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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.05.2021

Wirklich gefühlvoll und realitätsnah

Heimweh nach uns
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Lena und Malte sind seit dreiundzwanzig Jahren ein Paar, ein gutes Team und Eltern von zwei wundervollen Kindern. Doch der Alltag hat die beiden fest im Griff. Immer öfter spürt Lena, dass das Leben ihr ...


Lena und Malte sind seit dreiundzwanzig Jahren ein Paar, ein gutes Team und Eltern von zwei wundervollen Kindern. Doch der Alltag hat die beiden fest im Griff. Immer öfter spürt Lena, dass das Leben ihr zu schnell wird und die Doppelbelastung aus Job und Familie ihr den Atem raubt. Ihre Schwester Judith schenkt ihr deshalb einen Yogakurs. Ein Geschenk, das Lena nur widerwillig und skeptisch annimmt. Doch als dann Reik, ihr Yogalehrer, vor ihr steht, zieht er sie sofort in seinen Bann. Er ist die Leichtigkeit, die sie in ihrem Leben vermisst hat. Er stellt die Fragen, die schon so lange nach einer Antwort suchen. Und er berührt etwas in ihr, das ihr Herz schneller schlagen lässt. Lena gibt sich diesem Gefühl hin - und läuft Gefahr, am Ende alles zu verlieren.

„Heimweh nach uns“ von Helen Schreiber beginnt mitten im Alltag. Wir lernen Lena und Malte kennen und erleben direkt ihren stressigen Alltag zwischen Vollzeitjobs, Haushalt, der Suche nach einem Eigenheim und den Kindern. Lena hat schon lange das Gefühl, dass immer irgendetwas auf der Strecke bleibt und sie und Malte stetig die Verbindung zueinander verlieren.
Ich war auf den ersten Seiten direkt überrascht. Der Autorin gelingt es extrem gut, die Gefühlslage von Lena zu transportieren. Während ich Lena begleitet habe, habe ich innerlich ebenfalls ihren Stress, ihre Sorgen und ihr Bedürfnis nach Ruhe spüren können. Ich konnte wirklich von Anfang an mit ihr mitfühlen. Als dann ihre Schwester sie zum Yoga überredet und Lena das erste Mal hingeht, war auch diese Erfahrung wirklich spürbar. Ich konnte nachvollziehen wie überraschend für Lena die Entspannung war und welche Anziehung Reik auf sie haben muss. In mir selbst hat sich auch der Wunsch nach Yoga und Entspannung geregt.
Trotz aller Sorgen und Zweifel ist mir Lena dabei sehr sympathisch geworden und ans Herz gewachsen. Sie tat mir zwischendrin so leid. Aber auch Malte ist nicht unsympathisch und auch seine Gefühle konnten mich berühren.
Als es dann gegen Ende zur unweigerlichen Konfrontation kam, hatte ich über Seiten hinweg Tränen in den Augen. Die ganze Geschichte hat mich wirklich mitgenommen und tief berührt. Ich glaube, weil einfach alles an diesem Buch sehr realitätsnah und alltäglich war und ich mich ungewöhnlich gut in alles hineinversetzen konnte.
Ich bin wirklich begeistert und bewegt von diesem Buch! Eine klare Empfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.05.2021

Unglaublich bewegende Geschichten

Blind Date mit Gott
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Jugendliche erzählen, wie sie Gott in Schule, Familie und Freundschaften erlebt haben. Und wie es ihnen gelungen ist, mit seiner Hilfe Ängste zu überwinden, Enttäuschungen zu verkraften und vertrauensvoll ...

Jugendliche erzählen, wie sie Gott in Schule, Familie und Freundschaften erlebt haben. Und wie es ihnen gelungen ist, mit seiner Hilfe Ängste zu überwinden, Enttäuschungen zu verkraften und vertrauensvoll zu leben. Es sind knapp 50 Mut machende, tiefsinnige und bewegende Storys, die immer wieder verdeutlichen, wie Gott das Leben auf positive Weise verändern kann.

