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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.06.2017

Zurück ins Leben

Dich im Herzen
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Annie ist verheiratet, hat eine eigene Fernsehshow und ist glücklich. Zumindest glaubt sie, dass sie glücklich ist, noch am Morgen hatte sich mit ihrem Ehemann, welche auch in ihrer Sendung auftritt, bzw. ...

Annie ist verheiratet, hat eine eigene Fernsehshow und ist glücklich. Zumindest glaubt sie, dass sie glücklich ist, noch am Morgen hatte sich mit ihrem Ehemann, welche auch in ihrer Sendung auftritt, bzw. sich die Sendung unter den Nagel gerissen hat darüber streitet, ob jetzt ein lebendes Tier in die Sendung einladen oder nicht. Sie geht im Streit auseinander, er schickt ihr noch auf dem Weg zur Arbeit eines riesigen Blumenstrauß als Entschuldigung. Als sie feststellt, dass sie schwanger ist kann es kaum erwarten, in davon in Kenntnis zu setzen. Sie bricht das Interview mit einer Journalistin kurzerhand ab und steigt früher in die Auto. Doch als sie ankommt fällt er wortwörtlich der Himmel auf den Kopf.

Der Schreibstil in diesem Buch ist angenehm zu lesen. Da das Buch aus verschiedenen Perspektiven und in unterschiedlichen Zeiten spielt kommt kaum Langeweile auf. Gefühle gibt es anfangs auch noch sehr viele und man kann wirklich mit den Charakteren fühlen. Das jedoch lässt zum Ende hin nach, was sehr schade ist. Die einzelnen Charaktere sind mal mehr, mal weniger sympathisch. Ich bin der Meinung es entsteht eine gesunde Mischung zwischen unsympathisch und sympathisch. Manche Darstellungen, halte ich jedoch für nicht ganz realitätsnah, gerade was die Rehabilitation betrifft geht mir das alles zu schnell.

Da ich wie man merkt auf der einen Seite begeistert und auf der anderen Seite vergebe ich ausgewogene 3 Sterne von 5

Veröffentlicht am 08.06.2017

Toller Auftakt für eine bestimmt lesenswerte Reihe

Die sieben Schwestern
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Maia mit ihren Geschwistern auf einer kleinen Insel im Genfer See auf. Sie wurde von „Pa Salt“ adoptiert, genau wie ihre Geschwister. Als dieser stirbt hinterlässt er ein ganz besonderes Vermächtnis. Das ...

Maia mit ihren Geschwistern auf einer kleinen Insel im Genfer See auf. Sie wurde von „Pa Salt“ adoptiert, genau wie ihre Geschwister. Als dieser stirbt hinterlässt er ein ganz besonderes Vermächtnis. Das liefert Hinweise auf die Herkunft und Identität jeder einzelnen. Auch für jede hat er einen Brief vor seinem Tod geschrieben, welche vom Anwalt ausgehändigt wird. Dieser bietet Hilfestellung und Anregung dazu, die eigene Vergangenheit zu erforschen. Maia weiß nicht, sie ist sich unentschlossen ob sie sich auf die Suche nach ihren Wurzeln begeben soll, doch als dann plötzlich eine Person aus ihrer Vergangenheit auf ihrer Insel auftauchen möchte geht alles schneller als man denken kann …

Ich finde den Schreibstil dieser Geschichte sehr angenehm zu lesen. Die Gegenwart ist mit einem ich-Erzähler (Maia) dargestellt. Es gibt auch eine Ebene in der Vergangenheit, welcher von einem Außenstehenden Erzähler übernommen wird. Ich finde den Wechsel dieser Schreibstile sehr angenehm. Es bringt Lebendigkeit in das Buch. Auch die Gestaltung der Überleitungen zwischen den einzelnen Zeiten ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Ich denke, auch Gefühle sind in diesem Buch sehr gut überbracht. Ich denke, dass kein Auge, dass dieses Buch liest trocken bleiben wird.
Meiner Meinung nach wurde jedoch manches in diesem Buch zu kurz abgehandelt. In manchen Szenen fehlte mir einfach der letzte Funke der überspringen muss, um ein Buch perfekt zu machen.

Trotzdem glaube ich, dass dieses Buch ein toller Auftakt ist für eine Reihe, die ich bestimmt mit Vergnügen lesen und weiter verfolgen werde. Ich vergebe daher 4 von 5 Sternen und sage: weiter so!

Veröffentlicht am 03.06.2017

Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Wandel der Charaktere

Ist denn nicht zufällig Sonntag?
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Zoe ist Ballerina. Wir schreiben das Jahr 1989. Sie hat eine Anstellung am Westberliner Theater. Doch sie hat in den Theaterferien nicht trainiert. Es mangelt ihr an Motivation, denn sie bekommt doch immer ...

Zoe ist Ballerina. Wir schreiben das Jahr 1989. Sie hat eine Anstellung am Westberliner Theater. Doch sie hat in den Theaterferien nicht trainiert. Es mangelt ihr an Motivation, denn sie bekommt doch immer nur die undankbaren Rollen, zum Beispiel als Schwan in Schwanensee. Doch das soll sich ändern, denn ein neuer Regisseur soll ein neues Ballettstück, dass das Highlight der Saison werden soll für das Westberliner Theater kreieren. Doch seine Arbeitsweisen sind anders, als die die der aktuelle Direktor kennt. Er mag es nicht, wenn man sich nicht seinen Anweisungen beugt. Doch der neue Regisseur scheint ein gutes Händchen zu haben, vor allem was die Besetzung des Stückes anbetrifft.

