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Veröffentlicht am 04.01.2025

Dir kann die Welt gehören

Girl, Goddess, Queen: Mein Name ist Persephone
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Die Adaption von Persephone beginnt bereits ab Satz eins sehr stark:

„Als sie mich fragten, was ich wollte, sagte ich: »Die Welt.«“ – S.9

Ab hier habe ich mich auf die Geschichte mit starker Protagonistin ...

Die Adaption von Persephone beginnt bereits ab Satz eins sehr stark:

„Als sie mich fragten, was ich wollte, sagte ich: »Die Welt.«“ – S.9

Ab hier habe ich mich auf die Geschichte mit starker Protagonistin und einem epischen Schreibstil gefreut. Das liefert Bea Fitzgerald mit ihrem Buch auch. Zusätzlich gibt es eine gute Portion griechische Mythologie, worüber ich mich gefreut hab. Vieles davon auch unverschönert und Sagen-getreu. Auch die Sage rund um Persephone entspricht größtenteils der Mythologie, wobei die Autorin ein paar spannende Twists mit hineingearbeitet hat. Der Plot windet sich insbesondere um die Sage über Persephones Raub und wie ihre Zeit in der Unterwelt ausgesehen haben könnte.

Persephone ist eine sehr komplexe Hauptfigur, die kurz vor ihrer arrangierten Ehe steht. Auf das Konzept der Ehe hat sie kein Bock. Ihren Eltern die Stirn zu bieten ist jedoch gar nicht so einfach. Deswegen entschließt sie sich zu einer gefährlichen Flucht… in die Unterwelt. Und sie lässt Hades keine Wahl, als sie aufzunehmen.

Ich fand ihren Charakter sehr spannend. Für mich kristallisierte sie sich schnell als eine Mischung aus People Pleaser, aber auch unterdrückte Persönlichkeit mit viel Feuer und Sarkasmus heraus. Als weibliche Göttin wurde sie klein gehalten und muss eine Entwicklung durchmachen, um auf ihre innere Stärke zu vertrauen. Eine sehr bestärkende Lektüre, wobei sie auch an einigen Moralgrenzen schabt. Für sich einzustehen, bedeutet auch manchmal Unmut bei anderen auszulösen. Zudem kann Persephone ehrgeizig oder Machthungrig wirken. Ich denke, man kann ihren Charakter im Buch unterschiedlich wahrnehmen. Ich wiederhole mich: ein spannender Charakter.

Das Buch vereint für mich zahlreiche Szenen, die mich zum Lachen gebracht haben sowie sehr tiefgründige Momente. Die Triggerwarnung am Anfang des Buches gibt einen richtig guten Einblick, um zu wissen, worauf man sich einlässt. Es sind viele emotionale Themen, die gut und authentisch aufgegriffen werden. Mehr als ein kritischer Blick, aber auch viele aufbauende Worte. Allgemein hat die Autorin es gut geschafft, verschiedene Aspekte gefühlvoll in Worte zu verpacken.

Zusammen mit Persephone spielt der Herr der Unterwelt noch eine große Rolle. Hades stellt sich mächtig, imposant und frech vor. Entspricht aber auch schnell der Beschreibung harte Schale, weicher Kern. Ihn fand ich etwas schwächer ausgearbeitet, als Persephone, aber nicht weniger spannend, da seine zwei Seiten auch einen kritischen Blick darauf wirft, "wie ein Mann zu sein hat".

Wichtig sind aber auch der jähzornige Zeus, eine liebevolle, aber auch erdrückende Demeter, Nyxen, die Persephone aufgezogen haben oder die Person gewordenen Flüsse der Unterwelt. Mein Highlight: Styx. Mit den Charakteren wird tief in die Mythologiekiste gegriffen.

Für mich gab es jedoch 2 Kritikpunkte beim Lesen. 1. Es gibt ein paar Filler-Szenen, die zu viel Platz erhalten und teilweise zu lang beschrieben werden. 2. Drama, Drama, Drama, weil die Kommunikation fehlt. Davon bin ich persönlich kein Fan. Beides nimmt gegen Ende zu, weshalb mich meine Kritikpunkte erst beim späten Lesen begleitet haben.

Fazit:

Witzig, tiefgründig, griechische Mythologie. Das erwartete mich in „Girl, Goddess, Queen“. Persephone ist eine komplexe Figur, die mich mit ihrem Sarkasmus zum Lachen gebracht hat und die mit ihrem Feuer für Respekt kämpft. Sie ist nicht nur gut, aber dadurch umso spannender kritisch zu hinterfragen. Ihre Geschichte ist insbesondere jedoch bestärkend. Die griechische Mythologie wird wunderbar aufgegriffen, aber auch neu entworfen und bringt eine tolle Fantasy-Note in die Geschichte hinein.

Für mich hätten es gerne weniger oder kürzere Filler-Szenen sowie mehr klare Kommunikation zwischen den Charakteren geben dürfen.

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Veröffentlicht am 04.01.2025

Knistern, Tiefgründigkeit, Witz und tolle Dialoge

Golden-Heights-Reihe, Band 1 - Unlock My Heart
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Dieses Buch vereint ein paar Romance-Klischees. Reicher Bad Boy meets arme Studentin wird dabei ganz groß geschrieben. Doch manchmal will ich genau das und dann brauche ich eine Autorin, die das gut schreiben ...

Dieses Buch vereint ein paar Romance-Klischees. Reicher Bad Boy meets arme Studentin wird dabei ganz groß geschrieben. Doch manchmal will ich genau das und dann brauche ich eine Autorin, die das gut schreiben und verpacken kann. Saskia Lous ist genau so eine Autorin.

Dieser Roman ist flüssig, spannend, voller Plottwists und unfassbar lustig geschrieben. Hinzu kommt viel Spannung auf mit den kriminellen Elementen, wo Moral-Fragen auch ihre Finger mit im Spiel haben. Ich habe mich gefühlt wie in einem Wattpad-Bestseller.

Bei Lexie merkt man sofort, dass sie es sehr schwer hatte und deshalb verschlossen ist. Gegenüber ihrem inneren Kreis wiederum ist sie sehr loyal, offen und verlässlich. Die Art ihren Liebsten gegenüber, machte sie mir schnell sympathisch. Gleichzeitig ist sie Sarkasmus auf zwei Beinen. Wegen ihr musste ich paar Mal richtig lachen, z. B. als sie meinte, sie wäre nicht zu spät - in einer anderen Zeitzone. Was ich besonders an ihr mochte? Ob verschlossen oder offen, was sie sagt, ist immer direkt und nicht um den heißen Brei herumgeredet.

Logan ist ebenfalls ein spannender Charakter. Bei ihm war ich richtig froh, auch aus seiner Perspektive lesen zu können, weil ihm seine Gedanken und Gefühle viel Tiefgründigkeit verliehen haben. Er wurde damit für mich weniger zum Klischee, davon hat er ja reichlich – heiß, reich, arrogant, kriegt alles, was er will. Doch sein Einblick zeigt, was für Schwierigkeiten ein Leben in der High Society mitbringt. Außerdem ist sein Interesse an Lexie einfach goldig, das Knistern mit ihr heftig. Und er bringt Ärger. Oder Spannung. Je nach Perspektive.

Die Charaktere haben alle ihren eigenen Charme. Über sie gibt es so viele alltägliche Details nebenher, die sie echt, greifbar und sympathisch machen. Lexies beste Freundin ist z. B. Weltmeister im Löffel auf der Nase balancieren. Logans bester Freund und sein Mutterteig im Kühlschrank sind enger miteinander, als gekreuzte Finger.

Das Buch greift Vieles auf, was ein großes Spannungslevel zeichnet. Der Deal, Lexies Vergangenheit, Logans Gegenwart und Hintergründe zu seinem Angebot. Irgendwann sind so viele Fäden offen, man kann nicht aufhören zu lesen. Ein paar Aspekte können damit aber zu schnell/glatt abgehandelt wirken.

Zwischendurch gibt es auch immer mal wieder schöne Sätze. Beispielsweise, dass man sich nicht bei allem hetzen, sondern schöne Momente auskosten soll oder Frauen sich gegenseitig unterstützen sollten. Es gibt aber auch ein paar Details, die man kritisch sehen kann. Body Shaming oder Ignorieren statt Kommunizieren zum Beispiel.

