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Veröffentlicht am 23.03.2021

Von menschlichen Abgründen

Searching Lucy
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Amber bricht in Häuser ein. Die in ihrer Nachbarschaft. Denn Amber sucht ihre Zwillingsschwester Lucy. Diese verschwand spurlos, genauso wie ihr Vater kurz zuvor. Amber gibt im Gegensatz zur Polizei die ...

Amber bricht in Häuser ein. Die in ihrer Nachbarschaft. Denn Amber sucht ihre Zwillingsschwester Lucy. Diese verschwand spurlos, genauso wie ihr Vater kurz zuvor. Amber gibt im Gegensatz zur Polizei die Suche nicht auf und entdeckt vor allem die dunklen Geheimnisse ihrer Nachbarn.

Ich hatte mal wieder so richtig Lust auf einen Thriller. Und diese lese ich bekanntlich ja, wenn mich Cover und Klappentext faszinieren und das war hier sofort der Fall.

Wir lernen Amber bei einem Einbruch kennen, bei dem nicht alles gut geht und sie beinahe erwischt wird. Doch das hält die 17-Jährige nicht auf. Sie ist mutig, aber manchmal zu übermütig, denn teilweise stürzt sie sich kopflos in ihre Aktionen und gerät dabei in Schwierigkeiten. Amber hat es echt nicht leicht, ihre Familie ist nach dem Verschwinden ihres Vaters und der Schwester total zerrüttet. Ambers Mutter hat sich komplett dem Alkohol verschrieben und so muss sie allein für ihren kleinen Bruder da sein und den Haushalt schmeißen.

Ich fand es total spannend und faszinierend, dass Amber in fremde Häuser einsteigt und somit das Leben der Besitzer erkundet. Dabei entdeckt sie auch ihre Geheimnisse und menschliche Abgründe. Ob sie dabei auch eine Spur zu ihrem Vater und Lucy findet?

Die Auflösung darum hat mich allerdings nicht komplett abgeholt. Irgendwie war es auch nur die einzige Möglichkeit, so oft wie es angeteasert wurde. Da hat mir die nötige Spannung und der Überraschungsmoment für einen Thriller gefehlt.

Dafür besaß die Geschichte genügend menschliche Abgründe. Die Charaktere erscheinen aufgrund ihrer Schicksale sehr düster und man braucht definitiv ein dickes Fell um es mit all dem aufzunehmen.

Der Jugendthriller "Searching Lucy" von Christina Stein deckt mit einer interessanten Thematik viele menschliche Abgründe auf, die schwer auf der Geschichte wiegen. Dabei kam der Spannungsaufbau ein wenig zu kurz. Ich hätte mir einen unerwarteten Plottwist gewünscht, dann wäre die Suche nach Lucy ein richtiges Highlight geworden.

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Veröffentlicht am 27.02.2021

Abgebrochen...

Kissing Chloe Brown (Brown Sisters 1)
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Leider abgebrochen nach 20%. Ich muss sagen, dass ich das Buch immer wieder weggelegt habe und schließlich auch nicht mehr die Lust hatte es weiterzulesen.
Der Schreibstil ist ungewöhnlich. Man merkt, ...


Leider abgebrochen nach 20%. Ich muss sagen, dass ich das Buch immer wieder weggelegt habe und schließlich auch nicht mehr die Lust hatte es weiterzulesen.
Der Schreibstil ist ungewöhnlich. Man merkt, dass Talia Hibbert definitiv wunderbar schreiben kann. Nur merkte ich beim Lesen, dass mich ihr detaillierter Stil immer wieder abschweifen ließ.
Auch mit Chloe hatte ich so meine Probleme. Aufgrund ihrer Krankheiten ist sie sehr speziell. Ihre Gedankengänge sind speziell. Darauf muss man sich einstellen. Sie ist keine 0815 Romanceprotagonistin. Das hat seine Vor- und Nachteile. Für mich ging es dieses Mal leider nicht auf.

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Veröffentlicht am 11.02.2021

Für Datingshowfans

Matching Night, Band 1: Küsst du den Feind? (Gewinner des Lovelybooks-Leserpreises 2021)
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Caras Start am College ist nicht gerade gut gelaufen. Sie hat keine feste Bleibe und um sich ein Motel leisten zu können, muss sie in einem Dinner arbeiten. Doch dann fehlt ihr die Zeit zum Lernen. Von ...

