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Veröffentlicht am 15.09.2016

Rezension zu Rain - Das tödliche Element

Rain – Das tödliche Element
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Samstagabend - Ruby und ihre Freunde feiern ausgelassen. Was keiner ahnt, dies wird ihr letztes gemeinsamer Abend sein. Ruby wird ihre Freunde nicht mehr wiedersehen und auch ihren Freund wird sie das ...

Samstagabend - Ruby und ihre Freunde feiern ausgelassen. Was keiner ahnt, dies wird ihr letztes gemeinsamer Abend sein. Ruby wird ihre Freunde nicht mehr wiedersehen und auch ihren Freund wird sie das erste und letzte Mal geküßt haben. In dieser Nacht kommt der giftige Regen, der ein tödliches Virus beherbwrgt. Wer nichtgleich durch den Regen stirbt, kämpft von nun ans überleben. Auch Ruby ist von einem auf den anderen Moment auf sich alleine gestellt. In dem Chaos aus Tod und Angst macht sie sich auf die Suche nach ihrem Vater...

Rain - das tödliche Element ist der erste Teil der Jugendbuch-Dystopie von Virginia Bergin.

Der Klappentext versprach eine wirklich interessante Geschichte über totbringenden Regen und Rubys Überlebenskampf und der Suche nach ihrem Vater. Aber fast hätte ich das Buch schon nach den ersten Seiten und Kapiteln abgebrochen, denn der verwendete Sprach- und Schreibstil empfand ich persönlich einfach nur grauenhaft. Die Geschichte ist aus der Sicht der 15-jährigen Ruby erzählt, die ihre Geschichte aufgeschrieben hat. Und Ruby erzählt und spricht in einer furchtbaren Teenagersprache, oder das was die Autorin darunter versteht. Abgerundet wird das ganze dann auch noch durch comicartige, fett- und großgedruckte KA-BUMMs, Aaaaarghs, BAMF und einer inflationär gebrauchtem Yiiii-haaa! Hält man aber durch merkt man das sich langsam der Stil ändert und dies bis auf das Yiii-haaa nur noch selten vorkommt.

Ruby, die Protagonistin dieses Buches hatte mir wirklich schwer gemacht, sie ist so überhaupt kein Sympathieträger, und so betrachtete ich einen großen Teil der Geschichte häufig mit einer innerlichen Distanz. Berühren konnten mich eigentlich nur ein Teil der anderen Protagonisten und die Hunde.
Ruby ist leider eine rechthaberische, eitle und häufig auch unfreundliche Persönlichkeit, deren Handlungen auf mich im Laufe der Geschichte sehr befremdlich und auch unglaubhaft wirkten.

Die Geschichte selbst ist für einen Jugendbuchthriller doch recht brutal und blutig und mit vielen Leichen in den unterschiedlichsten Stadien der Zersetzung gespickt. Die dadurch entstandene düstere und gefährliche Atmosphäre hat mir als Leser sehr gut gefallen und ließ mich auch immer weiter lesen.

Das Buch hat mich wirklich zwiegespalten zurückgelassen, während für mich der Plot interessant und spannend gestaltet war, fühlte ich mich doch auch immer wieder doch die Protagonistin ziemlich genervt beim lesen.

Mein Fazit:
Eine interessante und spannende Geschichte, mit einer Protagonistin die mich nicht für sich einnehmen konnte und es mir nicht immer leicht machte mit dem weiterlesen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Rezension zu I Am Death - Der Totmacher

I Am Death. Der Totmacher
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Vor dem Los Angeles International Airport wird eine junge Frau tot aufgefunden. Ihre übel zu gerichteter Körper wurde wie ein menschliches Pentagramm drapiert. In ihrer Kehle hat der Mörder eine Zettel ...

