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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.07.2019

Mit dem dritten Band mein Liebling

Hope Again
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Es ist schon eine Weile her, dass ich die Again-Bücher gelesen habe, weswegen ich beim Einstieg ein klein wenig gebraucht habe, bis ich wieder richtig in Woodshill angekommen bin. Nach den ersten 50 Seiten ...

Es ist schon eine Weile her, dass ich die Again-Bücher gelesen habe, weswegen ich beim Einstieg ein klein wenig gebraucht habe, bis ich wieder richtig in Woodshill angekommen bin. Nach den ersten 50 Seiten hat sich das aber erledigt und ich konnte das Buch ohne Probleme weiterlesen. Wie gewohnt konnte mich auch besonders Mona Kastens Schreibstil mich sofort in den Bann ziehen. Man merkt gar nicht, wie die Zeit vergeht, wenn man das Buch liest.

Obwohl ich aber leichte Schwierigkeiten beim Einstieg hatte, konnte mich die Handlung dennoch sehr schnell überzeugen. Wobei ich auch sagen muss, dass die erste Hälfte des Buches stärker war als die zweite Hälfte. Während der ersten Hälfte hat man die Zerrissenheit von Everly und Nolan am besten gespürt und man hat einfach nur mit den beiden mitgefiebert, dass sie irgendwie zueinander finden. Mir ist gleich aufgefallen, wie gut die beiden zueinander passen würden. Die zweite Hälfte hat dann leider etwas nachgelassen, auch, weil sich die Handlung angefangen hat ein wenig zu ziehen. Man hätte einen Teil der Konflikte gut kürzen können, während man die weiteren ein wenig besser hätte ausarbeiten können. Die Balance hat für mich nicht ganz gestimmt, auch, weil die Konflikte allesamt recht schnell zur ähnlichen Zeit gelöst worden sind.
Die Geheimnisse, die die Charaktere haben, waren für mich auch nicht wirklich überraschend und ich habe mir sowas in der Art schon vorgestellt. Es war einfach wieder sehr typisch für das Genre und für New Adult-Bücher.

Die Charaktere haben mich aber von vorne bis hinten überzeugen können. Von Everly war ich gleich schon zu Beginn angetan und ich konnte mich in einigen Punkten sehr gut mit ihr identifizieren. Ich konnte all ihre Handlungen das Buch über nachvollziehen und sie wirkte in keinster Weise flach. Am meisten hat mir wohl aber ihre Entwicklung gefallen, die sehr realistisch wirkte. Am Anfang des Buches war sie noch ganz anders drauf als zum Schluss.
Bei Nolan hatte ich dasselbe Gefühl. Ich kann verstehen, warum sich Everly in ihn verliebt hat. Ich würde bei ihm auch definitiv nicht Nein sagen. In ihn kann man sich einfach nur verlieben. Er hat wohl alle positiven Eigenschaften, die man sich wünschen kann.
Everly und Nolan sind für mich definitiv auf demselben Level wie Isaac und Sawyer, wenn es um meine Lieblingspärchen der Reihe geht.

Veröffentlicht am 16.06.2019

Emotional und überraschend

Falling Fast
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Gleich zu Beginn ist mir zuerst aufgefallen, was für einen schönen und angenehmen Schreibstil die Autorin hat. Ich konnte mich sofort in ihrem Schreibstil fallen lassen und die Handlung hat mich ebenfalls ...

Gleich zu Beginn ist mir zuerst aufgefallen, was für einen schönen und angenehmen Schreibstil die Autorin hat. Ich konnte mich sofort in ihrem Schreibstil fallen lassen und die Handlung hat mich ebenfalls sehr schnell in den Bann gezogen. Der Prolog war sehr gut gewählt, weil wir einen der letzten Momente erleben, bevor es im ersten Kapitel zurück zum Anfang geht. Man möchte dadurch einfach nur wissen, wie es bis zu diesem letzten Moment kommt. Ich konnte das Buch von Anfang an kaum aus den Händen legen.

Mit der Handlung konnte Bianca Iosivoni mich sofort in den Bann ziehen. Ich kann mich an kaum einen Moment erinnern, an dem ich mich gelangweilt habe. Dafür klebte ich wahrscheinlich auch viel zu sehr an den Seiten und habe das Buch verschlungen. Selbst wenn die Handlung an sich eher ruhig ist, fand ich sie sehr interessant. Meiner Meinung nach konzentriert sich die Handlung mehr auf die zwischenmenschlichen Beziehungen der Charaktere, was mir ganz gut gefallen hat.
Es gab aber natürlich auch Momente des Dramas, besonders zum Ende hin, aber sie waren nicht übertrieben und sie wirkten realistisch. Die Autorin hat die perfekte Mischung gefunden und bis zu den letzten Seiten ist das Buch die perfekte Sommerlektüre.
Das Ende ändert aber alles. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich von dem Ende halten soll. Einerseits lässt es einen neugierig zurück und man möchte unbedingt wissen, wie es in der Fortsetzung weitergeht, aber gleichzeitig hat das Ende bei mir einen bitteren Beigeschmack zurückgelassen. Ich muss aber sagen, dass ich mit dem Ende wirklich nicht gerechnet hätte.

Innerhalb des Buches werden viele wichtige und ernsthafte Thematiken angesprochen. Allerdings kann ich bei keinem Thema sagen, wie gut sie umgesetzt worden sind, aber ich hatte das Gefühl, als sei die Autorin sehr respektvoll mit ihnen umgegangen und ich bin mir sicher, dass dies in der Fortsetzung genauso sein wird.

Die Protagonisten haben mir gut gefallen. Sie haben sich sehr real angefühlt und Hailee und Chase haben beide eine Entwicklung durchgemacht, die aufgrund der Kürze der Zeit die sie sich kennen, nicht gehetzt oder unrealistisch gewirkt hat. Ich habe es genossen, beide zusammen zu sehen, aber auch wenn sie alleine waren, fand ich sie toll. Beide sind sehr vielschichtig und man hat nicht das Gefühl, als würde dort nur eine Pappfigur stehen.

Fazit
Falling Fast ist eine tolle Sommerlektüre, deren Ende das Buch aber in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt. Und obwohl das Ende einen bitteren Beigeschmack zurückgelassen hat, hat mir das Buch im Gesamten ganz gut gefallen. Ich bin auch schon ganz neugierig auf die Fortsetzung und zum Glück muss man nicht allzu lang auf sie warten.

Veröffentlicht am 30.05.2019

Wichtige Thematik

Elite
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Trigger & Content Warnung: Vergewaltigung, Sexismus, Alkohol

Elite hat bei mir sofort durch den Klappentext mein Interesse geweckt. Vorher habe ich weder vom Autor, noch vom Buch selber etwas gehört, ...

Trigger & Content Warnung: Vergewaltigung, Sexismus, Alkohol

Elite hat bei mir sofort durch den Klappentext mein Interesse geweckt. Vorher habe ich weder vom Autor, noch vom Buch selber etwas gehört, wodurch ich auch keine besonders hohen oder niedrigen Erwartungen hatte.

Bis ich mich richtig in der Geschichte orientieren konnte, hat es ein kleines bisschen gebraucht. Durch die vielen Informationen über die verschiedenen Charaktere und wie es an der Schule abgeht, wurde mir der Einstieg erschwert. Bis zum Ende hin habe ich auch ein kleines Problem damit gehabt, mir die ganzen Nebencharaktere zu merken, die eine Rolle spielten. Mit den Protagonisten und deren direkten Freunden hatte ich allerdings kein Problem und konnte sie gut auseinander halten.

Ab und zu empfand ich die Handlung auch als ein klein wenig sprunghaft. Hin und wieder musste ich eine Seite zurückblättern, um mich wieder zu orientieren. Das kann allerdings auch gut an mir gelegen haben, aber irgendwann empfand ich es als störend, weil es mehr als ein oder zweimal vorkam.

