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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.09.2021

Helikopter-Eltern sind überall

Stellen Sie die Sirenen aus - mein Kind macht Mittagsschlaf!
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„Nach dem Nr.-1- Bestseller „Verschieben Sie die Deutscharbeit – mein Sohn hat Geburtstag!“ und „Ich muss mit auf Klassenfahrt – meine Tochter kann sonst nicht schlafen!“ kommt jetzt das Best-Of an neuen ...

„Nach dem Nr.-1- Bestseller „Verschieben Sie die Deutscharbeit – mein Sohn hat Geburtstag!“ und „Ich muss mit auf Klassenfahrt – meine Tochter kann sonst nicht schlafen!“ kommt jetzt das Best-Of an neuen Anekdoten von Erziehern, Lehrern, Ärzten – und Mitmenschen, die im Biosupermarkt schier verzweifeln.“

Helikopter-Eltern findet man immer und überall. Sie kreisen um ihre Kinder, damit sie wirklich alles mitbekommen und ihrem Kind helfen können. Das dies meistens ziemlich übertrieben ist, kann man in diesem Buch lesen. Da sollen die Erzieherinnen dem Kind am Ohrläppchen knappern oder Kameras im Kindergarten installieren, damit die Mama ihr Kind von zu Hause aus, ihr Kind beobachten kann. Der Teenie hat Verspannungen – da muss natürlich der Krankenwagen gerufen werden. Helikopter-Eltern haben immer Angst das ihrem Kind etwas passiert, dass ein Ereignis sie seelisch nicht verkraften. Diese Eltern sind so Übervorsorglich, dass sie die Realität oft aus dem Auge verlieren und ihre Mitmenschen damit in den Wahnsinn treiben.
Eltern, die ihr Kind „normal“ erziehen, bekommen nur ein Kopfschütteln und werden einfach nicht verstanden. Diese Eltern sind bei Übermüttern und -Vätern unverantwortlich und tun einfach nicht das Beste für ihr Kind.

Ich liebe ja diese Art von Büchern. Man kann immer wieder herzhaft lachen und oft den Kopf schütteln. Bei vielen Geschichten habe ich oft gedacht: „Das kann doch nicht ernst gemeint sein!“ Aber doch – solche Eltern gibt es wohl wirklich und das immer mehr. Da wird dem Kind der Schulranzen in die Schule getragen, die Noten werden mit der Lehrkraft diskutiert und das Kind ist natürlich der nächste Einstein. Ich kann es einfach nicht nachvollziehen. Wenn mein Kind eine schlechte Note hat, dann ist es eben so – dann wissen wir was noch einmal gelernt werden muss. Hat mein Kind sein Pausenbrot vergessen, dann hat es einfach Pech gehabt. Ja, ich bin wirklich eine Rabenmutter – und das gern.  Kinder müssen auch einmal Niederlagen einstecken, sie müssen sich das Knie aufschlagen und ungehindert in Pfützen springen dürfen.

Von mir gibt es auch für den 3. Teil eine Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 01.09.2021

Ziemlich turbulente Zeiten in Bella Italia

Ziemlich turbulente Zeiten
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INHALT

Ilona hat das Thema „Mann“ eigentlich schon für sich abgehakt – es waren einfach viel zu viele Fehlversuche. Als sie an einem Abend die falsche Menge Leckerreien für ihren Delikatessenladen bestellt, ...

INHALT

Ilona hat das Thema „Mann“ eigentlich schon für sich abgehakt – es waren einfach viel zu viele Fehlversuche. Als sie an einem Abend die falsche Menge Leckerreien für ihren Delikatessenladen bestellt, wird sie vom charmanten Biobauern Chris angerufen. Beide, etwas angeheitert, telefonieren ziemlich lange und erzählen sich so einiges. Als Chris Ilona dann auf eine Geschäftsreise in die Toskana einlädt, möchte sie lieber absagen. Hat sie sich bei ihrem Telefonat doch viel schlanker geschummelt, als sie in Wirklichkeit ist.

