Ein langer Weg zum Glück
Lübecks Töchter. Der Traum von Liebe und GemeinschaftAuch im zweiten Band der Reihe steht die Höhere Töchterschule im Mittelpunkt des Geschehens. nachdem die Gründerin der Schule, ihre Schwester Clara gestorben ist und die zweite Schwester nach Amerika auswanderte ...
Auch im zweiten Band der Reihe steht die Höhere Töchterschule im Mittelpunkt des Geschehens. nachdem die Gründerin der Schule, ihre Schwester Clara gestorben ist und die zweite Schwester nach Amerika auswanderte führt Amélie die Schule alleine. sie sieht es nach wie vor als ihre Berufung, einen Heiratsantrag ihres geliebten Richards lehnt sie ab, worauf dieser, nach einem Angebot seines Chefs, eine neue Aufgabe in Amerika übernimmt. Natalie ist inzwischen erwachsen und hat auch den Beruf der Lehrerin ergriffen, sieht es aber nicht wirklich als ihren Lebensinhalt, auch die ehrliche Liebe von Moritz ,dem Bäckerjungen lehnt sie ab,sondern versucht mithilfe ihrer Freundin Fanny Zugang zur besseren Gesellschaft zu finden,was jedoch fatal endet.
Erneut ist es der Autorin gelungen mich in das Leben des ausgehenden 19.Jahrhunderts zu katapultieren. Ich habe mit den Hauptprotagonisten,aber auch mit den anderen mehr oder weniger sympathischen Figuren,gellitten,manchmal ( aber wenig) gelacht und bin ihnen durch Höhen und Tiefen gefolgt.Durch die sehr detailreichen Beschreibungen war mein Kopfkino immer hautnah am Geschehen.
Auch wenn zum Glück aus heutiger Sicht vieles nicht mehr vorstellbar ist,gibt es ( leider) immer noch einiges ,was in den Köpfen der Menschen weiterhin verankert ist.
Das Buch fand ein harmonisches Ende,was mir gut gefiel.Erneut gab es ein aufschlussreiches Nachwort der Autorin,was die Geschichte zusätzlich aufwertete.Von mir fünf Sterne und eine Leseempfehlung.