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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.05.2019

Am Ziel vorbei

Elite
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Die Fullbrook Academy wird von den reichen und altehrwürdigen Familien bestimmt. Die Kids sind reich, versnobt und glauben, ihnen gehört die Welt. Als James mit einem Stipendium an die Privatschule wechselt, ...

Die Fullbrook Academy wird von den reichen und altehrwürdigen Familien bestimmt. Die Kids sind reich, versnobt und glauben, ihnen gehört die Welt. Als James mit einem Stipendium an die Privatschule wechselt, wird er mit einer komplett neuen Welt konfrontiert. Dort lernt er Jules kennen, die sich als Aktivistin gegen Diskriminierung einsetzt. Als eine Party ein schlimmes Ende nimmt, schließen beide sich zusammen.

Mich sprach an der Geschichte an, dass es in dem gerade beliebten Internat bzw. Privatschulsetting spielt. Außerdem greift sie wichtige und aktuelle Themen wie Sexismus und sexuelle Gewalt auf.

Leider konnte mich die Geschichte trotz der brisanten Thematik überhaupt nicht fesseln. Der Autor schaffte es nicht, dass ich eine Verbindung zu den Figuren aufbaute. Ihnen fehlte es so sehr an Tiefe. Es passieren ihnen ungerechte Dinge, doch mich als Leserin erreichten diese nicht. Ich war gleichgültig den Figuren gegenüber, eben weil der Autor mir nichts zu ihnen vermitteln konnte. Ich litt und fieberte nicht mit den Protagonisten mit. Immer ein schlechtes Zeichen!

Der Schreibstil war leider auch nicht auf den Punkt. Die Dialoge verwirrten eher, als das sie unterhielten und auch die ganze Erzählung plätscherte nur so vor sich hin.
Dabei steckt das Buch voller Probleme und Baustellen, doch keine davon konnte Brendan Kiely zur Genüge abarbeiten. Er hat zu viel gewollt und zu wenig gekonnt.

Schade, aus "Elite" hätte eine wichtige Geschichte werden können, doch leider schwächelte ihre Umsetzung zu sehr!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Geschichte
  • Figuren
  • Spannung
Veröffentlicht am 27.04.2019

Outlander meets Twilight

The Curse 1: UNSTERBLICH mein
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Sam verbringt ihre Ferien in Schottland und lernt dort Geschichte und Kultur des Landes kennen. Auf ihren Trips begegnet ihr immer wieder der gutaussehende, junge Schotte Payton. Was Sam noch nicht weiß, ...

Sam verbringt ihre Ferien in Schottland und lernt dort Geschichte und Kultur des Landes kennen. Auf ihren Trips begegnet ihr immer wieder der gutaussehende, junge Schotte Payton. Was Sam noch nicht weiß, ist, dass "jung" kein Adjektiv ist, welches auf Payton zutrifft, denn er wurde vor über 270 Jahren mit seinem Clan verflucht und muss ein gefühlloses, unsterbliches Leben frissten. Bis er Sam trifft, die den Fluch brechen könnte...

Wer mich kennt, weiß dass mein Herz für solche Geschichten schlägt! Und ich finde, dass Emily Bold den Spagat aus modernem Jugendbuch und historischen Elementen sehr gut gemeistert hat. Ich finde die Passage aus der Vergangenheit sehr interessant erzählt. Wer Outlander, als Serie gesehen oder Buchreihe gelesen hat, wird vieles wiedererkennen können. Toll fand ich übrigens auch die gälischen Sätze samt Bedeutung im Glossar auch wenn ich sicher bin, dass ich bei der Aussprache immer komplett daneben lag!^^

Sam war eine typische Protagonistin des Genres. Sie ist 18 und hadert mit den Jungs in ihrem Umfeld. Zuhause ist gerade auch alles doof und so kommt ihr der Aufenthalt in Schottland gerade recht. Schnell hat sie ein Auge auf Payton geworfen. Hier liegt für mich auch ein Kritikpunkt, denn ich konnte die Emotionen der beiden leider nicht spüren. Für mich ging es zwischen beiden zu schnell, ohne dass ich fühlen konnte, wie ihre Bindung überhaupt zustande kam. Das ist echt schade, dabei ist gerade Payton ein toller Protagonist.

Dieser hat ein mächtiges Päckchen zu tragen. Vor über 270 Jahren wurde er nach einem grausamen Angriff von einer Hexe verflucht. Sein Clan alterte nicht. Für die Unsterblichkeit mussten sie allerdings ihre Gefühle und Empfindungen aufgeben. Doch in Sams Nähe spürt er erstmals wieder etwas. Das begrüßt allerdings nicht jeder in seinem Clan.

