»Zieht es dich auch zum Feuer, kleine Motte?«
The Deadly Side of LoveDas Lesen von „The Deadly Side of Love“ hat mir richtig viel Spaß gemacht. Die Mischung aus dem heimeligen Setting in der Buchhandlung und den Hexen-Elementen, hat mir ein herbstliches Lesegefühl beschert. ...
Das Lesen von „The Deadly Side of Love“ hat mir richtig viel Spaß gemacht. Die Mischung aus dem heimeligen Setting in der Buchhandlung und den Hexen-Elementen, hat mir ein herbstliches Lesegefühl beschert. Zudem wird die Geschichte mit einem flüssigen, humorvollen Schreibstil erzählt, der mich das Buch in einem Rutsch durchlesen ließ.
Gelesen wird die Geschichte aus der POV von Hexe Dee und dem Dämon Ydril. Dee habe ich als chaotisch, witzig, warm und liebevoll kennengelernt. Ihre Sichtweise bringt insbesondere quirligen Humor mit sich, was mich ein wenig an klassische RomComs erinnert hat. Außerdem fand ich es schön, wie authentisch und verletzlich sie sich anfangs zeigt und mit der Handlung wächst.
Ydril ist definitiv in der Kategorie morally grey Bad Boy. Dank Dees Beschwörung, kommt er nicht mehr von ihr los und füllt ab da ihren Alltag mit Schabernack. Dabei schwankt er häufig zwischen spitzbübischen Humor, anzüglichen Versuchungen oder dem Angebot, die Seelen ihrer Feinde zu holen.
Die Anziehungskraft zwischen den Beiden knistert so gewaltig, dass sie sich gefühlt durch die Seiten brennt und ein Kribbeln in den Fingerspitzen auslöst, was bei mir zum Wiggeln mit den Füßen und Giggeln geführt hat. Die beiden führen herrliche Dialoge, in denen sie sich ein wenig aufziehen oder gegenseitigem Bestärken. Man hat bei ihrer Dynamik regelrecht Motten… äh Schmetterlinge im Bauch.
Ein Pro bei der Lovestory: Zu Beginn des Buches steht eine Kapitel-Nr., die man überspringen kann, wenn man keinen expliziten Spice lesen möchte (ohne Plot zu verpassen). Drumherum wird er dennoch angedeutet und ein Knistern aufrechterhalten. Mir hat die Mischung sehr gut gefallen. Einzig die Andeutungen eines Messer-Kinks fand ich in diesem cozy Read nicht ganz passend.
Einige der Nebencharaktere habe ich ebenfalls ins Herz geschlossen. Allen voran den sprechenden Totenkopf in Dees Buchhandlung, der seinen eigenen Kopf hat (Wortwitz) und die tierischen Schattenwesen, die Ydril begleiten.
Die Fantasy-Elemente fand ich spooky, magisch und schön eingestreut, allerdings gehen sie m. E. nicht so sehr in die Tiefe. Im Fokus stehen eher die Lovestory und wichtige Themen aus dem Leben (z. B. Body Positivity).
Das Ende des Buches hat mich dann nochmal richtig überrascht. Ich dachte mir: Gott sei Dank gibt es eine Fortsetzung! An dieser Stelle ein kurzes Jammern auf hohem Niveau: Ich empfand es als etwas abruptes Ende.
Fazit:
Ein herbstlich, magischer, Funken sprühender Auftakt inklusive chaotischer und warmherziger Hexenprotagonitsin sowie ein morally grey Dämon als Love Interest. Die Charaktere sind wundervoll ausgearbeitet und einige von ihnen habe ich sehr ins Herz geschlossen. Insgesamt hatte ich viel zum Giggeln, Lachen, aber auch zum Mitfiebern. Ich hatte beim Lesen lediglich kleine Kritikpunkte, die im Gesamtpaket kaum ins Gewicht fallen.