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Veröffentlicht am 23.03.2025

Lauf um dein Leben

Der Bright-Side-Running-Club
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Am Silvesterabend könnte es Keira nicht besser gehen. Ihre Ehe ist glücklich, sie hat drei tolle Kinder und ihre liebsten Freunde um sich. Auch ihr Unternehmen liegt ihr sehr am Herzen, hat doch ihr verstorbener ...

Am Silvesterabend könnte es Keira nicht besser gehen. Ihre Ehe ist glücklich, sie hat drei tolle Kinder und ihre liebsten Freunde um sich. Auch ihr Unternehmen liegt ihr sehr am Herzen, hat doch ihr verstorbener Vater den Grundstein dafür gelegt. Doch innerhalb weniger Tage zerbricht ihr Glück als bei ihr Brustkrebs festgestellt wird. Noch dazu zweifelt ihre Geschäftspartnerin an ihrer Kompetenz.
Eine Begegnung mit einer Langstreckenläuferin im Park nahe der Klinik verändert jedoch Keiras Sicht auf die Dinge.

„Der Bright Side Running Club“ von Josie Lloyd ist ein äußerst emotionales Buch. Ich würde es in Teilen sogar als harte Kost beschreiben. Das Ganze meine ich jedoch nicht im negativen Sinne. Vielmehr liegt hier ein Buch vor, dass äußerst realitätsnah geschrieben ist. Wie viele von uns gehen mit dem Gedanken „Mich betrifft es nicht“ oder „Ich habe gar keine Zeit für so etwas“ an Dinge heran? Doch leider kommt hin und wieder ein Moment der Erdung.
Genau diesen Verlauf der Dinge beschreibt die Autorin anhand ihrer Protagonistin Keira sehr beeindruckend. Von Verleugnung bis zum Selbstmitleid über einen enormen Kampfeswillen sind hier sämtliche Emotionen sehr realistische, manchmal auch pragmatisch beschrieben. Es sind die Gefühle, die eine Frau mit einer solchen Diagnose erlebt, die man beim Lesen hier nachfühlt. Anhand ihrer, manchmal doch sehr pragmatischen Herangehensweisen, war mir Keira von der ersten Seite an sympathisch.
Auch die Beschreibungen der Reaktionen ihres Umfeldes und der Zeit VK und NK ließen mich mit Keira und ihren Freundinnen mitfühlen.
Besonders beeindruckend sind Keiras Familie und die Brustkrebsladys gewesen. Auch das veränderte Verhältnis von Mutter und Tochter war spürbar und ließ mich oft nachdenklich zurück.
Dennoch ist Keiras Krankheitsgeschichte eine Geschichte von Mut, Liebe und dem Glauben an sich selber. Sie ist eine Geschichte über Freundschaft, Familie und Vertrauen, zeigt aber auch ungeschönt alle Bereiche auf, mit denen kranke Menschen zu kämpfen haben.
Noch dazu schönt die Autorin das Ganze auch nicht, was gerade an der Figur der Tamsin zu erkennen ist.

Insgesamt kann ich dieses Buch nur absolut empfehlen. All jene, die gerne über Familie, Liebe, Freundschaft, aber auch Kampfeswillen und Mut lesen, sind hier richtig. Aber Achtung, für sensible oder emotionale Personen oder welche, die durch Personen mit Krebserkrankung getriggert werden, ist das Buch vielleicht nicht geeignet.

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Veröffentlicht am 19.03.2025

Inselzuflucht

Inseltage
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Sarah ist auf der Flucht vor ihrem Exfreund Alois. Dabei landet sie als Angestellte in der Gastronomie auf Spiekeroog. Aufgrund eines Missverständnisses wird sie erstmal bei Meta Jensen untergebracht. ...

Sarah ist auf der Flucht vor ihrem Exfreund Alois. Dabei landet sie als Angestellte in der Gastronomie auf Spiekeroog. Aufgrund eines Missverständnisses wird sie erstmal bei Meta Jensen untergebracht. Für Sarah ist Meta ein wahrer Glücksgriff.