Fazit:

Romance-Klischees wie in einer Netflix-Serie, die man doch immer wieder gerne ansieht und liest. Knistern, Tiefgründigkeit, Witz und tolle Dialoge. Es liest sich leicht und locker, dabei passiert echt einiges. Ich habe die Geschichte schnell durchgesuchtet. Ein paar wenige Details können jedoch zu glatt wirken oder beim Lesen kritischer betrachtet werden.

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Veröffentlicht am 04.01.2025

Süß und nerdig

My Mechanical Romance – Gegensätze ziehen sich an (Von Olivie Blake, der Bestseller-Autorin von The Atlas Six)
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Die Robotik-Thematik fand ich spannend. So intensiv bin ich ihr in der Bücherwelt noch nicht begegnet, vor allem nicht in Zusammenhang mit einer Schulromanze. Und das Thema bleibt in dem Buch keinesfalls ...

Die Robotik-Thematik fand ich spannend. So intensiv bin ich ihr in der Bücherwelt noch nicht begegnet, vor allem nicht in Zusammenhang mit einer Schulromanze. Und das Thema bleibt in dem Buch keinesfalls oberflächlich. Die Autorin kratzt das Thema nicht an, sondern geht in die Tiefe und macht es zu einem großen Bestandteil ihres Romans. Leser, die dafür brennen, werden hier richtig viel Freude haben. Ich gebe zu, dass ich nicht alles verstanden habe bzw. mir vorstellen konnte. Dennoch hat man gemerkt, dass alles für Laien in einfachen Worten beschrieben wurde.

Ich find das Buch echt stark für alle Frauen, die in der sogenannten „Männerwelt“ ihren Platz zu finden suchen. Das Robotik-Team wird größtenteils von männlichen Nerds geführt und Mädchen von manchen Jungs als Diversitätsquote gesehen. Belächelt, nicht ernst genommen, aber voller Leidenschaft kämpfen sich die Damen in dem Buch durch die Vorurteile. Sie zeigen, dass es schwer sein kann, aber was für ein wundervolles Gefühl ist seine Leidenschaft zu leben und wie es ist, dann auch Erfolge damit zu erzielen.

Ich habe ein wenig gebraucht, bis ich mit den Hauptfiguren sympathisiert habe. Sie ist zunächst etwas schludrig und verwendet das Wort „Ugh“ in ihrem Gesprächsgebrauch bisschen zu häufig. Er wirkt als Star in jedem Bereich seines Lebens, etwas arrogant. Doch der Blick hinter die Fassade, zeigt, wie sie mit ihren eigenen Erwartungen und dem Druck von außen kämpfen. Zudem entwickeln sich Beide durch Gesprächsimpulse von außen, aber auch durch eigenes Reflektieren, wodurch sie mir immer mehr ans Herz gewachsen sind. Letztendlich hat ihre Leidenschaft für die Robotik, sie immer mehr nach außen strahlen lassen, was schön war zu beobachten.

Die Lovestory fand ich süß eingebaut. Sie baut sich authentisch auf, die Charaktere nehmen sich Zeit füreinander und damit, die Person kennenzulernen. Slow burn statt im schnellen Liebesrausch, was ich persönlich sehr passend fand. Es wirkte ein wenig, wie das erste Verlieben.

Den Plot fand ich in vielen Facetten auch stark aus dem Leben gegriffen. Es besteht nicht lediglich aus Robotik und einer Lovestory. Hier geht’s auch, um Familie, Freundschaften, den Schulalltag, der Druck mit der Zukunftsplanung in dem Alter, sich gesehen zu fühlen und um ein Gleichgewicht finden zwischen "sich treiben lassen, Ehrgeiz & sich verausgaben". Ich mochte die Tiefgründigkeit. Die vielseitigen Themen machten die Geschichte und Charaktere lebendiger und greifbarer für mich.

Fazit:


Ein Buch mit spannender, außergewöhnlicher Robotik-Thematik für das Romance-Genre. Zwar habe ich nicht jedes Detail vor Augen gehabt und nachvollzogen, aber es ist in einfachen Worten für Laien geschrieben und Robotik-Fans werden sich abgeholt fühlen. Für Frauen, die in einer Männerdomäne arbeiten (wollen) oder ein leidenschaftliches Hobby darin ausführen, sicherlich auch eine bestärkende Lektüre, in der sie sich vielleicht selbst etwas wiedererkennen.

