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Veröffentlicht am 29.11.2025

Interessantes Dorfsetting

Mörderfinder – Mit den Augen des Opfers
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Damit hat Fallanalytiker Max Bischoff nicht gerechnet. Keine andere als die Leiterin des KK 11 in Düsseldorf, Polizeirätin Eslem Keskin, die bislang kein gutes Haar an ihm gelassen hat, bittet Max um Hilfe.
Er ...

Damit hat Fallanalytiker Max Bischoff nicht gerechnet. Keine andere als die Leiterin des KK 11 in Düsseldorf, Polizeirätin Eslem Keskin, die bislang kein gutes Haar an ihm gelassen hat, bittet Max um Hilfe.
Er soll in dem kleinen Weinort Klotten an der Mosel inoffziell in einem nie gelösten Vermisstenfall ermitteln. Keskin ist in ihrem privaten Umfeld auf neue Hinweise zu dem über zwanzig Jahre alten Fall gestoßen und hofft, dass es Max gelingt, die richtigen Schlüsse zu ziehen. Doch kaum vor Ort ereignet sich ein Mord. Max ist bald an etwas dran, aber ignoriert alle Warnungen. Eine Entscheidung, die ihn das Leben kosten könnte …

„Mörderfinder – Mit den Augen des Opfers“ ist der dritte Band von Arno Strobels Reihe um den Ermittler Max Bischoff. Die Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden.
Auch in Band drei hat mich Strobel direkt abgeholt und bis zum Ende nicht mehr losgelassen.
Ausgerechnet Eslem Keskin, die Chefin des KK11, bittet Max Bischoff um seine Hilfe.
Ich muss sagen, sie geht mir zwischendurch ganz schön auf den Zeiger, aber irgendwie gibt das der Sache noch ein paar Kanten, die passen.
Neu dabei ist die junge Polizistin Jana und nicht ganz neu aber dieses Mal mehr eingebunden, ist der Psychologe und Schriftanalytiker Marvin Wagner. Eine tolle, leicht skurrile Figur, die eine super Ergänzung zu Max und Böhmer darstellt.
Das Dorfsetting hat mir gut gefallen. Ich mag die Geschichten, die in diesen kleinen verschwiegenen Dörfern spielen, wo alle den Mund halten, bis dann doch mal einer redet und alles auseinanderfällt.
Auch dieser Fall hier ist wieder richtig verworren und besonders, als die zuständigen Ermittler eintreffen und deren Chef auch nicht ganz korrekt scheint, wird es noch interessanter.
Von Anfang bis Ende habe ich mitgerätselt und war mit Spannung dabei.
Das Ende ist gelungen und konnte mich überzeugen. Klasse Fortsetzung!

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Veröffentlicht am 29.11.2025

Würdiger Nachfolger

Mörderfinder – Die Macht des Täters
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Der Anruf kam unerwartet. Eine Ex-Kollegin bittet Fallanalytiker Max Bischoff um Hilfe. Ihr Neffe wurde des Mordes beschuldigt und hat sich daraufhin das Leben genommen. Mit 22. Ein Schuldeingeständnis? ...

Der Anruf kam unerwartet. Eine Ex-Kollegin bittet Fallanalytiker Max Bischoff um Hilfe. Ihr Neffe wurde des Mordes beschuldigt und hat sich daraufhin das Leben genommen. Mit 22. Ein Schuldeingeständnis? Oder die Tat eines Verzweifelten?
Max sichtet die Fakten, die Beweislast ist erdrückend, aber nichts passt zusammen. Kein Motiv, vollkommene Willkür. Und dann die vage Verbindung zu einem anderen Fall. Irgendetwas ist da, das kann Max beinahe körperlich spüren. Aber der Kopf des Mörders bleibt ihm verschlossen. Hat er sich verrannt? Oder versagt die Fallanalyse und damit Max zum ersten Mal in seiner gesamten Laufbahn?