Dieses Buch ist nicht zum entspannen gedacht, man muss definitiv aktiv dabei bleiben um nicht einige wichtige Dinge der Handlung zu überlesen. Die Charaktere und ihre Darstellung finde ich im allgemeinen gut gelungen, dennoch fehlt mir teilweise die Tiefe und das Gefühl. Dieses Buch stellt hauptsächlich den Wandel der einzelnen Protagonisten dar. Auch historische Fakten sind sehr gut eingearbeitet. Man bekommt ein Bild davon, wie man um 1989 in Westberlin und zur gleichen Zeit in Ost Berlin gelebt hat. Der direkte Vergleich ist gut dargestellt finde ich. Die Handlung an sich wäre ohne die gut dargestellten historischen Ereignisse glaube ich nur halb so gut, es ist jetzt nicht die Ultra actionsreiche und abenteuerliche Geschichte die manch einer erwartet, es ist eher gesagt eine Handlung, welche die Charaktere wie schon erwähnt zu Veränderungen treibt und historische Ereignisse formen diese Veränderungen mit. Menschen die auf solche Handlungen in Büchern Wert legen werden mit diesem Buch rundum zufrieden sein.

Ich persönlich vermisste die Tiefe, das Gefühl und ein bisschen die Spannung, kann aber trotzdem sagen, dass das Buch mich unterhalten hat und mir einige historische Fakten nähergebracht hat als jeder Geschichtsunterricht in der Schule. Ich vergebe dafür 4 von 5 Sternen und sage weiter so!

Veröffentlicht am 30.05.2017

Lustiges Buch für zwischendurch

Fußballmütter
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Nach der Scheidung von ihrem Mann Konstantin ist sie in eine Wohnung gezogen. Gemeinsam mit ihrem 8-jährigen Sohn Luis. Die Wohnung ist exzentrisch und speziell eingerichtet. Die Vorstellung bei ihrem ...

Nach der Scheidung von ihrem Mann Konstantin ist sie in eine Wohnung gezogen. Gemeinsam mit ihrem 8-jährigen Sohn Luis. Die Wohnung ist exzentrisch und speziell eingerichtet. Die Vorstellung bei ihrem Nachbarn Yannick läuft anders als geplant. Sie wollte eigentlich am Abend an seiner Tür klingeln und sich vorstellen. Mittags jedoch trägt sie ein Einbaum, welcher als Regal benutzt wurde in den Keller. Für sie alleine ist er viel zu schwer und gerade auf der Treppe angekommen rutscht ihr das Regal aus der Hand. Genau in diesem Moment öffnet Yannick die Tür …

Der einstige dieses Buch ist wirklich klasse gemacht, schon auf den ersten Seiten kommt man aus dem Lachen nicht mehr hinaus. Die Charaktere im weiteren Sinne betrachtet sind alle authentisch und sympathisch (zumindest bis zu einem gewissen Grad) klar gibt es Charaktere die mich unterschwellig wirklich nerven, das machen sie jedoch so gut, dass man merkt, dass es einfach auch wirklich in das Buch passt. Ich finde auch, dass es Charaktere geben muss, die eine mehr und in anderen weniger sympathisch sind. Sonst wäre die Geschichte doch langweilig oder nicht?
Der Schreibstil in weiteren Sinne gesehen ist wirklich gut gemacht. Die Szenen sind klar und deutlich beschrieben, man kann sich wunderbar hineinversetzen.
Nach und nach jedoch gerät der Humor in den Hintergrund. Das macht das Buch zwar nicht langatmig, doch hätte ich es mir schon gewünscht, dass sich der Humorlevel bis zum Ende durchzieht. Der Einstieg war nämlich wie schon erwähnt wirklich grandios und das hätte ich vom Ende halt auch erwartet.

Da ich von diesem Buch überzeugt bin, auch wenn der Humor wie schon erwähnt sich nicht ganz bis zum Ende zieht vergebe ich 4,5 von 5 Sternen und sage: weiter so!

Veröffentlicht am 29.05.2017

Ein Buch über ein wichtiges Thema

Das Leben fällt, wohin es will
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Marie ist jung und hat das ganze Leben vor sich. Ihr Leben besteht aktuell aus Feiern, Party und Beziehungen. Ihr Vater hat eine Werft, seit dieser jedoch ihre große Schwester in die Leitung der Werft ...


Marie ist jung und hat das ganze Leben vor sich. Ihr Leben besteht aktuell aus Feiern, Party und Beziehungen. Ihr Vater hat eine Werft, seit dieser jedoch ihre große Schwester in die Leitung der Werft berufen hat ist ihr die Werft zuwider. Sie möchte nicht mit dieser zu tun haben, es tut so weh. Er besteht jedoch darauf, dass sie bei Feierlichkeiten der Werft dabei ist. So auch in jenem Jahr, als alles ganz anders kommt.


Der Schreibstil ist der ganz eigene von Petra Hülsmann. Ich glaube es gibt nur wenige Autoren, welche mit ähnlichen Schreibstile arbeiten. Es gibt Figuren, die tauchen in jedem ihrer Bücher auf, obwohl dieses Buch für sich selbst stehen kann. Gerade das macht auch dieses Buch aus, Personen, ganz besondere Personen tauchen auch hier wieder auf. Die Charaktere in diesem Buch sind authentisch und es gibt keinen klassischen „Bösewicht“. Es ist wichtig, dass auch Themen wie eine Krebserkrankung ihren Platz in der Literatur finden, denn gerade auch über alltägliche, zeitgenössische Literatur erreicht man viele Menschen um über eine Krankheit informieren zu können, ohne dass es die klassische Sachbuchlektüre ist.

Einiges wurde mir in diesem Buch gerade am Ende zu schnell abgehandelt, manche Szene hätte ich für meinen Geschmack gerne etwas ausgedehnter gehabt. Das ist jedoch der einzige Kritikpunkt, den ich anbringen kann.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen, ein wunderbares Ergebnis.

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