Mit dem Buch lässt der Autor seine Leser eine Menge Gefühle durchleben. Ich weiß gar nicht, wie oft ich das Buch wütend zur Seite legen musste und zum Teil ist mir richtig schlecht geworden. Gleichzeitig hatte ich häufig auch so viel Hoffnung und es gab tolle Momente.
Der Fokus des Buches liegt auf dem Sexismus, dem die Mädchen in der Akademie tagtäglich ausgesetzt sind. Auch sexuelle Gewalt wird zum Thema. An keiner Stelle hatte ich jedoch das Gefühl, als würde der Autor sich den Themen respektlos nähern. Stattdessen empfand ich es als sehr respektvoll. Als besonders wichtig empfand ich auch, dass den Opfern zugehört und geglaubt worden ist.

Die Protagonisten haben mir allesamt ebenfalls gefallen. Besonders Bax hat mich beeindruckt. Er kommt neu an die Akademie und wird direkt mit dem Sexismus von seinen Teammitgliedern konfrontiert, aber er steht trotzdem für seine Werte ein. Jules hingegen ist schon länger auf der Akademie, aber auch sie lässt sich nicht unterkriegen und kämpft beständig gegen den Sexismus, auch wenn sie auf taube Ohren stößt.

Wegen des Endes war ich zu Beginn ein klein wenig nervös. Ich hatte Angst, dass das Buch mit einem Happy End enden würde, weil das nicht realistisch wäre, aber zum Glück ist das Ende ein wenig offener und bietet keine Lösung für den Sexismus. Denn so ist es auch im echten Leben. Sexismus ist nicht von heute auf morgen überwunden. Dementsprechend war es ein sehr realistisches Ende.


Fazit
Mit Elite hat Brendan Kiely einen sehr tollen Roman geschrieben, welcher einen viele Emotionen durchleben lässt. Zum Teil ist es Wut, Frustration, aber es gibt auch hoffnungsvollere Momente. Mich konnte der Autor mit diesem Buch von sich überzeugen und ich kann das Buch nur weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 27.04.2019

Ich bin begeistert!

Sadie
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Trigger Warnung: Sexueller Missbrauch, Drogenkonsum, Mord/Tod, Pädophilie, Gewalt

Von Sadie habe ich, seitdem es erschienen ist, eine Menge gehört und die Stimmen waren durch und durch positiv. Besonders ...

Trigger Warnung: Sexueller Missbrauch, Drogenkonsum, Mord/Tod, Pädophilie, Gewalt

Von Sadie habe ich, seitdem es erschienen ist, eine Menge gehört und die Stimmen waren durch und durch positiv. Besonders häufig wurde das Hörbuch empfohlen, weil es einen vollen Cast an Sprechern gibt und das Podcast-Format wird ebenfalls im Hörbuch deutlich gemacht. Ich habe mich daher auch für das Hörbuch entschieden und ich bereue nichts. Die Sprecher machen allesamt einen fantastischen Job und die Produktion ist ebenfalls mehr als gelungen. Selbst an Hintergrundgeräusche in den Teilen, die im Podcast-Format geschrieben sind, wurde gedacht.

Die Geschichte um Sadie ist wirklich nichts für schwache Nerven. Courtney Summers erzählt mit einem wunderschönen Schreibstil eine absolut grausame Geschichte, die kaum noch hätte dunkler sein können. Die Geschichte konnte mich sofort in ihren Bann ziehen und ich wollte von Anfang an wissen, wohin Sadie verschwunden ist und was sie auf ihrem Weg nach Rache erlebt. Gleichzeitig wollte ich unbedingt erfahren, ob West es schafft, Sadie zu finden.
Die Mischung zwischen West' und Sadies Perspektive fand ich absolut passend. Man verfolgt Sadies Weg in der Vergangenheit, aber gleichzeitig verfolgt man West und seine Suche nach Sadie. Auf diese Art und Weise gab es keine langweiligen Stellen und die Spannung konnte das ganze Buch über gehalten werden. Ich wollte gar nicht mehr damit aufhören, das Hörbuch zu hören.