In „Blind Date mit Gott – Wahre Geschichten für Teens“ fasst Alice Gray fünfzig wundervolle Geschichten zusammen, die von und für Teens erzählt werden und alle eins beinhalten: Unglaubliche Erfahrungen mit Gott.
Jede dieser Geschichten hat mich staunend, berührt und dankbar zurückgelassen. Ich habe gestaunt auf welche Wege Gott handelt, sich zeigt und Wunder vollbringt. Ich war berührt, welche Dinge einige Menschen ertragen mussten und wie Gott ihnen nicht nur geholfen hat, diese zu überstehen, sondern sie auch noch dadurch gestärkt hat. Und ich war und bin einfach unglaublich dankbar, dass Gott so viel Liebe für uns hat, dass er all dies möglich macht.
Dieses Buch ist wirklich toll geschrieben und wirklich nicht nur für Teens eine tolle Lektüre.
Ich kann es jedem ans Herz legen. Egal ob man bereits Christ ist, auf dem Weg dahin oder vielleicht herausfinden möchte, wer Gott überhaupt ist.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.04.2021

Richtig gutes Psycho-Drama

Darling Rose Gold
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Rose Gold ist schwer krank. Sie wird für immer im Rollstuhl sitzen und auf die Hilfe ihrer Mutter Patty angewiesen sein. Das hat sie zumindest achtzehn Jahre lang gedacht. Bis sie herausfindet, dass ihre ...

Rose Gold ist schwer krank. Sie wird für immer im Rollstuhl sitzen und auf die Hilfe ihrer Mutter Patty angewiesen sein. Das hat sie zumindest achtzehn Jahre lang gedacht. Bis sie herausfindet, dass ihre Mutter sie die ganze Zeit belogen hat …
Nach fünf Jahren im Gefängnis muss Patty erst einmal Fuß fassen. Sie ist daher froh, dass Rose Gold ihr trotz allem angeboten hat, sie vorübergehend bei sich zu Hause aufzunehmen. Patty will nur eines: sich endlich mit ihrer Tochter versöhnen. Das behauptet sie zumindest.
Aber Rose Gold kennt ihre Mutter: Patty wird nicht ruhen, bis sie die Zügel wieder in der Hand hält. Nur ist Rose Gold nicht länger Pattys kleine schwache Tochter.
Sie will ihre Mutter loswerden. Für immer.

Ich denke mir ging es mit dem Cover wie vielen, die einen Blick drauf werfen. Auf den ersten Blick erwartet man eine Liebesgeschichte und auch der Titel könnte ein Hinweis darauf sein. Wenn man genauer hinsieht, erkennt man kleine Details, die einen anderen Eindruck erwecken. Der Klappentext hat mich zum Glück sofort zum Lesen überzeugt.
Ich liebe Bücher, die sich mit psychologischen Themen auseinandersetzen. In diesem Falle ist es das Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Rose Gold und ihrer Mutter Patty erzählt. Pattys Kapitel spielen alle im jetzt, die von Rose Gold in der Zeit nach der Verurteilung ihrer Mutter bis hin zur Gegenwart. Eingestreut werden auch immer wieder Erinnerungsfetzen an die Zeit, bevor Rose Gold herausgefunden hat, was eigentlich passiert.
Zu Beginn ist es extrem interessant und spannend. Man weiß als Leser noch nicht ganz was wirklich passiert ist und wer im Recht ist. Man vermutet es und sammelt ein Indiz nach dem anderen. Das fand ich unheimlich gut.
Nach und nach kristallisiert sich heraus, wie die zwei Frauen wirklich ticken. Beide mehr oder weniger Fremdverschuldet aber normal läuft da nichts. Das hat die Spannung in eine andere Richtung gelenkt, denn man wollte nur noch wissen, was wer als Nächstes vorhat.
Ein bisschen kam mir das Katz-und-Maus-Spiel der beiden zu kurz aber das ist nur ein kleiner Wehrmutstropfen, bei einem sonst wirklich guten Buch.
Ich liebe, wie gesagt, Psychothriller und Psychodramen und dieses Buch hat mich durchweg gepackt und bis zum Ende gefesselt. Ich kann es wirklich nur empfehlen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.04.2021

Die Sage der Wandler

Touch of Ink, Band 1: Die Sage der Wandler
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Seit Quinn denken kann, trägt sie ein Tattoo im Nacken. Ein wunderschönes, verschlungenes Muster – doch weder Quinn noch ihre Adoptiveltern wissen, woher sie es hat. Bis Quinn im ersten Semester an der ...


Seit Quinn denken kann, trägt sie ein Tattoo im Nacken. Ein wunderschönes, verschlungenes Muster – doch weder Quinn noch ihre Adoptiveltern wissen, woher sie es hat. Bis Quinn im ersten Semester an der Vancouver Island University auf Nathan trifft. Nathan, der ihr einen heiß ersehnten Job vor der Nase wegschnappt. Dessen funkelnde Augen und fast raubtierhafte Geschmeidigkeit Quinn unweigerlich faszinieren. Instinktiv spürt sie, dass hinter der Fassade des Vorzeigestudenten etwas Unbezähmbares lauert. Doch sie ahnt nicht, dass Nathans Geheimnis etwas mit den unheimlichen Visionen zu tun hat, die sie seit Monaten verfolgen.