Caras Start am College ist nicht gerade gut gelaufen. Sie hat keine feste Bleibe und um sich ein Motel leisten zu können, muss sie in einem Dinner arbeiten. Doch dann fehlt ihr die Zeit zum Lernen. Von einem Freund erfährt sie von der elitären Studentenverbindung der Ravens, doch um dort aufgenommen zu werden, muss sie sich auf deren Spiele einlassen.

Ich hatte bisher noch kein Buch von der Autorin gelesen und war daher gespannt, wie es mir gefallen würde. Stefanie Hasse hat einen sehr aufgeräumten, schnörkellosen und fast schon nüchternen Schreibstil. Ich kam gut durch ihre Geschichte, ohne allerdings so richtig emotional gefesselt wurden zu sein.

Wo mir dies besonders auffiel, war bei den Charakteren. Sie sind stellenweise recht blass geblieben und konnten nicht wirklich zu 100% meine Sympathien gewinnen. Ich fand auch, dass Cara das gewisse Etwas fehlte. Ein Stück weit Humor und Leichtigkeit. Für mich ist sie auch zu naiv an die Sache mit der Studentenverbindung herangegangen. Sie hinterfragt nicht, warum die Matching Nights stattfinden (eine Art Verkupplungschallenge) und warum diese Aufgaben erfüllt werden müssen. Erst am Ende ist auf einmal alles total schlecht, aber da hat sie es sich auch verdammt einfach gemacht.

Bei den Matching Nights werden Ravens mit den Anwärtern der Lions (einer rein männlichen Verbindung) gematcht und sie müssen gemeinsam Aufgaben bestehen, um in die elitären Verbindungen aufgenommen zu werden. Dabei lernt Cara Josh kennen, der - warum auch immer - der Sohn der ersten Präsidentin der USA ist. Ein ganz normaler Junge hätte es für mich auch getan, da hätte sich die Autorin nicht unbedingt eine andere Realität ausdenken müssen.

Doch das ist nicht der einzige Junge in Caras Leben, denn mit Tyler hat sie einen guten Freund gefunden und zwischen beiden beginnt es auch noch zu knistern. Das Ganze wird dann auch noch mit einer Vermisstengeschichte gepaart, die etwas mit den Studentenverbindungen zu tun hat, aber leider nur sehr gedeckt im Hintergrund verläuft.

Im zweiten Band dieser Dilogie wird der Fall um die ehemalige Studentin sicher mehr zu tragen kommen. Ich möchte diesen auf jeden Fall noch lesen, denn trotz der Kritikpunkte, die ich hatte, gefiel mir die Geschichte doch recht gut. Ich muss dazu sagen, dass ich Trash-TV ziemlich gerne mag und auch Datingshows rauf und runterschauen könnte. Daher ist so etwas in Buchform absolut wie für mich gemacht und Stefanie Hasse hat mich damit stellenweise ziemlich gut unterhalten können.

"Matching Night" ist wahrlich kein Muss im Bücherregal, doch es hat mich als Datingshow-Liebhaberin gut unterhalten. Stefanie Hasse hat einen sehr nüchternen Erzählstil von dem ich mir mehr Emotionalität gewünscht hätte. Vielleicht erreicht sie dies im zweiten Band der Dilogie, welcher übrigens bereits erschienen ist.

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Veröffentlicht am 11.02.2021

Bezauberndes Kinderbuch

Mopsa – Eine Maus kommt ganz groß raus
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Maus Mopsa möchte auf die große Bühne. Doch ihr Schauspieltalent kann sie bei der Nahrungsbeschaffung für den fiesen Mäusekönig - der eigentlich eine Ratte ist - nicht ausleben. Mopsa bricht also aus, ...

Maus Mopsa möchte auf die große Bühne. Doch ihr Schauspieltalent kann sie bei der Nahrungsbeschaffung für den fiesen Mäusekönig - der eigentlich eine Ratte ist - nicht ausleben. Mopsa bricht also aus, um die Theaterbühne zu erobern und gerät dabei in einige Abenteuer.

Ich habe in den letzten Jahren einen Faible für tolle, illustrierte Kinderbücher entwickelte und diese Neuerscheinung aus dem Carlsen Verlag zählt definitiv darein. Mein allererstes Haustier war übrigens eine Maus und daher musste ich die Geschichte einfach lesen.

Mopsa ist eine weiße Maus, die gerne schauspielert. Allerdings muss sie ihre Tage im Dienste eines selbsternannten Königs im Rathaus fristen. Mopsa ist nicht glücklich und bricht aus. Doch ihr Weg auf die Bühne ist lang und dabei geht auch noch ihr Bruder Otto verschollen.