Vor dem Los Angeles International Airport wird eine junge Frau tot aufgefunden. Ihre übel zu gerichteter Körper wurde wie ein menschliches Pentagramm drapiert. In ihrer Kehle hat der Mörder eine Zettel mit einer in Blut geschriebenen Nachricht hinterlassen - "Ich bin der Tod". Robert Hunter und Carlos Garcia übernehmen diesen Fall, und schon bald wird die nächste junge Frau ermordet. Der Modus Operandi ist diesmal ein völlig andere, aber der Mörder her wieder seine Nachricht hinterlassen. Hunter und Garcia wird schnell klar das sie ein Monster jagen, das mit ihnen spielt...

I Am Death - Der Totmacher ist der 7. Teil der Hunter-und-Garcia-Reihe von Chris Carter.

Nach "Die Stille Bestie", für mich bisher sein bestes Buch, kehrt Carter mit diesem Buch in sein altes Muster zurück. Carter präsentiert in diesem Teil wieder äußerst brutale, außergewöhnliche und blutige Morde. Aber wirklich unter die Haut ging mir die Geschichte des Jungen, der in einem weiteren Erzählstrang erzählt wird und manchmal nur schwer zu ertragen war.

Robert Hunter, der wieder als der Übermittelter schlechthin dargestellt wird, und Garcia, fast ein genauso guter Ermittler wie Hunter, aber nur fast, tappen diesmal für mich relativ lange im Dunkeln herum. Eine wirkliche Ermittlungsarbeit findet irgendwie nicht statt, sondern sie beschäftigen sich vor allem mit den Nachrichten die der Mörder schickt, und das mehr als ausführlich und immer wieder, ohne das sie dahinterkommen was in ihnen versteckt ist. Wie Hunter dann tatsächlich auf den Täter kommt bleibt der Phantasie des Lesers überlassen, denn das wird nicht weiter erklärt, was mich persönlich doch sehr störte.

Mit diesem Teil hat Carter wieder alle Knöpfe für einen spannenden und brutalen Thriller bei mir gedrückt, und doch konnte er mich nicht ganz so fesseln wie seine Vorgänger,

Eine kleine Anmerkung muss ich noch zum Buchrückentext loswerden, denn dieser stimmt so nicht. Ich frage mich ob der Verfasser/die Verfasserin ein anderes Buch gelesen haben als ich, denn einen gefassten Verdächtigen, der sich als Falsch herausstellt, gibt es in meiner Ausgabe nicht.

Mein Fazit:
Ein spannender und brutaler Thriller, ein typischer Carter halt, den ich trotz meiner kleinen Kritikpunkte wieder sehr gerne gelesen habe. Meine Leseempfehlung geht an die Freunde des blutigen Thriller!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Rezension zu Traum oder wahres Leben

Traum oder wahres Leben
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Günter Kaufmann hat eigentlich alles was heute wichtig erscheint - ein erfolgreiches Geschäft, eine Ehefrau und zwei süße Kinder. Seine Arbeit ist ihm sehr wichtig und drängt das Familienleben immer ...

Günter Kaufmann hat eigentlich alles was heute wichtig erscheint - ein erfolgreiches Geschäft, eine Ehefrau und zwei süße Kinder. Seine Arbeit ist ihm sehr wichtig und drängt das Familienleben immer mehr in den Hintergrund. Durch einen Unfall verliert er seine ganze Familie und damit auch seinen Lebenswillen. Als er versucht sich umzubringen landet er im mittelalterlichen China in der Nähe des Shaolin-Klosters. Dort lernt er ein ganz anderes Leben kennen und nach und nach verändert sich Günter und findet auch seinen Frieden wieder.

Traum oder wahres Leben - Dao-der Weg ist der erste Teil der Trilogie um Günter Kaufmann aus der Feder von Joachim R. Steudel.