Die Geschichte dreht sich hauptsächlich um das Kennenlernen der beiden und die Umstände des Fluchs. In der Mitte hatte die Handlung ein paar Längen, doch zum Ende wurde es noch richtig spannend.
Der erste Teil einer Trilogie endet fast schon abgeschlossen, wenn da nicht der letzte Satz wäre! Daher bin ich super gespannt, wie es weitergehen wird.

Ich kann "Unsterblich mein" von Emily Bold allen LiebhaberInnen von romantischen und besonderen Jugendbüchern nur empfehlen und hoffe, dass sich die Reihe noch steigern wird!

Veröffentlicht am 25.04.2019

Was für ein Trip

Niemalswelt
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Beatrice kann sich besseres vorstellen, als ihre 4 ehemals besten Freunde wiederzusehen. Dennoch steigt sie in ihr Auto und fährt den ganzen Weg zum Anwesen Wincroft. Schließlich sollen sie endlich darüber ...

Beatrice kann sich besseres vorstellen, als ihre 4 ehemals besten Freunde wiederzusehen. Dennoch steigt sie in ihr Auto und fährt den ganzen Weg zum Anwesen Wincroft. Schließlich sollen sie endlich darüber sprechen, was mit Jim geschah. Jim, ihr fester Freund, der Selbstmord in einem Tagebau begangen haben soll. Doch alles kommt ganz anders als die fünf in einen Autounfall geraten und seit dem in der Niemalswelt gefangen sind, dem Ort zwischen Leben und Tod. Nur einer wird wieder ins Leben zurückkehren dürfen, wer dies sein kann und was das alles mit Jims Tod auf sich hat?...

Die Aufmachung des Buches gefällt mir richtig gut, denn unter dem kontrastreichen Schutzumschlag verbirgt sich auch noch ein gestalteter Einband.
Was mich allerdings noch mehr faszinierte, war der unglaublich gute und außergewöhnliche Schreibstil. Autorin Marisha Pessl schafft es Metaphern in ihre Erzählung einzuweben, die sehr besonders sind und richtige Bilder vor meinen Augen entstehen ließen. Ihre Art zu schreiben war unglaublich fesselnd und atmosphärisch. Ich konnte und wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen und das passiert mir leider nicht so oft.

Die Idee der Geschichte ist einzigartig. Fünf Charaktere, die ehemals beste Freunde waren, treffen sich ein Jahr nach ihrem Schulabschluss wieder und wollen über den Tod ihres Freundes sprechen, bevor dies passiert, geraten sie in einen Autounfall. Sie sterben nicht, sondern sind in der Niemalswelt gefangen. Dort erleben sie die Zeit, mehrere Stunden, bis zum Unfall immer wieder. Die Figuren: Bee, Cannon, Kipling Whitley und Martha versuchen alle zunächst auf eigene Faust einen Weg aus der Niemalswelt zu finden. Sie trauen einander nicht mehr, jeder scheint irgendetwas mit Jims Tod zu tun zu haben. In der Niemalswelt ist alles möglich und so tun sich einige menschliche Abgründe auf. Das ganze Konstrukt war in meinen Augen sehr interessant. Die Charaktere gehen unterschiedlich damit um und das war spannend zu verfolgen.
Dabei trat, was mit Jim geschah ein wenig in den Hintergrund. Die Auflösung dazu fand ich auch nicht ganz so stark wie die restliche Geschichte, doch das ist Meckern auf ganz hohem Niveau.

Marisha Pessls "Niemalswelt" konnte mich mit einzigartigen Ideen, interessanten Charakteren und einem atemberaubenden Schreibstil komplett begeistern. Dieses Jugendbuch ist außergewöhnlich unterhaltsam.

Veröffentlicht am 18.04.2019

Ideen- und artenreich

Clans von Cavallon (1). Der Zorn des Pegasus
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Sam lebt in der freien Stadt und kennt die Geschichten der verfeindeten Clans von Cavallo nur aus den Legenden. Streit hat er mit seinen Einhorn- und Kelpie-Freunden nur, wenn sie beim Spielen schummeln. ...

Sam lebt in der freien Stadt und kennt die Geschichten der verfeindeten Clans von Cavallo nur aus den Legenden. Streit hat er mit seinen Einhorn- und Kelpie-Freunden nur, wenn sie beim Spielen schummeln. Als am Jubiläumstag des Friedensabkommens eine Herde Pegasus die Stadt zerstören, verliert Sam alles, was ihm wichtig ist. Er muss fliehen und entdeckt dabei einige Geheimnisse und Gefahren.

