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Veröffentlicht am 23.11.2020

Sie möchte endlich nach vorne blicken. Er macht es ihr unmöglich

What if we Drown
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Momentan ist dieses Buch in aller Munde, deswegen war ich unglaublich gespannt, wie mir die Geschichte gefallen wird. Ich bin nicht primär im New Adult Genre Zuhause, aber ab und zu, wenn der Klappentext ...

Momentan ist dieses Buch in aller Munde, deswegen war ich unglaublich gespannt, wie mir die Geschichte gefallen wird. Ich bin nicht primär im New Adult Genre Zuhause, aber ab und zu, wenn der Klappentext stimmt und mich anspricht, dann bin ich gerne mit von der Partie.

Sarah Sprinz hat zunächst einmal einen unglaublich schönen Schreibstil! Sie schreibt sehr emotional, berührend, leicht metaphorisch, witzig und sehr erfrischend. Die Seiten und Prozente sind wie nichts verflogen und ich wollte eigentlich immer wissen wie es weitergeht. Bis zum 1/3 und dem Wendepunkt hätte ich der Geschichte 5/5 Sterne vergeben, Kusshändchen hinterhergeworfen und hibbelig auf meinem Bett gehüpft. Bis zu dieser Wendung, die mich nicht nur schwer die Augenrollen ließ, sondern in meinen Augen so viel unnötiges Drama erzeugt! Warum? Die ganze eigentlich schöne Liebesgeschichte konnte ich danach kaum noch genießen, weil ich die ganze Zeit ihre eigentliche Intention kannte. Dann dieses ganze innere Hin- und Her, dass herauszögern, lügen und verdrängen, ging mir wirklich auf den Zeiger! Ich hätte Laurie am liebsten ein paar Mal geschüttelt, obwohl ich bis zu einem gewissen Grad ihre Verletzbarkeit und Trauer nachvollziehen konnte. Die Thematik mit ihrem Bruder hat mich sehr tief berührt. Besonders die letzten Kapitel, als alles Überdramatische abgehandelt war. Ich habe sofort gemerkt, dass ich wieder befreiter Atmen konnte und plötzlich hatte ich wieder die Feelings vom Anfang. Ein emotionaler Schreibstil, eine Autorin, die weiß, wie sie mit Worten umgehen muss und meine Augen hat feucht werden lassen.

Die Handlung an sich war schon ein wenig 0815, aber ich liebe einfach das Setting. Vancouver wird unglaublich toll geschrieben und ich liebe die Karte einfach! Sie ist so passend und wunderschön gemacht! Ich hatte sofort selbst Lust nach Vancouver zu fliegen, dort zur Uni zu gehen und zu kiten. Mit Lauri, Sam und ihrer Clique Milchshakes trinken zu gehen. Ich habe mich in ihre wundervolle Clique verliebt. Nicht nur Hope, Emmett und ihre beste Freundin sind einfach so toll! Ich hätte gerne ein Bild mit Emmett und Katze! In meiner Vorstellung so niedlich!!!

Insgesamt eine Geschichte, die mich ab der Wendung des 1/3 ein bisschen strauchelnd zurückgelassen hat, aber mich zum Ende trotzdem noch sehr emotional berühren konnte. Ich liebe Lauri, Sam, Emmett und Co. sehr und Vancouver sowieso. Ich möchte auf jeden Fall noch mehr von Sarah Sprinz und der Freundesgruppe lesen! Für eine volle Sternenbewertung hat es nicht gereicht, aber immerhin für 4/5 Sterne!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.11.2020

Die Legende der Adlerkrieger - spannend, interessant, aber auch schwerfälliger Schreibstil...

Die Legende der Adlerkrieger
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Asiatische Mythologie in High Fantasy Romanen war dieses Jahr eines der Top Thematiken, die ich für mich entdeckt habe. Nach „Im Zeichen der Mohnblume“, „Ein Kleid aus Seide und Sternen“ sowie „Im Schatten ...