Günter, der Protagonist diese Geschichte, ist das Abziehbild eines erfolgreichen Geschäftsmann der heutigen Zeit. Seine Priorität liegt bei der Arbeit und das Familienleben steht hinten an. Der Reiz der Geschichte liegt in der Veränderung die Günter durchlebt. Durch das Leben im Kloster lernt er das Meditieren als auch die Kampfkunst, und nach und nach gewinnt er seinen inneren Frieden wieder. Dabei entwickelt er so manche Fähigkeit, die ich persönlich ein wenig abgedreht fand und absolut in das Reich der Phantasie einordnen würde, aber es passte sehr gut zum Verlauf zur Geschichte.

Was mir persönlich sehr gut gefallen hat waren die Unterschiede des Shaolin-Kloster und des Klosters in Wudang. Beide gehören unterschiedlichen Glaubensrichtungen an, während in Shaolin der Buddhismus praktiziert wird, lebt das Kloster in Wudang nach den Regeln des Taoismus. Beide Richtungen wurden intetessant dargestellt und die Unterschiede gut herausgearbeitet, so daß es mich auch zum nachdenken anregte.

Für mich punktet daß Buch auch durch die tiefgründigen Gesprächen die Günter mit den zwei unterschiedlichen Äbten geführt hat, denn sie zeugen von Toleranz und innerem Frieden ohne den Blick für die Welt und die Menschen verloren zu haben.

Die Geschichte hat ein ruhiges Erzähltempo was mir wirklich gut gefallen hat, auch wenn es für mich die eine oder andere kleine empfundene Länge gab bei den Beschreibung des Klosterleben und den Ausführungen der Kampftechniken.

Das Ende ist auch ein wenig überraschend und lässt mich als Leser doch mit einigen offenen Fragen zurück, die wohl erst in den nächsten Teilen aufgeklärt werden.

Mein Fazit:
Ein ruhiges und besonderes Buch, das ich sehr gerne gelesen habe und mich auch zum nachdenken anregte.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Rezension zu Zum Teufel mit der Hölle

Zum Teufel mit der Hölle
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Die Hölle hat ein Problem, nein eigentlich zwei. Überbevölkerung und den Teufel selbst.

Melvin, Satan höchstpersönlich, wäre eigentlich lieber eine Frau, auch hatte er versäumt seinen Arbeitsvertrag ...

Die Hölle hat ein Problem, nein eigentlich zwei. Überbevölkerung und den Teufel selbst.

Melvin, Satan höchstpersönlich, wäre eigentlich lieber eine Frau, auch hatte er versäumt seinen Arbeitsvertrag genau zu lesen bevor er ihn unterschrieb und nun sitzt er in der Hölle fest, An einer schizoiden Persönlichkeitsstörung und einem Burn-Out leidend, entwickelt er einen neuen Plan um an frische Kinderseelen zu kommen und ahnt nicht was er sichtbar in die Hölle holt. Als bei der Umsetzung etwas schief läuft wird ihm schnell klar das diese verblödeten Gören wieder zurück auf die Erde müssen. Aber nun geht erst recht alles schief....

Zum Teufel mit der Hölle stammt aus der Feder des Autors Michael Barth.

Melvin, der Protagonist der Geschichte, der Höllenfürst oder auch Satan genannt, ist zwar teuflisch und findet auch wirklich gefallen am Bösen, aber der wirklich Hellste ist er nicht immer. Der Autor hat mit Melvin einen wirklich interessanten, Bösen und kaputten Charakter geschaffen, dem ich mit Vergnügen durch die Geschichte folgte.

Dieses Buch ist böse, politisch wirklich völlig unkorrekt und total abgedreht und mit einem guten Schuß schwarzen Humors und Sarkasmus gewürzt. Das hat mir wirklich ausgesprochen gut gefallen und entlockte mir das ein oder andere Schmunzeln.

Die Geschichte hat mir so gut unterhalten, das ich es in einem Rutsch durchgelesen habe.

Der Warnhinweis auf dem Buch "nicht geeignet für Glaubensfanatiker, Satanisten und Leute mit einer chronischen Störung des Humors" sollte ernst genommen werden, alle anderen werden bestimmt Spaß daran haben.

