Cover-Bild Meine wunderbare Frau

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Goldmann
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 464
  • Ersterscheinung: 23.09.2019
  • ISBN: 9783442205745
Samantha Downing

Meine wunderbare Frau

Thriller
Rainer Schmidt (Übersetzer)

Unsere Geschichte ist wie die von vielen anderen. Ich bin einer wunderbaren Frau begegnet. Wir haben Kinder bekommen und sind in die Vorstadt gezogen. Wir haben uns von unseren größten Träumen und unseren dunkelsten Abgründen erzählt. Und dann ist uns langweilig geworden. Wir sehen aus wie ein ganz normales Paar. Wir sind die netten Nachbarn, zu denen die Kinder zum Spielen kommen und die man gerne zum Essen einlädt. Aber wir haben ein Geheimnis, um unsere Ehe lebendig zu halten. Eine ganz besondere Vorliebe. Eine, die uns die Macht gibt, über Leben und Tod zu entscheiden ...

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.09.2019

Chapeau!

1

"Meine wunderbare Frau" von Samantha Downing ist ein Psychothriller aller erster Güte.

Wie bereits der Klappentext verrät, wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt. Der Schreibstil erinnert ...

"Meine wunderbare Frau" von Samantha Downing ist ein Psychothriller aller erster Güte.

Wie bereits der Klappentext verrät, wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt. Der Schreibstil erinnert mich an "Something in the Water - Im Sog des Verbrechens". Das spannende an diesem Debüt-Psychothriller ist, dass dem Leser die Interpretation überlassen wird. Um diesen Page-Turner verstehen und rezensieren zu können, darf man keinen Absatz außer Acht lassen. In jedem von ihnen sind zahlreiche Hinweise zur Auflösung versteckt. Am Ende fällt es einem wie Schuppen von den Augen.

Meinung:
Dies ist ein raffinierter und sehr intelligent ausgetüftelter Psychothriller, wie ich ihn noch nie zuvor gelesen habe. 460 Seiten in einem Rutsch durchgelesen. Am Ende habe ich doch tatsächlich in die Hände geklatscht. Das passiert mir selten. Der namenlose Protagonist lädt den Leser zum Zuhören und Verweilen ein, gewinnt sein Vertrauen und sogar seine Sympathie. Er gibt sich zunächst als harmlosen, liebenden und seine Ehefrau bewundernden Ehemann aus. Nach wenigen Kapiteln bewegt man sich als fünftes Familienmitglied in seinem Haus und seinem Leben. Die Spannung steigt von Seite zu Seite bis schier ins Unermessliche. Ähnlich wie in jenem Werbespot, in dem ein Pkw eine Skisprungschanze hochfährt.

Der Leser wird hier zum Vertrauten, aber auch - das merkt man leider erst zum Schluss, und das ist das Faszinierende an diesem Thriller - zum Spielball, oder ganz krass ausgedrückt: Der Leser wird zum Gehörnten. Der Ich-Erzähler ist nämlich in Wahrheit eine faule Sau und überlässt die Drecksarbeit seiner akkuraten (kleinkarierten=Millicent) Ehefrau. Im Stillen lacht er sich über sie kaputt und ich denke, dass wir es hier mit einem pathologischen Lügner (Pseudologen) zu tun haben, der mit der Gutgläubigkeit seiner Leser spielt

Der Protagonist ist mit allen Wassern gewaschen und will den Leser glauben lassen, dass seine Millicent zwar ganz wunderbar ist, in jeder Hinsicht. Zunächst sind die Sticheleien seiner Frau gegenüber kaum zu bemerken, aber in Wahrheit macht er sich nicht nur in Sachen Ernährung und Essen über sie lustig. Sie will alles 1000%ig richtig machen. Nur er selbst hält sich nicht an die Regeln. Er lässt sie und den Leser in dem Glauben, dass sie die Oberhand hat. Genauso lästert er über jeden und alles, ohne dass der Leser es merkt. Das wurde mir erst später klar. Sehr glaubhaft und charmant schiebt er seiner Ehefrau die Schuld in die Schuhe ...

Das Ende lässt zweierlei Interpretationsmöglichkeiten zu:

1 . Millicent ist die Böse. Das behauptet schließlich der Ehemann.
2 . Der Ich-Erzähler ist der Böse, denn mich erinnert das Ende zu stark an den Blockbuster aus dem Jahre 1997 "Im Auftrag des Teufels" mit Al Pacino in der Hauptrolle.

Fazit
"Ein Volltreffer. Der Perfekte Page-Turner" (Publishers Weekly) - Dem ist nicht zu widersprechen und auch nichts hinzuzufügen!

Ich bedanke mich ganz herzlich bei vorablesen.de, beim Goldmann-Verlag und auch beim Übersetzer Rainer Schmidt für die gelungene und super spannende Übersetzung.


© 09/2019 Frau.mit.Hut

Veröffentlicht am 11.12.2019

Das Buch hat Potenzial nach oben

0

Zum Inhalt:
Eigentlich ein normales Paar, das irgendwann geheiratet hat und Kinder bekommen hat und in die Vorstadt gezogen ist. Sie scheinen auch die perfekten Nachbarn zu sein. Aber dies Paar ist anders, ...