Obwohl das Buch mit seinen knapp 300 Seiten recht kurz ist, hat die Autorin es dennoch geschafft den Charakteren eine gewisse Tiefe zu geben, die die Charaktere hat real erscheinen lassen. Aber nicht nur bei den Charakteren war es erfolgreich, sondern auch bei den Thematiken, die das Buch anspricht. Die Grausamkeit der Geschehnisse wird an keiner Stelle verharmlost oder romantisiert. Die Taten werden außerdem in keinster Weise verherrlicht und es wird recht offen mit ihnen umgegangen. Natürlich aber nur in einem gewissen Rahmen, da es sich hier immer noch um ein Jugendbuch handelt.

Von einigen Leuten habe ich online gelesen, dass sie das Ende nicht mochten oder das es sie frustriert hat, aber ich muss sagen, dass ich das Ende passend fand. Es ist definitiv frustrierend, aber genau deswegen mag ich das Ende. Meiner Meinung nach lässt das Ende das Buch gleich viel realer anfühlen. Mit einem anderen Ende wäre ich wohl eher unzufrieden gewesen.

Veröffentlicht am 27.04.2019

Nichts besonderes

Weil es Liebe ist
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Christina Lauren erleben momentan, besonders im englischsprachigen Raum, einen enormen Hype, der auch nicht an mir vorbeigeht. Bei dem Buch fand ich es besonders interessant, dass das Buch zum Teil in ...

Christina Lauren erleben momentan, besonders im englischsprachigen Raum, einen enormen Hype, der auch nicht an mir vorbeigeht. Bei dem Buch fand ich es besonders interessant, dass das Buch zum Teil in einem Theater am Broadway spielt und es auch das Thema einer Scheinehe behandelt.

Der Einstieg in die Handlung ist mir nicht sehr schwergefallen und das Buch beginnt in einer sehr interessanten Weise, welche mich sofort in den Bann ziehen konnte. Nicht jedes Buch beginnt damit, dass die Protagonistin auf Gleise gestoßen wird. Zusätzlich lernt man den Love-Interest der Geschichte auch gleich zu Anfang kennen und muss nicht lange darauf warten, bis man endlich erfährt, wer er eigentlich ist.

Nach dem interessanten Start habe ich mich auf den restlichen Verlauf der Geschichte gefreut, die mich dann aber eher weniger begeistern konnte. Sie war nicht schlecht, aber sie hat mich gleichzeitig auch nicht umgehauen und einiges hat für mich einfach keinen Sinn ergeben.
Die beiden Protagonisten finden sich in einer Scheinehe wieder, was sehr gut hätte genutzt werden können, um Konflikte in die Handlung zu bringen. Keiner der beiden Protagonisten scheint sich aber große Sorgen zu machen. Die Sorgen werden sich eher nur dann gemacht, wenn sie einen offiziellen Termin wahrnehmen mussten. Zusätzlich wird das Thema der Scheinehe nur sehr oberflächlich behandelt, was ich sehr Schade gefunden habe, gerade weil es ein so zentraler Aspekt der Handlung ist.
Eine weitere Sache, die mich mehr als stutzig gemacht hat, war die Tatsache, dass Calvin, ein Musiker im Orchestergraben und der nicht gesehen wird, eine unglaubliche Meute an Fans um sich hat. Das fand ich komplett an den Haaren herbeigezogen. Da musste ich mächtig mit den Augen rollen, denn unrealistischer ging es nicht. Hätte es sich um den Produzenten des Musicals oder um einen Darsteller gehandelt, dann wäre es für mich kein Problem gewesen, aber ich kenne keine Person, die die einzelnen Musiker eines Musicals kennen und von denen ein Fan sind. Der Punkt war in meinen Augen einfach nur unnötig und es macht mich tatsächlich sogar ein wenig wütend.

Die Charaktere fand ich insgesamt ganz toll. Holland ist ein sehr realistischer Charakter und man kann sich mit ihr sehr gut identifizieren. Auch Calvin hat mir gut gefallen. Er scheint auf den ersten Blick der perfekte Love-Interest zu sein, aber auch er hat seine Fehler und ist zum Glück nicht eindimensional. Eine Sache, die mir besonders gut gefallen hat, ist, dass die Protagonisten miteinander reden, wenn sie Probleme haben. Das passiert immer in recht kurzer Zeit und das Buch wird nicht unnötig in die Länge gezogen, einfach, weil die Charaktere nicht miteinander reden.