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Veröffentlicht am 25.10.2019

Wache 21 bekommt weibliche Unterstützung

Hearts on Fire
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INHALT:

Die Köchin Marie tauscht ihren Kochlöffel und die Kochschürze gegen Feuerwehrhelm und Atemschutzmaske. Nach ihrer Feuerwehrausbildung wird sie auf die Münchener Wache 21versetzt. Nun heißt es:

Retten ...

INHALT:

Die Köchin Marie tauscht ihren Kochlöffel und die Kochschürze gegen Feuerwehrhelm und Atemschutzmaske. Nach ihrer Feuerwehrausbildung wird sie auf die Münchener Wache 21versetzt. Nun heißt es:

Retten – Bergen – Löschen – Schützen!

Von ihren Kollegen wird sie mit offenen Armen empfangen, doch Wachleiter Schiller ist nicht begeistert. Ausgerechnet in seiner Amtszeit, muss eine Frau auf seine Wache ziehen! Was wollen Frauen bei der Feuerwehr – einer Männerdomäne?
Marie wird vor einige Herausforderungen gestellt und muss sich oft etwas von Schiller anhören. Als sie sich dann auch noch in ihren Kollegen Simon verliebt, wird es wirklich brenzlig.

„Hearts on fire – Marie“ ist der vierte Teil der Montlake Romance-Reihe. Jeder Teil wurde von Top-Autoren geschrieben und sie können unabhängig voneinander gelesen werden.

Reihe:

1. Hearts on Fire – Jonah (Johanna Danninger)
2. Hearts on Fire – Erik (Frieda Lamberti)
3. Hearts on Fire – Vincent (Greta Milán)
4. Hearts on Fire- Marie (Friedrich Kalpenstein)
5. Hearts on Fire – Leo ( Emily Bold) November 2019

MEINUNG:

Ich kenne die ersten drei Teile noch nicht, aber das war auch gar nicht schlimm. Man kann die Teile wirklich toll ohne Vorkenntnisse lesen. Da ich schon Bücher von Friedrich Kalpenstein kenne, wusste ich, dass ich mit diesem Buch nichts falsch machen konnte.
Gespannt machte ich mich ans Lesen und konnte nicht mehr aufhören. Marie hat mir wirklich gut gefallen. Sie beißt sich da durch und lässt sich von Schiller nichts gefallen.

Schiller mag ich gar nicht. Er war mir von Anfang an unsympathisch und das hat sich leider durch das ganze Buch gezogen. Marie hatte es wirklich nicht leicht mit ihm. Gott sei Dank waren ihre Kollegen nicht vom alten Schlag und haben Marie nett aufgenommen. Natürlich kommen da auch einmal „dumme“ Sprüche oder Streiche, aber die steckt Marie ganz gut weg. Sie ist halt umgeben von Männern, da gehört das einfach dazu. Ihre Kollegen fand ich alle sehr toll. Egal ob Vincent, Erik, Leo, Jonah, Simon oder Bärli. Von Bärli würde ich sehr gerne auch noch mehr lesen, den fand ich einfach klasse. Toll fand ich auch Maries Freundin Heidi. Die zwei sind so unterschiedlich und passen doch so gut zusammen.

Das sich Simon und Marie ineinander verlieben, ist natürlich auf so einer Wache nicht einfach. Ich musste ständig an Schiller denken: „Wenn er das erfährt, macht er Marie das Leben zur Hölle!“

Einen Kritikpunkt habe ich aber leider. Der Schluss war mir zu schnell und zu offen. Es sind leider doch einige Fragen offen geblieben. Jetzt hoffe ich, dass sie in Band 5 irgendwie beantwortet werden.

FAZIT:

Der Schreibstil von Friedrich Kalpenstein ist wie immer leicht, locker und mit einer Prise Humor. Genau die richtige Mischung zum Abschalten und in neue Welten eintauchen. Ich war sehr gerne mit Marie auf der Wache und bei den Einsätzen. Jetzt werde ich mir auch noch die anderen Teile genauer anschauen, denn die Wache 21 ist mir schon etwas ans Herz gewachsen.

Veröffentlicht am 04.10.2019

Neues von den Helikopter-Eltern

Ich muss mit auf Klassenfahrt - meine Tochter kann sonst nicht schlafen!
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Inhalt:


Lena Greiner und Carola Padtberg haben mit „Ich muss mit auf Klassenfahrt – Meine Tochter kann sonst nicht schlafen“ wieder einiges aus dem Leben von Helikopter-Eltern aufgeschrieben.

Eltern ...

Inhalt:


Lena Greiner und Carola Padtberg haben mit „Ich muss mit auf Klassenfahrt – Meine Tochter kann sonst nicht schlafen“ wieder einiges aus dem Leben von Helikopter-Eltern aufgeschrieben.

Eltern die wegen Lappalien die Notaufnahme blockieren, die den Speiseplan der Schul-Mensa diktieren oder in der Kita eine vorgewärmte Klobrille fordern: Helikopter-Eltern gehen ihrer Umwelt gehörig auf die Nerven.


Lesen sie hier neue Anekdoten aus dem Helikopter-Wahnsinn!


Meinung:


Ich war wirklich sehr gespannt auf den 2. Teil der Helikopter-Eltern und bin nicht enttäuscht worden. Es gibt wieder ziemlich viele skurrile und humorvolle Geschichten rund um die Eltern, die ständig um ihre Kinder kreisen. Ganz ehrlich: „Ich bin gerne eine „Rabenmutter“, wenn ich mir das hier so durchlese. Meine Kinder dürfen Kind sein, sie dürfen sich dreckig machen, auch mal aus der Rolle fallen und ihre Kindheit und Jugend genießen. Natürlich haben sie auch Regeln die eingehalten werden müssen, und sie wissen auch ganz genau, dass es einmal Ärger geben kann, wenn sie sich nicht daran halten. Aber wir waren doch alle einmal jung und haben Blödsinn gemacht. Solange sie ihren Mitmenschen freundlich gegenübertreten, höflich sind und niemanden schaden, ist doch eigentlich alles gut.


Wir Eltern wollen alle das Beste für unsere Kinder, aber wir sollten sie nicht überbehüten. Kinder dürfen Fehler machen und sie müssen mit ihrem Fehlverhalten konfrontiert werden. Nur so kann ein Kind selbstständig werden. Ich kann mein Kind nicht 24/7 beschützen und ihm alles hinterher tragen.

Beim Lesen habe ich mich dann ob gefragt: „Warum braucht ein Kind eine vorgewärmte Klobrille oder muss im Mutterleib schon vaginal mit klassischer Musik beschallt werden?“ Letzteres hat mich wirklich fassungslos zurückgelassen und ich musste das Gerät googeln, damit ich mit eigenen Augen sehen kann, dass es sowas wirklich gibt. Ich wollte es einfach nicht glauben.


Das Buch ist in viele Kapitel eingeteilt, die von der Schwangerschaft bis ins Erwachsenen-Alter reichen.


Fazit:


Wieder ein kurzweiliger Lesegenuss bei dem man lachen, staunen und den Kopf schütteln konnte.

Veröffentlicht am 03.10.2019

Die Kramer-Kinder

Die Kramer-Kinder
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INHALT:

Nina Kramer ist 19 Jahre alt und hat nach dem Tod ihrer Eltern die Verantwortung für ihre vier Geschwister übernommen. Neben dieser Verantwortung macht sie gerade eine Lehre zur Erzieherin. Alles ...

INHALT:

Nina Kramer ist 19 Jahre alt und hat nach dem Tod ihrer Eltern die Verantwortung für ihre vier Geschwister übernommen. Neben dieser Verantwortung macht sie gerade eine Lehre zur Erzieherin. Alles nicht ganz einfach, doch ihr Bruder Dennis (15), die Zwillinge Charlotte und Johanna (fast 10) helfen ihr tatkräftig im Haushalt und bei der Betreuung des kleinen Theo (3).
Ihr Leben verläuft gut, doch dann gibt der zuständige Sachbearbeiter Pit kurzfristig den Fall „Kramer-Kinder“ ab und die neue Mitarbeiterin schaut sich die Familie ganz genau an. Frau Hundsdorf-Oberhenner sieht ziemlich streng und das Zusammenleben der Geschwister ist in Gefahr.
Wird es Nina gelingen, die Familie weiterhin zusammenzuhalten?

MEINUNG:

„Die Kramer-Kinder“ ist der Debütroman von Lisa Brandt. Die Autorin ist zweifache Mutter und selbstständige Tagesmutter. Das Muttersein und die Arbeit mit Kindern hat sie inspiriert dieses Kinderbuch zu schreiben.

Nina ist wirklich eine sehr taffe junge Frau, die mit ihren 19 Jahren eine sehr große Aufgabe übernommen hat. In diesem Alter auf 4 Geschwister aufzupassen und die Verantwortung zu übernehmen – Hut ab!
In der Geschichte merkt man sehr schnell, dass die Geschwister sehr zusammenhalten und immer füreinander da sind. Mit Pit haben sie einen Sachbearbeiter an der Seite, der sie unterstützt soweit er kann. Doch dann kommt Frau Hundsdorf-Oberhenner und wir haben alle direkt gedacht: „Oje, das wird nicht gut gehen!“ Doch ist die neue Sachbearbeiterin wirklich so streng wie sie aussieht?

Ein schönes Kinderbuch über Zusammenhalt, Familie und das Leben ohne Eltern. Da das Buch nicht so viele Seiten hatte, musste die Geschichte natürlich ziemlich kurz gefasst werden. Wir hätten gerne noch mehr gelesen und dann auch mit mehr Gegenwind und einer Frau Hundsdorf-Oberhenner, die wirklich zum „Probleme“ wird. Dass es im wahren Leben nicht so ablaufen wird, dass haben meine Kinder, mit denen ich es gelesen habe, sehr schnell verstanden.

ZITAT:

Uns hat das Buch einige schöne Stunden bereitet, bei denen wir mit den Kramer-Kindern mitgefiebert haben. Etwas mehr Seiten, hätten dem Buch mehr Spannung gegeben, die hier leider gefehlt hat. Uns ging leider alles viel zu reibungslos.

Veröffentlicht am 24.09.2019

Elfe Malve in der Menschenwelt

Malve will keine Elfe sein
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KLAPPENTEXT:


Endlich Blütenferien!


Die Schüler des Elfeninternats Albenheim sind ganz aus dem Häuschen. Nur Malve hat überhaupt keine Lust auf Ferien und das bevorstehende Apfelblütenfest. Den ganzen ...

KLAPPENTEXT:


Endlich Blütenferien!


Die Schüler des Elfeninternats Albenheim sind ganz aus dem Häuschen. Nur Malve hat überhaupt keine Lust auf Ferien und das bevorstehende Apfelblütenfest. Den ganzen Tag Tanzen und Singen … Puh! Viel lieber träumt sie davon, ein Menschling zu sein. In diesen Ferien will Malve es endlich wagen und versuchen, ein Menschenkind kennenzulernen. Doch die kleine Elfe ahnt nicht, welche Pläne ihre Eltern haben. Und dass bald alles ganz anders kommen wird als gedacht.


MEINUNG:


Wir fanden Malve einfach toll und konnten am Anfang gar nicht verstehen, warum sie keine Elfe sein möchte. Elfe sein muss doch toll sein – fliegen und zaubern können, wer mag das nicht? Doch schnell wurde uns klar, dass Malve eben keine typische Elfe ist. Sie ist nicht besonders toll im Zaubern, mag das Gärtnern in der Gärtnerei ihrer Eltern überhaupt nicht und ist eigentlich auch viel zu groß für eine Elfe. Malve würde viel lieber die Menschenwelt kennenlernen und freut sich sehr, dass sie in den Blütenferien eine Menschenschule besuchen darf. Eigentlich wollen ihre Eltern sie damit zur Vernunft bringen. Doch heimlich freut sich Malve auf diese tolle Gelegenheit.


In Alma findet Malve direkt eine tolle Freundin, mit der sie sogar Spaß in der Garten-AG hat. Doch es ist gar nicht so einfach, zu verheimlichen das man eine Elfe ist. Gerade wenn man eine Freundin gefunden hat und sie eigentlich gar nicht anlügen möchte. Malve ist ziemlich oft in einer Zwickmühle, muss hier und da zu einer Notlüge greifen. Ob das auf die Dauer wirklich gut geht?