Mit den Charakteren musste ich erst warm werden, aber sie holten mich im Laufe des Buches ab. Ihre Lovestory ist süß und authentisch für eine erste High School-Romanze. Die zahlreichen Facetten des Lebens, die ihren Platz im Geschehen finden, runden das Leseerlebnis ab.

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Veröffentlicht am 04.01.2025

Traumhaft.

12 - Das erste Buch der Mitternacht, Band 1
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Rezension bezieht sich auf die überarbeitete Fassung in 2024

Wow, was war das denn? Das Buch hat seine Krallen in mich geschlagen und eine Sogwirkung entfaltet, der ich nicht mehr entkommen bin. Ich liebe, ...

Rezension bezieht sich auf die überarbeitete Fassung in 2024

Wow, was war das denn? Das Buch hat seine Krallen in mich geschlagen und eine Sogwirkung entfaltet, der ich nicht mehr entkommen bin. Ich liebe, liebe, liebe es.

Beginnen wir erst Mal beim Setting. Hier schlafen die Charaktere ein und wachen vor den Nebel umwobenen Toren der Stadt Noctaris auf. Die Stadt der Träume und grenzenlosen Möglichkeiten. Ein Ort voller Lachen, Zauber und wahrgewordene Sehnsüchte. Doch auch voller albtraumhafter Schrecken, Monster und Szenen. Hier steckt so viel Liebe und Fantasie drin. Das Autorenduo hat sich große Mühe gegeben, die Vielfältigkeit unserer Traumlandschaft widerzuspiegeln. Ich fand es wunderschön in Noctaris.

Doch nur Personen mit dem besonderen Funken erhalten Zutritt und Harper ist überrascht, plötzlich dazuzugehören. Ihr Ticket in die Traumwelt hält jedoch einige gefährliche Abenteuer für sie bereit. Ich fands gut, wie sich das Spannungslevel im Buch langsam aufgebaut hat, um dann eine tolle Geschwindigkeit beizubehalten. Harper wurde richtig auf Trapp gehalten – ich gefühlt auch und damit saugt die Geschichte total ein.

Neben dem Setting und einem spannungsgeladenen Abenteuer, lebt das Buch auch eindeutig von den Kabbeleien zwischen Cyrus und Harper. Cyrus brauch Harpers Hilfe und umgekehrt benötigt Harper auch Cyrus‘ Hilfe. Doch die Zwei schenken sich nichts. Die Zwei sind Krallen und Dornen mit ihren Worten bis die Fetzen fliegen und die Luft anfängt zu knistern. Meinetwegen hätte es gerne etwas weniger sein können, manchmal wars schon ein kleiner Augenroller, aber ich shippe die Beiden schon sehr.

Ich finde von Harper sieht man im Auftakt bereits richtig viele Facetten. Sie zeigt sich liebevoll, zickig, reflektiert, überlegt, angriffslustig. Bei einem Gespräch mit Cyrus stänkert sie gerne, während sie mit ihrem besten Freund immer alles analysiert, sich selbst kritisch unter die Lupe nimmt und versucht andere zu verstehen. Ihre Beweggründe im Abenteuer basieren viel auf Liebe und Kummer, aber Wut und Zank sind ebenfalls oft ihr Begleiter. Sie ist absolut nicht perfekt, aber sie ist so menschlich und nachvollziehbar. Das mag ich gern bei Buchcharakteren.

Cyrus zeigt sich zu Beginn eher als schlechter Fremdenführer in der Traumstadt und entwickelt sich über die Seiten zu einem tollen Abenteuerbegleiter. Ein Schloss mit sieben Siegeln, das nicht gern etwas über sich Preis gibt, außer man nimmt sich etwas Zeit. Ein Bad Boy, der gerne mit Harper stänkert, aber auch bei Gefahren zur Stelle ist.

Fazit:

Tolles Setting, Plot mit Sogwirkung, authentische Charaktere mit Knisterpotenzial. Check, Check, Check. Was will man mehr?

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Veröffentlicht am 04.01.2025

Sommerlich, sportlich, emotional.

