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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.03.2025

Wieder ein großer Lesespaß

Die Spurenfinder und das Drachenzepter
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Familie Kling hat nachgelegt und der zweite Band ist ebenso amüsant, unterhaltsam und fantastisch wie sein Vorgänger. «Die Spurenfinder und das Drachenzepter» ist lebendig geschrieben und so kommt der ...

Familie Kling hat nachgelegt und der zweite Band ist ebenso amüsant, unterhaltsam und fantastisch wie sein Vorgänger. «Die Spurenfinder und das Drachenzepter» ist lebendig geschrieben und so kommt der Humor besonders in den zahlreichen Gesprächen und dem zänkischen Miteinander wieder prima zum tragen.

Nachdem der Spurenfinder Elos und seine Kinder Ada und Naru sich bei der Mordaufklärung in Friedhofen und den verlorenen Provinzen einen Namen gemacht haben, richtet sich der König bei einem Diebstahl an ihre Expertise. Das legendäre Drachenzepter wurde aus der Schatzkammer gestohlen. Also reisen die Drei in die Hauptstadt Iriandria, um den Fall aufzuklären. Dann folgt schon die erste Überraschung, denn sie sind nicht die einzigen Spurensucher und ein Abenteuer nimmt seinen Anfang.

Im Vor- und Nachsatz findet man jeweils eine Karte und im Buch sind wieder schöne Schwarz-Weiß-Zeichnungen von Bernd Kissel. Zusammen mit dem Lesebändchen gefällt mir die ganze Aufmachung ausgesprochen gut und passt zum ersten Band der Reihe.

Erneut konnte mich die ausgewogene Mischung aus kreativer Fantasie, ausgefallener Figuren, detektivischem Gespür und Comedy begeistern. Es wird lecker, lustig, gemütlich, gesellig, freundschaftlich, verschwörerisch und abenteuerlich in Iriandria. Ich habe mitgefiebert, gerätselt und jede Seite genossen. Darum ist meine Freude groß, dass es einen dritten Band geben wird, in der Familie von Bergen wieder ermittelt. Ein großer Lesespaß, den ich nur empfehlen kann.

Veröffentlicht am 11.03.2025

Fantasievoll und magisch erzählt

Der Sternenstaubdieb
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Nicht nur die vier eigebauten Geschichten verströmen Tausendundeine Nacht-Vibes, sondern auch das detailreich beschriebenen Setting bietet die besten Vorraussetzungen, um tief in diese Welt einzutauchen, ...

Nicht nur die vier eigebauten Geschichten verströmen Tausendundeine Nacht-Vibes, sondern auch das detailreich beschriebenen Setting bietet die besten Vorraussetzungen, um tief in diese Welt einzutauchen, in der alles möglich scheint. Erzählt wird in der dritten Person aus den drei Perspektiven der Mitternachtshändlerin Loulie, Prinz Mazen und der Diebin Aisha.

«Der Sternenstaubdieb» ist der Auftakt der Sandsea Chronicles - Trilogie und das spürt man besonders, wenn sich die Handlung zieht, weil die Beschreibungen überhand nehmen und die Charaktere erst eingeführt werden müssen, bevor sich die Gruppe in das gefährliche Abenteuer stürzt, um die magische Lampe zu finden. Dafür nimmt sich Chelsea Abdullah die Zeit, allerdings einladend verpackt, denn insgesamt macht der Cliffhanger und die Idee des Buches schon Lust auf mehr. Ich mochte den auflockernden Humor von Loulies treuem Dschinn-Gefährten Qadir und das stimmungsvolle Worldbuilding.
Insgesamt eine magische Erzählung und ich hoffe, dass die Fortsetzung mit mehr Spannung überzeugen wird.

Veröffentlicht am 11.03.2025

Enttäuschend eindimensional

Middletide – Was die Gezeiten verbergen
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Elijah kehrt in die kleine Küstenstadt Point Orchards zurück. Dort ist er aufgewachsen, dort lebt seine Jugendliebe Nakita im Reservat und dort starb vor ein paar Jahren sein Vater, der seinen Schriftstellertraum ...

Elijah kehrt in die kleine Küstenstadt Point Orchards zurück. Dort ist er aufgewachsen, dort lebt seine Jugendliebe Nakita im Reservat und dort starb vor ein paar Jahren sein Vater, der seinen Schriftstellertraum nie ernst nahm. In deren abgelegenem Haus lebt nun Elijah. Ein Handlungsstrang erzählt von dieser Wiederkehr, von Elijahs Roman, den kaum jemand lesen wollte, nachdem dieser zerrissen wurde, und von Reue, weil er Nakita für einen Traum zurückließ, der nun zerplatzt ist. Ein weiterer Handlungsstrang zeichnet 1994 eine düstere Zukunft, als die Ärztin Erin Landry tot aufgefunden wird. Für Sheriff Godbout ist der Mörder gefunden, als alle Indizien auf Elijah deuten und ihm Elijah Debüt „Middletide“ den entscheidenden Hinweis gibt. Wie Elijah Erin in diesen Fall verwickelt ist, ist die treibende Frage, während Rückblicke die Entwicklung von Elijah beschreiben, erste Puzzleteile sich einfügen und man mitfiebert, ob die Liebe zu Nakita überhaupt noch eine Chance hat.

Es ist vor allem eine seichte Liebesgeschichte, die zum Verweilen einlädt und ein Krimi, der sich immer weiter zuspitzt, über weite Strecken aber keine Spannung aufkommen lässt, und mit einer Wendung überraschen will, die bei genauer Betrachtung unglaubwürdig erscheint. Die Zeitsprünge sind durchaus raffiniert, aber zu sprunghaft und ich hätte mir manchmal eine andere Erzählweise und mehrere Perspektiven gewünscht.
Ingesamt war ich enttäuscht von dem Roman. Es gibt grobe Überschneidungen (Natur, Liebe, Krimi), die den Vergleich mit «Der Gesang der Flusskrebse» rechtfertigen, aber letztlich habe ich viele Elemente, die diesen Roman so großartig machen, in «Middletide - Was die Gezeiten verbergen» vermisst.

Veröffentlicht am 11.03.2025

Magische Fantasygeschichte mit mutiger Heldin

Anis
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Rowan Foxwoods Kinderbuch-Debüt lässt Mythen und Märchen auferstehen und erzählt von Anis, die im Weißwald im Flickwerkhaus lebt. Als Herzseherin kann Anis Geisterwesen sehen und hören. Deswegen ist der ...

Rowan Foxwoods Kinderbuch-Debüt lässt Mythen und Märchen auferstehen und erzählt von Anis, die im Weißwald im Flickwerkhaus lebt. Als Herzseherin kann Anis Geisterwesen sehen und hören. Deswegen ist der stets hungrige Geisterhund Wolf immer an ihrer Seite. Ihr Bruder Bertram arbeitet als Erfinder für den König und ist schon eine Zeit lang in der Hauptstadt. Als Herr Biedermann Anis verkündet, er wolle ihr Vormund werden, wenn ihr Bruder nicht nach Weißwald zurückkehrt, und sie müsse das Haus verlassen, beschließt Anis zu Bertram zu reisen und dem König ein Gottesutensil, im Tausch für ihren Bruder, anzubieten. Er ist der Einzige, der den Hausverkauf noch verhindern kann. Auf ihrer Reise lernt sie im Zug den blinden Passagier Fink kennen. Er ist talentierter Musiker auf der Mandoline und hat sich seine magischen Eigenschaften bewahren können, weshalb er Wolf hören kann.

Die Geschichte überzeugt mit einer wendungsreichen und immer wieder spannenden Handlung, Abenteuer und tiefsinnigen Botschaften über Verlust, Freundschaft und die Verbundenheit mit der Natur. „Wir (Herzseherinnen) sind die Stimme derjenigen, die keine Stimme haben. Auch wenn sonst niemand sie beschützen will - ich werde es tun!“ Der atmosphärische und einfühlsame Schreibstil ist wundervoll und überzeugt durch den Charme der Figuren und der kreativen Vielfalt mit Wohlfühlfaktor. Ob Spinnerlauswesen, die Haare in Silber umspinnen oder Strauchkobolde, die gleich zu Beginn der Geschichte die Rosenblüten aus Anis Garten mopsen und dann frech werden. Es gibt einige fantasievolle Idee. Dazu fand ich die Anmerkungen der Autorin am Ende des Buches auch interessant. Sehr schön ist auch die Karte am Anfang und die Illustrationen zu jedem Kapitelbeginn. Mir hat die erste Hälfte der Reise am besten gefallen, weil die Freunde Ginster treffen und er sich auf Anis Schultern legt und ich ihre Dynamik großartig fand. Ich wäre neugierig auf mögliche Fortsetzungen, wenn es weitere Bücher geben sollte, denn der Ausgang klingt vielversprechend und die Charaktere werde ich nicht so schnell vergessen. Eine typische Heldenreise und tolle Fantasygeschichte für Klein und Groß.

Veröffentlicht am 11.03.2025

Vielversprechender Auftakt

Die Insel der magischen Wächter – Der große Test
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Berrys wurde an der Wächter-Akademie auf der Lotusinsel angekommen. Ihre Großeltern hatten sie heimlich angemeldet, weil sie ihr großes Talent fördern wollen. Eigentlich möchte Berry ihre Heimat nicht ...

Berrys wurde an der Wächter-Akademie auf der Lotusinsel angekommen. Ihre Großeltern hatten sie heimlich angemeldet, weil sie ihr großes Talent fördern wollen. Eigentlich möchte Berry ihre Heimat nicht verlassen, aber beginnt schließlich die Ausbildung, um ihre Wächterkräfte zu wecken. Sie möchte unbedingt die Natur schützen, denn sie hat eine besondere Verbindung zu Pflanzen und Tieren. Als Bauernmädchen hat Berry Selbstzweifel und Unsicherheiten, die sie immer wieder damit konfrontieren, nicht den Glauben an sich selbst zu verlieren. Heimweh und eine fiese Mitschülern machen es nicht leichter, aber dafür hat Berry ihre neuen Freunde an der Seite: die energiegeladene Cherry und der Außenseiter Sam. Ob sie es schaffen wird, den ersten Test zu bestehen und sich in ein Tier zu verwandeln? Die Bedrohung der Lotusinsel als grünes Paradies wird vermutlich in den kommenden Bänden eine Rolle spielen. Die Story zieht einen auch ohne viel Action und böse Gegenspieler in den Bann, und das Ende kommt viel zu schnell.

«Die Insel der magischen Wächter - Der große Test» ist ein gelungener Auftakt, indem man alle Charaktere in Ruhe kennenlernt und gespannt mitverfolgen kann, wie Berry die Ausbildung meistert. Der Unterricht umfasst das sammeln von Kräutern, Kampfkunst, das Heilen von Tieren und auch Meditation und Atemübungen. Das war eine schöne naturverbundene Abwechslung und ich bin gespannt, was die kommenden Bände erzählen werden.