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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.10.2017

Sehr schönes Kinderbuch

Harti Hoppel blickt durch
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INHALT:

Das Karnickelmädchen Harti Hoppel hat nicht nur wunderschöne Augen, sondern ist auch mutig und schlau. Da ist es gar nicht so schlimm, dass sie beim Hoppeln etwas hinkt. Das kann sogar von Vorteil ...

INHALT:

Das Karnickelmädchen Harti Hoppel hat nicht nur wunderschöne Augen, sondern ist auch mutig und schlau. Da ist es gar nicht so schlimm, dass sie beim Hoppeln etwas hinkt. Das kann sogar von Vorteil sein, denn dadurch bewegt sie sich anders, als ein Feind vielleicht erwartet.

Mit diesen Eigenschaften und der Unterstützung ihrer Freunde übersteht sie aufregende Abenteuer. So müssen sie zum Beispiel ihre Freunde vor den Riesenkäfern retten oder gegen die roten Renner kämpfen.

MEINUNG:

Zitat: „Wie oft habe ich dir schon gesagt, du sollst andere nicht nach ihrer äußeren Erscheinung beurteilen!“ (Fuchs Mojo)

Ein schönes Kinderbuch, indem es um ein Hasenmädchen geht, die allen zeigt, dass man auch mit Handicap ein normales Leben führen kann. Das Buch hat 3 Kapitel, die eine eigene Geschichte von Harti und ihren Freunden erzählt. In jedem Kapitel wird dem Leser gezeigt, wie wir Menschen auf die Tiere wirken. Wir erleben wie Harti einen kleinen Lehmling trifft, was es mit den Riesenkäfern auf sich hat und lernen die roten Renner kennen.

Uns hat das Kinderbuch recht gut gefallen, geht es doch diesmal nur um Tiere. Hier spielen die Menschen eine Nebenrolle, um zu zeigen, wie „gefährlich“ sie für die Tiere sein können. Auch das Thema „Anders sein“ wird hier sehr gut beschrieben. Harti ist ein ganz tolles Hasenmädchen. Mit ihrer aufgeschlossenen Art, zeigt sie Allen, dass es ganz egal ist, wenn man Anders ist. Denn auch mit einem hinkenden Bein kann man mutig sein und viel Ausdauer haben.

Der Schreibstil und die Schrift sind sehr gut für die Altersgruppe 7 – 10 Jahre geeignet. So können auch Leseanfänger das Buch alleine lesen.

Abgerundet wird das tolle Buch mit den Zeichnungen von Anna Tekath.

FAZIT:

Ben Weber hat mit seinem 2. Buch ein tolles Kinderbuch geschrieben, dass wir wirklich empfehlen können.

Veröffentlicht am 20.10.2017

schöner Fantasyroman

Esyia
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INHALT:

Surikus größter Wunsch ist es, in der Kriegerstaffel aufgenommen zu werden. Deswegen verlässt er heimlich sein Dorf, um sich in der Welt als Krieger zu beweisen. Als er aber dann Esyia trifft, ...

INHALT:

Surikus größter Wunsch ist es, in der Kriegerstaffel aufgenommen zu werden. Deswegen verlässt er heimlich sein Dorf, um sich in der Welt als Krieger zu beweisen. Als er aber dann Esyia trifft, die ihm erzählt, dass sie ihre Herkunft nicht kennt, wirft er seine Pläne über den Haufen und versucht ihr zu helfen.

Auf ihrer Reise erleben sie einige Abenteuer und geraten immer wieder in Gefahr. Es scheint so, als wären ihre ganzen Erlebnisse von großer Bedeutung und sehr wichtig für Utvalin.


MEINUNG:

„Esyia – Die Welt von Utvalin“ hat mich in eine fantastische Welt eintauchen lassen. Ich lese hin und wieder sehr gerne einen Fantasy Roman, doch „Esyia“ war nicht so, wie die Geschichten die ich bis jetzt gelesen habe.

Ich bin sehr gut in die Geschichte hineingekommen und war direkt im Buch gefangen. Die Welt von Suriku und Esyia wurde sehr gut vom Autoren beschrieben. Man konnte sich immer ein gutes Bild von Utvalin und den Fantasiewesen machen.

Suriku hat mir sehr gut gefallen. Er möchte endlich seinem Dorf beweisen, dass er ein guter Krieger ist, auch wenn er eigentlich noch viel zu jung dafür ist. Sein größter Wunsch ist es, dass Mal eines Kriegers zu tragen. Dafür nimmt er die Gefahr auf sich und verlässt sein Dorf, auch wenn normalerweise niemand alleine geht, weil es viel zu gefährlich ist.