Ich finde das Cover aufgrund seiner Darstellungen und Farben echt toll. Es ist wirklich ein Hingucker und passt sehr gut zum Inhalt. Auch im Inneren des Buches gibt es ein paar Dinge zu entdecken.

Was aus dem Klappentext nicht hervorgeht, ist, dass die Geschichte nicht nur einen Protagonist hat. Sondern, dass es neben Sam auch noch weitere Figuren gibt, die ihren Part einnehmen. Das interessante dabei ist, dass sie miteinander erstmal nichts zu tun haben und sich auch nicht begegnen. So lesen wir auch von Lysander, der als Zentaur eine Ausbildung zum Chronisten macht und feststellen muss, dass der Bevölkerung des Landes die Wahrheit vorenthalten wird.
Oder wir lernen Nixi kennen, die sich als Ganovin und Bandenführerin herumtreibt und der ein schlimmes Schicksal bevorsteht. Außerdem lernen wir auch ein paar der Fabelwesen genauer kennen.

Außergewöhnlich an diesem Jugendbuch sind die Tierwesen. Die Autorin scheint eine Vorliebe für Pferde zu haben, denn sie schreibt über Fabelwesen, die auf Pferden basieren. So fliegen Pegasus durch die Lüfte und gelten als böse. Dabei haben in dieser Geschichte die majestätischen Einhörner eine ziemlich fiese Ader. Zentrauren kennen wir ja auch aus anderen Geschichten. Wohingegen mir Kelpies, Pferdewesen im Meer, noch nicht so oft begegneten.
Ich bin für Pferde ja nicht so zu begeistern, doch dieser Artenreichtum war toll und machte die Geschichte einzigartig.

Mir gefiel die Komplexität der Welt und dass es spannend zugeht. Damit hatte ich nicht gerechnet. Das Setting, die Charaktere und die Handlung haben mich überraschend gut unterhalten.

"Der Zorn des Pegasus" ist der erste Teil einer Reihe und endet mit einem bösen Cliffhanger. Im Sommer soll es aber schon mit Kim Foresters Clans von Cavallo weitergehen.

Veröffentlicht am 13.04.2019

Ein solider Christina Lauren

Weil es Liebe ist
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Holland nimmt jeden Tag bewusst einen Umweg von der Arbeit, um einen Straßenmusiker in der New Yorker U-Bahn spielen zu sehen. Sie ist fasziniert von dem jungen, begnadeten Künstler und bald schon wird ...

Holland nimmt jeden Tag bewusst einen Umweg von der Arbeit, um einen Straßenmusiker in der New Yorker U-Bahn spielen zu sehen. Sie ist fasziniert von dem jungen, begnadeten Künstler und bald schon wird sie ihm ein unglaubliches Angebot unterbreiten, dass er auf keinen Fall ablehnen kann.

Zum Inhalt möchte ich an dieser Stelle nicht mehr verraten, denn ich würde ziemlich spoilern. Ich wusste nach dem Lesen des Klappentextes nicht, wohin die Reise dieser Geschichte gehen würde und war überrascht, was hier im Laufe des Buches passierte. Solch eine Thematik ist mir bisher noch nicht in einem Contemporary/New Adult begegnet und das hat mi wirklich gut gefallen.

Die Autorinnen hinter Christina Lauren verstehen sich einfach darin schöne Liebesgeschichten mit viel Gefühl und Humor zu schreiben. Dies zeigen immer wieder ihre Protagonisten und deren Chemie.
Holland ist eine Mittzwanzigerin, die nach dem Studium einen einfachen Job bei einem Broadwaymusical hat, aber nicht das machen kann, was sie liebt. So entwickelt sie ein Obsession für Calvin.
Dieser verdient sich sein Geld als Straßenmusiker oder bei Gastauftritten in Bars. Beide fand ich sehr liebenswert und konnte verstehen, mit welchen Problemen sie im Laufe des Buches zu kämpfen hatten.

Dabei kamen immer wieder neue Wendungen hinzu, die es den beiden sehr schwer machten. Es lagen einige Konflikte in der Luft, die den Roman unterhaltsam machten. Allerdings fand ich, dass sich die Geschichte am Ende zu schnell auflöste. Das hat mich emotional leider nicht so erreicht, wie ich es mir gewünscht hätte. Aber das ist meckern auf ganz hohem Niveau!

"Weil es Liebe ist" von Christina Lauren ist mal wieder ein wundervoller Roman aus der Feder des Autorinnen-Duos, welcher Fans der beiden und alle, die es werden wollen, sehr gut unterhalten kann.