Asiatische Mythologie in High Fantasy Romanen war dieses Jahr eines der Top Thematiken, die ich für mich entdeckt habe. Nach „Im Zeichen der Mohnblume“, „Ein Kleid aus Seide und Sternen“ sowie „Im Schatten des Fuchses“ haben sich sofort meine Ohren gespitzt, als ich von diesem Buch erfahren habe. Asiatische Mythologie, Kung Fu Kämpfer und ein Autor, der den Status eines Tolkiens in China inne hat? Mein Interesse war geweckt. Leider ist dieses Jahr kein neues Jahreshighlight geworden und ich habe mich an manchen Stellen ein bisschen schwer getan, aber trotzdem kann ich die Geschichte durchaus empfehlen.

Ying Yong hat zunächst einen etwas schwerfälligen Schreibstil, der gleichzeitig sehr detailverliebt anmutet. Die Beschreibungen haben mir sehr gut gefallen, aber manchmal musste ich mehrere Passagen mehrmals lesen, weil ich einfach auf dem Schlauch stand. Ich kann dieser Stelle nur sagen, dass dies kein Buch zum schnell mal Zwischendurch lesen ist! Ihr solltet euch genügend Zeit nehmen und nicht unbedingt, wenn ihr komplett k.o. von der Arbeit kommt und schon halb schlaft! Bleibt unbedingt an der Geschichte dran, nach ca. 100 Seiten wird es immer besser und spannender!

Am Anfang hatte ich ebenfalls sehr große Probleme durchzublicken, wer, wer ist, weil alle Charaktere nach meinem Empfinden sehr ähnliche Namen haben, die ich einfach nicht auseinanderhalten konnte. An diesem Punkt hat das Glossar sehr geholfen.

Der Autor hat eine sehr interessante und spannende Geschichte erschaffen, an der ich dennoch ein paar Wochenenden saß und immer mal wieder größere Passagen an einem Stück gelesen habe. Es gab einen etwas längeren langatmigeren Zwischenteil, der zwar wichtig für die Gesamtgeschichte war, aber dennoch hätte deutlich kürzer sein dürfen.

Punkte, die mir sehr gut an der Geschichte gefallen haben, waren die asiatischen Komponenten. Die Kultur, die Handlungen, die Landschaftsbeschreibungen, etc. Das beschriebene Verhalten der Charakteren, konnte ich nicht immer nachvollziehen, aber in den meisten Kontexten hat es dennoch zum Kontext gepasst. Besonders auch das Kung Fu Thema habe ich mit sehr großem Interesse verfolgt.

Insgesamt hat J. Yong eine spannende und interessante Geschichte verfasst, die mich thematisch sehr abholen konnte. Leider hat mir der Schreibstil nur bedingt gefallen, es gab einen etwas langatmigen Zwischenteil und auch der Anfang hat es mir nicht gerade leicht gemacht. Dennoch vergebe ich 3,5/5 Sterne und kann euch die Geschichte durchaus weiterempfehlen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.11.2020

Politisch, magisch und eine etwas andere Geschichte...

Stormsong
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Mit "Witchmark" hat C.L. Polk letztes Jahr ein Jahreshighlight im Fantasygenre für mich geschrieben, umso gespannter war ich auf die Fortsetzung, die nun nicht mehr Miles und Tristan folgt, sondern seiner ...

