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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.06.2020

Unaufgeregte, detailreiche Erzählung über den letzten Sommer eines Mannes

Kostbare Tage
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Kostbare Tage sind die Sommertage für den an Lungenkrebs erkrankten Dad Lewis, denn es wird sein letzter Sommer, in der fiktiven Kleinstadt Holt, irgendwo im Mittleren Westen der USA, sein. Gepflegt und ...

Kostbare Tage sind die Sommertage für den an Lungenkrebs erkrankten Dad Lewis, denn es wird sein letzter Sommer, in der fiktiven Kleinstadt Holt, irgendwo im Mittleren Westen der USA, sein. Gepflegt und unterstützt wird er bis zum letzten Tag von seiner Frau Mary. Als sein Zustand immer schlechter wird kommt auch die gemeinsame Tochter Lorraine nach Hause um zu unterstützen. Nur ihr Bruder Frank, der sein Elternhaus, aufgrund seiner vom Vater nicht akzeptierten Homosexualität verlassen hat, kehrt nicht nach Hause zurück. Dad sinniert im Laufe der Zeit über sein Leben, das im Großen und Ganzen ein sehr glückliches war, von ein paar Episoden abgesehen. Auch die Nachbarinnen Berta May mit ihrer achtjährigen Enkelin Alice und Willa mit ihrer Tochter Alene besuchen und begleiten Dad regelmäßig in seinen letzten Tagen. Zwischendurch erfährt der Leser auch mehr über deren Leben und ihre Schicksalsschläge.
Der Erzählstil Harufs passt zur Story und seinen Beschreibungen über die weite Landschaft Holts und der Langsamkeit der Kleinstadt.
"Kostbare Tage" kann als Buch über das Loslassen und Abschiednehmen beschrieben werden. Es kommt jedoch gänzlich ohne Theatralik und Resignation aus. Ich empfand es als tröstlich und es hat mich trotz der eher unaufgeregten und etwas vorhersehbaren Handlung dennoch bis zur letzten Seite nicht losgelassen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.06.2020

Handlungsschwerpunkt anders als erwartet

Wie uns die Liebe fand
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In „Wie uns die Liebe fand“ erzählt die Autorin die Lebensgeschichte der 92-jährigen Madame Nan und ihren vier Töchtern, die in einem kleinen elsässischen Dorf leben. Grundsätzlich von der Handlung her, ...

In „Wie uns die Liebe fand“ erzählt die Autorin die Lebensgeschichte der 92-jährigen Madame Nan und ihren vier Töchtern, die in einem kleinen elsässischen Dorf leben. Grundsätzlich von der Handlung her, ein mäßig abwechslungsreiches Buch. Die Handlung plätschert so dahin, erreicht aber auch nie einen Höhepunkt an Spannung. Kurz vor Ende des Buches erfährt man, dann doch noch, was Moniseur Boberschram Madame Nan in der Vergangenheit angetan hat. Im Nachhinein gesehen, habe ich mir bei diesem Titel und aufgrund der Leseprobe einen anderen Handlungsschwerpunkt erwartet. Dennoch hatte ich eine angenehme Lesezeit, denn den Schreibstil der Autorin empfand ich als sehr erfrischend. Ich meine das Buch ist für all jene geeignet, die eine leichte Sommerlektüre schätzen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.04.2020

Ein Buch über eine heimelige Buchhandlung auf Rügen

Meine Inselbuchhandlung
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Aufmerksam geworden bin ich auf das Buch aufgrund des Covers und der Klappentext hat meinen Wunsch das Buch zu lesen verstärkt.

Die Rüganerin Petra Dittrich schreibt in Meine Inselbuchhandlung von ihrem ...

Aufmerksam geworden bin ich auf das Buch aufgrund des Covers und der Klappentext hat meinen Wunsch das Buch zu lesen verstärkt.

Die Rüganerin Petra Dittrich schreibt in Meine Inselbuchhandlung von ihrem Werdegang von der Verkehrskauffrau zur stolzen & erfolgreichen Buchhändlerin auf der Ostseeinsel Rügen. Dieser Weg war natürlich nicht frei von Komplikationen. So kam es nach einem Zerwürfnis mit dem Vermieter dazu, dass Dittrich sowohl die Wohnung wechseln, als auch ihre Buchhandlung auf die gegenüberliegende Marktseite verlegen musste. Davon ließ sich die Powerfrau aber nicht abschrecken. Heute läuft der Laden so gut wie eh und je, sie kann auf den Rückhalt der Rüganer bauern und mehrmals im Jahr finden Autorenlesungen u. A. Mit Thomas Raab, Dörte Hansen usw. statt. Außerdem gibt es die eine oder andre Beschreibung über Rügen oder die Rüganer.

Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und zur Lektüre passend. Die Seiten flogen nur so dahin, denn auch das Geschriebene war sehr abwechslungsreich und kurzweilig. Während der Lektüre wurde es nie anstrengend weiter zu lesen und so war das Buch in wenigen Tagen gelesen. Klare Leseempfehlung für alle, die Interesse an einem autobiografischen Text in dem mit jedem Satz die Liebe zu Beruf, Literatur und den Lesern mitschwingt.

Die Lektüre hat meinen Wunsch Rügen zu besuchen nur verstärkt und zudem weiß ich nun, wo ich eine gut sortierte Buchhandlung inklusive meist gut gelaunter Buchhändlerin finde nämlich in Gingst.

  • Cover
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Veröffentlicht am 16.04.2020

Ratgeber der anderen Art

Der Wald, vier Fragen, das Leben und ich, Von einer Begegnung, die alles veränderte
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Tessa Randau schreibt in Der Wald, vier Fragen, das Leben und ich über die Begegnung einer gestressten Mutter mit einer älteren Dame, die ihr Leben nachhaltig verändert hat. Nach und nach stellt die Dame ...

Tessa Randau schreibt in Der Wald, vier Fragen, das Leben und ich über die Begegnung einer gestressten Mutter mit einer älteren Dame, die ihr Leben nachhaltig verändert hat. Nach und nach stellt die Dame ihr vier Fragen, durch die, man dem was man wirklich will/braucht, ... näher kommt. Durch den unkomplizierten Schreibstil ist man beim Lesen sofort voll und ganz auf die Thematik konzentriert und kann auch über die eigene Situation reflektieren. Die Protagonistin kommt ebenfalls sehr sympathisch rüber, man kann sich sofort in sie einfühlen und ihre Situation gut nachvollziehen. Das Büchlein mit seinen insgesamt 120 Seiten wird durch schöne in Pastellfarben gehaltene Illustrationen aufgelockert. Die richtige Lektüre/Anleitung für all jene die den Status Quo in ihrem Leben hinterfragen und verändern möchten, auch über Corona-Zeiten hinaus.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
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Veröffentlicht am 08.04.2020

Arno Bussi ermittelt wieder

Die Toten vom Lärchensee
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Das lange warten hat ein Ende. Heute erscheint „Die Toten vom Lärchensee“ von Joe Fischler, der zweite Fall für Arno Bussi. Arno Bussi wird erneut von Wien nach Stubenwald in Tirol beordert. Er soll dort ...

Das lange warten hat ein Ende. Heute erscheint „Die Toten vom Lärchensee“ von Joe Fischler, der zweite Fall für Arno Bussi. Arno Bussi wird erneut von Wien nach Stubenwald in Tirol beordert. Er soll dort in einem fünf Jahre alten Cold Case ermitteln. Schon bald befindet er sich mitten in den Ermittlungen, als ein weiterer Mord geschieht, der in Zusammenhang mit den geplanten Alpen-Chalets am Lärchensee stehen könnte. Als wäre die Mordermittlung noch nicht genug, muss er verhindern, dass sich die Einheimischen gegenseitig an die Gurgel gehen, entdeckt auch die eine oder andere Liebelei und erlebt auch selbst, im wahrsten Sinne des Wortes, eine heiße Nacht. Doch je widriger die Umstände, umso engagierter ist Arno und so löst er auch diesen Fall im handumdrehen. Für den Leser leider viel zu früh. Der Krimi steht dem ersten Teil der Reihe, „Der Tote im Schnitzelparadies“ um nichts nach und war meines erachtens etwas realistischer als sein Vorgänger. Ein sehr lockerer und unterhaltsamer Tirolkrimi. Ich bin schon gespannt auf Teil drei.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere