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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.02.2025

Sport, Freundschaft und beste Unterhaltung

Die Football-Freunde – Touchdown für die Grasdorf Rebels
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Jimmy King träumt davon, einmal den Super Bowl zu gewinnen. Football spielen bei den Grasdorf Rebels ist seine Leidenschaft und er hofft, auf diesem Weg einmal seinen amerikanischen Vater kennenzulernen.

»Rebels ...

Jimmy King träumt davon, einmal den Super Bowl zu gewinnen. Football spielen bei den Grasdorf Rebels ist seine Leidenschaft und er hofft, auf diesem Weg einmal seinen amerikanischen Vater kennenzulernen.

»Rebels sind Gewinner, heute, morgen und für immer!«

Die Mannschaft hat keine profimäßige Ausrüstung, aber sie hält zusammen und zeichnet sich gerade durch die vielen verschiedenen Charaktere aus. Die Ich-Perspektive von Jimmy konzentriert sich vor allem auf seine Sicht und das ist sehr unterhaltsam, sprachlich passend und witzig geschrieben.
»Warum werden nicht alle für das gemocht, was sie am besten können, statt für ihre Schwächen ausgelacht? Das werde ich wohl nie verstehen.«

Die dreißig Kapitel haben eine gut lesbare Länge und angenehme Übergänge. Manchmal wird alles ein wenig gerafft. Das Ende ist packend geschrieben, mit der Aussicht auf eine Fortsetzung, die schon in den Startlöchern steht. Insgesamt ein gelungener Auftakt über sportlichen Teamgeist, Freundschaft und Zusammenhalt, der auch die aktuelle Lebensrealität der lesenden Zielgruppe einfängt und ganz nebenbei für Football begeistert. Für die grau eingefärbten Football-Begriffe findet man übrigens eine Erklärung im Glossar am Ende des Buches. Auch die Namen und Gesichter der Grasdorf Rebels findet man im Vor- und Nachsatzpapier und einige weitere tolle Illustrationen im Buch. Es macht Spaß, lässt sich gut (vor)lesen und hat ein angenehmes Format. Endlich mal eine Alternative zu Fussball! Empfehlenswert!

Veröffentlicht am 04.02.2025

Die einzige Zeugin

Mord im Himmelreich
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»Mord im Himmelreich« ist der erste Cozy-Krimi aus der Feder von Autor Andreas Winkelmann, und ist der Auftakt einer humorvollen Verbrechens-Reihe auf dem bestens organisiertem Campingplatz Himmelreich ...

»Mord im Himmelreich« ist der erste Cozy-Krimi aus der Feder von Autor Andreas Winkelmann, und ist der Auftakt einer humorvollen Verbrechens-Reihe auf dem bestens organisiertem Campingplatz Himmelreich in Potsdam. Möchtegern-Tatort-Kommissar, Poet, Camper und pensionierter Schauspieler Björn Kupernikus gerät zufällig in die Verstrickungen eines Mordes, als er einen kleinen Hund, später getauft auf den Namen Pinguin, rettet. Die wasserscheue Hündin sitzt auf einem SUP und darunter befindet sich eine Leiche. Von Anfang an dabei ist die freiwillige Gehilfin Annabelle Schäfer, begnadete Köchin, pensionierte Lehrerin mit Besserwissergarantie und schillernde Künstlerin, ist mit ihrer offenen und zugewandten Art alle Sympathien gewinnt. Abgesehen von Pinguin, die alle Hundefreunde für sich gewinnen wird.

Kopernikus schafft es, mit Beobachtungsgabe und „Secondhand-Erfahrung“ aus Filmen und Büchern, den Fall zu lösen. Hier steht aber definitiv der Spaß im Vordergrund, denn der Fall ist nicht knifflig, trotz zahlreicher schräger verdächtiger Personen. Es ist eben ein Wohlfühlkrimi zum Abschalten, der gelungene Unterhaltung bietet. Es gibt einige kulturelle Anspielungen, auch viel zum Thema Campen. Ich mochte diese kleinen poetischen Sprüche, die Kopernikus einstreut hat und die Sehenswürdigigkeiten, die in dem schönen Caputh erwähnt werden.Wer humorvoll überzeichnete Charakter mag, ein bisschen miträtseln möchte und dazu in einem Setting mit Urlaubsfeeling verweilen will, könnte eine vergnügliche Lesezeit im Himmelreich haben. Ich freue mich jedenfalls auf die Fortsetzung.

Veröffentlicht am 04.02.2025

Mitreißend, atmosphärisch und mystisch

Das Haus der Bücher und Schatten
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1913, kurz von Beginn des zweiten Weltkriegs, reisen die Lektorin Paula und ihr Verlobter und Autor Jonathan ins Baltikum zu einem schauerlichen Herrenhaus, um dort die Abgabe des Manuskripts des Schriftstellers ...

