Tolle Geschichte mit unnötigen Fehlern
Forever 21Ava hat einen Fehler begangen für den sie verflucht wurde. Die Strafe ist hart, denn Avas Schicksal ist es für immer 21 Jahre alt zu bleiben und in der Zeit herumzureisen um unglücklich Verliebte zusammen ...
Ava hat einen Fehler begangen für den sie verflucht wurde. Die Strafe ist hart, denn Avas Schicksal ist es für immer 21 Jahre alt zu bleiben und in der Zeit herumzureisen um unglücklich Verliebte zusammen zu bringen. Schafft Ava dies nicht, ist dies ihr Untergang. Während einer ihrer Zeitsprünge lernt Ava Kyran kennen. Bei ihm fühlt sie sich geborgen, doch kann sie nicht mit ihm zusammen sein, denn Ava ist in keiner Zeit zuhause.
Ich habe eine Schwäche für Zeitreisegeschichten und greife da sehr gerne zu. Lilly Crow hat mit ihrer Geschichte eine ziemlich kreative Variante von Zeitreisen erfunden. Ava springt nämlich mit ihrer Seele in die Körper von anderen Menschen aus der Vergangenheit und nutzt diese als Wirt, um Verliebte zusammen zu bringen. Dabei sieht sie natürlich immer anders aus und muss sich in ihrem neuen Umfeld ersteinmal zurecht finden und so viele Informationen wie möglich zu ihrem Auftrag sammeln. Dabei spielt ihr sehr oft der Zufall in die Karten, Ava stellt sich dabei aber auch sehr clever an.
Einzig Kyran erkennt Avas wahre Gestalt als sie sich in den Jahren 2015 und 2016 begegnen. Er ist ein richtiger Nerd, interessiert sich für Zahlen und das Raum-Zeit-Kontinuum. Dabei flüchtet Kyran vorallem vor seinem traurigen Schicksal. Seit seine Zwillingsschwester verstarb, fristet er ein einsames Dasein. So ist es verständlich, dass er sich an Ava klammert, zu der er eine Verbindung spürt, welche durch die Zeit aber keine Chance hat zu bestehen.
Mir ging seine Geschichte sehr ans Herz und ich bin wohl eine der wenigen, die die Verbindung von Ava und Kyran zwischen den Zeilen fühlen konnte.
Der Auftakt einer Reihe ist mit 280 Seiten sehr kurz. Der Schreibstil der Autorin war wirklich angenehm und flüssig zu verfolgen. Das Lesen hat mir viel Freude bereitet. Das spannende an der Geschichte sind die stetig wechselnden Settings. Ava springt von der Gegenwart ins Jahr 1907, zurück in die Gegenwart um schließlich auch noch am Hofe Ludwig XVI zu landen. Das macht das Buch sehr abwechslungsreich und spannend.
Ich muss aber auch sagen, dass dem Buch ein genaueres Lektorat sehr gutgetan hätte. Mir sind einige inhaltliche Fehler aufgefallen, die mir eher unnötig erscheinen. So soll sinngemäß das Internet im Jahre 2007 noch nicht existiert haben und man hätte 1907 noch keine Fingerabdrücke "erfunden". Um nur zwei zu nennen.
Ich werde auch das Gefühl nicht los, dass der Auftakt und dessen Fortsetzung, die im Herbst erscheinen soll, eigentlich als ein Buch hätten erscheinen können. Wie gesagt, ist das Buch sehr dünn und endet mitten in der Handlung, was ich nicht so mag. Für mich fühlt es sich einfach nicht wie ein runder Abschluss an, sondern wie das Ende eines Kapitels, nach dem ich sofort weiterlesen möchte, da es gerade spannend wird. So werde ich bis zum Herbst aus der Geschichte gerissen, was ich ärgerlich finde.
Ansonsten habe ich Forever 21 sehr genoßen. Die Geschichte von Seelenspringerin Ava hat viel Abwechselung und romantische Momente. Ich bin gespannt darauf zu erfahren, ob sie den Fluch bricht und Kyran von seinem Schicksal erlöst. Das Buch ist eine Empfehlung an alle, die Zeitreisegeschichten genießen wollen und nicht darauf aus sind die Nadel/Fehler im Heuhaufen zu suchen.