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Veröffentlicht am 04.01.2025

Traumhaft.

12 - Das erste Buch der Mitternacht, Band 1
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Rezension bezieht sich auf die überarbeitete Fassung in 2024

Wow, was war das denn? Das Buch hat seine Krallen in mich geschlagen und eine Sogwirkung entfaltet, der ich nicht mehr entkommen bin. Ich liebe, ...

Rezension bezieht sich auf die überarbeitete Fassung in 2024

Wow, was war das denn? Das Buch hat seine Krallen in mich geschlagen und eine Sogwirkung entfaltet, der ich nicht mehr entkommen bin. Ich liebe, liebe, liebe es.

Beginnen wir erst Mal beim Setting. Hier schlafen die Charaktere ein und wachen vor den Nebel umwobenen Toren der Stadt Noctaris auf. Die Stadt der Träume und grenzenlosen Möglichkeiten. Ein Ort voller Lachen, Zauber und wahrgewordene Sehnsüchte. Doch auch voller albtraumhafter Schrecken, Monster und Szenen. Hier steckt so viel Liebe und Fantasie drin. Das Autorenduo hat sich große Mühe gegeben, die Vielfältigkeit unserer Traumlandschaft widerzuspiegeln. Ich fand es wunderschön in Noctaris.

Doch nur Personen mit dem besonderen Funken erhalten Zutritt und Harper ist überrascht, plötzlich dazuzugehören. Ihr Ticket in die Traumwelt hält jedoch einige gefährliche Abenteuer für sie bereit. Ich fands gut, wie sich das Spannungslevel im Buch langsam aufgebaut hat, um dann eine tolle Geschwindigkeit beizubehalten. Harper wurde richtig auf Trapp gehalten – ich gefühlt auch und damit saugt die Geschichte total ein.

Neben dem Setting und einem spannungsgeladenen Abenteuer, lebt das Buch auch eindeutig von den Kabbeleien zwischen Cyrus und Harper. Cyrus brauch Harpers Hilfe und umgekehrt benötigt Harper auch Cyrus‘ Hilfe. Doch die Zwei schenken sich nichts. Die Zwei sind Krallen und Dornen mit ihren Worten bis die Fetzen fliegen und die Luft anfängt zu knistern. Meinetwegen hätte es gerne etwas weniger sein können, manchmal wars schon ein kleiner Augenroller, aber ich shippe die Beiden schon sehr.

Ich finde von Harper sieht man im Auftakt bereits richtig viele Facetten. Sie zeigt sich liebevoll, zickig, reflektiert, überlegt, angriffslustig. Bei einem Gespräch mit Cyrus stänkert sie gerne, während sie mit ihrem besten Freund immer alles analysiert, sich selbst kritisch unter die Lupe nimmt und versucht andere zu verstehen. Ihre Beweggründe im Abenteuer basieren viel auf Liebe und Kummer, aber Wut und Zank sind ebenfalls oft ihr Begleiter. Sie ist absolut nicht perfekt, aber sie ist so menschlich und nachvollziehbar. Das mag ich gern bei Buchcharakteren.

Cyrus zeigt sich zu Beginn eher als schlechter Fremdenführer in der Traumstadt und entwickelt sich über die Seiten zu einem tollen Abenteuerbegleiter. Ein Schloss mit sieben Siegeln, das nicht gern etwas über sich Preis gibt, außer man nimmt sich etwas Zeit. Ein Bad Boy, der gerne mit Harper stänkert, aber auch bei Gefahren zur Stelle ist.

Fazit:

Tolles Setting, Plot mit Sogwirkung, authentische Charaktere mit Knisterpotenzial. Check, Check, Check. Was will man mehr?

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Veröffentlicht am 04.01.2025

Sommerlich, sportlich, emotional.

Cape Coral 1. Break through my Defense
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Der Start in dieses Buch ist… heavy. Payton hat gerade ihre Eltern verloren und ist in Schockstarre. Auf den ersten Seiten wird bereits deutlich, dass keine einfache, locker-leichte Sommerromanze im Buch ...

Der Start in dieses Buch ist… heavy. Payton hat gerade ihre Eltern verloren und ist in Schockstarre. Auf den ersten Seiten wird bereits deutlich, dass keine einfache, locker-leichte Sommerromanze im Buch wartet. Es wird tiefgründig, voller Emotionen und Verlustbewältigung.

Im neuen Standort fällt Payton der Alltag erst mal schwer. Von der Familie ihres Onkels wird sie nicht unbedingt empathisch aufgefangen und es wird ein Kampf überhaupt durchzuatmen. Dennoch stolpert sie Betty vor die Füße, wortwörtlich, die ihr eine quasselnde Unterstützung wird. Sie habe ich stark ins Herz geschlossen.

Am sympathischsten war mir jedoch Cameron. Bei einer Party wird ein sehr intensiver Augenkontakt zwischen Payton und dem Quarterback der Tigers der Start für eine Menge Gefühle. Deren erstes Aufeinandertreffen war… mega seltsam. Aber danach ging es steil bergauf und er entwickelt sich zu einem Book Boyfriend aus Träumen. Ihn fand ich liebevoll, direkt und er hat sich so viel Mühe gegeben. Tschüss, bare minimum.

Payton durchlebt eine schmerzhafte Zeit. Ihre Gedanken und Tage nach dem Unfall, brechen einem das Herz und nehmen emotional total mit. Umso schöner waren die Freundschaften, die sie Vorort geschlossen hat. Sie hat die Stärke in sich, die Emotionen zu verarbeiten und trotzdem brauchen wir manchmal Menschen um uns herum, die uns dabei unterstützen.

Zwischen Payton und Cameron ist ein Knistern, wie an einem wohlig warmen Lagerfeuer in einer angenehmen Sommernacht. Ich fand es schön, wie sich ein Kribbeln entwickelt hat allein durch unschuldige Berührungen oder Augenkontakt. Alles andere hätte ich in dem Kontext auch unpassend gefunden, wobei sich mit der Zeit auch ein gewisses Spice-Level entwickelt. Aber eben mit der Zeit.

Damit wurde es neben der Tiefgründigkeit, trotzdem noch eine Sport Romance Geschichte mit sommerlichem Touch, humorvollen Gesprächen und schönen Momenten. Wie ich es mir gewünscht habe. Ich mochte auch das Setting mit viel Sonnenschein, Bootsfahrten, Nächten am Pool. Es erweckt auf jeden Fall den Wunsch nach einem Besuch in Cape Coral.

Ich habe lediglich zwei kleine Kritikpunkte. Payton war mir nicht immer sympathisch. Manchmal war sie einfach nicht nett. Hat aus ihrer Unsicherheit heraus verurteilt oder ist vor schwierigen Kommunikationen geflohen. Allerdings merkt man über die Seiten, woher das ihren Ursprung hat und dass sie daran arbeitet. Über die Kapitel legt sie Schrittweise auch eine gute Entwicklung hin.

Außerdem hätte das Ende von mir aus mit einem Drama weniger enden können. Das Buch bietet bereits so viele tiefgründige Aspekte, Gespräche und Situationen, dass es ohne klassisches New Adult-Abschlussdrama ausgekommen wäre. Ist aber persönlicher Geschmack und letztendlich auch kein großer Abbruch gewesen.

Fazit:

Die Geschichte ist nichts für Zwischendurch, sondern da, um ganz viele Emotionen zu durchleben. Verlust, Ängste, Umgewöhnungen, aber auch neue Freunde, das erste Mal wieder Lachen und eine sommerliche Lovestory – „Cape Coral 1“ ist ein Kombipaket.

Von mir aus hätte es lediglich ein, zwei Drama-Elemente weniger sein können. Zudem ist die Hauptfigur nicht immer sympathisch, wobei sie im Laufe der Kapitel immer wieder eine Entwicklung durchmacht.

Zitat:

"Menschen sind so unterschiedlich wie die Blumen eines Gartens. Wer bist du , entscheiden zu können, dass eine Rose hübscher ist als eine Hortensie."

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Veröffentlicht am 04.01.2025

Meeresfantasy, Piraten und eine mutige Fee

Feenstaub und Enterhaken
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Piraten, Meerjungfrauen, Meerhexen, Abenteuer auf hoher See, eine selbstbestimmte, mutige Fee hach total mein Ding. Ich persönlich liebe Abenteuer und Fantasy in Bezug zum Meer, wodurch „Feenstaub und ...

Piraten, Meerjungfrauen, Meerhexen, Abenteuer auf hoher See, eine selbstbestimmte, mutige Fee hach total mein Ding. Ich persönlich liebe Abenteuer und Fantasy in Bezug zum Meer, wodurch „Feenstaub und Enterhaken“ schnell Anklang bei mir gefunden hat. Das Buch bietet aber noch so viel mehr und ist ein richtiges Kombipaket.

Die spannende Handlung beginnt bei der Tierfee Seira, die allergisch ist gegen Tierfell und lieber auf Abenteuerreise gehen möchte statt Froschschenkel zu massieren. Ich habe es geliebt, wie Seira nach ihrer Leidenschaft gesucht hat und sich dabei von niemanden etwas sagen hat lassen. Sie wollte selbstständig sein und etwas anderes vom Leben. Wurde sie unterschätzt oder in eine Schublade hineingesteckt, hat sie das zu ihrem Vorteil genutzt und jeden mit dem besten Pokerface geschlagen. Sie zeigt, dass nichts selbstverständlich ist, schon gar nicht die Identität.

Als Pirat verkleidet versucht sie einen Platz auf der Nachtfluch zu ergattern. Damit erlebt sie spannende Abenteuer auf hoher See, im Kampf gegen Piraten, gegen (pupsende) Drachen, anderen Schiffen oder weiteren Wesen des Meeres.

Ich mochte auch den Bad Boy Piratenkapitän, der nach kurzer Zeit Gefühle bei der Fee auslöst, die sie gar nicht kennt. Als Kapitän hat Raven natürlich eine raue Schale, deshalb ist er aber nicht durch und durch böse oder verschlangen, sondern eher taktisch. Es dauert allerdings seine Zeit, bis er seinen weichen Kern offenbart.

Raven hat eine originelle Crew zusammengesammelt, die sich schnell nach einer Piratenfamilie angefühlt hat. Ich finde, dass die Autorin tolle Sidekicks entworfen hat. Hier schließt man selbst einen nervenden Klabautermann oder einen Papagei mit Höhenangst ins Herz.

Es ist lustig, es ist spannend und es vermittelt moralische Werte. Dabei kommt es zu einigen, kribbelnden Slow Burn Romance-Momenten sowie zu einem warmen Bauchgefühl, je länger und stärker Seira Teil der Mannschaft wird.

Fazit:

Ein Kombipaket.

Hier wartet nicht nur tolle Meeresfantasy auf den Leser, sondern auch eine spannende Handlung mit Slow Burn Romance inkl. lustiger Momente und liebevoll ausgearbeitete Charaktere. Ich habe diese Piratenmannschaft schnell ins Herz geschlossen und finde, dass die mutige Seira die Schiffscrew wunderbar abrundet. Außerdem wäre es kein Jacqueline Weichmann-Fuchs-Roman, wenn es nicht tolle Weisheiten bzw. moralische Botschaften mitgeben würde.

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Veröffentlicht am 04.01.2025

Fesselnde High Society Crime

Such Charming Liars
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„Such Charming Liars“ bietet High Society Crime, wie man sie sich wünscht. Ein Mord, eine Milliardärsfamilie, eine Menge Motive und Geheimnisse. Doch entsteht hier noch ein zusätzlicher Nervenkitzel durch ...

„Such Charming Liars“ bietet High Society Crime, wie man sie sich wünscht. Ein Mord, eine Milliardärsfamilie, eine Menge Motive und Geheimnisse. Doch entsteht hier noch ein zusätzlicher Nervenkitzel durch den geplanten Raub, der Schmugglerfamilie und der unmittelbar drohenden Gefahr vom frei herumlaufenden Mörder.

Ich fand, das Buch lässt sich gut und spannend weg lesen. Viele der Charaktere haben Dreck am Stecken, teilweise belauschen wir sie auch bei sketchy Gesprächen. Ich habe um die Hauptfiguren gebangt, Herzklopfen gehabt und umstehende Personen stark verdächtigt.

Für mich dauerte es zunächst ein paar Seiten bis das Geschehen an Fahrt aufnahm. Vorab gibt es noch einen kleinen Aufbau im Plot vor der glamourösen Party. Zudem konnte ich einige Dinge vorab ermitteln, weil einiges darauf hingedeutet hat. Der Spannungsbogen wird jedoch untermalt von einem flüssigen Schreibstil mit einigen Kapitelcliffhangern, welche optimal zum Plot passten. Dadurch fällt es insgesamt schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

Das Geschehen lässt sich aus Liams und Kats Perspektive lesen. Als Sohn eines Catfish-Vaters und als Tochter einer Profi-Diebin, sind sie ein wirklich interessantes Hauptcharakter-Duo. In ihren jungen Jahren haben sie durch ihre familiären Umstände auch schon einiges durchgemacht, wodurch ich auf ihre Backgroundstorys hingefiebert habe. Sie wirkten damit auf mich sehr gut ausgearbeitet.

