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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.02.2020

Sehr berührendes Debüt

Marianengraben
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In Marianengraben erzählt Jasmin Schreiber die Geschichte von Paula, deren jüngerer Bruder Tim im Sommerurlaub im Meer ertrunken ist. Sie macht sich Vorwürfe, da sie nicht mit in den Urlaub gefahren ist ...

In Marianengraben erzählt Jasmin Schreiber die Geschichte von Paula, deren jüngerer Bruder Tim im Sommerurlaub im Meer ertrunken ist. Sie macht sich Vorwürfe, da sie nicht mit in den Urlaub gefahren ist und nicht auf ihren Bruder aufgepasst hat. Als sie sich nachts auf dem Friedhof herumtreibt, um das Grab ihres Bruders zu besuchen, trifft sie auf den eigensinnigen Helmut. Helmut ist dabei die Urne seiner verstorbenen Frau Helga auszugraben, um sein letztes Versprechen einlösen zu können. Schließlich begibt sich dieses ungleiche Paar gemeinsam auf eine Reise, auf der sie feststellen, dass sie ähnliche Schicksalsschläge erlitten haben und sie unterstützen sich gegenseitig bei der Bewältigung und Verarbeitung dieser.
Obwohl dieses Buch die Thematik des Sterbens und der Trauer behandelt, ist es weder langatmig noch in irgendeiner Weise bedrückend oder melancholisch. Die Protagonisten kommen sehr sympathisch rüber und man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen.
Kurz gesagt, eine sehr gelungene Story die ich in wenigen Stunden ausgelesen hatte ... leider viel zu schnell.

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Veröffentlicht am 21.01.2020

Sehr informativ und praxistauglich

Wohlfühlgewicht
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Mal ehrlich – insgeheim wissen wir doch alle, dass Diäten auf lange Sicht nichts taugen, dass es ungesund ist, wenn wir unsere Mahlzeiten nur so hinunterschlingen und dass wir auf das Fast Food zwar gerade ...

Mal ehrlich – insgeheim wissen wir doch alle, dass Diäten auf lange Sicht nichts taugen, dass es ungesund ist, wenn wir unsere Mahlzeiten nur so hinunterschlingen und dass wir auf das Fast Food zwar gerade Appetit haben – anschließend aber auch das schlechte Gewissen folgt. Dennoch sind Entgleisungen des normalen Essverhaltens an der Tagesordnung.
Dr. Mareike Awe macht der Leserin in ihrem Buch Wohlfühlgewicht all das wieder bewusst und erklärt wie intuitives essen funktioniert und dies nicht auf belehrende, sondern sehr verständnisvolle und einfühlsame Art & Weise. Ich bin der Meinung, dass gerade in dieser Vorgehensweise der Schlüssel zum Erfolg liegt. Nichts braucht, der Leser, der schon erkannt hat, dass in Punkto Gewicht & Ernährung etwas im Argen liegt weniger, als den oberlehrerhaften Befehlston so manchen Ratgebers …
Nicht so Mareike: Sie legt Wert darauf, dass die Leserin sich bewusst macht, wie sie sich fühlt, hineinzuspüren was dem Körper jetzt wirklich gut tut und was er braucht. Somit soll auch auf keine bestimmten Lebensmittel komplett verzichtet werden, wie es ja bei diversen Diäten üblich wäre. Es soll lediglich bewusst und achtsam gegessen werden und zwar nur dann, wenn der Körper auch wirklich hungrig ist.
Bis jetzt war es eine sehr interessante und lehrreiche Lektüre, die Tipps sind auch super in den Alltag zu integrieren und easy umzusetzen. Gut gefallen hat mir auch, dass die medizinischen Grundlagen auch für Laien verständlich erklärt wurden und nicht mit Fachausdrücken umhergeworfen wurde.