„Inseltage“ ist Band 1 der „Spiekeroog“-Reihe von Jette Hansen. Diese ist für ihre Romane über die Nordseeinseln bekannt. So führt sie ihre Leser u.a. nach Amrum, Föhr und Sylt.
Was ich auch nun wieder feststellen musste, die Romane verlaufen alle nach einem gleichen Muster, was sie leider sehr vorhersehbar war. So war auch hier Sarah vor ihrem alten Leben geflüchtet, es gibt eine beste Freundin, die zu Besuch kommt, es gibt eine ältere, kinderlose Dame, die zur Freundin wird etc. Da fehlt es mir eindeutig an Kreativität.
Dennoch schafft Jette Hansen es immer wieder eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen. Ich fühle mich meist von der ersten Seite an wohl. Dies war auch hier der Fall. Die Beschreibungen der fahrradfreien Insel und die damit verbundene Erholsamkeit, die Beschreibung des Strands, aber auch des typischen Wetters machten das Ganze für mich zu einem kleinen Leseurlaub.
Der Geschichte um Philipp hätte es m.E. nicht bedurft. Sie lässt Sarah etwas in einem schlechten Licht stehen.
Tamme und Edda wiederum machen das ganze wett. Die Gemeinsamkeit des Heimatorts von Markus und Sarah fand ich etwas unrealistisch, aber vielleicht passiert sowas ja doch mal.

Alles in allem wieder einmal eine schöne Geschichte zum Abschalten, der aber vielleicht dieses Mal ein bisschen mehr Tiefe gut getan hätte.

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Veröffentlicht am 18.03.2025

Hält nicht, was der Titel verspricht

Der Dorfladen - Was das Leben verspricht
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Das Leben im Dorfladen geht weiter. Er ist weiterhin das Drehkreuz für Klatsch und Tratsch und auch die Schwestern Frieda, Ida und Herta bleiben davon nicht verschont.
Auch das Dorfleben dreht sich weiter, ...

Das Leben im Dorfladen geht weiter. Er ist weiterhin das Drehkreuz für Klatsch und Tratsch und auch die Schwestern Frieda, Ida und Herta bleiben davon nicht verschont.
Auch das Dorfleben dreht sich weiter, sei es beim Lehrer Hohnermann, der zerstrittenen Familie Schütz, dem Gasthof der Familie Guckes und vielen anderen.

„Der Dorfladen - Was das Leben verspricht“ von Anne Jacobs ist Band 2 der Trilogie um einen kleinen Dorfladen im Taunus, ganz in der Nähe von Frankfurt am Main.
Anne Jacobs ist bekannt durch die „Tuchvilla“-Reihe und die „Gutshaus“-Trilogie.
Leider finde ich, dass sie an diese tollen Reihen mit den Büchern um den Dorfladen nicht anknüpfen kann.
Ich finde den Gedanken, das Leben der einfachen Leute zu beschreiben, super gut. Doch leider ist es zu viel des Guten. Genau wie in Band 1 sind es viele Charaktere, die in diesem Roman im Mittelpunkt stehen. Das macht das Ganze sehr unübersichtlich und zieht das Buch auch sehr in die Länge. 
Anne Jacobs versucht auch ganz realitätsnah, die Sprache der Dorfbewohner in ihrem Schreibstil anzuwenden. Doch leider hemmt das den Lesefluss.
Auch finde ich es schade, dass im zweiten Teil ebenso der Dorfladen nicht wirklich im Mittelpunkt der Geschichte steht, anders als der Name vermuten lässt.
Anstrengend finde ich die beiden Handlungsstränge um die Familie Schütz. Helga zerfließt fast in ihrem Selbstmitleid und ich habe ihr Genöle gefühlt förmlich in meinem Ohr gehört. Gleiches gilt für ihre Nachfolgerin.
Der Strang um Julia Grossmann und Heinz Schütz ist sehr berührend und spiegelt den Stand der Bevölkerung zur damaligen Zeit in erschreckender Form wider.

Alles in allem muss ich sagen, Anne Jacobs kommt nicht an ihre Vorgängerromane ran und auch der Name der Bücher hält nicht, was er verspricht. Leider ist das Ganze dadurch auch sehr langatmig.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Das liebe Alter und seine Auswirkungen

Inselpralinen
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Jana und Oke sind glücklich. Sie haben ihr Haus, ihre kleine Tochter Svea ist absoluter Sonnenschein und Janas Pralinenmanufaktur läuft sehr gut. Doch dann bemerkt Jana an ihrer Freundin Enna Verhaltensänderungen ...

Jana und Oke sind glücklich. Sie haben ihr Haus, ihre kleine Tochter Svea ist absoluter Sonnenschein und Janas Pralinenmanufaktur läuft sehr gut. Doch dann bemerkt Jana an ihrer Freundin Enna Verhaltensänderungen und ist besorgt um die ältere Dame. Für Jana beginnt eine Zeit zwischen Organisation und Gewissensbissen.

„Inselpralinen - Freunde und Meer“ ist der dritte Band der „Inselpralinen“-Reihe von Jette Hansen.
Auch wenn der vorherige Band für mich nicht ganz stimmig war, hat mir dieser Band wieder etwas besser gefallen. Nur dieses ewige Hickhack um die Betreuung fand ich etwas unrealistisch.
Auch hier muss ich wieder sagen, dass Jette Hansen mit dem Thema ein wirklich wichtiges angeschnitten hat, doch die Herangehensweise war für mich mal wieder nicht stimmig. Es fehlte für mich eine Abstimmung mit der professionellen Seite, in dem Falle der Kranken- oder Pflegeversicherung, die vermutlich das Ganze etwas beschleunigt hätte.
Dennoch war es schön mitzuerleben, was der Kern dieser Geschichten ist, der Zusammenhalt der Insulaner und Freunde, das geschlossene Auftreten und eben auch die Freundschaft zueinander, die oftmals schon in familiäre Züge übergeht.
Was jedoch etwas anstrengend war, war der Handlungsstrang um Frauke. Hier kam ich mir zum Teil manchmal vor wie in einem Teenagerroman. Das Ganze wirkte etwas überzogen und in Zügen auch schon naiv.

Alles in allem waren es wie immer wichtige Themen, die Jette Hansen angesprochen hat, jedoch waren sie in der Herangehensweise nicht so überzeugend. Dennoch ist diese Reihe für mich die bisher schönste der Autorin.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Familie und Entscheidungen

Inselpralinen
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Das Leben auf Langeoog könnte für Jana nicht besser laufen. Oke ist ihre große Liebe, ihre beste Freundin Frauke ist da und sie hat ein gutes Verhältnis zu ihrer leiblichen Mutter. Diese offenbart ihr ...

Das Leben auf Langeoog könnte für Jana nicht besser laufen. Oke ist ihre große Liebe, ihre beste Freundin Frauke ist da und sie hat ein gutes Verhältnis zu ihrer leiblichen Mutter. Diese offenbart ihr eines Tages, dass ihr leiblicher Vater auf der Suche nach ihr ist.
Somit stehen einige Veränderungen für Jana an, denn auch beruflich strebt sie nach mehr.

Auch im zweiten Teil von „Inselpralinen-Zuhause am Meer“ von Jette Hansen geht es wieder mehr oder minder turbulent zu.
Ich muss jedoch sagen, dass mich Jana in Teilen ganz schön aufgeregt hat. Gerade, was das Verhalten gegenüber ihrem Vater betrifft, fand ich sie unwahrscheinlich übergriffig. Ich konnte zwar ihre Beweggründe verstehen, doch während sie dort den Moralapostel spielte, hat sie ihr eigenes Leben nicht im Griff gehabt und sich zu einer sehr weitreichenden Maßnahme entschieden.
Das passte beides für mich absolut nicht zusammen.
Ich finde beide Thematiken wirklich, wirklich wichtig, aber die Kombination, wie die Protagonistin damit umgegangen ist, passte ganz und gar nicht.
Der absolute Fels in der Brandung ist für mich Oke. Er ist so ein wunderbarer Mensch und auch als Paar geben Jana und er wirklich ein schönes Bild ab.
Was ich auch interessant fand, ist der Handlungszweig zum Thema Immobilien auf den deutschen Inseln. Dieser entspricht absolut der Realität und zeigt die schlechten Voraussetzung für Einheimische auf.

Alles in allem war die Geschichte zwar angenehm, aber eben in vielen Teilen nicht stimmig.
Es war wieder einmal toll zum Ausspannen, aber leider wird die Geschichte nicht lange hängen bleiben. 
Wer Familiengeschichten mag, kann sich gerne an dieses Buch herantrauen. Alles andere ist Geschmacksache.

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