Auch eine angenehme Abwechslung: Zwischen den Hauptfiguren gibt es keine klassische Lovestory, nur (Ex-)geschwisterliche Zuneigung. Somit nehmen hier keine romantischen Elemente das Spotlight ein. Der Fokus bleibt auf den Ermittlungen im Mordfall, dem Raub und auf den verdächtigen Charakteren.

Fazit:

Ein gelungener High Society Crime-Roman mit vielen Extra-Aspekten, die das Spannungslevel unterstreichen oder erhöhen. Zwar lassen sich einige Details erahnen und vorab kombinieren, dennoch ist es schwer das Buch aus der Hand zu legen. Zudem macht es ja auch Spaß, wenn es möglich ist mit zu ermitteln. Gut ausgearbeitete und originelle Hauptcharaktere runden das fesselnde Leseerlebnis ab.

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Veröffentlicht am 04.01.2025

Sich unsichtbar fühlen vs. unsichtbar sein

If you could see the sun
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Was würdest du tun, wenn du unsichtbar sein könntest? Alice weiß es. Sie würde eine App entwickeln: Beijing Ghost – und darüber Geheimnisse, Affären oder Skandale aufdecken oder verhindern. Sie nimmt Aufträge ...

Was würdest du tun, wenn du unsichtbar sein könntest? Alice weiß es. Sie würde eine App entwickeln: Beijing Ghost – und darüber Geheimnisse, Affären oder Skandale aufdecken oder verhindern. Sie nimmt Aufträge ihrer Mitschüler an und versucht sich damit etwas dazuzuverdienen, um ihrer Familie und sich ein besseres Leben zu ermöglichen.

Ich bin mir sicher, dass es nicht nur Alice so ergeht. Dass viele mit dem Gefühl „unsichtbar zu sein“ zu kämpfen haben oder sich wünschen, wie andere zu sein. Doch ist es so, dass wir unsere Präsenz manchmal unterschätzen oder wie uns Menschen wahrnehmen. Denn auch wenn wir uns manchmal so fühlen, sind wir eben nicht wirklich unsichtbar. Andere Menschen sehen uns, beneiden uns, lieben uns. Ich mag es, wie das Buch das verdeutlicht.

Das Buch vermittelt außerdem weitere, wichtige Botschaft, weil es zeigt, dass man manchmal mit den Fähigkeiten, die das Leben einem schenkt und seinen Leidenschaften arbeiten sollte. Oder dass man sich überlegt, welche Werte und Ziele wirklich wichtig sind und Mehrwert für das Leben bieten.

Gleichzeitig weist der Plot auf einige Ungerechtigkeiten im Leben hin. Ob wegen der sozialen Schere oder rassistischen Erfahrungen im Ausland oder auch im Heimatland, wenn man mal woanders gelebt hat. Wie es ist, sich einen Platz im Leben, in seiner Heimat und der Gesellschaft zu finden. Altersgerecht verpackt und flüssig, interessant und wertvoll geschrieben.

Ich finde es nur schade, dass ein paar moralische Themen eher oberflächlich behandelt werden. Der Plot bietet sehr viel Fläche um darüber zu philosophieren, wo Grauzonen beginnen oder enden. Eher werden jedoch Beweggründe besprochen. Beim Lesen habe ich auf jeden Fall verstanden, woher gewisse Entscheidungen der Hauptfigur kommen. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass es noch mehr darum geht, ob gewisse Handlungen trotz Beweggründe in Ordnung sind oder nicht.

Auch geht die Hauptfigur mit viele Vorurteilen in die Geschichte. Ich habe beim Lesen gemerkt, dass sie ihre Unsicherheiten auf andere projiziert. Allerdings war es teilweise schon starkes Schubladendenken. Nur, weil andere Personen etwas haben, das wir uns für uns selbst wünschen, hatten sie es deswegen nicht zwingend leichter. Jeder hat auf seine Art ein Päckchen zu tragen und das hätte das Buch noch stärker herausarbeiten können.

Fazit:

Interessant für einige Denkanstöße. Hätte aus meiner Sicht gerne bei ein paar Dingen noch in die Tiefe gehen können. Trotzdem ein sehr jugendgerechtes Buch mit klassischen Alltagsproblemen, einem tollen Spannungslevel und einer außergewöhnlichen Idee.

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