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Veröffentlicht am 28.12.2019

Verworrener Kriminalroman mit Österreichbezug

Rechtswalzer
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In Rechtswalzer erzählt Franzobel zum einen die Geschichte über Malte Dinger, einen Familienvater und Gin-Bar-Besitzer, der aufgrund des Schwarzfahrens inhaftiert wurde. Seitdem die neue rechtskonservative ...

In Rechtswalzer erzählt Franzobel zum einen die Geschichte über Malte Dinger, einen Familienvater und Gin-Bar-Besitzer, der aufgrund des Schwarzfahrens inhaftiert wurde. Seitdem die neue rechtskonservative LIMES-Partei in die Regierung gekommen ist, weht in Österreich im Jahr 2024 generell ein etwas strengerer Wind und so wird die Haftentlassung Maltes aufgrund angeblicher weiterer Verfehlungen im Gefängnis, die mitunter sehr ausführlich beschrieben werden, immer wieder verschoben. In der Zwischenzeit baut der LIMES seine Macht und Kontrolle über die Bürger immer weiter aus. Auch Kommissar Groschen, der parallel in einem Mordfall an einem Balkan-Lover ermittelt, bekommt dies zu spüren. Am Ende fügen sich beide Erzählstränge zu einem Großen und Ganzen zusammen. Zusammenfassend war das Buch eine kurzweilige Lektüre, richtig gepackt hat es mich aber, trotz der aktuellen Thematik, leider nicht. Ob es an der Vielzahl an Klischees lag?!

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Veröffentlicht am 28.12.2019

Spannende Lektüre von der ersten bis zur letzten Seite

Der Verdacht
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In der Verdacht schreibt Dürrenmatt über Kommisär Bärlach, der krank in einem schweizer Krankenhaus liegt und den Prognosen der Ärzte nach, nur mehr ein Jahr leben wird. Beim Durchsehen von medizinischen ...

In der Verdacht schreibt Dürrenmatt über Kommisär Bärlach, der krank in einem schweizer Krankenhaus liegt und den Prognosen der Ärzte nach, nur mehr ein Jahr leben wird. Beim Durchsehen von medizinischen Zeitschriften kommt dem Kommisär und dem bei der Visite anwesenden Arzt Dr. Hungertobel ein schrecklicher Verdacht: Der auf dem Cover des Magazins „Life“ abgebildete Naziarzt Dr. Nehle, welcher im KZ Stutthof ohne Narkose operiert haben soll, sieht Dr. Emmenberger, dem Leiter einer angesehenen schweizer Privatklinik zum Verwechseln ähnlich.
Kommisär Bärlach lässt sich nicht mehr davon abbringen, diesen Arzt dingfest zu machen und beginnt vom Krankenbett aus mit seinen Ermittlungen. In weiterer Folge lässt er sich sogar ins Privatklinikum des Verdächtigen einliefern. – Ein schrecklicher Fehler, wie sich nach kurzer Zeit herausstellt.
Dürrenmatts teilweise recht verschachtelter Schreibstil und die Thematik an sich haben mir das Lesen bzw. das Lesevergnügen etwas getrübt. Allerdings wurde trotzdem auf sehr spannende Art und Weise erzählt und so war der Krimi binnen zwei Tagen gelesen.

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Veröffentlicht am 28.12.2019

Ein Klassiker

Der Richter und sein Henker
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Kommisär Bärlach ermittelt diesmal in einem Polizistenmord. Den Schreibstil Dürrenmatts empfand ich als weniger anspruchsvoll im Vergleich zu jenem in "Der Verdacht" und auch die Thematik, die Instrumentalisierung ...

Kommisär Bärlach ermittelt diesmal in einem Polizistenmord. Den Schreibstil Dürrenmatts empfand ich als weniger anspruchsvoll im Vergleich zu jenem in "Der Verdacht" und auch die Thematik, die Instrumentalisierung von Menschen, kam nicht so erdrückend rüber und stand nicht so sehr im Vordergrund. Dennoch hat mich dieser Fall nicht so gepackt wie es Der Verdacht getan hat.

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