Doch ihre Freundinnen Anna und Zoe sind da ganz anderer Meinung. Kurzerhand wird eine Kurzreise gebucht und es geht auf eine turbulente Reise in den sonnigen Süden. Das diese Reise Ilonas Leben total auf den Kopf stellt, damit hat dann keiner gerechnet.

MEINUNG:

Ich habe mich sehr gefreut, wieder etwas von Ilona, Anna und Zoe zu lesen. Alle 3 kannte ich schon aus dem Roman „Ziemlich hitzige Zeiten“, indem man Anna begleiten darf. Dort habe ich die 3 Freundinnen schon sehr ins Herz geschlossen.

Nun geht es also um Ilona und Chris. Ich mag Ilona total – sie ist einfach eine Frau, die man gerne zur Freundin hätte. Ihren Delikatessenladen würde ich ja zu gerne einmal besuchen – es wäre bestimmt ein Genuss sich durch die ganzen leckeren Sachen zu schlemmen.
Die Geschichte mir ihr und Chris fand ich wirklich gelungen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, die beiden zu begleiten. Ganz besonders weil Ilona ja von einer Notlüge in die nächste geschlittert ist. Manchmal hätte ich ihr wirklich sehr gerne ins Gewissen geredet und ihr gesagt, dass sie einfach toll ist, so wie sie ist. Im Roman geht es auch noch um Anna und ihre Hochzeitsvorbereitungen. Beide Geschichten wurden sehr gut miteinander verbunden.

Die Autorin konnte mich mit dieser Geschichte auch wieder zu 100% überzeugen. Sie hat einen tollen Schreibstil, der einen einfach mitnimmt und man denkt, man gehört zu Anna, Ilona und Zoe dazu. Auch die Beschreibungen sind ihr so gut gelungen, dass man am liebsten mit den Dreien die Koffer gepackt hätte.

FAZIT

Auch diese Geschichte konnte mich rundum überzeugen. Gerne möchte ich noch mehr Geschichten der Freundinnen lesen. Vielleicht bekommt ja Zoe auch noch ihre eigene Geschichte.

Veröffentlicht am 17.08.2021

Endlich Papa! - Das erste Jahr mit Baby Felix

Papa – 1. Lehrjahr
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„Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr!“

INHALT

Nachdem er und seine Frau sehr lange einen unerfüllten Kinderwunsch hatten, ist ihr Traum nun endlich in Erfüllung gegangen. Nun ist der ...

„Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr!“

INHALT

Nachdem er und seine Frau sehr lange einen unerfüllten Kinderwunsch hatten, ist ihr Traum nun endlich in Erfüllung gegangen. Nun ist der kleine Erdenbürger endlich da und mit ihm schon die nächsten Herausforderungen und Fragen: „Was für ein Vater will ich eigentlich sein? Werden wir auch alles richtig machen?“ Der frischgebackene Vater stolpert nun durch den Alltag, mit immer neuen Fettnäpfchen, Fragen und verliebten Blicken. Er hat ständig Angst, dass er etwas falsch macht und sein Sohn ihn als Versager kennenlernen wird.

Dieses Buch lässt uns am ersten Jahr mit Baby teilhaben. Wir erleben mit ihm und seiner Frau die ersten Verwandtenbesuche, Kinderkrankheiten und viele weitere Katastrophen.

MEINUNG

Ich habe das junge Paar schon im ersten Teil „Mach mir´n Kind“ kennengelernt und wollte natürlich nun wissen, wie das erste Jahr mit dem kleinen Felix verläuft. Lange haben sie auf ihn gewartet und ihm ersten Teil hat man schon gelesen, dass der junge Vater von einer Katastrophe und von einem Fettnäpfchen ins nächste schlittert. Was passiert dann wohl alles, wenn das Baby erst einmal da ist.