Cape Coral 1. Break through my Defense
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Der Start in dieses Buch ist… heavy. Payton hat gerade ihre Eltern verloren und ist in Schockstarre. Auf den ersten Seiten wird bereits deutlich, dass keine einfache, locker-leichte Sommerromanze im Buch ...

Der Start in dieses Buch ist… heavy. Payton hat gerade ihre Eltern verloren und ist in Schockstarre. Auf den ersten Seiten wird bereits deutlich, dass keine einfache, locker-leichte Sommerromanze im Buch wartet. Es wird tiefgründig, voller Emotionen und Verlustbewältigung.

Im neuen Standort fällt Payton der Alltag erst mal schwer. Von der Familie ihres Onkels wird sie nicht unbedingt empathisch aufgefangen und es wird ein Kampf überhaupt durchzuatmen. Dennoch stolpert sie Betty vor die Füße, wortwörtlich, die ihr eine quasselnde Unterstützung wird. Sie habe ich stark ins Herz geschlossen.

Am sympathischsten war mir jedoch Cameron. Bei einer Party wird ein sehr intensiver Augenkontakt zwischen Payton und dem Quarterback der Tigers der Start für eine Menge Gefühle. Deren erstes Aufeinandertreffen war… mega seltsam. Aber danach ging es steil bergauf und er entwickelt sich zu einem Book Boyfriend aus Träumen. Ihn fand ich liebevoll, direkt und er hat sich so viel Mühe gegeben. Tschüss, bare minimum.

Payton durchlebt eine schmerzhafte Zeit. Ihre Gedanken und Tage nach dem Unfall, brechen einem das Herz und nehmen emotional total mit. Umso schöner waren die Freundschaften, die sie Vorort geschlossen hat. Sie hat die Stärke in sich, die Emotionen zu verarbeiten und trotzdem brauchen wir manchmal Menschen um uns herum, die uns dabei unterstützen.

Zwischen Payton und Cameron ist ein Knistern, wie an einem wohlig warmen Lagerfeuer in einer angenehmen Sommernacht. Ich fand es schön, wie sich ein Kribbeln entwickelt hat allein durch unschuldige Berührungen oder Augenkontakt. Alles andere hätte ich in dem Kontext auch unpassend gefunden, wobei sich mit der Zeit auch ein gewisses Spice-Level entwickelt. Aber eben mit der Zeit.

Damit wurde es neben der Tiefgründigkeit, trotzdem noch eine Sport Romance Geschichte mit sommerlichem Touch, humorvollen Gesprächen und schönen Momenten. Wie ich es mir gewünscht habe. Ich mochte auch das Setting mit viel Sonnenschein, Bootsfahrten, Nächten am Pool. Es erweckt auf jeden Fall den Wunsch nach einem Besuch in Cape Coral.

Ich habe lediglich zwei kleine Kritikpunkte. Payton war mir nicht immer sympathisch. Manchmal war sie einfach nicht nett. Hat aus ihrer Unsicherheit heraus verurteilt oder ist vor schwierigen Kommunikationen geflohen. Allerdings merkt man über die Seiten, woher das ihren Ursprung hat und dass sie daran arbeitet. Über die Kapitel legt sie Schrittweise auch eine gute Entwicklung hin.

Außerdem hätte das Ende von mir aus mit einem Drama weniger enden können. Das Buch bietet bereits so viele tiefgründige Aspekte, Gespräche und Situationen, dass es ohne klassisches New Adult-Abschlussdrama ausgekommen wäre. Ist aber persönlicher Geschmack und letztendlich auch kein großer Abbruch gewesen.

Fazit:

Die Geschichte ist nichts für Zwischendurch, sondern da, um ganz viele Emotionen zu durchleben. Verlust, Ängste, Umgewöhnungen, aber auch neue Freunde, das erste Mal wieder Lachen und eine sommerliche Lovestory – „Cape Coral 1“ ist ein Kombipaket.

Von mir aus hätte es lediglich ein, zwei Drama-Elemente weniger sein können. Zudem ist die Hauptfigur nicht immer sympathisch, wobei sie im Laufe der Kapitel immer wieder eine Entwicklung durchmacht.

Zitat:

"Menschen sind so unterschiedlich wie die Blumen eines Gartens. Wer bist du , entscheiden zu können, dass eine Rose hübscher ist als eine Hortensie."

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