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Veröffentlicht am 04.05.2021

Sein Hunger nach Gerechtigkeit ist unersättlich...

Blake - Der Geschmack des Todes
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Es hätte so gut werden können. Band 1 war ein wenig langweilig, aber das lag bei mir eher weniger an Blake (den finde ich auf mobide Weise eigentlich ziemlich interessant) oder dem Schreibstil, sondern ...

Es hätte so gut werden können. Band 1 war ein wenig langweilig, aber das lag bei mir eher weniger an Blake (den finde ich auf mobide Weise eigentlich ziemlich interessant) oder dem Schreibstil, sondern eher an dem Fall per se, deswegen hatte ich ziemlich große Hoffnungen, dass Band 2 besser wird. Eine neue Ausgangssituation, ein neuer Fall, ein cool klingender Klappentext, aber leider bin ich ein wenig enttäuscht zurückgeblieben. Der Schreibstil, der mir im ersten Band noch gut gefallen hat und auch in weiten Teilen der ersten Hälfte des Buches, hat leider immer weiter nachgelassen und die Zähigkeit bzw. Langatmigkeit unterstützt. Das Buch beginnt stark, mit mafiösen Strukturen, Blakes neuer Lebenssituation, aber auch hier hat mir die Arbeit mit dem FBI nicht gefallen. Es war langweilig, ich mag die Kommissarin nicht und es fehlte mir erneut der rote Faden, der sich durch die Geschichte zieht und mich als Leserin führen soll. So unglaublich schade, denn Blake als Charakter ist, so makaber wie es klingt, total interessant, faszinierend, außergewöhnlich. Ich habe noch nie von einem Protagonisten gelesen, der nur annähernd so gewesen ist wie Blake, aber für eine volle Sternebewertung reicht das leider nicht. Ich habe mich durch die Seiten gequält, bin einfach nicht weitergekommen, sodass ich beinahe 2-3 Wochen an dem Buch saß. Die Rätsel hingegen (am Anfang jedes Kapitels) fand ich wieder richtig cool, auch wenn ich schlecht im Rätseln bin.

Insgesamt hat Jack Heath mit Blake eine interessante Figur erschaffen, die ich sehr faszinierend finde, aber leider finde ich den größten Teil des Plots ziemlich langweilig, vorhersehbar und erdrückend. Genauso wie der Schreibstil, der es leider nicht schafft, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen kann. Aufgrund dessen vergebe ich 2,5/5 Sterne, weil ich Blake, die Prämisse und die Rätsel gerne mag.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.05.2021

Humorvoll, locker leicht, aber leider an manchen Stellen zu zuckersüß...

Back To Us
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Morgane Moncomble hat ein Händchen für schöne, romantische, humorvolle, aber auch emotionale Geschichten, die mein Herz höher schlagen lassen. Mit "Bad at love" hat sie eine Geschichte geschrieben, die ...

Morgane Moncomble hat ein Händchen für schöne, romantische, humorvolle, aber auch emotionale Geschichten, die mein Herz höher schlagen lassen. Mit "Bad at love" hat sie eine Geschichte geschrieben, die mich im Januar umgehauen hat, deswegen war ich umso neugieriger auf "Back to us", das mich zwar nicht genauso mitreißen konnte, aber auch diese von einem K-Drama inspirierte Geschichte hat sehr viel Spaß gemacht. Morgane Moncomble hat einen wunderschönen Schreibstil, der locker leicht und humorvoll den Leser in die Geschichte eintauchen lässt, aber dennoch so viele Emotionen und Tiefgründigkeit transportieren kann.
Fleur und Aaron sind Charaktere, die ich einfach in mein Herz schließen musste. Sie haben viel erlebt, aber ich finde es unglaublich schön, dass man merkt, dass sie daran wachsen, über sich hinaus wachsen und weiter machen. Morgane Moncomble hat ein Talent für die Ausarbeitung von Charakteren. Die Arbeitskollegen, Freundinnen und Familie waren schön und tiefgründig beschrieben.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich nicht so der Fan von K-Dramen bin und auch erst in der Geschichte gemerkt habe, dass es Anklänge daran hat. Für mich war es an manchen Stellen zu süß, zu dramatisch, zu... over the top. In dieser Hinsicht hat mir "Bad at love" besser gefallen, auch von der Thematik her. Dafür fand ich das Setting richtig toll gewählt und hatte definitiv Spaß mit der Geschichte, aber es war kein Highlight.
Insgesamt hat Morgane Moncomble eine Geschichte geschrieben, die Spaß gemacht hat, die ich in wenigen Tagen gelesen habe, aber es war leider kein Highlight, aber ich denke, wer humorvolle, leichte, süße K-Dramen und Geschichten mag, wird hier auf jeden Fall ihren/seinen Spaß haben. Insbesondere weil Morgane diese Süße des K-Dramas mit tiefgründigeren und "härteren" Themen verbindet. Ich vergebe 4/5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.05.2021

Old, but Gold! Ein absolutes Jahreshighlight!

