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Veröffentlicht am 26.08.2020

Tagebuch einer furchtbar (langweiligen) witzigen Ehefrau!

Tagebuch einer furchtbar langweiligen Ehefrau
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HANDLUNG
Diane wird völlig überraschend von ihrem Ehemann Jacques verlassen, weil sie ihm zu langweilig sei. Damit bricht für sie ihre kleine, heile Welt zusammen. Denn wie soll es nun weitergehen? Deshalb ...

HANDLUNG
Diane wird völlig überraschend von ihrem Ehemann Jacques verlassen, weil sie ihm zu langweilig sei. Damit bricht für sie ihre kleine, heile Welt zusammen. Denn wie soll es nun weitergehen? Deshalb macht sich Diane nun auf die Suche nach sich selbst! Doch das ist gar nicht so einfach! Vor allem, wenn Schwiegermutterdramen, Weißweinpartys, teure Schuhe und Joggingeskapaden eine gar nicht mal so kleine Rolle darin spielen!
AUTORIN
Der Roman „Tagebuch einer furchtbar langweiligen Ehefrau“ ist mein Erstes Zusammentreffen mit der Autorin Marie-Renée Lavoie.
MEINUNG
Um die Protagonisten Diane, Jacques und Dianes beste Freundin Charléne dreht sich die Geschichte. Anfangs sind Dianes Gedanken und Handlungen sehr verwirrt und selbstmitleidig, doch im Laufe der Geschichte wird dann aus der „langweiligen“ Diane, eine sympathisch durchgeknallte, selbstständige, spontane und minimal rachsüchtige ;) Frau! Diese Entwicklung ist sehr schön zu sehen! Denn immer öfter macht sie genau das, was ihr gerade in den Sinn kommt! Das ist sehr erfrischend und komisch, wird aber auch etwas übertrieben! Charléne habe ich auch sehr schnell in mein Herz geschlossen, weil sie Diane so krampfhaft versucht davon zu überzeugen, dass sie froh sein soll, jetzt ihren Exmann loszuhaben! Sie ist aber die ganze Zeit über eine sehr loyale und witzige Freundin. Jacques, Dianes Exmann, jedoch habe ich dafür gehasst, was er Diane angetan hat. :)
Der Schreibstil von Marie-Renée Lavoie ist flüssig, locker, humorvoll, einfühlsam und teilweise sogar etwas philosophisch! Leider plätschert die Geschichte selbst, die meiste Zeit einfach nur so vor sich hin und es wird nie wirklich spannend. Manchmal wird man zwischenzeitlich von Dianes kleinen Verrücktheiten überrascht, muss den Kopf schütteln oder schmunzelt amüsiert, doch mehr Spannung hält dieses Buch leider nicht bereit. Das war etwas enttäuschend, weil mich so die Story nicht in ihren Bann ziehen konnte
Zudem sind mir noch einige Utopien aufgefallen. Denn nach einer Trennung gibt es normalerweise vieles zu klären, Besitz aufzuteilen und Streitgespräche mit dem Exmann. Doch in „Tagebuch einer furchtbar langweiligen Ehefrau“ fehlten diese Teile komplett. Es blieb leider fast ausschließlich auf Dianes emotionaler Ebene. Auch das Ende stellte mich nicht wirklich zufrieden, da so vieles ungewiss blieb. Hoffentlich wird die Fortsetzung alle Ungewissheiten aufklären!
FAZIT
Insgesamt ist „Tagebuch einer furchtbar langweiligen Ehefrau“ eine lustige, gefühlvolle Lektüre für zwischendurch, an die man jedoch nicht zu hohe Ansprüche stellen sollte! Die Protagonistin Diane begeistert einen mit ihren Verrücktheiten und ihrer Spontanität: Sie macht genau das, was ihr gerade in den Sinn kommt! Allerdings übertreibt sie damit öfters und wird dadurch weniger realistisch! Das Ende ist jedoch leider etwas enttäuschend, da es noch so viele Fragen aufwirft! Dennoch animiert dieses Buch dazu die Fortsetzung zu lesen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere