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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.12.2017

Mein Highlight 2017 - ein toller Debütroman

Affections 1: Barfuß durch die Nacht
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INHALT:

Rachel ist Sachbearbeiterin, lebt noch bei ihren Eltern und ist eigentlich eine graue Maus. Das ändert sich aber schnell, als sie bei einer Kundenbefragung Connor kennen lernt. Connor ist ein ...


INHALT:

Rachel ist Sachbearbeiterin, lebt noch bei ihren Eltern und ist eigentlich eine graue Maus. Das ändert sich aber schnell, als sie bei einer Kundenbefragung Connor kennen lernt. Connor ist ein Badboy, arbeitet im Club und zieht sich dort jeden Abend aus. Für ihn gehören andere Frauen, Alkohol und Drogen zum Alltag. Und doch hat er auch eine andere Seite, wenn er mit Rachel zusammen ist. Er schreibt ihr liebevolle Notizen, bringt ihr das Frühstück ans Bett und geht stundenlang mit ihr spazieren.

Rachel ist in einem Zwiespalt. Sie liebt ihn und möchte die Zeit mit ihm verbringen, aber hasst es, wenn er jeden Abend von anderen Frauen angehimmelt und angefasst wird. Dann noch die Drogen und der Alkohol. Das passt einfach nicht zu Rachels früheren Leben und doch genießt sie die neue Freiheit. Doch was ist sie bereit, für diese Liebe zu geben, ohne sich selbst zu verlieren? Kann sie Connor helfen, auch wenn er gar keine Hilfe möchte?

MEINUNG:

Dieser Debütroman geht unter die Haut und war viel zu schnell gelesen.

Die Entwicklung von Rachel fand ich auf der einen Seite gut, aber auf der anderen Seite auch gefährlich. Sie grenzt sich endlich von ihren Eltern ab und ist keine graue Maus mehr. Aber kann sie dem Alkohol und den Drogen standhalten oder lässt sie sich in diesen Sog ziehen?

Connor ist ein Badboy wie er im Buche steht. Ihm ist man direkt verfallen und ich konnte Rachel sehr gut verstehen. Man muss diesen Mann, mit der harten Schale und dem weichen Kern, einfach lieb haben. Connor ist auf der einen Seite der Mann, den die Frauen anhimmeln und der diese Bestätigung braucht. Aber wenn er mit Rachel zusammen ist, kann er auch sehr sensibel und liebevoll sein.

Katie Kling hat es mit diesem Buch geschafft mich zu fesseln und zu begeistern. Ich bin in die Geschichte abgetaucht, habe mit beiden mitgelitten und gelacht. Ich habe Zeit und Raum vergessen und wollte einfach wissen, ob die beiden eine gemeinsame Zukunft haben?

Nun freue ich mich auf Teil 2, der 2018 veröffentlich wird!

FAZIT:

Für mich ein Highlight 2017!

Veröffentlicht am 08.12.2017

„Schon wieder Weihnachten? Das kann doch gar nicht sein! Ich bin ÜBERHAUPT nicht vorbereitet!“

Weihnachten kommt immer so plötzlich!
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INHALT:

Dieses Survival- Buch ist für alle, bei denen Weihnachten immer so plötzlich vor der Tür steht. Es bietet kleine Hilfestellungen für alle Situationen in der Weihnachtszeit.

Aus dem Inhalt:

Checkliste
Wunschzettel ...

INHALT:

Dieses Survival- Buch ist für alle, bei denen Weihnachten immer so plötzlich vor der Tür steht. Es bietet kleine Hilfestellungen für alle Situationen in der Weihnachtszeit.

Aus dem Inhalt:

Checkliste
Wunschzettel zum Heraustrennen
schnelle Plätzchenrezepte (inkl. Verpackungstipps zum Verschenken)
Adventskalender Zahlenaufkleber
Ungewöhnliche Wahrheiten über Weihnachten
und viele, vieles mehr

MEINUNG:

Ob es der Adventskalender ist, die Wunschzettelliste zum Heraustrennen, oder kleine Deko Ideen - in diesem Buch findet man für jede Gelegenheit etwas, was schnell hergestellt werden kann.

Die Ideen sind alles sehr modern und in dezenten Farben gehalten. Die typischen Weihnachtsfarben oder auch Dekorationen findet man in diesem Buch nicht. Aber ich denke, davon gibt es ja auch schon genug Bücher.

Leider hat mich das Kapitel "Auf die Plätzchen, fertig los" enttäuscht.Hier habe ich mit 1-3 schnellen Plätzchenrezepten gerechnet, aber leider findet man hier keins.
Am Besten haben mir die ungewöhnlichen Wahrheiten über Weihnachten gefallen, oder die nette Weihnachtsgeschichte.

Die Ideen zum Basteln waren alle sehr schön und vielleicht werde ich mit meinen Kids in der Adventszeit noch das ein oder andere umsetzen. Selbstgebastelte Geschenke kommen bei den Großeltern doch immer gut an.

Da ich das Buch nur als Ebook hatte, kann ich leider nicht sagen, wie gut die Vorlagen sind!

FAZIT:

Eine schönes Buch für Eilige oder Welche, die nicht gerne stundenlang etwas basteln.

Veröffentlicht am 08.12.2017

Kurzweiliger Lesespaß für die Badewanne

Ein Einhorn taucht unter
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NHALT:


Überall Glitter, Wölkchen und Einhörner – Einfach schrecklich!

Stefan ist nur noch genervt von diesem ganzen Glitzer, Bonbon- Duft
und den Einhörnern. Er weiß einfach nicht, was Julia an diesem
kitschigen ...

NHALT:


Überall Glitter, Wölkchen und Einhörner – Einfach schrecklich!

Stefan ist nur noch genervt von diesem ganzen Glitzer, Bonbon- Duft
und den Einhörnern. Er weiß einfach nicht, was Julia an diesem
kitschigen Kram findet. Stefan hat einen mörderischen Plan und den will er nun in die Tat umsetzen. Nur noch einmal diesen ganzen Kitsch mitmachen ...

Doch auch seine Frau Julia ist genervt von ihrem Mann, wie er da so in der Wanne liegt und wie ein kleines Kind mit dem Schaum spielt. Auch sie hat einen Plan und muss nur noch einmal lächeln, wenn sie zu Stefan ins Bad geht.

Wasserfest und spannend – so wie alle Badebücher der Edition Wannenbuch


MEINUNG:


Für mich war es das erste Wannenbuch, aber bestimmt nicht das Letzte. Ein Buch, bei dem man einfach keine Angst haben muss, wenn es doch einmal nass werden sollte. Denn die Badebücher sind wasserfest und dürfen auch gerne einmal ein Schaumbad nehmen.

Über den Inhalt möchte ich hier nichts schreiben denn das würde einfach zu viel verraten. Claudia Puhlfürst hat es geschafft, auf gerade einmal 8 Seiten eine spannende und humorvolle Geschichte mit einem unerwarteten Ende zu schreiben.


FAZIT:


Perfekt für alle Leseratten, die auch in der Badewanne nicht auf eine kleine Geschichte verzichten möchten.

Veröffentlicht am 08.12.2017

Briefe einer Sternenkindmama

Die kleinen Sterne leuchten immer - Briefe einer Sternenkindmutter
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INHALT:

Liebe Mama, wenn du wüsstest, wie oft ich an dich denke und wie ich die Gedanken an dich und das, was du mir beigebracht hast, wie einen Schatz in mir hüte und bewahre.

Maya schreibt ihrer verstorbenen ...

INHALT:

Liebe Mama, wenn du wüsstest, wie oft ich an dich denke und wie ich die Gedanken an dich und das, was du mir beigebracht hast, wie einen Schatz in mir hüte und bewahre.

Maya schreibt ihrer verstorbenen Mutter immer wieder Briefe, um ihr so nahe zu sein und die Erinnerungen an sie lebendig zu halten. Als sie und ihr Mann erfahren, dass ihre ungeborene Tochter nicht lebensfähig ist, stehen sie vor der schwierigsten Entscheidung ihres Lebens. Sollen sie ihr Kind abtreiben oder die Natur entscheiden lassen?

Maya und Torben entscheiden sich gegen einen Abbruch, obwohl sie wissen, dass sie ihre Tochter nicht lange bei sich haben werden.
Ihre Ängste, Trauer und Wut, aber auch die schönen Momente, verarbeitet Maya in den zahlreichen Briefen an ihre Mutter.

MEINUNG:

Liebe Mama, letztens ist mir ein Sprichwort wieder eingefallen, das du mir vor langer Zeit in mein Poesiealbum geschrieben hast: Die kleinen Sterne leuchten immer, während die große Sonne oft untergeht. Bitte gib Mariella einen Kuss von mir, ich habe euch lieb.

Dieses Buch berührt natürlich von der ersten Seite an. Man leidet, trauert und weint mit Maya und Torben.

Das Buch steckt voller berührender Briefe, die einem unter die Haut gehen und einen immer wieder mitfühlen lassen. Maya und Torben sind für mich 2 ganz starke Personen. So einen Schicksalsschlag zu erleben ist wirklich schlimm. Ich fand es wahnsinnig toll, wie beide damit umgegangen sind. Natürlich waren da auch oft Zweifel, aber man hat auch gespürt, wie sehr sie die kleine Mariella lieben.

Die Zeit, als sie ihren kleinen Stern lebend erleben durften, war ohne Taschentücher einfach nicht lesbar. Auch jetzt fällt es immer noch schwer darüber zu schreiben, ohne kräftig schlucken zu müssen.
Das Buch beschreibt nicht nur die Zeit vor der Geburt und die Zeit, in der sie die Kleine haben, sondern auch die Zeit danach. Die Trauer und das Auseinandersetzen mit dem Tod. Man darf lesen, dass sie eine zweite, gesunde Tochter bekommen. Man erlebt aber auch hier noch einmal die Angst mit, ob wirklich alles gut geht. Maya fällt es sehr schwer, den Verlust zu akzeptieren und verliert sich in ihrer Trauer, aus der sie auch die zweite Tochter Lara erst einmal nicht herausholen kann.