Das erste Gesetz der Magie - Das Schwert der Wahrheit
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In meinem Kopf herrscht Chaos. Pures Chaos gemischt mit Freude, Trauer, Euphorie und dem wunderbaren Gefühl, wenn man eine Geschichte wieder verlassen muss, aber weiß, dass man neue Freunde gefunden hat ...

In meinem Kopf herrscht Chaos. Pures Chaos gemischt mit Freude, Trauer, Euphorie und dem wunderbaren Gefühl, wenn man eine Geschichte wieder verlassen muss, aber weiß, dass man neue Freunde gefunden hat und jeder Zeit zurückkehren kann.
Kurz gesagt. Terry Goodkind hat meine Erwartungen mehr als übertroffen. Ganz besonders unter dem Aspekt, dass Richards und Kahlans Geschichte bereits 1994 erstmalig erschienen ist, aber nichts davon durch die Seiten dringt. Goodkind schreibt flüssig, poetisch, philosophisch, spannend, aber auch nicht zu ausschweifend. Ich habe mich unglaublich wohl in der Geschichte gefühlt, denn die Charaktere haben es mir so leicht gemacht. Ich habe sie durch drei Reiche begleitet, durch Hoch- und Tiefpunkte, durch Verzweiflung, Verletzungen, Qualen, aber auch durch Freundschaft, Liebe und Hoffnungen, dass alles doch am Ende aufgeht und sie gewonnen. Besonders Richard, unser wunderbarer, sympathischer, liebenswerter Waldläufer, der sogar unter schlimmsten Gefahren, Voraussetzungen und Qualen immer das Gute in seinem Gegenüber finden kann. Für mich gehört er auf jeden Fall zu meinen Bookboyfriends. Ich könnte noch seitenlang über ihn schwärmen oder über Kahlan, über Chase, Zedd, Rachel und vielen mehr. Terry Goodkind hat nicht nur ein Händchen für einen wunderbaren Schreibstil, sondern auch seine Charaktere sind unglaublich authentisch, greifbar und haben Tiefgang. Auch über die Handlung möchte ich gar nicht viel sagen, außer, dass die über 1000 Seiten in Rekordzeit gelesen waren, dass es an keiner Stelle auf dieser gefährlichen, atemlosen Reise langweilig waren. Es passiert unglaublich viel und es war mir eine Ehre ein Teil ihrer Gruppe gewesen zu sein. Ich finde es so schade, dass ich dieses Buch vor der Neuauflage und jetzt auch danach noch nie irgendwo gesehen habe, denn die Geschichte ist großartig, spannend, hat alles, was eine großartige High Fantasy Reihe braucht und ich freue mich schon sehr auf die restlichen 10 Bände!!! Für dieses Jahreshighlight vergebe ich 5+/5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.04.2021

Wo die Gier nach Profit zu groß wird, beginnt das Geschäft mit dem Tod...

Die Komplizen des Todes
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"Die Komplizen des Todes" suggeriert durch den eindringlich klingenden Titel, dass ein düsteres Geheimnis auf spannende Weise von zwei starken Frauen gelöst werden soll, leider habe ich davon nicht viel ...