Zum Inhalt:
Eigentlich ein normales Paar, das irgendwann geheiratet hat und Kinder bekommen hat und in die Vorstadt gezogen ist. Sie scheinen auch die perfekten Nachbarn zu sein. Aber dies Paar ist anders, dieses Paar hat ein oder auch mehrere Geheimnisse
Meine Meinung:
Ich bin immer noch ein wenig hin und her gerissen, ob ich dieses Buch gut finde. Ja, es ist nicht unspannend geschrieben aber dennoch hat mich die Geschichte nicht so richtig gepackt. Irgendwie geht es am Anfang auch eher gemächlich zu, zum Ende hin wurde es dann eher zum rasanten Galopp, als könne es der Autorin nicht schnell genug gehen, dass das Buch ein Ende findet. Die Protagonisten an sich fand ich von Anfang an irgendwie unsympathisch, wobei das in den Kontext sogar passt. Der Schreibstil ist eigentlich ganz okay, wobei das Tempo vielleicht ein wenig gleichmäßiger hätte sein können. Insgesamt ein Buch, dass einen nicht wirklich schlecht aber auch nicht wirklich gut unterhält.
Fazit:
Das Buch hat Potenzial nach oben

Veröffentlicht am 01.12.2019

Voller überraschender Wendungen

0

Voller überraschender Wendungen
„Meine wunderbare Frau“ war wieder mal eins von den Büchern, die mich überrascht haben. Bei denen ich erst fast schon lapidar dachte „Kann man ja mal lesen...“ und die einen ...

Voller überraschender Wendungen
„Meine wunderbare Frau“ war wieder mal eins von den Büchern, die mich überrascht haben. Bei denen ich erst fast schon lapidar dachte „Kann man ja mal lesen...“ und die einen dann doch überraschen und mehr „packen“, als man es vorher für möglich gehalten und erwartet hätte...
Der Schreibstil ist eher einfach gehalten und lässt sich daher sehr gut lesen. Das ist auch gar nicht negativ gemeint, denn es passt hier auch ganz gut zur Geschichte.
Die Idee, dass nach außen hin alles normal erscheint und es „innen brodelt“ ist ja nicht neu, aber die Autorin schafft es dennoch, dass die Geschichte um Millicent alles andere als gewöhnlich ist bzw. bleibt. …
Ihr Ehemann wirkt neben ihr ein wenig „blass“, aber das macht ja auch nichts, denn um ihn geht es ja auch nur bedingt. Millicent hingegen ist die Böse in der Geschichte und das nimmt man ihr bzw. der Autorin auch voll ab.
Dass auch die Kinder mit ihren Problemen zu kämpfen haben, fand ich etwas klischeehaft dargestellt und teilweise etwas zu übertrieben, aber da mich die Geschichte dennoch gut unterhalten hat und sie auch spannend war, vergebe ich vier Sterne, da es auch überraschende Wendungen gab, die ich gut gelungen fand.

Veröffentlicht am 26.11.2019

Nervenkitzel

0

Lange habe ich überlegt, wie ich dieses Buch bewerten soll. Das Cover ist nichts besonderes, trotzdem passt es unglaublich gut zur Geschichte und ist deshalb doch sehr passend ausgewählt.
Anfangs dachte ...

Lange habe ich überlegt, wie ich dieses Buch bewerten soll. Das Cover ist nichts besonderes, trotzdem passt es unglaublich gut zur Geschichte und ist deshalb doch sehr passend ausgewählt.
Anfangs dachte ich die Geschichte ist auch nicht wirklich besonders, irgendwie hat man sie schon tausendmal gehört...doch da habe ich mich getäuscht. Erzählt wird aus der Sicht des Ehemanns und Vaters. Seinen Namen erfährt man während der Geschichte nicht, nur sein geheimes "Hobby", das er mit seiner Frau Millecent betreibt. Die beiden entführen und ermorden Frauen. Was als Rachemord angefangen hat wird eine Art Sucht und bald planen sie ihre Morde spezifisch und lange im voraus. Sie scheinen ein gutes Team zu sein, doch der Schein trügt.


Mit der Wendung der Geschichte hätte ich nicht gerechnet. Sie war genauso unberechenbar wie die Charaktere. Ich wusste nie wem ich vertrauen und glauben soll/kann und genau das hat den Reiz ausgemacht.
Es lohnt sich das Buch zu lesen, denn es gibt Spannung und viele unerwartete Wendungen, die man nicht vorhersehen kann. Der Schreibstil schafft es den Leser vom Anfang bis zum Ende zu fesseln.

Veröffentlicht am 24.11.2019

Was ist schon normal

0

Millicent und ihr Mann haben ein bizarres Hobby. Nach außen sind sie eine ganz normales Ehepaar mit zwei Kindern, hinter der Fassade aber tun sich tiefe Abgründe auf und man wünscht sich, man hätte diese ...

Millicent und ihr Mann haben ein bizarres Hobby. Nach außen sind sie eine ganz normales Ehepaar mit zwei Kindern, hinter der Fassade aber tun sich tiefe Abgründe auf und man wünscht sich, man hätte diese Familie nie kennen gelernt. 

Samantha Downings Buch "Meine wunderbare Frau" ist der erste Thriller der Autorin und er ist ihr gut gelungen. Sie schreibt subtil und ohne explizite Gewaltbeschreibungen, lässt uns Leser aber trotzdem oft vor Grauen zurückschrecken. Zu unvorstellbar sind die Taten, die von diesem Ehepaar begangen werden. Man ist sich lange nicht sicher, wer von den beiden die schlimmere und grausamere Person ist. Die Autorin führt uns da geschickt an der Nase herum und am Ende wartet noch eine unvorhergesehene Wendung auf die Leser, die mich wirklich verblüfft hat. Die ständigen Perspektivenwechsel und die kurzen Kapitel bauen sehr große Spannung auf und haben dazu geführt, dass ich das Buch gar nicht mehr weglegen mochte.