Esyia fand ich auch von Anfang an toll. Man muss sie einfach mögen. Sie ist so klein und doch hat sie etwas an sich, dass man immer wieder vergisst, wie klein sie doch wirklich ist. Esyia hat nur einen Wunsch: Endlich zu wissen, wo sie herkommt. Eines Tages aufzuwachen und nicht zu wissen, wer seine Familie ist und wo man eigentlich herkommt, ist schon sehr traurig.

Gemeinsam begeben sie sich dann auf die abenteuerliche Reise und erleben so einiges. Das es nicht immer ungefährlich ist, kann man sich ja denken.

Ich fand es sehr gut, wie der Autor hier den Spannungsbogen gehalten hat. Es hat einfach Spaß gemacht immer wieder weiterzulesen. Was erleben sie als nächstes? Welche Gefahren lauern gleich wieder.

Dieses Buch war für mich eine ganz neue Erfahrung. Es hat mir gut gefallen und ich bin froh, dass ich es gelesen habe.


FAZIT:

Wer gerne Fantasy liest, kommt hier auf jeden Fall auf seine Kosten.

Veröffentlicht am 20.10.2017

Granny Au-Pair in London

Die Liebe zum Regen
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INHALT:

Vera lebt eigentlich ein wohlgeordnetes Leben an der Seite ihres Mannes, aber glücklich ist sie nicht. Als auf einmal aus heiterem Himmel das Chaos ausbricht, ihr Mann in den Schlagzeilen steht ...

INHALT:

Vera lebt eigentlich ein wohlgeordnetes Leben an der Seite ihres Mannes, aber glücklich ist sie nicht. Als auf einmal aus heiterem Himmel das Chaos ausbricht, ihr Mann in den Schlagzeilen steht und sich nach Afrika absetzt, beschließt auch Vera die Flucht nach vorn. Mit 57 Jahren bewirbt sie sich als Granny-AuPair und fliegt nach England.
Doch auch in London muss sie schnell feststellen, dass sie hier ziemlich alleine gelassen wird. Sie soll auf 3 Mädchen aufpassen, die ihr das Leben wirklich schwer machen. Der Vater der Kinder glänzt durch Abwesenheit und über die Mutter erfährt Vera so gut wie nichts. Sie merkt schnell, dass in dieser Familie etwas absolut nicht stimmt.

Je näher Vera dem Geheimnis der Familie kommt, um so mehr begreift sie auch, dass sich in ihrem eigenen Leben nicht alles vertagen lässt. Vera erkennt nicht nur die traurige Wahrheit ihrer Au-Pair Familie, sondern beschäftigt sich auch sehr viel mit ihrem eigenen Leben.

MEINUNG:

„Die Liebe zum Regen“ ist der Debütroman von Claire Hoffmann. Am Anfang habe ich etwas gebraucht in die Geschichte zu kommen, aber danach konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Der Schreibstil in diesem Buch ist sehr traurig gehalten und man spürt die bedrückende Stimmung, die Vera umgibt. Es war für mich sehr schwer in dieses Buch einzusteigen und ich hatte schon überlegt es nach 50 Seiten zur Seite zu legen. Gut, das ich es nicht gemacht habe, denn irgendwann packt einen dann doch die Geschichte und man ist auch mit dem Schreibstil eher vertraut.

Die Geschichte der Mädchen Zoe, Ruby und Amanda hat mich sehr berührt.
Zoe mochte ich von Anfang an. Ihre aufgeschlossen und liebenswerte Art hat sie direkt sympathisch gemacht. Auch das sie zu Vera direkt freundlich und hilfsbereit war, hat mir gut gefallen. Das war ja mit den restlichen Familienmitgliedern nicht so einfach.
Ruby dagegen ist sehr in sich gekehrt, zurückhaltend und man merkte ihr an, dass es ihr absolut nicht gut ging. Sie tat mir immer sehr leid und man hätte sie gerne direkt in den Arm genommen.
Amanda ist ein typischer Teenie. Sehr aufmüpfig und sieht in Vera mehr den Eindringling in die Familie.
Der Vater, Mr. Hasting, war mir sehr unsympathisch. Er hat sich wirklich nicht von seiner besten Seite gezeigt und Vera ins kalte Wasser geworfen. Das Kennenlernen, zwischen der Tür, fand ich sehr unhöflich. Vera kam bei der Familie an und wurde weder von dem Vater richtig begrüßt noch irgendwie über die Familienverhältnisse aufgeklärt. Ich glaube, an ihrer Stelle, hatte ich direkt wieder die Flucht ergriffen.