"Die Komplizen des Todes" suggeriert durch den eindringlich klingenden Titel, dass ein düsteres Geheimnis auf spannende Weise von zwei starken Frauen gelöst werden soll, leider habe ich davon nicht viel in der Geschichte wiederfinden können. Kirsten Sawatzki schreibt für eine Krimiautorin sehr ausschweifend, beschreibt förmlich jeden einzelnen Grashalm und jede einzelne Handlung, zu der die Charaktere ansetzen, sei es um eine Unterhaltung mit einem Feuerwehrmann zu führen oder in den Büschen pinkeln zu gehen. Auch Handlungen, die für den Handlungsverlauf primär und für mich als Leserin irrelevant waren, bekamen einen zu großen Raum eingeräumt, sodass sie mich in meinem Lesefluss gestört haben. Mir fiel es sehr schwer der Geschichte zu folgen. Beschreibungen reihten sich an Beschreibungen, sodass ich aus Langeweile bereits angefangen habe ganze Passagen oder Seiten zu überspringen oder zu überfliegen.
Elena und Laura hätten interessante Protagonistinnen werden können, aber sie erschienen mir farblos, gewöhnlich und um ehrlich zu sein, kannte ich die beiden überhaupt nicht und konnte sie auch nicht wirklich einordnen.
Wahrscheinlich habe ich übersehen, dass dieser Band zu einer Reihe gehört, aber wenn ich es gesehen haben sollte, dann hatte ich mir nicht viel dabei gedacht. Ich habe schon zahlreiche Krimis oder Thriller mitten in einer Reihe angefangen, ohne es überhaupt zu merken. Hier leider schon.
Die Beziehungen zwischen den Charakteren wurde als bekannt vorausgesetzt, sodass mir als Neueinsteigerin an manchen Stellen nähere Erläuterungen zu den Verhaltensweisen der Charaktere gefehlt haben. Aufgrund dessen, dass ich ständig das Gefühl hatte auf dem Schlauch zu stehen, habe ich mich sehr unwohl in der Geschichte gefühlt und keine Verbindung zu den Charakteren aufbauen können.
Der Prolog hat interessant und fundiert angefangen, aber die Recherchen, der Fall und die Charaktere haben mich leider eher weniger tangiert. Ich war fasziniert, dass ein aus dem Gedächtnis gerücktes Thema - Ebola - kurzfristig in den Fokus rückt, aber auch sehr schnell wieder verschwindet. Sehr schade.
Mich konnte der Krimi leider gar nicht erreichen. Ich habe mich gelangweilt, Passagen übersprungen und bei den meisten Dialogen die Augen verdreht. Ich habe durchaus mehr erwartet. Mehr Fall, mehr Spannung, mehr Brisanz und Rasanz. Ich hätte das Buch gerne geliebt, aber für mich war es leider nichts.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.04.2021

Darf ich von anderen ihre Geschichte verlangen, wenn ich meine eigene nicht erzählen kann?

Fadeaway
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Anabelle hat eine wunderbare Geschichte geschrieben. Eine wichtige Geschichte von Me too, Feminismus und der Angst sich zu offenbaren, sich verletzlich zu zeigen und vielleicht alles zu verändern, anders ...

Anabelle hat eine wunderbare Geschichte geschrieben. Eine wichtige Geschichte von Me too, Feminismus und der Angst sich zu offenbaren, sich verletzlich zu zeigen und vielleicht alles zu verändern, anders gesehen zu werden. Kyra und Milan sind mir ans Herz gewachsen. Kyra mit ihrer taffen und offenen Art, ihrem Umgang mit ihren Brüdern und auch mit ihrer verletzlichen Seite. Mir hat Milans humorvolle Seite ebenfalls sehr gut gefallen. Er wusste wie er mit Kyra umgehen muss, auch wenn er Zweifel hatte. Das Sportthema war jetzt nicht unbedingt meins, aber es war ein schöner Kontrast zu Kyras feministischen Podcast, der ein kleines Highlight für mich war. Die Texte waren emotional, erschreckend und bewegend. Um ehrlich zu sein, hätte ich gerne mehr gelesen, denn Anabelle hat ein sehr sensibles Händchen bewiesen. Überrascht hat mich tatsächlich, dass die meisten Texte echt waren und Anabelle zur Verfügung gestellt wurden. Chapeau für so viel Mut.
Die Handlung war süß, typisch NA Romance, schön für zwischendurch, aber ich habe ein bisschen mehr erwartet. Es war nicht langweilig, aber trotzdem konnte ich nicht an der Geschichte dranbleiben, habe Pausen gemacht, durch die Gegend geguckt, etc. Das Ende sehe ich ein wenig zwiegespalten. Einerseits kann ich auf jeden Fall nachvollziehen, warum Anabelle es so geschrieben hat, wie sie es geschrieben hat, andererseits konnte es mich emotional nicht berühren. Ich weiß wirklich nicht, ob es so realistisch ist und zu dem jungen Mann passt, der im Mittelpunkt steht.
Trotzdem eine wichtige Geschichte, die sich mit aktuellen Themen beschäftigt, Mut und neugierig auf mehr macht. Ich freue mich schon sehr auf Elias und Miriam. Ich vergebe 4/5 Sterne.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere