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Veröffentlicht am 10.05.2023

Luisa und ihr Traum vom Strandbad

Das Strandbad am Wolzensee
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Nach zahlreichen Buchveröffentlichungen (wie z.B. die St. Elwine -Reihe oder Verloren im Schattenwind) hat Britta Orlowski nun ihr neustes Werk „Das Strandbad am Wolzensee“, dass im Mai 2023 (E-Book) im ...

Nach zahlreichen Buchveröffentlichungen (wie z.B. die St. Elwine -Reihe oder Verloren im Schattenwind) hat Britta Orlowski nun ihr neustes Werk „Das Strandbad am Wolzensee“, dass im Mai 2023 (E-Book) im Bastei Verlag erschienen ist, vorgelegt. Leider muss ich gestehen, dass ich weder die Autorin noch deren Roman kenne, aber das hielt mich keineswegs davon ab, diesen Roman lesen zu wollen, zumal der Klapptext mehr als nur meine Neugierde geweckt hat.

Der flüssige und leichte Schreibstil der Autorin ließ mich sofort in die Geschichte um Luisa von Rochlitz ein und abtauchen. Dies ist aber nur ein Punkt, mit dem Britta Orlowski punkten kann. Die einzigartige und detaillierte Kulissenbeschreibung trug dazu bei, dass ich mir diesen unbekannten Ort genaustens vorstellen konnte. Muss ein wunderschönes Fleckchen Erde gewesen sein, denn es (laut der Autorin) so nicht mehr gibt. Schade, wäre mal ein Urlaubsziel gewesen. Während des Lesens merkte ich, welche Bedeutung dieser Ort für die Autorin gewesen sein muss. So brillant wie sie diese Umgebung des Wolzensee beschreibt, einfängt und wieder spiegelt kann nur eine Person, die t schon mehrfach dort gewesen sein muss. Zudem hat Britta Orlowski die Historie des Strandbades perfekt in die Geschichte einfließen lassen. Das unterstreicht die Authentizität dieser Handlung und genau zu dieser kommen wir jetzt.

Der zweite Weltkrieg ist vorbei und überall mangelt es an Heizmaterial und Lebensmitteln. Auch die Familie von Rochlitz bekommt dies immer mehr und mehr zu spüren, aber was sollen sie dagegen unternehmen? Luisa hat die rettende Lösung: sie möchte auf dem Grundstück ein Strandbad eröffnen. Wo sie bei ihrer Schwiegermutter auf offene Türen stößt, erhält sie von ihrer Mutter und Schwägerin nur Gegenwind. Luisa hält aber an ihrem Traum fest und die nötige Unterstützung bekommt sie durch den arbeitsuchenden Paul. Ihr Strandbad entpuppt sich als beliebtes Erholungsziel und dank ihrer zahlreichen Veranstaltungen wird es erfolgreicher als gedacht. Doch bald ziehen die ersten dunklen Wolken, denn Luisas Bruder Julius, dem dieses Grundstück gehört, möchte seinen Traum dort verwirklichen. Ob er bei seinem Vorhaben bleibt oder wird Luisa und er ein gemeinsames Projekt machen? Nicht nur beruflich wird es heikel, auch privat zieht so mancher Sturm auf. Luisas Ehe scheint mehr und mehr in die Brüche zu gehen. Paul scheint das eine oder andere Geheimnis in sich zu tragen. Mehr möchte ich zu der Handlung nicht schreiben, denn sonst laufe ich Gefahr, dass ich Spoiler und das möchte ich nicht. So viel kann ich aber verraten, es lohnt sich diesen Roman zu lesen.

Britta Orlowski hat nicht nur eine Geschichte geschrieben, nein, sie entführt ihre Leserschaft in die 50er Jahre zum Wolzensee, um ihnen die Entstehung des Strandbades näher zu bringen. Zudem lässt sie uns teilhaben unter welchen Umständen Luisa von Rochlitz ihren Traum verwirklicht und wir reden hier nicht nur über Erfolge, sondern auch die Widrigkeiten der damaligen DDR-Regimes. Dank der authentischen und lebendigen Charaktere hatte ich das Gefühl mitten im Geschehen zu sein und hautnah dabei sein zu dürfen. Es entstand ein herrliches Kopfkino. Auch wenn es hier und da sehr detailreiche Erklärungen gab, so wurde es zu keinem Zeitpunkt langatmig oder gar langweilig. Eher das Gegenteil ist eingetroffen. Ich wollte zu jedem Zeitpunkt wissen, wie es mit Luisa und Co. weitergehen wird. Schade nur, dass 310 Seiten so schnell ausgelesen sind. Ich wäre noch ein paar Seiten länger geblieben.