Mit "Witchmark" hat C.L. Polk letztes Jahr ein Jahreshighlight im Fantasygenre für mich geschrieben, umso gespannter war ich auf die Fortsetzung, die nun nicht mehr Miles und Tristan folgt, sondern seiner Schwester Grace. Am Ende von Band 1 ist ziemlich viel passiert, förmlich aus dem Ruder gelaufen und ich habe mich sehr darauf gefreut zu sehen, wohin die weitere Reise den Leser führen wird.
An sich musste ich wieder erst einmal ein paar Seiten in den Schreibstil hereinkommen, aber dann konnte mich der Schreibstil wieder unglaublich tief in die Seiten ziehen und verzaubern.
Vergleichsweise mit Band 1 ist es sehr viel politischer, spielt in großen Teilen im Königspalast. Neben der ganzen Politik habe ich mich sehr darüber gefreut, dass der Leser auch wieder bekannte Gesichter wie Miles, Tristan, Robin und Avia zu Gesicht bekommen hat.
Ich muss gestehen, dass ich mit Grace einfach nicht warm geworden bin. Sie ist zwar eine starke magisch begabte Persönlichkeit, aber sie steht zwischen den Stühlen. Sie weiß nicht, was sie will, wohin sie gehört, hat immer noch die flüsternden Anweisungen ihres Vaters im Ohr, der sie jahrelang auf ihre Karriere vorbereitet hat und sie am liebsten als seine Marionette benutzen würde. Ihre Liebesgeschichte fand ich zwar niedlich, aber auch diese war sehr distanziert. Ich konnte nicht wirklich nachvollziehen, warum sich plötzlich Gefühle entwickeln, obgleich sie fast nichts voneinander wissen...
Insgesamt habe ich mir wahrscheinlich gewünscht, dass der Leser weiter Miles und Tristan verfolgt hätte, aber ich kann natürlich nachvollziehen, warum ein Perspektivenwechsel zwischen Band 1 und 2 notwendig war.
An dieser Stelle möchte ich nicht spoilern! Ein Kompromiss mit sich wechselnden Perspektiven innerhalb der Geschichte wären auf jeden Fall möglich gewesen. Aber das ist wirklich Meckern auf hohem Niveau.
Die Geschichte war spannend, sehr politisch, magisch und ich fand es sehr interessant, wie die Autorin die Geschichte weiter fortgeführt hat.
Ich habe bereits gesehen, dass im Englischen ein dritter Band in Arbeit ist und ich freue mich auch schon sehr darauf. Meine einzigen Kritikpunkte beziehen sich auf Grace, die mir einfach nicht sympathisch wurde und die Liebesgeschichte. Ansonsten habe ich das Buch wieder in Rekordzeit inhaliert!

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.11.2020

Ein magischer Würfel, der jeden Herzenswunsch erfüllen kann, oder?

Talus
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"Talus" ist eine Geschichte, die mit ihrer Prämisse rund um Magie, Hexen, Edinburgh und einem gefährlichen Artefakt quasi meinen Namen schreit, leider konnte mich die Geschichte nicht zu 100% überzeugen.

Zunächst ...

"Talus" ist eine Geschichte, die mit ihrer Prämisse rund um Magie, Hexen, Edinburgh und einem gefährlichen Artefakt quasi meinen Namen schreit, leider konnte mich die Geschichte nicht zu 100% überzeugen.

Zunächst fand ich Liza Grimms Schreibstil sehr angenehm zu lesen und ich war ab der ersten Seite sofort in der Geschichte drin. Der Prolog hat mich ein wenig an "Das sternenlose Meer" von Erin Morgenstern erinnert und mir ist am Anfang immer mal wieder eine Gänsehaut über den Rücken gelaufen. Die Autorin hat eine sehr magische, cozy und leicht spooky Atmosphäre aufgebaut, die leider immer mehr in der Geschichte verloren gegangen ist.

Der Leser begleitet im Laufe der Geschichte vier Charaktere, aber überwiegend Erin, die als Tourguide arbeitet und in eine Welt gezogen wird, von der sie bis hierhin nichs wusste. Erin mochte ich gerne (besonders am Anfang), aber leider hat sie sich immer mehr Minuspunkte gesammelt und ich hätte sie an der ein oder anderen Stelle gerne mal kräftig geschüttelt. Noah war mir zwar symathisch, aber wirkliche eine Verbindung zu ihm konnte ich nicht aufbauen. Anders sieht es hinsichtlich Kaito aus, ihn habe ich immer mehr in mein Herzg geschlossen, obwohl auch bei ihm eindeutig die Magie zu kurz kam. Die wenigen Szenen, in denen er seine Gabe einsetzt, waren so cool und kompetent geschrieben! Wen ich absolut nicht leiden konnte, war Hexe Lu! Wenn ich nur an sie denke, möchte ich sie am liebsten irgendwo ertränken oder ebenfalls kräftig schütteln oder eine Kopfnuss verteilen. Zusammenfassend kann ich zu den Charakteren sagen, dass ich 3 von 4 sehr sympathisch fand, aber mir ist eindeutig die Magie zu kurz gekommen und auch die Charakterentwicklung! Kein einziger dieser Charaktere hat sich überhaupt weiterentwickelt!