Aber Vera beißt sich tapfer durch und merkt schnell, dass die Kinder eigentlich ganz lieb, aber mit der Familiensituation total überfordert sind. Über die Mutter wird ein riesiges Geheimnis gemacht und man erfährt erst später, was mit ihr ist.

Vera hat für mich hier die größte Entwicklung gemacht. Durch ihren Mann war sie eigentlich ein geregeltes Leben gewohnt, dass ihr zwar nicht immer Freude bereitete, aber ihr Sicherheit gegeben hat. Als sie dann die Flucht nach England wagt, obwohl ihre Englischkenntnisse nicht mehr die besten sind, fand ich sehr mutig. Auch ihre ganze Art, wie sie mit den Kindern umgegangen ist, fand ich bemerkenswert. Sie hat aus allen Problemen das Beste gemacht und ihren Au-Pair Job wirklich sehr ernst genommen. Vera hat wieder angefangen ihr Leben zu genießen.

FAZIT:

Ein tiefgründiger Roman, der sich am Anfang zwar sehr schwer lesen lässt, einen aber die Geschichte von Vera und den 3 Mädels doch sehr berührt. Ich bin froh, dass ich das Buch nicht zur Seite gelegt habe.

Veröffentlicht am 20.10.2017

Einfach bezaubernd

Aschenkindel - Das wahre Märchen
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INHALT:

Wenn der Kronprinz zum Ball einlädt, dann freuen sich alle Mädchen. Wenn er dann noch bekannt gibt, dass er auf diesem Ball seine zukünftige Braut finden will, ist die Freude natürlich doppelt ...

INHALT:

Wenn der Kronprinz zum Ball einlädt, dann freuen sich alle Mädchen. Wenn er dann noch bekannt gibt, dass er auf diesem Ball seine zukünftige Braut finden will, ist die Freude natürlich doppelt so groß.

Doch Claerie Farnflee ist nicht wie alle Mädchen. Sie macht sich nicht viel aus dem Ball, zumal sie sicher ist, dass sie eh nicht gehen darf. Denn sie ist für ihre Stiefmutter und ihre Stiefschwestern nur die Dienstmagd. Sie wohnt in einem muffigen Turmzimmer, erledigt die Hausarbeit und erträgt tapfer die Launen der Stiefmutter.

Vom Kronprinzen und dem ganzen Getue um ihn, hält sie gar nichts. Clairie ist mit ihrem Leben zufrieden, so wie es ist.

Als sie aber eines Tages einen jungen Mann im verbotenen Wald trifft, ändert sich alles. Dieser geheimnisvolle Fremde bringt ihre ganzen Vorsätze durcheinander.

MEINUNG:

Mir hat es wirklich sehr gut gefallen, wie ihr das Märchen von „Aschenputtel“ neu interpretiert wurde. Mit viel Fantasie und Witz ist hier eine ganz neue Geschichte entstanden.

Clairie ist eine ganz tolle Persönlichkeit. Egal wie sehr man ihr zusetzt, wie schlimm die Launen ihrer Stiefmutter sind und wie gemein ihre Stiefschwestern mit ihr umgehen, sie sieht immer noch das Gute an der Situation. Aber sie kann sehr eigensinnig und stur sein. Die Dialoge mit ihrer Fee fand ich immer sehr erfrischend, auch wenn Clairie nicht immer sehr freundlich mit ihr umgegangen ist. Die Fee war aber auch oft ein ziemlicher Tollpatsch.

Aber auch die Nebencharaktere fand ich alle sehr sympathisch. Ich mochte sie einfach alle, jeden auf seine Art und Weise. Der Kronprinz hat mich wirklich sehr überrascht. Ihn mochte ich neben Clairie am meisten.

„Aschenkindel“ ist wirklich ein tolles Märchen. Auch wenn es an Aschenputtel/Cinderella angelehnt ist, so möchte ich die 2 Märchen nicht wirklich vergleichen. Wer Märchen liebt, wird diese Geschichte auf jeden Fall begeistern.

FAZIT:

Das war mein erstes Buch von Hale Summer, aber ich werde mir auf jeden Fall ihre anderen Bücher auch noch anschauen. Ihr Schreibstil hat mir wirklich sehr gut gefallen und ich bin gespannt, was es mit ihrer Sumpflochsaga auf sich hat.