Heike Abidi hat hier ein sehr schönes Kinderbuch über Freundschaft und Anders-sein geschrieben. Malve ist taff und geht ihren Weg, auch wenn es vielleicht nicht der Weg einer Elfe ist. Malve ist eine wirklich zauberhafte Elfe, die auf kindgerechter Weise zeigt, dass man an sich selbst glauben soll und seinen eigenen Weg geht.


FAZIT:


Die Autorin schafft es immer wieder und mit ihren Büchern zu begeistern.

Veröffentlicht am 09.09.2019

Angefangen und nicht mehr aufgehört zu lesen

Laufe Lebe Liebe
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INHALT:


Ein verschütteter Kaffee und ein verlorenes Handy zwingen Ella zu einem Wettlauf mit der dreizehnjährigen Milly. Dabei erwacht etwas in ihr, von dem sie glaubte, es vor acht Jahren verloren zu ...

INHALT:


Ein verschütteter Kaffee und ein verlorenes Handy zwingen Ella zu einem Wettlauf mit der dreizehnjährigen Milly. Dabei erwacht etwas in ihr, von dem sie glaubte, es vor acht Jahren verloren zu haben.

Sie lässt das Mädchen zu einem Teil ihres Lebens werden, auch wenn ihre innere Stimme sie davor warnt. Ella lernt Millys Vater Tom und ihren Onkel Lias kennen. Tom schleicht mehr wie ein Geist durch die Wohnung und ist nur körperlich anwesend und Lias Blick verrät, dass er Ellas Geheimnis kennt, dass sie vor 8 Jahren so aus der Bahn geworfen hat.


Doch wie wird Lias reagieren, wenn er wirklich die ganze Wahrheit erfährt? Und wird Tom wieder Teil der Familie werden, oder bleibt er in seiner eigenen kleinen Welt? Und dann ist da ja auch noch Milli, die früher einen großen Traum hatte - wird sie mit Ellas Hilfe diesen Traum wahr machen?


Ein Buch über die Liebe, das Leben und Freundschaft.


MEINUNG:


2 Leben – 2 Geschichten – und doch so viele Gemeinsamkeiten.


Ella hat sich vor 8 Jahren in ihr Schneckenhaus zurückgezogen und will eigentlich niemanden mehr an sich heranlassen. Doch dann kommt Milly! Sie platzt wie ein Wirbelwind in ihr Leben und lässt nach und nach die Mauern, die Ella um sich errichtet hat, zerbröckeln. Natürlich trägt ihr Onkel Lias auch etwas dazu bei. Millys Vater Tom konnte ich am Anfang nicht so einschätzen. Ihn hätte ich gerne an die Hand genommen und ihm gesagt, dass er sich dringend Hilfe holen muss.


Wenn die Schuldgefühle einen nicht mehr Leben und Lieben lassen.


Das Buch hat mich von der ersten Seite so in den Bann gezogen, dass ich es kaum aus der Hand legen wollte. Ich wollte unbedingt wissen, was Ella so bedrückt und wie es bei ihr weitergeht. Gerade weil man immer nur nach und nach erfährt, was Ella so aus der Bahn geworfen hat.

Ich habe auf jeder Seite mitgefiebert und hätte Luftsprünge machen können, als Ella und Milly morgens angefangen haben zu joggen. Da dachte ich nur „Endlich platzt der Knoten! Jetzt kann es nur noch bergauf gehen!“


Die Autorin hat es geschafft, dass ich mitgefiebert habe, dass ich traurig war und auch schmunzeln konnte. Aber sie hat mich auch oft verwirrt und ich musste beim Lesen wieder umdenken. Ganz besonders beim „Prolog“. Da habe ich lange Zeit nicht gewusst, ob es jetzt Ellas oder vielleicht doch Millys Geschichte ist. Es hätte wirklich zu Beiden gepasst. Mir hat das gut gefallen, so ist der Spannungsbogen bei mir oben geblieben.


„Laufe Lebe Liebe“ ist kein normaler Liebesroman. In ihm steckt so viel mehr. Es erzählt von Trauer, vom Leben und von Freundschaft,die man ganz dringend braucht, wenn die Trauer einen nicht mehr leben lässt.


FAZIT:


Ein sehr berührendes Buch, das mich bis zur letzten Seite gefesselt hat.