Cover-Bild Elite
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12,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 29.04.2019
  • ISBN: 9783404178155
  • Empfohlenes Alter: bis 99 Jahre
Brendan Kiely

Elite

Die Welt gehört euch nicht. Roman
Diana Beate Hellmann (Übersetzer)

Dafür steht die altehrwürdige Fullbrook Academy. James Baxter stammt aus bescheidenen Verhältnissen und verdankt seinen Platz an der Highschool einem Eishockey-Stipendium. Er ist ein Außenseiter in dieser Welt der Privilegierten. Ebenso wie Jules Devereux, die an der ganzen Schule als Rebellin bekannt ist und seit Jahren gegen überholte Traditionen, den alltäglichen Sexismus und jede Form von Diskriminierung kämpft. Als eine Party aus dem Ruder läuft, erheben James und Jules ihre Stimmen und stellen sich gegen die Macht der Elite.

Ein hochaktueller Roman über Traditionen von gestern und den Mut, für ein besseres Morgen einzustehen

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.04.2019

"Freunde sind so selten und kostbar, wie vergrabenes Gold"

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Was haben die Israelin Netta Barzilai und das Buch Elite von Brendan Kiely gemeinsam? Die Auflösung findet Ihr, wenn Ihr den Roman lest.

Immer wieder trieb mir die Zornesröte ins Gesicht als ich das Buch ...

Was haben die Israelin Netta Barzilai und das Buch

Elite von Brendan Kiely gemeinsam? Die Auflösung findet Ihr, wenn Ihr den Roman lest.

Immer wieder trieb mir die Zornesröte ins Gesicht als ich das Buch

Elite las. Das Buch ist nämlich kein Roman, es ist eine Mahnung an uns alle. Brendan Kiely sagt von sich selbst, dass das Schreiben für ihn ein Akt des sozialen Engagements ist. Das kommt mit

Elite ganz klar zum Ausdruck.

Zum Inhalt: Jules Devereux und James Baxter sind Schüler auf einem Elitegymnasium. Während Jules bereits mehrere Jahre dort lebt, kommt James neu hinzu. Er bekam ein Stipendium über 50 000 Dollar, da er sich im Tor seiner Eishockeymannschaft ausgezeichnet schlug. Ausgerechnet ein Tampon sorgte für den Beginn ihrer Freundschaft. Zitat aus dem Buch: „Geht mal in irgendeinen Drogeriemarkt, Make-up und Süßigkeiten sind vorn, Tampons und Kondome sind hinten, neben der Apotheke, neben den Medikamenten gegen Allergien und Grippe.“

James empfindet Herablassung, ja teilweise sogar Häme, von seinen Schulkollegen. Die fühlen sich als Herren über die Vollstipendiaten und vor allen Dingen die jungen Frauen. Er meint, dass die Gemeinheit der Jungen mit dem Reichtum der Eltern steigt. Die

Elite sammelt Pucks, die für alle Sichtbar auf ihren Fensterbänken gestapelt werden. Je mehr es gibt, desto häufiger hat der Sammler ein Mädchen „flach gelegt“.

Jules wehrt sich gegen die sexuellen Übergriffe und einige ihrer Schulkameraden möchten ihr helfen. Aber erst zum Schluss zeigt sich, wer wirklich als Freund genannt werden kann. „Freunde sind so selten und so kostbar, wie vergrabenes Gold.“

Elite wird mich noch eine Weile beschäftigen. Sexuelle Gewalt ist leider immer noch ein Thema und macht auch vor „Reichen und Schönen“ keinen halt. Der Autor hat die Charaktere des Romans sehr fein ausgearbeitet und ich konnte mir alle Akteure lebhaft vorstellen. Daher mein Rat, und nicht nur für Jugendliche: Unbedingt

Elite lesen.

Veröffentlicht am 14.05.2019

Endlich mal was anderes

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Mir hat das Buch sehr gut gefallen.
Aber erstmal das negative... Der Schreibstil ließ sich insgesamt flüssig lesen, leider wurde ich aber immer wieder im Lesefluss unterbrochen, da ich nachshcauen musste, ...

Mir hat das Buch sehr gut gefallen.
Aber erstmal das negative... Der Schreibstil ließ sich insgesamt flüssig lesen, leider wurde ich aber immer wieder im Lesefluss unterbrochen, da ich nachshcauen musste, wer denn nun im Dialog spricht. Diese Unklarheit zog sich durch das ganze Buch und hat einfach gestört, sodass ich mir irgendwann nur noch gedacht habe, wer gerade rede und nicht mehr nachgeschaut habe.
Das Cover ist toll, aber irgendetwas fehlt mir. Etwas, das auf die Story schließen lässt.
Den Titel finde ich auch in Bezug zum Thema und zur Story toll! Er verrät gerade genug und passt.

