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Veröffentlicht am 17.02.2026

Historischer Roman der Extraklasse

Das Haus in Charlottenburg
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Berlin 1893:

Die junge Elise lebt mit ihrer Mutter, ihrem Bruder und ihrer kleinen Schwester in ärmlichen Verhältnissen. Sie träumt davon ,einmal ein Modeatelier zu betreiben,stattdessen muss sie sich ...

Berlin 1893:

Die junge Elise lebt mit ihrer Mutter, ihrem Bruder und ihrer kleinen Schwester in ärmlichen Verhältnissen. Sie träumt davon ,einmal ein Modeatelier zu betreiben,stattdessen muss sie sich mit ihrer herrischen Chefin auseinandersetzen, die sie nach allen Regeln der Kunst ausnutzt, was damals aber leider weit verbreitet war. Als sie den jungen Architekten Johann und seinen Freund Louis, der an der Charité arbeitet, kennenlernt, ändert sich ihr Leben.

Johann möchte ein Genossenschaftshaus bauen, In welchem auch Leute mit kleinem Einkommen eine angemessene und bezahlbare Wohnung finden können. Dabei hat er aber nicht mit der Mutter von Louis,Baronin Eleonora von Rienäcker gerechnet ,die das auf jeden Fall verhindern möchte.Sie baut statt dessen Mietskasernen ,in welchen viele Menschen unter unwürdigen Verhältnissen leben müssen. Um ihre Ziele durchzusetzen, geht sie nicht nur wörtlich über Leichen.Elise und Johann verlieben sich ineinander und als sie kurz vor der Hochzeit stehen,überschlagen sich die Ereignisse auf dramatische Weise und die junge Liebe wird auf Eine harte Bewährungsprobe gestellt.

Meine Meinung:

Im vorliegenden Buch nimmt die Autorin ihre LeserInnen mit in das Berlin der Kaiserzeit.Die Schere zwischen Arm und Reich klaffte überdimensional auseinander, vielen Reichen ging es sehr gut, während die arme Bevölkerung oft unter menschenunwürdigen Verhältnissen lebte.Bezahlbarer Wohnraum war kaum vorhanden, die Arbeitsbedingungen waren schlecht, auch die Gesundheitsversorgung konnten sich die meisten Menschen nicht leisten.

Ich habe mich in der gut recherchierten Geschichte von Anfang an sehr wohl gefühlt, dank der authentischen Personen und der emotionalen Schreibweise lief mein Kopfkino durchgehend auf Hochtouren.Die realen Ereignisse waren gut mit den fiktionalen Personen verknüpft,auch Lokalkolorit war reichlich vorhanden.Das Nachwort der Autorin brachte weitere wichtige Ergänzungen.

Obwohl ich sehr viel historische Romane lese,gab es auch hier wieder neue Erkenntnisse,Geschichtsunterricht auf unterhaltsame Weise.Ich spreche eine absolute Leseempfehlung aus und vergebe fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 14.02.2026

Schicksale im Wandel der Zeit

Das Blau ferner Räume
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Die im Mittelpunkt stehende junge Frau ist ihrer Zeit in mehrfacher Hinsicht voraus.Sie verläßt ihr Elternhaus,um eine Ausbildung an der angesehenen Kunstakademie in Mailand zu beginnen.Unterstützung erhält ...

Die im Mittelpunkt stehende junge Frau ist ihrer Zeit in mehrfacher Hinsicht voraus.Sie verläßt ihr Elternhaus,um eine Ausbildung an der angesehenen Kunstakademie in Mailand zu beginnen.Unterstützung erhält sie dabei von ihrem Vater ,der hinter dieser Entscheidung steht, was für damalige Verhältnisse alles andere als normal ist. In Diana, bei der sie eine Wohnung bezieht, findet sie eine gute Freundin, die sie durch gute und schlechte Zeiten begleitet. Ihr Studium bereitet ihr große Freude und die Freizeit mit gleichgesinnten Schülern ebenfalls.Mariu ,Ermanno und Piero zählen bald zu ihren besten Freunden,bei letzterem entwickelt sich aus der Freundschaft Liebe.Doch der zweite Weltkrieg verändert ihr Leben komplett.

Das Buch ist in die Abschnitte vor während und nach dem Krieg aufgeteilt und zeichnet ein genaues Bild der jeweiligen Zeit. Auch wenn es eine leise erzählte Geschichte ist, hat sie doch sehr viel Aussagekraft. Die einzelnen Charaktere sowie die beschriebenen Orte sind gut dargestellt, mein Kopfkino sprang an.Ich habe die Geschichte gerne gelesen ,sie wird mir noch etwas im Gedächtnis bleiben.

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Treibt die Mafia wirklich in Ostfriesland ihr Unwesen?

Matjes al dente
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Postbote Henner will nur ein Einschreiben zustellen,als er die Empfängerin erschossen auffindet.Der allgegenwärtige Kommissar Schnepel,hat aufgrund des italienischen Namens sofort die Lösung parat ,die ...

Postbote Henner will nur ein Einschreiben zustellen,als er die Empfängerin erschossen auffindet.Der allgegenwärtige Kommissar Schnepel,hat aufgrund des italienischen Namens sofort die Lösung parat ,die Mafia hat ihre Finger im Spiel.Weitere Tote folgen , auch Henners neue Bekannte ist ein Mordopfer und er steht unter Mordverdacht.

Rosa hat das Interesse von Claus, einem charmanten Typen erweckt,aber irgendwas scheint bei ihm nicht zu stimmen.Sie schaltet in den Ermittlerinnenmodus und unterstützt die Polizei nach Kräften….



Ich kenne schon einige Bücher dieser Reihe und so ist es immer wie ein Nachhausekommen zu den liebenswerten Protagonisten.Neben dem Krimiteil sind es die vielen ,teilweise sehr amüsanten Kleinigkeiten,welche die Lektüre zu einem Genuss machen.Kommissar Schnepel ist die Figur,auf die man im realen Leben gerne verzichten kann ,der für den Roman aber das Salz in der Suppe ist.

Wieder einmal ist es den Autorinnen gelungen,mich am Schluss mit einer unerwarteten Auflösung zu überraschen.Ich freue mich auf den nächsten Teil.

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Das Leben aufräumen

Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen
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Im vorliegenden autobiografischen Roman,unternimmt die Autorin nach dem Tod ihres Mannes den Versuch , gleichzeitig mit dem Aufräumen des gemeinsam bewohnten Hauses, auch ihr Leben neu zu ordnen.Sie erinnert ...

Im vorliegenden autobiografischen Roman,unternimmt die Autorin nach dem Tod ihres Mannes den Versuch , gleichzeitig mit dem Aufräumen des gemeinsam bewohnten Hauses, auch ihr Leben neu zu ordnen.Sie erinnert sich an viele Details ihres Lebens ,schöne Zeiten,aber auch viele negative Erfahrungen,sogar Demütigungen.Die Erzählweise ist unaufgeregt,sprunghaft und unemotional,jedenfalls ist das mein Eindruck.Dadurch dass es weder Dialoge gab und die Personen alle namenlos blieben,stellte sich bei mir keine Nähe ein,ich konnte nicht in die Geschichte eintauchen.Da es sich bei der Protagonistin um eine intelligente, gebildete Frau handelt, konnte ich ihr Verhalten,wie das Festhalten an der Beziehung nicht nachvollziehen.Bei der Aufarbeitung ihrer Vergangenheit wiederholten sich Ihre Gedanken wie in einer Dauerschleife,was mich zunehmend langweilte.

So läßt mich das Buch, an welches ich mit großen Erwartungen herangegangen bin, leider sehr enttäuscht zurück.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Zwei starke Frauen im Lauf der Zeit

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
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1945:
Im ostdeutschen Güstrow ,findet die junge Marlen,die gerade dem Tod durch Ertrinken entkommen ist,Unterschlupf in einem alten Forsthaus,sie versteckt sich dort vor den anrückenden Russen.Die Malerin ...

1945:
Im ostdeutschen Güstrow ,findet die junge Marlen,die gerade dem Tod durch Ertrinken entkommen ist,Unterschlupf in einem alten Forsthaus,sie versteckt sich dort vor den anrückenden Russen.Die Malerin Wilma versteckt sie ,adoptiert sie später und bringt ihr alles über die Malerei bei.Als Wilma nach und nach erblindet,ersetzt ihr Marlen ,so gut es geht,ihr Augenlicht.
2023:
Die 34jährige Hannah Borowski lebt mit ihrer Freundin Rubi in einer WG.Als Diese schwanger ist und ausziehen will, bricht für Hannah ein Stück ihrer Welt zusammen. Außerdem tritt plötzlich ihr Vater, der sich Zeit ihres Lebens nie um sie gekümmert hat, mit einer rührseligen Geschichte in ihr Leben und sucht den Kontakt zu ihr.Warum nach all den Jahren und haben Mutter und Großmutter ihr die Wahrheit über sein Verhalten gesagt?
Die Geschichte wechselt nun fortlaufend zwischen den beiden Zeiten, wobei die Vergangenheit bis ins Jahr 1961 weiterläuft. Außerdem zieht sich wie ein roter Faden, ein angeblich wertvolles ,verschwundenes Bild aus dem Besitz ihrer Großmutter, durch die Geschichte.

Ich habe bereits den Vorgänger zu dieser Geschichte mit großer Begeisterung gelesen und war sehr gespannt auf den weiteren Fortgang . Die Autorin nimmt sich viel Zeit, die beiden Lebenswege zu begleiten und im Laufe der Entwicklung ergeben sich immer mehr Zusammenhänge und nach und nach setzt sich das Puzzle zusammen. Auch flechtet sie geschickt reale Ereignisse (Revolution des 17. Juni 1953). in ihren Roman ein,Mauerbau und Fall finden ebenfalls Erwähnung.
Der Roman wurde von Julia Nachtmann gut vorgelesen,sie beherrschte sowohl den sächsischen Dialekt ,als auch die Jugendsprache hervorragend.
Ein Genuss,den ich gerne mit fünf Sternen bewerte.

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