Eine emotionale und wunderbare Zeitreise, die sehr gerne im Strandbad am Wolzensee genossen habe.

5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 05.05.2023

Eine emotionale und wunderschöne Geschichte

Die Kinder der Luftbrücke
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Nach zahlreichen Buchveröffentlichungen (wie z.B. "Gut Erlensee" oder "Audrey Hepburn und der Glanz der Sterne") hat Juliana Weinberg nun ihr neustes Werk „Die Kinder der Luftbrücke“, dass im April 2023 ...

Nach zahlreichen Buchveröffentlichungen (wie z.B. "Gut Erlensee" oder "Audrey Hepburn und der Glanz der Sterne") hat Juliana Weinberg nun ihr neustes Werk „Die Kinder der Luftbrücke“, dass im April 2023 im Ullstein Verlag erschienen ist, vorgelegt. Leider muss ich gestehen, dass ich noch keinen Roman dieser Autorin gelesen habe, aber der Klapptext und auch die Leseprobe haben meine Neugierde mehr als nur geweckt. Sehr schnell wurde hier klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss und so sollte es auch sein.

Der flüssige und leichte Schreibstil der Autorin hat mich angenehm überrascht und so konnte ich recht schnell in die Geschichte, um Nora Thalfang ein und abtauchen. Bereits nach den ersten Seiten merkte ich, wie mich dieses Buch immer mehr in seinen Bann zog und ich es kaum aus den Händen legen konnte. Zu jedem Zeitpunkt wollte, nein, musste ich wissen, wie es mit Nora und ihrer Familie weitergeht. Zu dem brillanten Erzählstil gesellt sich auch eine detaillierte und authentische Kulisse, die nicht besser eingefangen bzw. wieder gespiegelt werden konnte. Spätentens hier merkt der Leser, dass die Autorin mehr als nur ihr Handwerk versteht. Sie hat historische Fakten von 1948 – 1949 (Epilog 1963) zusammengetragen, um diese dann in ihre Geschichte einfließen zu lassen. Vor meinen Augen sah ich das zerbombte Berlin, die Ruine der Kaiser-Wilhelm – Gedächtniskirche, die etlichen Rosinenbomber, die die Stadt aus der Luft versorgten. Zudem spürte ich die Verzweiflung der Berliner, die einfach nicht zur Ruhe kamen. Kaum war der zweite Weltkrieg vorbei, schon sorgte die russische Besatzung für neue Unruhen. Sie blockierten alle wichtigen Hauptverkehrsstraßen, so dass die Stadt nicht mehr mit den wichtigsten Lebensmitteln versorgt werden konnte. Ein Drama, aber die amerikanischen Alliierten ließen die Bevölkerung nicht im Stich. Sie organisierte und richtete eine Luftbrücke ein und gewährleistet das die Stadt aus der Luft mit allen lebenswichtigen Mitteln versorgt wurde.

Die Handlung erzählt die Geschichte von Nora Thalfang, ihren Kindern (Veronika und Jörg), ihrer Schwester Hanna und der gemeinsamen Mutter Else, die gemeinsam in einer Wohnung leben. Seit Jahren gilt Noras Ehemann Joachim als vermisst und so muss die alleinerziehende Mutter ihre beiden Sprösslinge allein versorgen, aber ohne Arbeit ist dies fast unmöglich. Dank ihrer hervorragenden Englischkenntnisse findet sie einen Job als Übersetzerin bei den US-Alliierten am Flughafen Tempelhof. Beruflich scheint es aufwärts zu gehen, aber nicht nur da. Privat wird ihr Leben auch ein wenig auf den Kopf gestellt und zwar durch den US- Piloten Matthew, denn sie während ihrer Arbeit am Flughafen kennenlernt. Schnell merken beide, dass nicht nur Freundschaft sie verbindet. Sie verlieben sich, aber darf das sein? Nora ist immer noch Ehefrau und Mutter. Wird ihr Mann doch noch aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehren? Was sagen die beiden Kinder zu Matthew? Noras Gefühlswelt gleicht mehr und mehr einer Achterbahnfahrt.

Für mich hat Juliana Weinberg eine wunderbare emotionale Geschichte geschrieben, die mehrmals unter die Haut geht. Zwar ist diese fiktiv, aber als Leser könnte man meinen, dass sie sich so oder ähnlich irgendwo in Berlin abgespielt haben könnte. Wer weiß?