Als ich „Touch of Ink – Die Sage der Wandler“ von Stefanie Lasthaus begonnen habe, wusste ich nicht was mich wohl erwarten wird. Das Cover ist einfach so wunderschön aber es verrät nichts über den Inhalt des Buchs.
Da ich sonst nicht oft Bücher mit dem Thema Wandler lese, habe ich mich einfach mal überraschen lassen und bin wirklich sehr zufrieden. Ich habe das Buch an einem Tag verschlungen.
Für viele Leser ist der langsame Aufbau des Buchs ein Kritikpunkt. Mir hat der Aspekt aber ganz gut gefallen. Quinn und Nathan haben eben keine Ahnung was Quinns Geschichte ist und stürzen sich gemeinsam auf die Recherche und finden erst nach und nach immer mehr über alles heraus. So baut sich auch die Geschichte auf. Ich fand es unheimlich interessant immer mehr zu erfahren und nicht weniger oder mehr zu wissen als die Figuren.
Quinn ist eine wirklich sympathische Hauptfigur und auch ihre ziemlich abgeklärte Art hat mir gefallen. Spannend fand ich, dass gewisse Charakterzüge später erläutert werden und so eine gewisse neue Tiefe erhalten.
Auch die anderen Figuren fand ich super. Nicht alle sympathisch aber doch alle ziemlich spannend.
Die Autorin verbindet gekonnt die Welt der Tribes mit der normalen modernen Welt. Hat was von Urban-Fantasy. Das hat mir auf jeden Fall gefallen.
Das Buch bekommt im letzten Drittel richtig Fahrt und auch Actionanteile fehlen dann nicht mehr. Es kommt zu einigen überraschenden Wendungen und zu einem Ende, welches bestimmt so manchen Leser wie einen Kutscher fluchen lässt.
Ich muss den zweiten Teil einfach lesen und werde dieses Buch hier wärmstens empfehlen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.04.2021

Schöne Liebesgeschichte mit netten Denkanstößen

Liebesbriefjahre
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Hier erzählen Jeremy und Audrey Roloff ihre Liebesgeschichte. Es ist eine schöne Geschichte, aber längst keine perfekte. Bis zum "Ja"-Wort war es immer wieder auch ein schwieriger Weg, geprägt von emotionalen ...

Hier erzählen Jeremy und Audrey Roloff ihre Liebesgeschichte. Es ist eine schöne Geschichte, aber längst keine perfekte. Bis zum "Ja"-Wort war es immer wieder auch ein schwieriger Weg, geprägt von emotionalen Wellenbädern, gesundheitlichen Problemen und großen Entfernungen. Beide erzählen von ihren persönlichen Kämpfen, Erfahrungen, Widerständen. Sie geben praktische Tipps und ermutigen dazu, gezielt an der Partnerschaft zu arbeiten. Dieses Buch ist eine wunderbare Ermutigung, für die Liebe zu kämpfen, sie zu hegen und zu pflegen und zu voller Blüte zu bringen: zu einer erfüllenden, glücklichen Partnerschaft.

„Liebesbriefjahre“ von Jeremy und Audrey Roloff erzählt eine schöne und romantische Liebesgeschichte aus dem echten Leben.
Die beiden geben abwechselnd ihre Sicht auf ihre gemeinsame Geschichte preis und erzählen vieles vom Kennenlernen, über die Probleme einer Fernbeziehung, bis hin zur Ehe.
Man merkt, dass jeder in seine eigenen Kapitel viel Gefühl gesteckt hat. Der unterschiedliche Stil der Kapitel macht es noch authentischer.
Die beiden erzählen nicht nur von ihrer Liebesgeschichte, sie berichten auch, wie sie mit verschiedensten Problemen und Konflikten umgegangen sind bzw. immer noch umgehen und wie sie den Glauben an Gott in ihre Beziehung eingebunden haben.
Wie bei jedem Ratgeber muss jeder Leser für sich entscheiden, welche Ratschläge er auf sein Leben adaptieren kann und wieviel er aus dem Gelesenen mitnimmt. Ich persönlich konnte mich in vielen Punkten wiederfinden und mir nette Denkanstöße und gute Ideen herausziehen und bei anderen Punkten habe ich gemerkt, dass es nicht ganz zu mir passt.
Für mich bedeutet das aber, dass dieses Buch vielseitig ist und hier keine Universalanleitung sondern ein Lebensbericht geschenkt wird.
Mir hat es sehr gut gefallen, Audrey und Jeremy bei ihrer Reise zu begleiten und ich konnte mir die ein oder andere Sache mitnehmen. Ich werde dieses Buch auf jeden Fall weiterempfehlen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere