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Veröffentlicht am 01.01.2020

Ich habe mehr erwartet

Meine wunderbare Frau
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Ich bin nicht die größte Thriller-Leserin, aber ab und zu wecken sie doch meine Aufmerksamkeit, wenn die Handlung interessant klingt. Bei einem Ehepaar, das gemeinsam Menschen ermordet, konnte ich demnach ...

Ich bin nicht die größte Thriller-Leserin, aber ab und zu wecken sie doch meine Aufmerksamkeit, wenn die Handlung interessant klingt. Bei einem Ehepaar, das gemeinsam Menschen ermordet, konnte ich demnach nicht Nein sagen. Mein Interesse war sofort geweckt und ich wollte es sofort lesen.

Der Einstieg ist mir weder leicht, noch schwergefallen. Man kommt gut in die Handlung hinein, aber man muss sich wirklich an den Erzählstil gewöhnen. Ich muss sagen, dass ich mich nie komplett an ihn gewöhnen konnte. Man erlebt die Handlung aus der Sicht des Ehemannes, dessen Namen man nie erfährt. Das baut eine ziemliche Distanz zu ihm auf, die mich enorm gestört hat und durch diesen Stil konnte ich mich nie wirklich in die Handlung fallen lassen. Der Stil war auch einer der Gründe, warum mich das Buch, trotz einer interessanten Prämisse, nie richtig fesseln konnte.

Nicht nur aufgrund des Stils konnte mich das Buch nicht wirklich fesseln, sondern auch wegen der Handlung selber. Leider war die Handlung nur halb so aufregend, wie ich sie mir erwünscht hätte. Gefühlt das halbe Buch bestand aus irgendwelchen Alltagssituationen, die einfach nur langweilig waren und absolut nichts zur Handlung beigetragen haben. Das hat die Handlung außerdem ziemlich langweilig werden lassen und ich hatte selten den Drang das Buch in die Hand zu nehmen und weiterzulesen. Zwischendrin gab es aber trotzdem noch Momente, die aufregend bzw. interessant gewesen sind, wie z.B. wenn die Wahl eines Opfers getroffen werden musste. Diesen Prozess mitzuerleben, war wirklich interessant und diese Stellen ließen sich auch viel angenehmer und zügiger lesen. Die Autorin hat es auch wunderbar geschafft zu zeigen, was diese Morde mit einer Familie machen kann. Ich glaube, dass dies mir am meisten gefallen hat. Die Morde sind an keinem spurlos vorbeigegangen und gerade in der zweiten Hälfte des Buches wurden dies recht tief gehend erkundet.

Für viele, laut der Rezensionen, die ich finden konnte, war der Twist am Ende überraschend. Ich fand ihn ziemlich vorhersehbar und man konnte es sich denken. Der Twist hat das Ende definitiv spannender gestaltet, auch wenn ich ihn schon erahnt habe, aber er hat Tempo in die Handlung gebracht und auf den letzten Seiten konnte ich das Buch tatsächlich nicht aus der Hand legen. Vom Hocker hauen konnte mich das Ende dann aber dennoch nicht und es hat einen negativen Beigeschmack bei mir gelassen. Aufgrund von Spoilern kann ich da aber nicht genauer drauf eingehen.

Fazit
Ich glaube, dass ich die falschen Erwartungen an das Buch hatte. Es war definitiv kein schlechtes Buch und ich hatte Momente, in denen mir das Buch gefallen hat, aber es gab auch einige Dinge, die ich nicht mochte. Der gewählte Erzählstil ist definitiv Gewöhnungsbedürftig und ist vielleicht mein größtes Problem gewesen. Hätte ich mich an den Stil gewöhnen können, wäre meine Meinung vielleicht eine andere. Somit ist das Buch für mich leider nur durchschnittlich und wird mir sehr wahrscheinlich nicht lange in Erinnerung bleiben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.10.2019

Ein neues Lieblingsbuch

Nevernight - Die Prüfung
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Nevernight ist eines der Bücher, um das ich schon sehr lange herumschleiche, weil man fast nur gutes darüber hört. Der Plot ist außerdem genau nach meinem Geschmack. Der Hype um das Buch hat mich allerdings ...

Nevernight ist eines der Bücher, um das ich schon sehr lange herumschleiche, weil man fast nur gutes darüber hört. Der Plot ist außerdem genau nach meinem Geschmack. Der Hype um das Buch hat mich allerdings ein wenig abgeschreckt. Jetzt ist aber der dritte und letzte Band auf Englisch erschienen und das war für mich der richtige Zeitpunkt, endlich den ersten Band zu lesen.