„Mörderfinder – Die Macht des Täters“ ist der zweite Band von Arno Strobels Reihe um den Ermittler Max Bischoff.
Der erste Band war spannend und heftig, da es dort um den Missbrauch von Kindern ging. Ich war gespannt, wie Strobel an so einen Reihenauftakt anknüpfen will.
Im zweiten Band geht es zum Glück nicht weniger spannend aber für mich persönlich, weniger schrecklich weiter. Ich weiß, Morde sind immer schlimm aber Fälle um Kinder sind da noch mal anders.
Hier wird Max von einer Ex-Kollegin zu Rate gezogen, denn ihr Neffe soll eine Frau ermordet und sich dann umgebracht haben. Aber so richtig passt er als Täter nicht ins Bild, obwohl alles auf ihn deutet. Max beginnt zu ermitteln aber stößt schnell an Grenzen seiner Techniken und seines Instinktes, die er so nicht kennt.
Diese Zweifel haben der Figur noch einmal eine neue Seite gegeben und eine andere Art von Spannung reingebracht, besonders als Max selbst in den Fokus rückt.
Der Fall ist unheimlich verworren und es tauchen immer neue Infos und Richtungen auf, die wirklich in die Irre führen können.
Mit von der Partie ist natürlich wieder Max guter Freund und ehemaliger Kollege Horst Böhmer. Aber auch neue Figuren bereichern den Fall, wie z.B. der etwas skurrile Psychologe und Schriftanalytiker Marvin Wagner oder die zickige KK11 Chefin Eslem Keskin.
Von der ersten bis zur letzten Seite hat mich die Ermittlungsarbeit von Bischoff und Böhmer in den Bann gezogen und auch wenn mich die Auflösung nicht hundertprozentig überzeugen konnte, war das Finale wirklich gut.
Die Auflösung um das Motiv und den Täter war mir etwas zu konstruiert bzw. zu schwach für das Ausmaß der Tat, deswegen gibt es einen Stern weniger.
Aber insgesamt ist „Mörderfinder – Die Macht des Täters“ definitiv ein würdiger Nachfolger zum ersten Band und ich freue mich schon auf Band drei.

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Veröffentlicht am 09.11.2025

Schöner Nachkriegsroman

Der Kindersuchdienst (Kindersuchdienst 1)
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Hamburg 1955: Die schüchterne Annegret und die vornehme Charlotte arbeiten Seite an Seite beim Kindersuchdienst des Deutschen Roten Kreuzes. Doch als ein Geheimnis aus Charlottes Vergangenheit ans Licht ...

Hamburg 1955: Die schüchterne Annegret und die vornehme Charlotte arbeiten Seite an Seite beim Kindersuchdienst des Deutschen Roten Kreuzes. Doch als ein Geheimnis aus Charlottes Vergangenheit ans Licht kommt, droht ihre Freundschaft zu zerbrechen. Dabei braucht Charlotte gerade jetzt Annegrets Hilfe, um die Eltern der kleinen Monika zu finden, die als Säugling auf einem Bauernhof ausgesetzt wurde. Als dann auch noch der Kindersuchdienst vor dem Aus steht, liegt das Schicksal Tausender Waisen plötzlich in Annegrets und Charlottes Händen. Nicht nur ihr Chef steht ihnen dabei im Weg, sondern auch der gut aussehende Hauptkommissar Hartmann von der Kriminalpolizei. Dabei verbindet ihn und die beiden Frauen dasselbe Ziel: die verlorenen Kinder wieder zu ihren verzweifelten Familien zu bringen.

Antonia Blum nimmt uns im ersten Teil der Reihe um den Kindersuchdienst mit nach Hamburg 1955.
Das Deutsche Rote Kreuz hilft seit Jahren dabei, tausende von Kindern wieder mit ihren Eltern zu vereinen und genau um diese Arbeit geht es hier.
Die Autorin rückt dabei die beiden Frauen Charlotte und Annegret in den Vordergrund und erzählt ihre Geschichte beim Kindersuchdienst.
Sie erzählt von der Arbeit dort, den Schwierigkeiten, den Erfolgen und auch den Kolleginnen.
Aber natürlich geht es auch um die beiden Frauen an sich und um ihre Herausforderungen, die die damalige Zeit für Frauen mit sich gebracht hat.
Die Autorin hat wieder einmal super recherchiert und erlebte Geschichte für den Leser greifbar gemacht. Vieles aus diesem Buch ist wirklich so geschehen und die fiktiven Teile fügen sich super ein.
Mein einziger Kritikpunkt ist, dass das Buch manchmal ein wenig an Fahrt verloren hat und mir die beiden Hauptfiguren ein bisschen sehr schnell im Streit mit ihren männlichen Protas waren.
Aber insgesamt hat mir das Buch richtig gut gefallen und ich freue mich auf den nächsten Teil.

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Veröffentlicht am 09.11.2025

Verschiebt die Perspektive

Tamar - Wie Gottes Berufung dem Leben Bedeutung gibt
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Ausgeschlossen, verraten, sich selbst überlassen, allein. Tamar hätte den Weg der Verbitterung wählen können. Doch sie entschied sich für Mut und Entschlossenheit. Und Gott hat sie gesehen!
Nicola Vollkommer ...