1913, kurz von Beginn des zweiten Weltkriegs, reisen die Lektorin Paula und ihr Verlobter und Autor Jonathan ins Baltikum zu einem schauerlichen Herrenhaus, um dort die Abgabe des Manuskripts des Schriftstellers Aschenbrand zu beschleunigen und mitzunehmen. Jonathan ist glühender Verehrer seiner Arbeit und Paula hatte einen regen Kontakt mit dem Autor, den sie nun zum ersten Mal persönlich trifft. Dieser Erzählstrang wird aus der Ich-Perspektive von Paula erzählt, während die andere Perspektive zwanzig Jahre in die Zukunft springt, in der Kommissar Cornelius in Leipzig einen Mord aufklären will. Bei seinen Ermittlungen sind es vor allem die Begegnungen, die Verhöre, die er führt, um Informationen zu sammeln, und die Dialoge, die sich daraus ergeben, die die Handlung formen. Dabei angelt er sich von einem Hinweis zum nächsten. Hier begegnen Cornelis kuriose Dinge, wie Geisterbeschwörung und erotische Darstellung sowie gefährliche Personen. Seine Freundin und Musiklehrerin Felicie bildet dabei eine wichtige Konstante.
Erst ungefähr ab der Mitte des Buches ergab sich für mich ein Zusammenhang zwischen den zwei Perspektiven und es wurde immer spannender. Ich fragte mich stets, was mit Paula passiert ist und mochte vor allem die atmosphärische Handlung in dem schaurigen Haus und Paulas Mut, ihrem Gespür zu vertrauen und der Wahrheit auf den Grund zu gehen. Die Geschichte war für mich nicht vorhersehbar und ich mochte die zahlreichen historischen Fakten, die mühelos einfließen, die verträumt schönen Sätze und das dunkle Mysterium. Trotz der hohen Seitenanzahl waren keine Längen spürbar und ich wurde grandios unterhalten.

Veröffentlicht am 02.02.2025

Ägyptisches Abenteuer und eine Prise Romantik

Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows
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«What the River Knows - Geheimnisse des Nil» ist der erste Band eine Dilogie und ein echter Blickfang. Das Paperback mit passendem Farbschnitt und einem edlen Wow-Cover macht sich gut im Bücherregal. Der ...

«What the River Knows - Geheimnisse des Nil» ist der erste Band eine Dilogie und ein echter Blickfang. Das Paperback mit passendem Farbschnitt und einem edlen Wow-Cover macht sich gut im Bücherregal. Der ägyptischer Zauber ist Isabel Ibañez gut gelungen und sorgt für mystische und fantastische Unterhaltung. Ihre lebendige Schreibweise hat mir besonders gut gefallen. Ich konnte komplett eintauchen und habe das Buch in kürzester Zeit verschlungen.

Die Handlung spielt im 19. Jahrhundert und es geht um Inez Olivera, eine neugierige Entdeckerin, die von dem tragischen Tod ihrer Eltern erfährt, die unter mysteriösen Umständen verstorben sind. Inez reist nach Ägypten, um dem nachzugehen, und nimmt den Ring, den ihr Vater ihr zuvor geschickt hat, mit. Der löst bei ihrer Ankunft eine uralte Magie aus, die alle Steine ins Rollen bringt und den verwegenen Abenteurer Whit auf den Plan ruft. Wenn man die mögliche filmische Inspiration bedenkt, erklärt sich, warum die Figuren etwas stereotyp wirken. Die beiden Hauptfiguren sind in ihrer Darstellung durchwachsen. Es hat mich beim Lesen frustriert, wie sich die Figuren verhalten, während ich auf der andere Seite manche Entwicklung nachvollziehbar dargestellt fand. Wer „Die Mumie“ mochte, wird auch seine Freude mit «What the River Knows» haben. Es ist eine atmosphärische Abenteuergeschichte mit ein paar Längen, einem ständigen Auf und Ab, das für Unterhaltung sorgt, und einer Prise Romantik. Das Ende bleibt natürlich offen und macht Leselust auf die Fortsetzung.

Veröffentlicht am 02.02.2025

Farbenfrohe Schrebergartenschau - Umblättern und Träumen

Blumen, Kohl & Rock'n'Roll
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Autorin Anja Klein bereitet ihr Garten viel Freude und das teilt sie nicht nur gern mit Spaziergängern, die sich beim Vorbeigehen an der Blumenpracht erfreuen, sondern auch mit anderen Menschen auf Instagram ...

Autorin Anja Klein bereitet ihr Garten viel Freude und das teilt sie nicht nur gern mit Spaziergängern, die sich beim Vorbeigehen an der Blumenpracht erfreuen, sondern auch mit anderen Menschen auf Instagram und über ihre Bücher. «Blumen, Kohl & Rock'n' Roll» gewährt einen weiteren Einblick in ihren farbenfrohen Schrebergarten, der zum „Eintreten und Wohlfühlen“ einlädt - und das immer mit einer guten Portion Humor.

Anja Klein zeigt die Gestaltung ihres Gartens, ihre Blumenauswahl, tierische Gartenbewohner, Obst- und Gemüseernte, Do-it-Yourself-Projekte und gibt viele Tipps und Erfahrungswerte weiter. Es gibt sogar Rezepte, die unbedingt ausprobiert werden wollen. Das Buch ist voller schöner Farbfotos, die inspirieren und schon beim Angucken glücklich machen.
Mir hat die authentische und ehrliche Art gefallen, die auch kritische Fragen einbezieht, wie: Lohnt es sich eigentlich, eigenes Gemüse anzubauen? Zudem werden auch Misserfolge nicht versteckt und es wird dazu ermutigt, Risiken einzugehen und fleißig zu planen, auch wenn man dann alles wieder verwirft oder scheitert.
Für mich stellt diese Komposition einen echten Mehrwert dar und die Illustrationen zum „kleinen Horrorgarten“ sind genauso großartig wie der Rest, der wilden und bunten Mischung, die zur Umsetzung einladen, wenn man bereit ist, die Arbeit und Entbehrungen auf sich zu nehmen, die mir hier etwas kurz kamen.

Insgesamt ein abwechslungsreicher Erfahrungsbericht für die kommende Gartensaison und ein Traum für jeden leidenschaftlichen Gartenfan.