Zu Beginn ist es mir nicht leicht gefallen, in die Handlung zu kommen und mich in der Welt zurechtzufinden, obwohl sie durch die Inspiration des römischen Reiches sehr zugänglich war. Es mag vielleicht daran liegen, dass ich schon lange kein High-Fantasy Buch mehr gelesen habe. Nach ca. 100 Seiten habe ich mich allerdings endlich in der Welt zurechtgefunden und hatte keine Probleme mehr. Danach konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen und habe die Geschichte nur so verschlungen.

Bei dem Buch merkt man sofort, dass es kein Jugendbuch ist, obwohl die Protagonistin erst 16 Jahre alt ist. Die Atmosphäre im Buch ist sehr düster und auch die Handlung ist nicht ohne. Diese düstere Atmosphäre hat die Handlung für mich gleich viel spannender gemacht und ich konnte mich richtig in ihr fallen lassen.
Das Tempo der Handlung hat mir sehr gut gefallen und sie hat auf den Punkt gestimmt. Während es ruhigere Stellen gab, gab es auch genügend spannende Stellen, die die Handlung vorangetrieben haben. Noch dazu gab es viele Momente, mit denen ich absolut nicht gerechnet habe. Immer wenn ich dachte, dass ich genau weiß, wie es weitergehen wird, hat Jay Kristoff mich mit seinen Twists komplett aus den Socken gehauen, weil sie einfach nicht vorhersehbar waren. Nicht nur, dass ich mit dem Lesen gar nicht aufhören konnte, ich wollte auch gar nicht aufhören, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht und wie es endet.

Vom Ende bin ich auch von vorne bis hinten begeistert. Ich hätte nie damit gerechnet, dass das Buch auf diese Art enden wird. Während das Ende enorm spannend war, gab es dennoch Gründe dafür, warum ich ein paar Tränen vergießen musste, die ich aber aufgrund von Spoilern nicht nennen kann. Lasst euch aber gesagt sein, dass man nach dem Ende lieber direkt den zweiten Band zur Hand hat.

Mit den Charakteren hat Jay Kristoff bei mir auch voll ins Schwarze getroffen. Ich habe bei vielen Charaktere immer die Angst, dass ich sie nicht auseinanderhalten kann, aber das war hier nicht der Fall. Man hat die Charaktere langsam kennengelernt und sie sind alle sehr verschieden, weswegen man sie gut differenzieren kann. Obwohl es eine Menge Charaktere gibt, hatte ich aber dennoch nicht das Gefühl, dass sie platt waren. Jay Kristoff hat es geschafft, neben Mia als Protagonistin, den Nebencharakteren eine gewisse Tiefe zu verleihen, sodass sie sich real und greifbar anfühlten.

Fazit
Mit Nevernight konnte mich Jay Kristoff absolut überzeugen und er hat scheinbar auch meine Liebe für High-Fantasy wieder wecken können. Nevernight überzeugt mit tollen Charaktere, einer genial ausgebauten Welt und komplexen Handlung. Nur der Einstieg ist mir ein wenig schwergefallen.

Veröffentlicht am 03.10.2019

Konnte mich im Endeffekt nicht begeistern

Strange the Dreamer - Der Junge, der träumte
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Der Einstieg in die Handlung ist definitiv nicht der einfachste, auch wenn der Prolog einen sofort gefangen nimmt und man mehr wissen möchte. Die Schwierigkeit kommt wohl daher, dass man sich erst an diesen ...

Der Einstieg in die Handlung ist definitiv nicht der einfachste, auch wenn der Prolog einen sofort gefangen nimmt und man mehr wissen möchte. Die Schwierigkeit kommt wohl daher, dass man sich erst an diesen poetischen und ausschweifenden Schreibstil gewöhnen muss und noch dazu fängt der Handlung, wenn es um den Protagonisten Lazlo geht, bei null an. Es braucht dadurch erstmal einen Moment, bis man an dem Punkt angelangt ist, an dem die Handlung richtig losgeht.

Insgesamt ist die Handlung sehr ruhig, aber dennoch nicht so ruhig, dass nichts passieren würde. Es gibt ein paar Schlüsselpunkte, die die Handlung in einem guten Tempo voranbringen. Es hilft allerdings auch, dass das Buch zwei verschiedenen Perspektiven beinhaltet, sodass eine gute Abwechslung entsteht. Allerdings empfand ich, dass der Schreibstil das Tempo enorm eingedämmt hat. Ich hatte häufig, besonders in Sarais Perspektive, das Gefühl, dass sie die Autorin in ihren Beschreibungen verliert. Ich habe mich immer wieder dabei erwischt, dass ich diese Stellen im ersten Moment überflogen habe. Mit der Zeit fing das an mich mächtig zu stören und hat mir den Spaß am Lesen genommen.

Am Anfang war ich noch recht begeistert von dem Buch, aber meine Begeisterung ist, je näher ich dem Ende kam, immer mehr verschwunden. Es gibt einfach keine wirklichen Spannungsmomente, außer dem Geheimnis von Weep. Hinzu kommt noch, dass das Buch an einer Stelle endet, welches mich nicht dazu motiviert, mir den zweiten Teil kaufen zu wollen. Man merkt, dass im deutschen der erste englische Band in zwei Teile aufgeteilt worden ist. Hätte ich das gewusst, hätte ich das Buch sicher nicht auf Deutsch gelesen. Meiner Meinung nach wäre die Teilung nicht nötig. Ich hätte lieber einen 700-800 Seiten langen Roman gelesen, als zwei mit nur ca. 350-400 Seiten.

Die Charaktere hingegen haben mir sehr gut gefallen. Dadurch, dass die Charaktere und die Welt an sich im Fokus stehen, sind sie sehr toll ausgearbeitet und haben eine gewisse Tiefe. Selbst viele der Nebencharaktere haben in dieser ersten Hälfte der Geschichte einiges an Tiefe gewonnen. Besonders aber Lazlo wächst einem ans Herzen. Sein Leben ist von Anfang an nicht das einfachste, aber er macht eine bemerkenswerte Entwicklung durch und man wünscht ihm einfach nur das Beste.

Fazit
Strange the Dreamer - Der Junge, der träumte ist ein toller Auftakt einer neuen High-Fantasy Reihe. Das World-Building und die Charaktere sind sehr komplex und toll ausgearbeitet. Der Schreibstil hat mir mit der Zeit aber immer weniger zugesagt und dadurch, dass das eigentliche erste Buch im Deutschen in zwei Teile geteilt wird, gab es keinen richtigen Spannungsbogen. Die Teilung ist meiner Ansicht nach komplett unnötig. Ich glaube, wenn ich das volle erste Buch gelesen hätte, würde meine Bewertung anders aussehen, aber so konnte mich das Buch nicht hellauf begeistern.

  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Fantasie
Veröffentlicht am 21.08.2019

Gute Fortsetzung, der Vorgänger war aber stärker

Flying High
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Nachdem mich das Ende von Falling Fast in einem Zwiespalt zurückgelassen hat, war ich dennoch daran interessiert, wie die Geschichte von Hailee und Case in Flying High weitergeht. Das Buch schließt auch ...

Nachdem mich das Ende von Falling Fast in einem Zwiespalt zurückgelassen hat, war ich dennoch daran interessiert, wie die Geschichte von Hailee und Case in Flying High weitergeht. Das Buch schließt auch zum Glück unmittelbar an seinen Vorgänger an, sodass man schnell eine Auflösung hat und die Thematik wird nicht weiterhin unnötig in die Länge gezogen, wobei ich immer noch der Meinung bin, dass man dies zum Ende von Falling Fast hätte hinzufügen sollen.

Im gesamten beschäftigt sich das Buch sehr viel mit der Verarbeitung der Traumata und der Fokus lag weniger auf der Liebesgeschichte, was mir sehr gut gefallen hat und alles andere hätte ich als ziemlich unpassend gefunden. Die Liebesgeschichte wird aber dennoch nicht vergessen. Die Handlung empfand ich im Allgemeinen als sehr viel ruhiger als im Vorgänger, weil sich der Fokus verschoben hat und die Thematik viel ernster war als im ersten Band.
Während mir das zu Anfang noch sehr gut gefallen hat und ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte, hat sich der Mittelteil ziemlich gezogen und ich war immer weniger begeistert. Den gesamten Mittelteil fühlte es sich leider so an, als würde sich die Handlung im Kreis drehen und kein Stück vorankommen. Zum Ende hin nahm es dann aber wieder an Fahrt auf und das Buch hat gleich wieder mehr Spaß gemacht. Mit dem Ende bin ich dieses Mal ganz zufrieden. Es wurde nichts überstürzt und auch sonst fühlte es sich sehr real an und nicht an der Nase herbeigezogen.