Ich mochte die Maus sehr gerne und fand es schön mitzuerleben, wie sie die Welt sieht. Das war wirklich schön und originell von der Autorin umgesetzt. Dabei versucht sie auch kindgerecht einige, teils politische, Themen aufzubereiten.

Ein Highlight war für mich auch das Setting. Die Geschichte spielt in einer unbenannten österreichischen Stadt um anno 1900. Außerdem ist Weihnachten und ein ganz besonders schönes und märchenhaftes Feeling liegt in der Luft.

Dieses fängt auch Laura Fuchs mit ihren großflächigen, farbigen und wunderschönen Illustrationen ein. Die Bilder runden das Leseerlebnis perfekt ab und es machte einfach Spaß die ganzen Details zu entdecken.

"Mopsa" von Charlotte Habersack ist ein bezauberndes Kinderbuch über eine schauspielende Maus, die in einer aufregenden Epoche unterwegs ist. Das wurde auch bildlich perfekt eingefangen. Die Geschichte ist definitiv für Klein und Groß perfekt geeignet und ich freue mich schon aufs Vorlesen!

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Veröffentlicht am 06.12.2020

Was für ein Reinfall

Unendlich funkenhell
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Amy liebt es zu zeichnen, dabei erhält sie ihre Motive durch Visionen, die sie empfängt. Meist sind es Liebespärchen, die sie sieht. Als sie bei einem Schulausflug zur Londoner Tower Bridge auf einen fremden ...

Amy liebt es zu zeichnen, dabei erhält sie ihre Motive durch Visionen, die sie empfängt. Meist sind es Liebespärchen, die sie sieht. Als sie bei einem Schulausflug zur Londoner Tower Bridge auf einen fremden Jungen trifft und diesen berührt, erscheint ein mysteriöses Leuchten und die Bilder, die sie sieht, werden so lebhaft wie nie zuvor. Wer sind diese Liebenden und was haben sie mit Amy und Louis zu tun?

Scheinbar bin ich erst einmal mit den falschen Erwartungen an die Geschichte herangegangen. Ich liebe Zeitreisegeschichten und der Untertitel hat für mich so eine Geschichte impliziert. Das erste Kapitel spielt als einziges in der Vergangenheit und hätte tendenziell auch weggelassen werden können, denn der Rest spielt sich komplett in Amys Gegenwart ab. Das fand ich sehr schade, denn das Potenzial wäre da gewesen, in Einschüben die Geschichten der anderen Liebespaare zu erzählen.

Die ersten 100 Seiten liefen sehr dröge ab, was vielen Büchern des Genres so geht, allerdings konnte dieses hier nicht die Kurve kratzen. Ich wartete vergeblich darauf, dass ein wenig Spannung aufkam. Überhaupt startete der große Showdown 20 Seiten vor Schluss - ich dachte schon, hier handelt es sich um einen Mehrteiler, was mich noch mehr geärgert hätte, denn ich glaube nicht, dass ich noch mal zu einem Buch der Autorin greifen würde.
Denn alles war so unglaublich vorhersehbar! Die Hinweise gab es an allen Ecken und Enden, nur hatten wir mit Amy eine Protagonistin, die scheinbar mehrfach auf den Kopf gefallen war. Sie war auch ziemlich naiv und stellte ständig immer wieder die selben Fragen. Das ging mir tierisch auf die Nerven.

Louis macht einen auf mysteriös und geheimnisvoll. Das klappt bei mir nur bedingt. Er war schwerer greifbar, da seine Figur zu blass blieb. Überhaupt fiel es mir sehr schwer nachzuvollziehen, was die beiden miteinander verband. Es soll immerhin episch und verflucht sein, denn das ist der Kern der Handlung. Doch Amy und Louis transportierten diese Gefühle nicht zu mir. Dafür gab es ganz viel unnötiges Teeniedrama mit peinlichen Eifersüchteleien.
Zwischenzeitlich dachte ich, ich bin einfach zu alt für diese Geschichte, doch mein 15-jähriges Ich hätte es auch öde gefunden und immerhin finden wir Sexszenen in der Handlung, also so jung dürfte das Zielpublikum dann doch nicht ausfallen.

Was mich auch störte, waren die gehäuften Rechtschreibfehler, was ich von einem Verlagsbuch eigentlich nicht gewohnt bin.

Ich hätte das nicht erwartet, aber ich kann kaum ein gutes Haar an "Unendlich Funkenhell" von Michelle Schrenk lassen. Die Idee hätte so viel Potenzial gehabt, welches einfach nicht ausgeschöpft wurde. Dafür musste ich meine Lesezeit an eine nervige Protagonistin und eine super vorhersehbare Handlung verschwenden.

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