Ausgeschlossen, verraten, sich selbst überlassen, allein. Tamar hätte den Weg der Verbitterung wählen können. Doch sie entschied sich für Mut und Entschlossenheit. Und Gott hat sie gesehen!
Nicola Vollkommer wirft einen tiefen Blick in die Bibel auf eine Frau des Alten Testaments, die eine Nebenfigur zu sein schien – aber Gott hat gerade sie erwählt, um Geschichte mit ihr zu schreiben. Was bedeutet das wohl für unser eigenes Leben?

Nicola Vollkommer erzählt in „Tamar - Wie Gottes Berufung dem Leben Bedeutung gibt“ einen Teil der Bibel ganz neu. Zumindest für mich.
Einmal im Jahr lese ich die Bibel von vorne bis hinten und natürlich kenne ich auch die Geschichte um Joseph und seine Brüder. Aber besonders über Juda habe ich mir nie viele Gedanken gemacht. Unbequemer Zeitgenosse.
Ich fand aber schon immer Tamars Aktion irgendwie cool, die sie mit Juda abgezogen hat.
Aber auch hier habe ich nie weitergeforscht oder auch nur länger drüber nachgedacht.
Die Autorin geht in die Tiefe und erzählt Tamars Geschichte mit allen bekannten Details. Viele davon waren mir nicht bewusst oder ich habe sie schlichtweg überlesen.
So schnell verblassen die Randfiguren, obwohl sie doch eine wirklich wichtige Rolle spielen.
Nicola Vollkommer erzählt aber nicht einfach nur Tamars Geschichte. Sie gibt dem Leser Erklärungen und Details an die Hand, die man benötigt, um Tamars Situation und Denkweise zu verstehen. Zwischendurch gibt es fiktive Gespräche zwischen den Figuren, die sie greifbarer wirken lassen und die Geschichten mehr in unser Leben rücken.
Die Autorin führt den Leser mit einer Prise Humor, guter Recherche und einem tollen Schreibstil in Tamars Geschichte hinein und zeigt sehr gut auf, wie wichtig es ist, Mut zu haben und Gottes Berufung mit Vertrauen zu folgen.
Ein tolles Buch, welches die Perspektive auf eine der wichtigen Randfiguren verschiebt.

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Veröffentlicht am 18.10.2025

Schöne Graphic-Novel für Jane Austen Fans

Verstand und Gefühl - die Graphic Novel nach Jane Austen
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Seit über 200 Jahren begeistert Jane Austens Klassiker Leserinnen und Leser – nun erscheint er erstmals als atmosphärische Graphic Novel, neu erzählt für junge Erwachsene. Elinor setzt auf Vernunft, Marianne ...

Seit über 200 Jahren begeistert Jane Austens Klassiker Leserinnen und Leser – nun erscheint er erstmals als atmosphärische Graphic Novel, neu erzählt für junge Erwachsene. Elinor setzt auf Vernunft, Marianne folgt ihrem Gefühl. Doch als die Liebe ihr Leben auf den Kopf stellt, müssen sich beide entscheiden: Kopf oder Herz? Diese moderne Adaption von Anna Opel und Stella Langecker fängt die zeitlose Frage nach Liebe und Selbstbestimmung ein – intensiv, berührend und unmittelbar wie nie. Mit kunstvollen, handgezeichneten Illustrationen erwacht das historische England zum Leben. Jede Seite ist ein visuelles Meisterwerk voller Emotionen und Tiefe – perfekt für Austen-Fans und alle, die vernünftig sind und trotzdem große Gefühle lieben.

Anna Opel und Stella Langecker haben in dieser Graphic Novel den Jane Austen Klassiker „Verstand und Gefühl“ neu aufgelegt und für eine neue Generation wunderschön gestaltet.
Die Bilder sind voller Natur und mit schönen Details versehen.
Die Geschichte kommt gut rüber. Obwohl ich da meinen Kritikpunkt ansetzen muss.
Ich habe „Verstand und Gefühl“ im Original noch nicht gelesen und habe relativ lange gebraucht, um in die Geschichte reinzufinden, die Personen auseinanderzuhalten und den roten Faden zu finden.
Einmal gelungen, hat mich diese Graphic Novel mitgenommen und ich habe sie sehr gerne bis zum Ende gelesen.
Ich denke, für Leser, die das Original schon gut kennen, ist diese Graphic Novel ein richtiges Highlight. Für jemanden wie mich schön aber es fehlt dann das gewisse Etwas.
Ich würde aber wieder Graphic Novels dieser Art lesen.

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