Veröffentlicht am 03.09.2017

regt zum nachdenken an und ist sehr berührend

... also nachm Regenbogen um sechs Uhr abends
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INHALT:

Paul, knapp 80 Jahre alt, vermisst seine Frau Lissy sehr. Sie ist einfach gestorben und hat ihn mit der Tochter Ela alleine gelassen. Nun wartet sie auf ihn „nachm Regenbogen um sechs Uhr abends“. ...

INHALT:

Paul, knapp 80 Jahre alt, vermisst seine Frau Lissy sehr. Sie ist einfach gestorben und hat ihn mit der Tochter Ela alleine gelassen. Nun wartet sie auf ihn „nachm Regenbogen um sechs Uhr abends“. Nur wann ist „nachm Regenbogen“ und wie soll er alleine mit der kranken 43-jährigen Tochter zurechtkommen? Ela schreit fast immer – Tag und Nacht! Ganz besonders, wenn die Katze Nuschi nicht da ist.
Paul merkt immer mehr, dass er sich an vieles nicht mehr erinnern kann und dass ihm der Alltag immer schwerer fällt. Aber seinen Humor verliert er dabei nicht. Es muss ja weitergehen, auch wenn der Kopf nicht mehr so mitmachen möchte.

Gut, das es Alex den Altenpfleger gibt. Alex kümmert sich nicht nur rührend um Ela, sondern ist auch immer als Gesprächspartner für Paul da. Alex ist Pauls Winnetou und Altenpfleger mit Herz und Humor. Eines Tages erklärt ihm Alex, dass er nur noch 2 Tage kommen wird. Was soll er nur ohne Alex machen? Und warum kommt Nuschi auf einmal nicht mehr nach Hause?

Paul und Alex begeben sich letztendlich auf eine Abschiedsreise nach Prag. Was werden sie in Prag machen? Wird es die letzte Reise werden und warum will Alex aufhören?

MEINUNG:

Mich hatte bei dem Buch der Klappentext sehr neugierig gemacht und ich musste das Buch einfach lesen. Ein Buch über Demenz ist nie einfach zu lesen, erfährt man doch, wie es den Betroffenen wirklich geht. Ich finde es ganz schlimm, wenn man alles vergisst und nur noch manchmal wache Momente hat.

„Also nachm Regenbogen um sechs Uhr abends“ ist ein Buch, das einen durch seinen Schreibstil einfach mitnimmt. Es packt einen, man fühlt mit Paul mit und macht sich wahnsinnig viele Gedanken um die Themen Krankheit, Demenz und Tod. Es hat kleine humorvolle Stellen, die das Buch etwas auflockern, ansonsten ist es einfach nur wahnsinnig berührend.

Paul und Alex habe ich sofort ins Herz geschlossen. Paul mit seinem Humor auf der einen Seite und seiner Verzweiflung und Demenz auf der anderen Seite. Er liebt seine Tochter Ela wirklich sehr, aber weiß genau, dass er mit ihr überfordert ist. Hier konnte man immer wieder sehr stark herauslesen, wie sehr er doch seine Lissy vermisst. Seine Gedanken haben mich sehr berührt.
Alex ist ein Altenpfleger, wie man es sich nur wünschen kann. Er macht seine Arbeit mit viel Herzblut und Liebe. Alex ist immer zur Stelle, wenn Paul und Ela seine Hilfe brauchen. Warum Alex nur noch 2 Tage bei Paul arbeiten kann, möchte ich hier nicht verraten. Aber ich glaube, er hat eine gute Nachfolgerin für sich gefunden. Rosy geht wirklich toll mit Ela um.
Ela tut mir sehr leid. Was bekommt sie überhaupt von ihrem Leben mit? Schlimm, wenn man so krank ist, dass man eigentlich nur im Bett liegt und überhaupt nichts kann.

Auf ihrer Reise nehmen sie noch den Anhalter Vojtech, den falschen „Gott“, mit. Hier muss ich sagen, dass er mir am Anfang wirklich sehr unsympathisch war und ich gehofft habe, dass sie ihn auch bald wieder ziehen lassen. Aber wie so oft sollte man sich nicht vom ersten Eindruck blenden lassen. Den Vojtech ist nicht so, wie man ihn eigentlich einschätzt.

Mehr möchte ich eigentlich gar nicht schreiben, denn sonst verrate ich einfach zu viel vom Buch.

FAZIT:

Eine absolute Leseempfehlung von mir. Wer sich etwas mit dem Thema Demenz beschäftigen möchte, der sollte das Buch lesen. Die Gedanken von Paul sind es wert gelesen zu werden. Aber auch jedem anderem Leser kann ich dieses tolle Werk empfehlen.