Eine Lebensgeschichte, die durch historische Fakten einen wahren Charakter bekommt. 4 von 5 Sternen und ich kann sie nur weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 01.05.2023

Liebe kennt keine Grenzen

Mit dem Mut zur Liebe
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Nach zahlreichen Romanveröffentlichungen (wie z.B. Das Superweib, Das letzte Versprechen oder Die Zauberfrau) hat Hera Lind nun ihr neustes Werk Mit dem Mut zur Liebe, dass im Mai 2023 im Knaur Verlag ...

Nach zahlreichen Romanveröffentlichungen (wie z.B. Das Superweib, Das letzte Versprechen oder Die Zauberfrau) hat Hera Lind nun ihr neustes Werk Mit dem Mut zur Liebe, dass im Mai 2023 im Knaur Verlag erschienen ist, vorgelegt. Ich muss leider gestehen, dass ich die Autorin und auch einige Bücher von ihr namentlich kenne, aber noch keins davon gelesen habe (obwohl sie auf meiner To do Liste steht). Bei diesem Roman haben sowohl der Klapptext sowie auch die Leseprobe meine Neugierde mehr als nur geweckt und da die Geschichte in der ehemaligen DDR spielt, fiel meine Entscheidung, dieses Buch lesen zu müssen, sehr leicht.

Der flüssige und leichte Schreibstil der Autorin hat mich sofort in Dietos (bürgerlicher Name: Dieter Kretschmar) Geschichte ein und abtauchen lassen. Bereits ab der ersten Seite merkte ich, wie mich der Roman mehr und mehr in seinen Bann zog. Es fiel mir regelrecht schwer dieses Buch einfach so aus der Hand zu legen. Zu jedem Zeitpunkt musste, nein, wollte ich wissen, wie es mit Dieto und seiner Familie weitergehen wird. Ab diesen Moment merkte ich, dass Hera Lind ihr Handwerk mehr als nur versteht und ganz genau weiß, womit sie ihre Leserschaft begeistern kann. Zum einen mit ihrem fesselnden Erzählstil und der perfekten und detaillierten Kulisse, in der sie ihre Handlungen spielen lässt. Dies ist aber nur zwei Punkte, dass das Leserherz höherschlagen lässt. Zum anderen gesellen sich auch noch die authentischen und lebensnahen Charaktere hinzu, die, wie ich fand, exzellent wiedergegeben worden sind. Sofort entstand das Gefühl, dass man Dieto und Co. schon jahrelang kenne würde. Mein größtes Kompliment an Hera Lind ist, dass sie es geschafft hat, die damalige und schreckliche Zeit des zweiten Weltkrieges von 1945 brillant einzufangen und wieder zu gegeben. Beeindrucken wie sie das Grauen so lebensnah in Worte gepackt hat. Zwar wurden viele Details nicht berücksichtigt bzw. ausgelassen, aber das Wesentliche, worauf es ankam, wurde erzählt. Auf den ca. 140 Seiten hatte ich das Gefühl, dass ich mitten im Geschehen stehen würde. Förmlich spürte ich die Angst der Menschen, die Tag täglich dem Bombenhagel ausgesetzt waren, die um ihr Leben und das ihrer Familie bangten und auch den Hunger, der durch die Lebensmittelknappheit herrschte. Selbst die schrecklichen Gräueltaten, die die Russen begangen haben, ließ Hera Lind nicht außen vor. Zu Recht, denn sowas was zwischen 1939 und 1945 auf dieser Welt geschehen ist, darf sich nie wieder wiederholen. Leider muss die ukrainische Bevölkerung diese schreckliche Zeit erneut durchleben.

Wer jetzt aber meint, dass diese Geschichte nur vom Dresdener Krieg handelt, der irrt, aber genau da beginnt Dietos Erzählungen. Dieto war vier Jahre alt, als Dresden dem Bombenhagel ausgesetzt war. Um ihr Leben und das ihrer Jungs zu schützen, floh Dietos Mutter zu Bekannten. Dietos Vater war im Krieg, aber ob dieser noch lebte oder nicht, blieb einige Zeit noch im Unklaren. Als der Krieg vorbei war, zog die Familie wieder ins stark ausgebombte Dresden, denn dies war und sollte ihre Heimat bleiben. Als der Vater aus dem Krieg kehrte, lernte Dieto das Jonglieren. Aber nicht nur dass: er lernte auch die Artistin Johanna „Jo“ kennen und lieben. Für die beiden stand schnell fest, dass sie in der DDR nicht glücklich, allen voran nicht frei sein werden und so beschlossen sie, zu fliehen. Ihre Flucht war dramatisch und gewagt, aber irgendwie schafften sie es.

