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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.06.2020

Let´s dance in Hirschweiler!

Nur Rudi tanzte schräger
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INHALT:

Dorfpolizist Jupp Backes muss mit seiner Gattin Inge das Tanzbein schwingen, aber alles endet mit Streit, Lügen und Blutergüsse vom Allerfeinsten. Als dann auch noch der argentinische Tangolehrer ...

INHALT:

Dorfpolizist Jupp Backes muss mit seiner Gattin Inge das Tanzbein schwingen, aber alles endet mit Streit, Lügen und Blutergüsse vom Allerfeinsten. Als dann auch noch der argentinische Tangolehrer Julie tot aufgefunden wird, ist das Chaos perfekt. War es wirklich nur ein Treppensturz, oder doch eher ein Mord? Jupp macht sich direkt mit Inge und seiner Schwiegermutter Käthe auf Spurensuche.

Bei diesem Fall stößt Familie Backes nicht nur knie-, bein- und hüftmäßig an ihre Grenzen, sondern sie kommen noch mächtig ins Schwitzen. Denn Schwiegermutter Käthe schwebt auch noch als Geheimagentin über das Tanzparkett – ganz nach dem TV-Motto „Let´s dance“.

MEINUNG:

Ich habe mich sehr gefreut, dass es einen neuen Fall für die Familie Backes gibt und ich wieder nach Hirschweiler „reisen“ durfte.

Diesmal geht es um den argentinischen Tangolehrer Julie. Er ist neu im Dorf und hat dort die Tanzschüler übernommen. Eigentlich wurde er in der Dorfgemeinschaft sehr gut aufgenommen und jeder mochte ihn. Doch dann liegt tot an der Kellertreppe. Jupp ist schnell klar, dass es kein Unfall gewesen sein soll und so geht die Spurensuche los.

Es ist immer wieder herrlich zu lesen, was so alles in der Familie Backes passiert. Inge und Käthe sind meine heimlichen Favoriten der Geschichte. Ganz besonders die Oma mag ich sehr. Sie probiert wirklich vieles aus und findet sich für nichts zu alt. Das hält sie natürlich fit und jung.

Jupp gibt immer sein Bestes, auch wenn er manchmal in das ein oder andere Fettnäpfchen tritt. Die Abschnitte auf seiner Dienstelle lassen mich immer laut lachen.

Der Autor schafft es immer wieder, dass ich vom Alltag abschalten kann und einfach um mich herum die Welt vergesse. Wenn ich mit Inge, Jupp und Käthe auf Tätersuche gehe, dann kann ich um mich herum die Zeit vergessen.

Ich muss sagen, dass ich bei allen 3. Fällen nie geahnt habe wer der Täter ist und konnte so bis zum Schluss miträtseln. Oft bin ich am Ende dann doch sehr überrascht, weil ich damit gar nicht gerechnet habe. So macht Krimi lesen wirklich Spaß.

FAZIT:

Ich mag die humorvollen Krimis von Dany R. Wood. Sie lassen sich schnell lesen und man wird immer sehr gut unterhalten. Ich freue mich jetzt schon auf den 4. Teil und hoffe es wird nicht so lange dauern.

Veröffentlicht am 21.06.2020

Ein Hörbuch für die Seele

Pandatage
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INHALT:

Ein Jahr ist es nun schon her, dass Danny seine geliebte Frau durch einen Unfall verloren hat. Seit diesem Tag ist nichts mehr, wie es einmal war. Er verliert seinen Job, der Vermieter möchte ...

INHALT:

Ein Jahr ist es nun schon her, dass Danny seine geliebte Frau durch einen Unfall verloren hat. Seit diesem Tag ist nichts mehr, wie es einmal war. Er verliert seinen Job, der Vermieter möchte ihn aus der Wohnung werfen und sein Sohn Will spricht seit dem Unfall einfach nicht mehr.
Mit seinem letzten Geld kauft er sich ein billiges Pandakostüm, ein Ladenhüter welches schon bessere Zeiten gesehen hat. Damit möchte er tanzen und als Straßenkünstler sein Geld verdienen - doch Danny kann gar nicht tanzen….

Am Anfang macht er sich zum Gespött der Leute, bis er die Pole-Tänzerin Krystal kennenlernt. Durch ihre Hilfe lernt Danny tanzen und die Gelddose füllt sich immer mehr.
Als er eines Tages, als Pandabär verkleidet, beobachtet wie sein Sohn Will von anderen Jungen geärgert wird, greift er ein. Will fasst Vertrauen zu und fängt an zu sprechen….

MEINUNG:

Dieses Hörbuch legt man nicht so schnell zur Seite. Will und Danny wachsen einen direkt ans Herz und man möchte einfach nur hören, dass sie beide wieder glücklich werden. Der Sprecher Hendrik Duryn schafft es mit seiner Stimme den Hörer zu fesseln. Man spürt die Trauer von Will und Danny und ich hätte sie so oft gerne einmal in den Arm genommen. Ganz besonders Will, er tat mir so unwahrscheinlich leid.

Als Will das erste Wort spricht, war ich genauso baff wie Danny. Ich musste die Stelle zurückspulen, weil ich dachte, ich hätte mich verhört. Es hat mich sehr berührt, als Will zu dem Pandabären vertrauen fasst und nach und nach immer mehr erzählt. Er spricht über seine Trauer, über sein Verhältnis zur Mutter, die er so schmerzlich vermisst und auch über das Verhältnis zu seinem Vater. Da musste ich, genau wie Danny, ganz oft schlucken.

Aber auch die Nebencharaktere wie Wills Lehrer, Wills Freund Mo und Dannys Freund Ivan haben mir sehr gut gefallen. Ivan ist ein toller Freund, der Danny versucht zu unterstützen, wo er nur kann. Mo, ist Wills Sprachrohr und immer an seiner Seite. Ich war so froh, dass Will ihn als Freund hat. Und Herr Coleman war ein Lehrer, denn man sich nur wünschen kann. Er hat nicht weggeschaut und Will sehr unterstützt. Krystal möchte ich hier auch nicht vergessen. Sie tut zwar so taff und kommt manchmal etwas schroff rüber, aber hat eigentlich ein ganz weiches Herz.

FAZIT:

Ein Hörbuch, das von mir eine absolute Empfehlung bekommt. Es ist traurig, aber auch humorvoll. Genau die richtige Mischung! Und mit Hendrik Duryn als Sprecher, kann man bei einem Hörbuch eigentlich nichts falsch machen. Er schafft es, dass jede Person seine eigene Stimme bekommt.

Veröffentlicht am 09.06.2020

Das bisschen Quarantäne!

Dann bleiben wir eben zu Hause!
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KLAPPENTEXT

Hier schreibt Renate Bergmann, guten Morgen!
Das sind verrückte Zeiten, finden Se nicht? Keiner darf aus dem Haus, schon gar nicht wir alten Leute. Heute wäre unser monatlicher Geburtstagskaffee ...

KLAPPENTEXT

Hier schreibt Renate Bergmann, guten Morgen!
Das sind verrückte Zeiten, finden Se nicht? Keiner darf aus dem Haus, schon gar nicht wir alten Leute. Heute wäre unser monatlicher Geburtstagskaffee im Rentnerverein gewesen, den haben wir natürlich abgesagt. Mit anderthalb Metern Abstand versteht eh keiner was beim Unterhalten, und die Polonaise macht so auch keinen Spaß.

Aber mal ehrlich, man hat zu Hause doch immer was zu tun und man kann es sich ja schön machen. Früher nach dem Krieg mussten wir ja auch erfinderisch sein, und damals hatten wir noch kein Skeip für die Seniorengymnastik. Da fällt mir ein, ich muss noch die Teppichfransen kämmen. Und dann erzähle ich Ihnen, wie ich, Ilse und Kurt mit der Krise umgehen. Da können Se noch was lernen!

Ihre Renate Bergmann

MEINUNG:

Ich habe schon oft und viel von Renate Bergmann gehört, aber leider noch nichts von ihr gelesen. Das habe ich dann mit diesem kurzen Roman geändert.
Renate Bergmann lässt uns auf den wenigen Zeiten teilhaben, wie sie die Zeit erlebt und gibt dabei nützliche Haushaltstipps. Sie erklärt, was man in der Vorratskammer haben sollte und gibt einige Rezeptideen. Die Rezepte und die Zubereitung wurden mir aber zu ausführlich beschrieben. Das kam mir so ein bisschen wie „Lücken füllen“ vor. Sehr gut fand ich ihr „Denglisch“ wie zum Beispiel „Skeip“, „Wotzäpp“ oder auch „Finstergram“ – da musste ich schon ziemlich schmunzeln.

Genauso wie sie habe ich mich natürlich darüber gewundert, warum man so viel Toilettenpapier horten muss und warum man auf einmal Hefe und Mehl nicht mehr kaufen konnte. Haben in dieser Zeit die Leute auf einmal angefangen alle Brot zu backen? Und wenn ja „WARUM?“, die Bäcker hatten doch weiterhin geöffnet. Auch die Sache mit dem Toilettenpapier würde mich sehr interessieren. WAS macht man mit so viel Toi-Papier?

Abschließend kann ich Renate Bergmann nur zitieren:
„Wir müssen alle vernünftig sein und Einschränkungen hinnehmen, denn nur so geht es. Und wenn wir dabei, auch wenn wir auf Abstand bleiben müssen, doch zusammenhalten, dann kriegen wir das auch hin.“ (Vorwort)

FAZIT:

Für zwischendurch ist es ein ganz netter Roman, den man schnell gelesen hat, da er nur 80 Seiten hat. Mich hat er auf jeden Fall dazu ermutigt, mir einmal die anderen Romane von ihr anzuschauen.

Veröffentlicht am 05.06.2020

Ein löwenstarkes Mutmachbuch

Kleiner Löwe, großer Mut
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INHALT:

Ich bin ein Löwe, also brüll ich!

Tobe ist eigentlich ein ganz gewöhnlicher Löwe. Er hat eine blonde Löwenmähne und spitze Löwenzähne, doch einen kleinen Unterschied gibt es. Tobe hat durch einen ...

INHALT:

Ich bin ein Löwe, also brüll ich!

Tobe ist eigentlich ein ganz gewöhnlicher Löwe. Er hat eine blonde Löwenmähne und spitze Löwenzähne, doch einen kleinen Unterschied gibt es. Tobe hat durch einen Unfall ein Bein verloren. Er möchte aber trotzdem alle Dinge machen, die kleine Löwen lieben: um die Wette brüllen, Fangen spielen und Wasserbomben machen. Doch seine Freunde behandeln ihn auf einmal anders. Tobe beschließt es allen zu beweisen. Er muss nicht geschont werden, sondern ist immer noch ein mutiger Löwe.

"Geht doch!", sagt der kleine Löwe Tobe, als seine Freunde endlich einsehen, dass er immer noch derselbe ist. Gemeinsam mit der Autorin Carolin Helm erzählt Tom Belz, der im Alter von 8 Jahren sein linkes Bein an Knochenkrebs verlor, eine Geschichte, die Kindern Mut macht – ganz besonders jenen, deren Lebenssituation sich ganz plötzlich verändert. Alexandra Helm hat Tobes Geschichte einfühlsam und humorvoll illustriert.

MEINUNG:

„Kleiner Löwe, großer Mut“ ist ein Kinderbuch, das auch mir sehr gut gefallen hat. Mit einer tollen Leichtigkeit wird hier die Geschichte von Tobe erzählt. Auch wenn er sein Bein verloren hat, möchte er einfach ganz normal behandelt werden. Es ärgert ihn, dass nun alle Freunde denken, sie müssten ihn schonen. Mit seinem besten Freund, dem Büffel, macht er sich auf den Weg um den höchsten Berg zu erklimmen.

Die Geschichte soll allen Kindern, die eine Behinderung haben, Mut machen nicht aufzugeben. Egal wie schwierig es vielleicht ist, es gibt immer einen Weg etwas zu schaffen. Aber auch gesunden Kindern vermittelt diese Geschichte sehr viel. Nur weil ein Kind oder auch ein Erwachsener ein Handicap hat, heißt es nicht, dass wir denjenigen schonen oder bemitleiden müssen.

Die Seiten wurden mit wunderschönen Illustrationen versehen, die von Alexandra Helm gezeichnet wurden.

FAZIT:

Durch die alltagsnahe Sprache und die farbenfrohen Bilder eignet sich das Bilderbuch zum Vorlesen für Kinder ab 4 Jahren, aber auch für ältere Kinder, um mit Ihnen über dieses wichtige Thema zu sprechen. Keiner sollte anders behandelt werden, nur weil er anders ist.

Veröffentlicht am 02.06.2020

Deutschland, wie wir es vielleicht noch nicht kannten

Gute Karten
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So haben wir Deutschland noch nie gesehen! Kennen wir unser Land wirklich?

»Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht« – Heines Nachtgedanken von 1844 dürften sicher auch ...

So haben wir Deutschland noch nie gesehen! Kennen wir unser Land wirklich?

»Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht« – Heines Nachtgedanken von 1844 dürften sicher auch heute noch vielen beim täglichen Blick auf die Nachrichten durch den Kopf gehen. Dabei hat sich in diesem Land viel geändert.

Tin Fischer und Mario Mensch haben Deutschland auf eine andere Art durchleuchtet. Auf über 100 Karten findet man skurriles, lustiges oder auch manche Sachen über die man wirklich nur schmunzeln konnte. Was macht dieses Land besonders und woran glauben wir Deutschen wirklich?

„Gute Karten“ fängt damit an, uns zu erklären, dass Deutschland aus zwei Gruppen besteht. Nämlich aus den Gruppen „Schina“ oder „Kina“. Da mussten wir schon das erste Mal schmunzeln.

Auf jeder Doppelseite erfährt man etwas Neues von Deutschland. Wo z.B. Deutschlands einsamste Insel liegt oder wie lange man in Brandenburg zu nächsten Apotheke unterwegs ist. Was kostet denn eigentlich so ein Kartoffelacker? Oder warum hat Deutschland Heine den nun um den Schlaf gebracht? Die Informationen sind nicht zu lang und trotzdem erfährt man alles was für diese Karte wichtig ist.

Uns hat es sehr viel Spaß gemacht im Buch zu stöbern und uns über die verschiedenen Karten zu unterhalten. Egal ob jung oder alt, wir haben alle etwas Neues dazu gelernt.

„Gute Karten“ beinhaltet über 100 Karten, die uns zum Schmunzeln und Staunen gebracht haben.