Das Thema ist super wichtig und viel zu vernahclässigt. Meistens wird daraus eine Story (zum Großteil eine Liebesgeschichte) gebastelt, mit künstlich erzeugter Spannung, da Romane ja zur Unterhaltung da sind.
Hier nicht. Hier liegt der Fokus auf dem Feminismus und damit auch vergleichbarer Homophobie.Und das bleibt im Fokus. Dazu der Kampf, wie alltäglich diese Art der Diskriminierung ist und wie weit man gehen muss, um einen Aufschrei zu erreichen, der nichts ändert. Und das ist Realität und bleibt auch unangefochten das Hauptthema.
Die Protagonisten ecken an, man sympathisiert nicht hundertprozentig mit ihnen, sie sind einfach echt.

Alles in allem also nur der halbe Stern abzug aufgrund der Kritik am Schreibstil und am Cover. Dennoch eine riesige Empfehlung für diejenigen, die sich ernsthaft mit diesen Themen beschäftigen wollen und nicht erwarten, reine Unterhaltung und schnulzige Liebesgeschichten zu finden.

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Veröffentlicht am 06.05.2019

Ein Buch über Freundschaft, Lieb und Gerechtigkeit

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Worum geht es?
Dafür steht die altehrwürdige Fullbrook Academy. James Baxter stammt aus bescheidenen Verhältnissen und verdankt seinen Platz an der Highschool einem Eishockey-Stipendium. Er ist ein Außenseiter ...

Worum geht es?
Dafür steht die altehrwürdige Fullbrook Academy. James Baxter stammt aus bescheidenen Verhältnissen und verdankt seinen Platz an der Highschool einem Eishockey-Stipendium. Er ist ein Außenseiter in dieser Welt der Privilegierten. Ebenso wie Jules Devereux, die an der ganzen Schule als Rebellin bekannt ist und seit Jahren gegen überholte Traditionen, den alltäglichen Sexismus und jede Form von Diskriminierung kämpft. Als eine Party aus dem Ruder läuft, erheben James und Jules ihre Stimmen und stellen sich gegen die Macht der Elite.

Ein hochaktueller Roman über Traditionen von gestern und den Mut, für ein besseres Morgen einzustehen

Der Autor (ich muss kurz anmerken, dass Elite das erste Buch ist, dass ich von einem männlichen Autor zu Ende gelesen habe) setzt sich für viele (vor allem früher) diskriminierte Minderheiten ein: Frauen, Homosexuelle und Dunkelhäutige.

Zu sagen, der Autor hätte sich mit Gerechtigkeit beschäftigt, wird dem Buch folglich nicht ganz gerecht.
Wer auf der Suche nach einer romantischen Liebesgeschichte ist, ist hier an der falschen Adresse. Wer jedoch etwas Abwechslung sucht, ist hier geau richtig..

Endlich steht mal die Freundschaft und nicht immer nur die Liebe im Vordergrund.

Zu dem Protagonisten:
Grob gesagt, geht es um vier Freunde oder Jugendliche, die zu Freunden werden: Jules - die Feministin, James - der Sportler, Aileen - die Wikingerin und Javi - der typische schwule beste Freund. Allesamt sehr starke Charaktere.

Ich fang trotzdem erstmal mit Jules an: Jules ist ein siebzehn Jahre altes Mädchen, das für ihre Rechte als Frau einzustehen versucht. Ihren Blick niemals von ihrem Ziel abweichend, ist es ihr geradezu egal, was andere von ihr denken.

Ich habe es so satt, so zu tun, als würde das gar nicht existieren, nur damit andere Leute sich wohler fühlen. Wie wäre es, wenn die sich einfach mit meiner Realität anfreunden? - Jules (S. 95)

James wird hingegen von seinen Mitmenschen nur auf den Sport reduziert. Ein Fehler und schon wenden sich alle von ihm ab. Ich hatte das Gefühl, dass sich James während des Buches erst selber gefunden hat. Somit ist es schwer, ihn richtig zu beschreiben.

Aileen ist schwer einzuschätzen. Daher möchte ich auch nicht zu viel vorab nehmen. Lasst euch einfach überraschen.

Und Javi war eine kleine Dramaqueen, aber immer für Jules da. Er ist die personifizierte Loyalität.

Zum Schreibstil:
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, aber er ist sehr gewöhnungsbedürftig. Poetisch und dadurch oft sehr umständlich. Wenn man sich jedoch erst einmal an ihn gewöhnt hat, ließ sich das Buch flüssig lesen.

Fazit:
Die Charaktere haben sich quasi dabei überschlagen, an sich selbst zu wachsen und es war sehr schön ihnen dabei zuzusehen.
Insgesamt eine erfrischende Abwechslung zu den Liebesromanen, die ich sonst lese.

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Veröffentlicht am 30.05.2019

Wichtige Thematik

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Trigger & Content Warnung: Vergewaltigung, Sexismus, Alkohol

Elite hat bei mir sofort durch den Klappentext mein Interesse geweckt. Vorher habe ich weder vom Autor, noch vom Buch selber etwas gehört, ...

Trigger & Content Warnung: Vergewaltigung, Sexismus, Alkohol

Elite hat bei mir sofort durch den Klappentext mein Interesse geweckt. Vorher habe ich weder vom Autor, noch vom Buch selber etwas gehört, wodurch ich auch keine besonders hohen oder niedrigen Erwartungen hatte.