Mein Fazit:
Ich fühlte mich wunderbar unterhalten und besonders mit der politischen Unkorrektheit und dem schwarzen Humor konnte dieses Buch bei mir punkten.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Rezension zu Finderlohn

Finderlohn
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Drei berühmte Romane hat John Rothstein in den 60igern veröffentlicht, danach zog er sich komplett zurück und veröffentlichte nie wieder ein Buch. Morris Bellamy, ein psychopathischer Verehrer ermordet ...

Drei berühmte Romane hat John Rothstein in den 60igern veröffentlicht, danach zog er sich komplett zurück und veröffentlichte nie wieder ein Buch. Morris Bellamy, ein psychopathischer Verehrer ermordet den Autor aus Wut über dessen "Verrat". Dabei erbeutet er eine Menge Geld, was für ihn aber nur zweitrangig ist, und eine Unmenge von Rothstein beschriebener Notizbücher. Bellamy vergräbt seine Beute erstmal und wandert wegen eines anderen Verbrechens fpr sehr lange Zeit in den Knast, ohne ein Auge auf den Inhalt der Notizbücher werfen zu können. Jahre später findet der Junge Peter Sauber das Geld und die Notizbücher und nimmt alles an sich. Mit dem Geld unterstützt er seine notleidende Familie, die Notizbücher liest er nach und nach. Nach 35 Jahren kommt Bellamy frei und will zu seiner Beute und kommt dahinter das Peter sie hat und macht nun Jagd auf den Jungen. Kann Bill Hodges und seine Freunde Peter helfen und Bellamy stoppen...

Finderlohn von Stephen King ist der zweite Teil der Bill.Hodges-Trilogie.

In diesem Teil stehen Peter Sauber und Morris Bellamy im Vordergrund der Geschichte, die in zwei Zeitebenen beginnt. Die Geschichte beginnt 1978 mit Bellamy und springt dann abwechselnd zu Peters Geschichte die 2009 beginnt. Im weiteren Verlauf nähern sich die Ebenen an um dann in einer gemeinsamen Geschichte fortgeführt zu werden. Erst nach mehr als einem Drittel des Buches hat Bill Hodges seinen Auftritt, was mich doch ein wenig überraschte und auch am Anfang ein wenig enttäuschte. Aber die Handlung der Geschichte tröstet mich dann über meine Enttäuschung hinweg, denn sie zog mich in ihren Bann.

Die Protagonisten Peter und Bellamy waren für mein Empfinden sehr gut ausgearbeitet und glaubhaft dargestellt in ihrem Denken und auch Handeln, so daß ich gerne ihre Entwicklung verfolgte.
Bill Hodges, Holly und Jeremy aus dem ersten Teil nehmen als Protagonisten wirklich sehr wenig Raum ein und man erfährt außer bei Hodges doch recht wenig überraschte ihre Entwicklung in den Jahren zwischen dem ersten und zweiten Teil.
Wohin die Reise der drei in der Trilogie gehen könnte zeigte glaube ich die kleinen Einschübe die den Killer aus Mr. Mercedes betrafen, sie waren sehr interessant und machten mich vor allem sehr neugierig auf den nächsten Teil.

Finderlohn kann eigentlich auch als eigenständiges Buch gelesen werden, da man für die Handlung in diesem Teil kein Vorwissen benötigt. Da aber immer wieder mal die Geschehnisse aus Mr. Mercedes erwähnt werden, erfährt man doch so einiges über die Handlung und über die Auflösung der Geschichte und würde sich so des Vergnügens beim Lesen des ersten Teils ein wenig berauben.

Finderlohn war für mich ein gelungener Krimi, in dem daß Katz-und-Maus-Spiel zwischen Peter und Bellamy klar im Vordergrund stand.

Mein Fazit:
Ein gelungener Krimi und guter zweiter Teil, der mich wie der erste Teil wieder begeistern konnte.