Klar will er alles richtig machen und möchte ein „Superdad“ werden. Aber geht das überhaupt? Kann man sein Kind vor allem beschützen? Und wie schafft man es, dass es endlich aufhört zu schreien?
„Papa – 1. Lehrjahr“ ist wieder aus der Sicht des Vaters geschrieben, was mir sehr gut gefallen hat. Ich hatte ja gehofft, dass man nun endlich einmal die Namen erfährt, aber da halten die Eltern sich weiterhin sehr bedeckt. Auch wenn es eigentlich keine Rolle spielt, so fand ich es doch etwas schade.

In diesem Buch erfährt man aber nicht nur, wie sich das junge Paar als Eltern schlägt, sondern man bekommt auch so einige Tipps und Tricks mit an die Hand. Ich fand es einfach toll, wie sehr er sich bemüht hat, seinem Sohn und seiner Frau gerecht zu werden. Felix hätte er am liebsten in Watte gepackt und hat wirklich für jedes Problem eine Lösung gefunden. Wie viele Stunden er wohl im ersten Lebensjahr von Felix im Internet verbracht hat.  Seiner Frau hätte er am liebsten jede Sorge abgenommen und sie auf Händen getragen. Es war wirklich schön zu lesen, wie fürsorglich er ist – auch wenn er oft über das Ziel hinausgeschossen ist.

Das Buch wurde mit einem schmunzeln im Gesicht gelesen und oft dachte ich mir: „JA, die Situation kommt dir bekannt vor.“

FAZIT

Wer Kinder hat wird sich in diesem Büchlein oft wiederfinden. Wer noch keine Kinder hat, der kann hier – auf humorvolle Art - nachlesen, was so alles auf einen zukommt. Nur weil das Kind nun auf der Welt ist, heißt es ja nicht, dass man jetzt alles wissen muss und alles kann. Elternsein ist ein Lernprozess an dem man – mit viel Freude und auch mal Frust – wächst.

Veröffentlicht am 13.07.2021

Sommer, Sonne, Urlaubsfeeling

Caipi, Küsse, Katastrophen
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Caipi, Küsse, Katastrophen ... Julias Undercover-Einsatz läuft vollkommen aus dem Ruder. Eine turbulente romantische Komödie mit Kreuzfahrt-Feeling und Fernweh-Garantie.

INHALT:

Heide Möhring war vor ...

Caipi, Küsse, Katastrophen ... Julias Undercover-Einsatz läuft vollkommen aus dem Ruder. Eine turbulente romantische Komödie mit Kreuzfahrt-Feeling und Fernweh-Garantie.

INHALT:

Heide Möhring war vor einem Jahr auf der Stella Maris, als sie spurlos verschwunden ist. Um herauszufinden was damals passiert ist, checkt die Journalistin Julia Undercover auf dem Kreuzfahrschiff ein. Doch es ist gar nicht so einfach zu recherchieren, wenn da so ein gutaussehender Sicherheitsoffizier ist, der einem einfach den Kopf verdreht. Hat er sogar etwas mit dem Verschwinden zu tun – es deutet alles darauf hin. Julia setzt alles daran, mehr von Ángel zu erfahren und riskiert dabei nicht nur ihre Deckung, sondern auch ihre Gefühle. Den Ángel, mit seinem südamerikanischen Charme, bringt ihre kühle, norddeutsche Fassade zum Schmelzen. Julia muss sich wirklich zusammenreißen, damit sie eine gute Story bekommt, sonst kann sie es vergessen, dass sie auf der Karriereleiter nach oben klettern kann. Als dann auch noch ihr Ex auf dem Schiff auftaucht ist das Chaos perfekt ….

MEINUNG:

Wenn ich mir draußen das Wetter so ansehe, dann kann man einfach nicht anders, als zu einem guten Buch zu greifen. Schön auf der Couch gemütlich gemacht und mit dem Buch den nichtvorhandenen Sommer genießen. Mir hat es wieder sehr viel Spaß gemacht auf der Stella Maris einzuchecken und mit ihr etwas Sommerfeeling zu genießen. Diesmal reisen für rund um Südamerika und lernen tolle Orte kennen.

