überzeugen konnte.

Auch wenn beim Showdown endlich etwas Spannung für mich aufkam, konnte es mich als Thriller nicht überzeugen. Ein Mutter-Tochter-Drama trifft es für mich hier besser und wäre unter diesem Aspekt von mir bestimmt wohlwollender betrachtet worden.

Mein Fazit:
Für einen Thriller fehlte mir leider die Spannung und es war auch zu vorhersehbar um mich überzeugen zu können.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.12.2019

Rezension zu Draussen

Draussen
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Die 17-jährige Cayenne und ihr jüngerer Bruder Joshua kennen kein Zuhause, sie leben draußen im Wald und sind immer auf der Flucht. Nur Stephan, ihr Anführer und Ersatzvater kennt die Gefahr die den Beiden ...

Die 17-jährige Cayenne und ihr jüngerer Bruder Joshua kennen kein Zuhause, sie leben draußen im Wald und sind immer auf der Flucht. Nur Stephan, ihr Anführer und Ersatzvater kennt die Gefahr die den Beiden droht. Dadurch führen sie ein Leben außerhalb der Gesellschaft, er duldet so gut wie keinen Kontakt zu anderen Menschen und drillt sie im Überlebenskampf. Cayenne mit ihren siebzehn Jahren sehnt sich nach einem normalen Teenagerleben und so sind Konflikte vorprogrammiert. Dabei ahnt sie nicht wie nah die Gefahr ist, denn plötzlich muss sie um ihr Leben kämpfen und all das anwenden was Stephan ihr jahrelang beigebracht hat.

Draussen ist das Thriller-Debüt des Autorenpaars Volker Klüpfel und Michael Kobr.

Für mich war „Draussen“ das erste Buch des Autorenduos und es lässt mich ein wenig zwiegespalten zurück. Einerseits beinhaltet das Buch viele spannende Elemente aber andererseits konnte mich auch eine Teile nicht wirklich abholen.

Der Thriller wird als Politthriller deklariert, dabei diente das politische Geschehen für mein persönliches Empfinden hier nur um aufzuzeigen wie skrupellos einer der Charaktere ist und hatte mit der eigentlichen Geschichte nur am Rande zu tun.

Cayenne und Joshua sind zwei Teenager, die ein wirklich ungewöhnliches Leben führen, abgeschieden von der Gesellschaft und einem harten Überlebenstraining ausgesetzt wachsen sie unter der Führung von Stephan auf. Die Beiden wirken auf mich wie zwei normale Teenager, die sich den Umständen angepasst haben, auch das die ältere Cayenne ihre Probleme mit diesem Leben hat, wird von den Autoren gut eingefangen. Stephan war mir von Anfang unsympathisch, sein Verhalten und seiner Geheimniskrämerei vor allem gegenüber den Geschwistern machten ihn zu keinem Sympathieträger.

Immer wieder kommt es zu sehr spannenden und actionreichen Szenen, die mir gut gefallen haben, aber einen wirklichen Spannungsaufbau oder eine durchgehendes Spannungsgefühl wollte sich bei mir nicht wirklich einstellen. Es herrschte bei mir vor allem Neugierde vor, wie alles zusammenhängt und welches Geheimnis Stephan verbirgt.

Die politischen Elemente empfand ich am Anfang noch sehr interessant, aber die Entwicklung dies es nahm und das darauf folgende „Untergangsszenario“ konnte mich nicht überzeugen. Es war mir einfach zu wenig ausgebaut und in seinen Auswirkungen teilweise zu unrealistisch dargestellt, auch war es für mich für die eigentliche Geschichte nicht wirklich notwendig gewesen.

Nach und nach fügen sich die verschiedenen Handlungsstränge dieses Buches zusammen, und ich bekam dann eine Ahnung welches Geheimnis hinter allem stecken könnte, und so konnte mich die Auflösung nicht mehr wirklich überraschen auch wenn ich sie gut erzählt fand. Der Showdown war auch wieder sehr actionreich und sehr spannend, hatte aber auch hier für mich unnötige Elemente, die ich sehr schade fand, und bestimmten Bereichen leider unrealistisch auf mich wirkten.

Mein Fazit:
Ein Thriller mit vielen actionreichen und spannenden Szenen, die mir ausgesprochen gut gefallen haben, bei dem mir aber ein durchgehender Spannungsaufbau fehlte und mich das „Untergangsszenario“ und seine Auswirkungen leider nicht überzeugen konnten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.11.2019

Rezension zu Um mich herum stehen bekannte Gesichter

Um mich herum stehen bekannte Gesichter
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„Wozu ist ein Mensch - und sein Verstand - fähig, um sich vor Unheil zu schützen?“

„Um mich herum stehen bekannte Gesichter“ ist der neuste Roman des Autors Mark Kemper.

Camilla ist eine junge Forscherin, ...

„Wozu ist ein Mensch - und sein Verstand - fähig, um sich vor Unheil zu schützen?“

„Um mich herum stehen bekannte Gesichter“ ist der neuste Roman des Autors Mark Kemper.

Camilla ist eine junge Forscherin, die nach einem von ihr verursachten Autounfall, in eine schwere Lebenskrise fällt. Als ihr eine Forschungsreise in die Tiefen des russischen Nordens angeboten wird, nutzt sie die Chance um allen zu entfliehen und zu vergessen. Aber auf dem Weg in den Norden stürzt ihr Flugzeug ab und es beginnt ein furchtbarer Überlebenskampf für sie.

Camilla ist eine junge Forscherin, bei der sich im Laufe der Geschichte sehr schnell herausstellt, dass sie es nicht wirklich leicht hatte in ihrer Kindheit, mit dem schrecklichen Autounfall gerät ihr Leben komplett aus der Bahn und sie verfällt in eine tiefe Depression.
Der Autor schafft es für mein Empfinden sehr gut Camillas Gefühle in Worte zu fassen, als Leser versteht man warum sie so fühlt und kann ihre Verzweiflung sehr gut nachempfinden.

Camillas Überlebenskampf ist wirklich spannend erzählt, aber gerne hätte ich hier noch ein paar Seiten mehr gehabt. Die Ereignisse erfolgen hier wirklich sehr rasch hintereinander, was ein hohes Erzähltempo erwirkt und man als Leser atemlos der spannenden Geschichte folgt, aber manchmal hätte die ein oder andere Situation und Empfindung mehr Raum haben dürfen um noch besser bei mir wirken zu können.

Das ganze Buch hat für mich eine intensive Atmosphäre, die mich wirklich mitreißen konnte. Die Kälte und der damit verbunden Gefahren konnte man gut nachvollziehen, auch der Überlebenskampf gegen die ganze Umwelt war erschreckend, brutal und teilweise auch sehr blutig.
Auch wenn ich im weiteren Verlauf der Geschichte eine gewisse Ahnung entwickelt habe wie es ausgehen könnte, hat mir das Ende mit seiner gelungenen Wendung ausgesprochen gut gefallen.

Mein Fazit:
Ein toller intensiver Roman, der mich wirklich mitreißen konnte, bei dem ich aber auch gerne die ein oder andere Seite gerne mehr gehabt hätte.