Ein kleiner Minuspunkt muss ich leider hier dennoch vergeben, denn ich fand die Beschreibung der Artistennummern ein wenig zu detailliert und an manchen Stellen wiederholte sich einiges. Der Lesefluss wurde dadurch ein wenig gestört, aber es hielt sich in Grenzen.

Auf etwas über 490 Seiten erzählt Hera Lind diese einzigartige und emotionale Lebensgeschichte von Dieter „Dieto“ Kretschmar und seiner Frau Johanna „Jo“. Hierbei handelt es sich nicht nur um eine Erzählung. Nein, die Autorin nimmt ihre Leser mit und lässt sie hautnah an den Erlebnissen der beiden teilhaben. An manchen Stellen fragte ich mich, kann man den betreffenden Personen überhaupt trauen oder werden sie an die Stasi verpfiffen?

Für mich war es eine sehr berührende und spannende Zeitreise, die ich sehr gerne mitgereist bin. Ein toller Roman über Liebe, Mut, Freundschaft, Vertrauen, Misstrauen und Überleben.

Für mich steht jetzt schon klar, dass dies nicht der letzte Roman von Hera Lind gewesen ist.

4 von 5 Sternen und ein Muss für Leser, die wahre Lebensgeschichten lesen möchten. Dies ist eine davon.

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Veröffentlicht am 25.04.2023

Thies und sein 11. Fall

Schnappt Scholle
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Die Feierlichkeiten zum 10jährigen Dienstjubiläum von Theis Detlefsen sind vorüber und wer denkt, dass Thies sich jetzt zur Ruhe setzt, der irrt. Dafür sorgt schon sein Ziehvater Krischan Koch, dass sein ...

Die Feierlichkeiten zum 10jährigen Dienstjubiläum von Theis Detlefsen sind vorüber und wer denkt, dass Thies sich jetzt zur Ruhe setzt, der irrt. Dafür sorgt schon sein Ziehvater Krischan Koch, dass sein Lieblingsermittler nicht vorzeitig in Ruhestand geht. Mit „Schnappt Scholle“ hat der Autor nun den elften Fall für das Krimiteam Thies & Nicole, der im März im Dtv – Verlag erschienen ist, vorgelegt. Jedes Mal, wenn ich den aktuellen Küstenkrimi beendet habe, warte ich schon sehnsüchtig auf den nächsten. Ich kann und will einfach nicht genug von Fredenbüll und seinen Bewohner bekommen. Endlich geht die Mörderjagd weiter.

Wer den einen oder anderen Küstenkrimi von Krischan Koch schon einmal gelesen hat, kennt den flüssigen und leichten Schreibstil und weiß diesen zu schätzen. Kaum hatte ich die ersten Sätze gelesen, so war dies wie eine Art nach Hause kommen. Im Stammimbiss „Hidden Kist“ von Antje trifft man auf alte Bekannte, aber auch neue Gäste sind herzlich willkommen. Selbst kleine und große tierische Besucher dürfen sich hier wohlfühlen. Nach der missglückten Fahrt nach Paris, die mit einem Mord im Nord-Ostsee-Express endete, ist etwas Ruhe in Fredenbüll eingekehrt. Für Polizeihauptkommissar Thies ist dies überhaupt nichts. Er langweilt sich und sehnt sich nach einem Mordfall. Kaum gedacht und schon wird ein Toter im Sperrmüllwagen gefunden. Aber wer soll das sein? Die ersten Spekulationen tauchen auf, denn zur gleichen Zeit wird ein Bäcker vermisst. Soll dies der Tote sein? Der Fall ist genau nach Thies und Nicoles Geschmack und die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Etwa zur gleichen Zeit wird der Ganove Hans-Peter Scholz, den alle nur Scholle nennen“, aus der Haft entlassen. Anstatt sich zur Ruhe zu setzen, plant er noch einen großen Coup. Er will die Bank in Schlütthörn, einem Nachbarort von Fredebbüll, überfallen. Aber nicht klassisch, wie man jetzt vermutet würde. Er will von einer Bäckerei einen Tunnel bis zur Bank graben, um in den Tresorraum zu gelangen. Ob ihm das gelingen wird, bleibt abzuwarten. Eines kann ich jetzt schon verraten: ohne Hindernisse läuft der Coup nicht ab!

Erneut hat es Krischan Koch geschafft, einen mehr als undurchsichtigen Mordfall zu kreieren. Mit zahlreichen Wendungen legt er Spuren, die zwar zu diversen Tatverdächtigen führen, aber der eigentliche Täter bleibt bis zum Schluss unentdeckt. Genau sowas liebe ich, wenn der Krimi erst auf den letzten Seiten aufgeklärt wird. Aber dies ist nur ein Punkt, warum ich diese Küstenkrimis so genial finde. Sie sind nicht nur spannungsgeladen und unterhaltsam, nein, ihr unverwechselbarer Humor macht sie so einzigartig. Der eingestreute Witz ist so herrlich erfrischend und unschlagbar komisch. Jedes Mal amüsiere ich mich köstlich.



Wer beim Lesen den einen oder anderen kleinen Appetit auf die Köstlichkeiten, die im Buch erwähnt werden, bekommen haben sollte, der findet am Ende dieses Krimis die entsprechenden Rezepte. Viel Spaß beim Nachbacken und Genießen!



Schade, dass die 303 Seiten immer so fix ausgelesen sind. Aber nach dem Krimi ist bekanntlich vor dem Krimi und so warte ich heute schon sehnsüchtig auf den 12 Fall.


Ich kann diese Krimireihe nur weiterempfehlen. Einfach brillant und lesenswert!

5 von 5 Sternen (alles andere wäre eine Beleidigung für den Autor)

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Veröffentlicht am 19.04.2023

Annie Londonderry und ihre Weltreise

Die Radfahrerin
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Nach zahlreichen Veröffentlichungen (Dian Fossey- Die Forscherin oder Marie Curie und die Kraft zu Träumen) hat Susanna Leonard nun ihr neustes Werk „Die Radfahrerin“, welches im März 2023 im Lübbe Verlag ...

Nach zahlreichen Veröffentlichungen (Dian Fossey- Die Forscherin oder Marie Curie und die Kraft zu Träumen) hat Susanna Leonard nun ihr neustes Werk „Die Radfahrerin“, welches im März 2023 im Lübbe Verlag erschienen ist, vorgelegt. Ich muss leider gestehen, dass ich weder die Autorin noch eines ihrer Bücher gelesen habe. Bei diesem Roman hat mich sowohl der Klapptext, sowie auch die Leseprobe mehr als neugierig gemacht und so stand schnell fest, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss.

Der flüssige und leichte Schreibstil der Autorin hat mich sofort in die Geschichte um Annie Cohen Kopchovsky ein- und abtauchen lassen. Während des Lesens merkte ich, wie mich Annies Reise mehr und mehr in ihren Bann zog und ich diesen Roman kaum noch aus den Händen legen konnte. Zu jedem Zeitpunkt musste ich wissen, wie es mit Annie weitergeht. In der Schlussbemerkung merkte Susanna Leonard an, dass es nur ganz wenige Aufzeichnungen von dieser Weltreise gibt und das wenige, was die Autorin hier an Informationen und Fakten zusammengetragen hat, hat sie in die Geschichte eingewoben. Der Rest ist fiktiver Natur. Wäre dies jetzt nicht erwähnt worden, wäre es niemanden aufgefallen und man hätte meinen können, dass sich dies genauso abgespielt hat. Kompliment an die Autorin, die aus Wenig eine wunderbare Geschichte gezaubert hat.

Die Charaktere fand ich sehr authentisch und detailliert gezeichnet und ich konnte mich sehr gut in ihr Handeln und Tun hineinversetzen. Ebenso brillant wurde die Kulisse eingefangen und wieder gespiegelt. Wer gerne Fahrrad fährt, spürt den Fahrtwind um die Nase wehen. Die Handlung ist die Reise einer jungen Ehefrau und Mutter, die aus ihrem bescheidenen Leben einfach ausbrechen möchte und da kam ihr der Aufruf, dass eine mutige und junge Fahrradfahrerin gesucht wird, gerade richtig. Diese soll in 15 Monaten um die Welt radeln, aber daran sind einige Auflagen geknüpft. Warum nicht und Annie bewirb sich. Sie soll den Job bekommen und eine abenteuerliche Reise beginnt. Ihre Fahrt wird durch die Presse populär und das Interesse an Annie steigt immens. Ein Autor will sogar ein Buch über sie schreiben. Mehr möchte ich jetzt nicht schreiben, denn sie sollen die einzigartige Reise selbst miterleben.

Was ich auch sehr gut fand, war am Anfang das Personenregister und am Ende die Zeittafel & das Glossar.

Das Buch Die Radfahrerin Annie Londonderry war für mich eine sehr interessante und spannende Reise, die mir sehr viel Freude bereitet hat.

5 Sterne und ich kann dieses Buch wirklich nur weiterempfehlen.

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