In Flying High haben wir quasi zwei verschiedene Handlungsstränge, auch wenn sie durch Hailee und Chase immer miteinander verbunden sind. Die Konflikte von Chase und innerhalb seiner Familie kommen aber auch deutlich mehr in den Vordergrund, aber so wirklich gut gefallen hat sie mir nicht. Ich fand sie nicht sonderlich gut ausgearbeitet bzw. sie hat mir zu wenig Aufmerksamkeit erhalten, weil sich für Chase zum Großteil alles um Hailee dreht, was auch verständlich ist, nachdem was passiert ist, aber ich hätte mir dann doch einen tieferen Umgang mit den Konflikten innerhalb seiner Familie gewünscht.

Was das Thema der Repräsentation im Buch angeht, kann ich nicht beurteilen, ob sie gut war. Besonders im Hinblick auf das Thema der Trauerbewältigung und den Umgang mit Suizidalität, weil ich damit keine persönlichen Erfahrungen habe. Die Art und Weise wie damit aber umgegangen ist, hat sich mir erschlossen und Sinn ergeben. Ich hatte auch nicht das Gefühl, als hätte die Autorin eine Liebesbeziehung als Lösung und zum Überwinden der Traumata gewählt. Es wird an jeder Stelle klar, dass der Umgang mit diesen Traumata ein Prozess ist, an dem man arbeiten muss.

Veröffentlicht am 18.07.2019

Mit dem dritten Band mein Liebling

Hope Again
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Es ist schon eine Weile her, dass ich die Again-Bücher gelesen habe, weswegen ich beim Einstieg ein klein wenig gebraucht habe, bis ich wieder richtig in Woodshill angekommen bin. Nach den ersten 50 Seiten ...

Es ist schon eine Weile her, dass ich die Again-Bücher gelesen habe, weswegen ich beim Einstieg ein klein wenig gebraucht habe, bis ich wieder richtig in Woodshill angekommen bin. Nach den ersten 50 Seiten hat sich das aber erledigt und ich konnte das Buch ohne Probleme weiterlesen. Wie gewohnt konnte mich auch besonders Mona Kastens Schreibstil mich sofort in den Bann ziehen. Man merkt gar nicht, wie die Zeit vergeht, wenn man das Buch liest.

Obwohl ich aber leichte Schwierigkeiten beim Einstieg hatte, konnte mich die Handlung dennoch sehr schnell überzeugen. Wobei ich auch sagen muss, dass die erste Hälfte des Buches stärker war als die zweite Hälfte. Während der ersten Hälfte hat man die Zerrissenheit von Everly und Nolan am besten gespürt und man hat einfach nur mit den beiden mitgefiebert, dass sie irgendwie zueinander finden. Mir ist gleich aufgefallen, wie gut die beiden zueinander passen würden. Die zweite Hälfte hat dann leider etwas nachgelassen, auch, weil sich die Handlung angefangen hat ein wenig zu ziehen. Man hätte einen Teil der Konflikte gut kürzen können, während man die weiteren ein wenig besser hätte ausarbeiten können. Die Balance hat für mich nicht ganz gestimmt, auch, weil die Konflikte allesamt recht schnell zur ähnlichen Zeit gelöst worden sind.
Die Geheimnisse, die die Charaktere haben, waren für mich auch nicht wirklich überraschend und ich habe mir sowas in der Art schon vorgestellt. Es war einfach wieder sehr typisch für das Genre und für New Adult-Bücher.

Die Charaktere haben mich aber von vorne bis hinten überzeugen können. Von Everly war ich gleich schon zu Beginn angetan und ich konnte mich in einigen Punkten sehr gut mit ihr identifizieren. Ich konnte all ihre Handlungen das Buch über nachvollziehen und sie wirkte in keinster Weise flach. Am meisten hat mir wohl aber ihre Entwicklung gefallen, die sehr realistisch wirkte. Am Anfang des Buches war sie noch ganz anders drauf als zum Schluss.
Bei Nolan hatte ich dasselbe Gefühl. Ich kann verstehen, warum sich Everly in ihn verliebt hat. Ich würde bei ihm auch definitiv nicht Nein sagen. In ihn kann man sich einfach nur verlieben. Er hat wohl alle positiven Eigenschaften, die man sich wünschen kann.
Everly und Nolan sind für mich definitiv auf demselben Level wie Isaac und Sawyer, wenn es um meine Lieblingspärchen der Reihe geht.