Ich habe Julia direkt gemocht und konnte, genau wie ihre Freundin, nicht verstehen, was sie an ihrem Freund findet. Er hat sie doch nur ausgenutzt und als Betthäschen gebraucht. Das sie dann seine Reise antreten konnte, fand ich nur gerecht. Ich musste ja immer wieder schmunzeln, wie sie versucht hat an Informationen zu kommen und sich dabei nicht immer geschickt angestellt hat.

Julia lernt auf dieser Reise Cäcilie kennen und verbringt mit ihr die Tage auf dem Schiff. Cäcilie habe ich direkt gemocht und fand sie sehr sympathisch. Gemeinsam erleben sie so einige Abenteuer.

Ángel kennt man ja schon in den anderen Bänden kennen und hier habe ich mich gefreut, dass er nun an der Reihe ist und seine Geschichte bekommt.

Clara Gabriel schafft es immer wieder mich mit ihren Büchern zu verzaubern. Ihr Schreibstil ist so locker und leicht, dass man immer wieder durch die Seiten fliegt.

FAZIT:

Auch der dritte Band der Kreuzfahrtliebe hat mich wieder völlig in seinen Bann gezogen. Alle Urlaubsromane der Reihe können unabhängig voneinander gelesen werden. Ich kann sie wirklich nur empfehlen.

Veröffentlicht am 01.07.2021

Kindermund

Das Faultier bewegt sich wie Opa
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Die besten Kindersprüche – immer witzig, manchmal weise und (leider) oft wahr

„Ich kann nicht mehr laufen, ich habe Bauchweh. Weißt du, das ist Migräne.“ (Ronja, 4 Jahre alt)

Wer kennt die Sprüche der ...

Die besten Kindersprüche – immer witzig, manchmal weise und (leider) oft wahr



„Ich kann nicht mehr laufen, ich habe Bauchweh. Weißt du, das ist Migräne.“ (Ronja, 4 Jahre alt)

Wer kennt die Sprüche der lieben Kinder nicht, die einen lachen lassen oder bei denen man sich manchmal gerne im Mauseloch verstecken möchte. Kinder sind wahre Meister, wenn es darum geht einen Spruch loszulassen, bei dem man manchmal überlegt, wie das Kind nun darauf kommt. Ich liebe ja diese Art von Büchern.

Die Autorinnen Eva Dignös und Katja Schnitzel arbeiten bei der Süddeutschen Zeitung und haben die vielen Kindersprüche der Leser/innen gesammelt. Mit „Das Faultier bewegt sich wie Opa“ haben sie nun ein Buch herausgebracht, dass nicht nur witzig ist, sondern es sind auch noch einige Ratschläge für die Eltern enthalten. So wird z.B. auf die Frage: „Warum sind kleine Kinder immer so oft krank – und was Eltern dagegen tun können“, eingegangen. Oder man kann etwas über das Thema „Aufräumen“ lernen – wie lernen Kinder denn am besten aufräumen?
Für mich ein gelungenes Buch, bei dem man einfach einmal vom Alltag abschalten und herzhaft schmunzeln kann. Gerne hätte ich noch weiter in diesem Buch gelesen.
Die Tipps und Ratschläge waren zwar gut, aber ich hätte sie nicht wirklich gebraucht. Hätte man sie weggelassen und dafür noch mehr Kindersprüche aufgeschrieben, dann wäre das Buch einfach perfekt gewesen.

„Mama, du musst in deiner Mitte bleiben. Arbeite doch heute einfach nicht.“ (Quentin, vier Jahre) - Wenn es doch manchmal so einfach wäre.
Mit diesem schönen Spruch möchte ich meine Rezi beenden und einfach einmal „in meiner Mitte bleiben“.