Genau dieser Kritikpunkt zieht sich auch immer mehr durch die Handlung. Der Leser tritt mit den Charakteren die ganze Zeit auf der Stelle. Es passiert schon etwas, aber es hat nicht unbedingt primär etwas mit dem roten Faden zu tun, d.h. mit Talus. Über diesen "casus knacksus" erfahren wir nur total wenig und eigentlich wird es immer mehr in den Hintergrund gedrängt. Ich kann meine Gefühle ganz schwer beschreiben. Ich habe die Geschichte durchaus gerne gelesen, aber es ging nicht vorwärts, sondern drehte sich nur im Kreis.

Viele Dinge habe ich schon in anderen Büchern gelesen und wirken hier leider neben dem wunderbaren Settung und der magischen Atmosphäre ein wenig unausgearbeitet und das Ende...kein Kommentar. Ich kann mir ein Augenrollen nur schwer verkneifen. Es ist offen, als hätte die Autorin plötzlich keine Lust mehr gehabt und einfach "Ende" unter ihre Geschichte geschrieben (Ich möchte an dieser Stelle natürlich niemanden etwas unterstellen!).

Ich möchte gerne wissen, wie es weitergeht, aber ich bin leider ziemlich skeptisch. Auch mit "Die Götter von Asgard" hatte ich das gleiche Problem wie hier. Die Idee klingt unglaublich cool, der Anfang ist stark, aber dann nimmt die Geschichte immer mehr ab und verliert ihren roten Faden. Insgesamt vergebe ich 3,5/5 Sterne.

  • Cover
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.11.2020

Was, wenn du dich an alles erinnern kannst – außer an deine Gefühle?

Wenn ich die Augen schließe
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"Manchmal sind Worte zu wenig. Manchmal sind die Momente des Schweigens die, in denen wir am meisten zu sagen haben. (S. 216)
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Ava konnte mit dieser Geschichte nicht nur mein Herz berühren, sondern auch ...

"Manchmal sind Worte zu wenig. Manchmal sind die Momente des Schweigens die, in denen wir am meisten zu sagen haben. (S. 216)
.
Ava konnte mit dieser Geschichte nicht nur mein Herz berühren, sondern auch meine Seele. Ein Mädchen, das ihre Gefühle bezüglich ihrer Erinnerungen verliert und sich an einen Jungen erinnert, der ihr immer viel bedeutet hat, aber nicht mehr mit ihm befreundet ist. Ein Junge, der die schrecklichste Zeit seines Lebens hinter sich hat und gerade erst wieder einigermaßen im Leben angekommen ist, immer noch instabil, immer noch verletzlich, voller Narben, die er für sein ganzes Leben behalten wird. Zwei ehemalige Beste Freunde, die durch das Leben und dem Älter werden auseinandergerissen wurden. Konfrontiert mit Mobbing, dem Älter werden, Gruppenzwang, Zugehörigkeit und Anpassung, um dazugehören.
Ich habe Norah und Sam sehr gerne auf ihrer Reise begleitet. Durch ihre Höhen und Tiefen, Zweifeln und Hoffnungen und ihren Gedanken. Ich konnte mir so manche Stelle markieren und habe auch hin und wieder mit den Tränen gekämpft, Mitleid, Wut, Scham und Liebe empfunden.
Mein einziger Kritikpunkt betrifft das letzte Drittel des Buches. Hier wurde mir alles zu schnell abgehandelt und der Geschichte hätten noch 100 Seiten mehr sehr gut getan, damit die Tiefe aufrechterhalten werden kann.
Insgesamt hat Ava eine tiefgründige, ernste und schöne Geschichte erschaffen, die ich gerne verfolgt habe. Lest bitte die Triggerwarnung. Ich vergebe 4/5 Sterne.

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  • Erzählstil
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  • Charaktere