Bis ich mich richtig in der Geschichte orientieren konnte, hat es ein kleines bisschen gebraucht. Durch die vielen Informationen über die verschiedenen Charaktere und wie es an der Schule abgeht, wurde mir der Einstieg erschwert. Bis zum Ende hin habe ich auch ein kleines Problem damit gehabt, mir die ganzen Nebencharaktere zu merken, die eine Rolle spielten. Mit den Protagonisten und deren direkten Freunden hatte ich allerdings kein Problem und konnte sie gut auseinander halten.

Ab und zu empfand ich die Handlung auch als ein klein wenig sprunghaft. Hin und wieder musste ich eine Seite zurückblättern, um mich wieder zu orientieren. Das kann allerdings auch gut an mir gelegen haben, aber irgendwann empfand ich es als störend, weil es mehr als ein oder zweimal vorkam.

Mit dem Buch lässt der Autor seine Leser eine Menge Gefühle durchleben. Ich weiß gar nicht, wie oft ich das Buch wütend zur Seite legen musste und zum Teil ist mir richtig schlecht geworden. Gleichzeitig hatte ich häufig auch so viel Hoffnung und es gab tolle Momente.
Der Fokus des Buches liegt auf dem Sexismus, dem die Mädchen in der Akademie tagtäglich ausgesetzt sind. Auch sexuelle Gewalt wird zum Thema. An keiner Stelle hatte ich jedoch das Gefühl, als würde der Autor sich den Themen respektlos nähern. Stattdessen empfand ich es als sehr respektvoll. Als besonders wichtig empfand ich auch, dass den Opfern zugehört und geglaubt worden ist.

Die Protagonisten haben mir allesamt ebenfalls gefallen. Besonders Bax hat mich beeindruckt. Er kommt neu an die Akademie und wird direkt mit dem Sexismus von seinen Teammitgliedern konfrontiert, aber er steht trotzdem für seine Werte ein. Jules hingegen ist schon länger auf der Akademie, aber auch sie lässt sich nicht unterkriegen und kämpft beständig gegen den Sexismus, auch wenn sie auf taube Ohren stößt.

Wegen des Endes war ich zu Beginn ein klein wenig nervös. Ich hatte Angst, dass das Buch mit einem Happy End enden würde, weil das nicht realistisch wäre, aber zum Glück ist das Ende ein wenig offener und bietet keine Lösung für den Sexismus. Denn so ist es auch im echten Leben. Sexismus ist nicht von heute auf morgen überwunden. Dementsprechend war es ein sehr realistisches Ende.


Fazit
Mit Elite hat Brendan Kiely einen sehr tollen Roman geschrieben, welcher einen viele Emotionen durchleben lässt. Zum Teil ist es Wut, Frustration, aber es gibt auch hoffnungsvollere Momente. Mich konnte der Autor mit diesem Buch von sich überzeugen und ich kann das Buch nur weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 10.05.2019

Jugendbuch mit Tiefgang

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Jules und Bax gehen auf eine Elite-Schule - doch von Elite ist nicht viel zu sehen. Die Schülerinnen und Schüler verlassen sich auf ihren Reichtum und verhalten sich entsprechend arrogant. Sex, Parties ...

Jules und Bax gehen auf eine Elite-Schule - doch von Elite ist nicht viel zu sehen. Die Schülerinnen und Schüler verlassen sich auf ihren Reichtum und verhalten sich entsprechend arrogant. Sex, Parties und Sport sind die bedeutenden Themen in ihrer Welt.

Doch sowohl Jules als auch Bax wollen dem entgehen und suchen sich erst ihren individuellen und später einen gemeinsamen Weg, um dem einen Denkzettel zu verpassen.

Beide Protagonisten sind von ihren eigenen Schicksalen geprägt. Bax hatte in seiner Vergangenheit Probleme seine Wut zu bändigen und hat nun immerwährende Angst seine Mitmenschen zu verletzen. Dabei entwickelt er eine Empathie seinen Mitschülern gegenüber, die ihn gegen Mobbing ankämpfen lässt. Doch kommt das bei seinen Mitschülern und Teamkollegen nicht immer gut an.

Auch Jules kämpft mit ihren eigenen Dämonen. Sie setzt sich für Frauenrechte ein und versucht auf Sexismus im alltäglichen Schulleben aufmerksam zu machen. Mit mäßigem Erfolg. Als schließlich noch Vergewaltigung hinzu kommt, scheint die Situation zu eskalieren.

Wie schaffen Bax und Jules es, sich durchzusetzen? Können sie Mobbing und Vergewaltigung Einhalt gebieten?

Der Schreibstil im Roman bleibt eigentlich dauerhaft distanziert. Bei dieser heiklen Thematik kann ich den Autoren verstehen. Das führt zwar dazu, dass eine Identifikation erschwert wird, aber dafür behält der Leser auch genügend Distanz, so dass bei der heiklen Thematik weniger Trigger-Gefahr besteht.

Mir hat der Roman aufgrund dieser Themen sehr gut gefallen und ich finde die Entwicklung sehr gut, die ich gerade im Jugendbuchbereich feststelle. Es erscheinen immer mehr Bücher, die sich genau damit auseinandersetzen -weiter so!

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