Tanja Wenz hat diese Zeit sehr gut und lebhaft geschrieben, dass ich mit jeder Seite bei der Familie war und ihre Wut und Trauer miterlebt habe. Normalerweise schreibt sie Kinder- und Jugendbücher. „Die kleinen Sterne leuchten immer“ ist allerdings für Erwachsene und angelehnt an die Geschichte einer befreundeten Familie. Es ist ihr wirklich sehr gut gelungen!

FAZIT:

Ein Buch voller Emotionen. Es berührt das Herz und man sollte die Taschentücher bereit legen.

Veröffentlicht am 06.11.2017

Die Gefühle fahren Achterbahn

Ginny Moon hat einen Plan
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INHALT:

Ginny Moon ist ein besonderes Kind. Sie ist 14 Jahre alt, liebt Michael Jackson und ist Autistin. Ginny braucht ihre festen Rituale und wenn sie morgens nicht genau 9 Weintrauben frühstücken ...

INHALT:

Ginny Moon ist ein besonderes Kind. Sie ist 14 Jahre alt, liebt Michael Jackson und ist Autistin. Ginny braucht ihre festen Rituale und wenn sie morgens nicht genau 9 Weintrauben frühstücken kann, droht der Tag in einer Misere zu enden. Sie lebt bei ihren dritten Pflegeeltern und hat dort ein Zuhause gefunden.
Doch Ginny hat eigene Vorstellungen von ihrem Leben und lebt nach ihrer eigenen Logik. Obwohl ihre leibliche Mutter sehr gefährlich ist, möchte Ginny sie unbedingt finden und setzt alles daran, mit ihr Kontakt aufzunehmen. Sie nimmt Verfolgungsjagden mit der Polizei oder ihre eigene Entführung in Kauf, nur um ihre Mutter und ihre Babypuppe, die sie sehr vermisst, zu finden.

MEINUNG:

Ich war wirklich sehr gespannt auf dieses Buch, sind wir doch auch Pflegeeltern und kennen die Problematiken, die mit einem Pflegekind entstehen können.

Ginny habe ich direkt in mein Herz geschlossen und hätte sie am liebsten selbst aufgenommen. Durch ihren Autismus ist es natürlich noch etwas schwerer sie zu verstehen und mit ihr zu leben. Bei Ginny läuft alles nach Plan und es darf wirklich nichts dazwischen kommen. So wird sie z. B. schon sehr nervös, wenn sie mal nicht um 9 Uhr ins Bett gehen kann. Ginny braucht ihre Rituale, ihre 9 Weintrauben und ganz besonders ihre Babypuppe. Um die hat sie sich schließlich immer gekümmert,
als sie noch bei ihrer Mutter Gloria gelebt hat.

Die Babypuppe nimmt einen großen Stellenwert bei Ginny ein und sie ist richtig verzweifelt, dass sie ihr nichts mehr zu Essen geben oder ihre Windeln wechseln kann. Ich hatte da so eine Ahnung, auf die möchte ich aber hier nicht näher eingehen.

Bei den Pflegeeltern war ich mir nicht wirklich sicher, ob ich sie mag. Der Pflegevater Brian hat sich bemüht, aber mit der Pflegemutter bin ich gar nicht warm geworden. Maura Moon war mir zu kalt und gefühllos. Ich habe oft den Eindruck gehabt, dass sie Ginny nicht mehr möchte, ganz besonders, als das eigene Baby auf die Welt gekommen ist. Mir hat Ginny sehr leid getan, durfte sie dem Baby Wendy doch nicht zu nahe kommen oder mit ihm in einem Zimmer sein. Da habe ich mich wirklich oft gefragt, warum die Moons überhaupt ein Pflegekind aufgenommen haben. Sie waren mit der Situation, in meinen Augen, oft überfordert.

Die Therapeutin Patrice konnte ich auch nie so richtig einschätzen. Auf der einen Seite hat sie Ginny versucht zu helfen, auf der anderen Seite hat aber auch sie Ginny nicht wirklich ernst genommen. Hier hätte ich mir gerne mehr Unterstützung im Bezug auf das Neugeborene gewünscht. Man hätte Ginny nicht von Wendy fernhalten, sondern sie mit einbeziehen sollen. Ich fand es auch sehr traurig, dass man Ginny einfach nicht ernst genommen hat.

Benjamin Ludwig hat es mit seinem Schreibstil geschafft, einen bewegenden und mitfühlenden Roman zu schreiben. Ich habe oft sehr mitgelitten. Ich hatte Angst um Ginny und gleichzeitig war ich mit ihr traurig, wenn sie so verzweifelt nach ihrer Puppe gesucht hat. Der Roman ist spannend aufgebaut, man möchte Ginny einfach nur in den Arm nehmen, oder die Pflegeeltern wachrütteln.


FAZIT:

Sehr lesenswert! Der Roman berührt das Herz, macht einen oft fassungslos, traurig und wütend.