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Veröffentlicht am 24.06.2021

Eine tolle Reihe, aber mir fehlte die Durchschlagskraft des Bösen und der rote Faden...

Die Günstlinge der Unterwelt - Das Schwert der Wahrheit
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Nach zwei sehr starken ersten Bänden war es zu erwarten, dass dieser 3. Band ein wenig schwächelt.
Es lag nicht am Schreibstil, denn der ist wunderbar angenehm zu lesen, leicht, spannend und interessant. ...

Nach zwei sehr starken ersten Bänden war es zu erwarten, dass dieser 3. Band ein wenig schwächelt.
Es lag nicht am Schreibstil, denn der ist wunderbar angenehm zu lesen, leicht, spannend und interessant. Richard und Kahlan haben einen Platz in meinem Herzen gewonnen. Genauso wie Zedd, Adie, Gratch und Verna. Terry Goodkind hat ein Händchen für Charaktere, die kommen und gehen, aber dennoch immer etwas Besonderes an sich haben. Besonders Richards neue Leibgarde verspricht noch sehr viel Witz, Charme und blutrünstigen Beschützerinstinkt. Dieser 3. Band ist ein typischer Mittelband. Die Karten werden neu gemischt, die Figuren in neue Positionen gerückt und alles befindet sich im freien Fall. Die ersten beiden Bände waren so stark, weil sie die perfekte Balance zwischen den Charakteren, ihren Entwicklungen, philosophischen Ansätzen und einer Bedrohung halten konnten, die übermächtig und unbesiegbar erscheint, aber hier fehlte es ihr an Macht, an Durchschlagskraft. Brogan konnte es von der Bedrohlichkeit weder mit Darken Rahl noch mit dem Hüter aufnehmen. Im Gegensatz zu ihnen wirkte er wie ein trotziger kleiner Junge, der bei den Großen mitmischen wollte, ohne irgendetwas verstanden zu haben. Die wirkliche Bedrohung agiert im Hintergrund, wird nur angerissen, aber tritt kaum in Aktion, zumindest nicht die Bedrohung selbst, nur ihre Günstlinge. Dementsprechend fehlte es mir nicht direkt an Spannung, denn es gab durchaus Kämpfe und Schlachten, aber irgendwie fehlte der rote Faden, der alles zusammenhält. Ich habe durchaus gemerkt, dass die 100-400 Seiten gefehlt haben, die die andere beiden Bände hatten.
Nichtsdestotrotz hatte ich sehr viel Spaß mit der Geschichte, liebe Richard immer noch abgöttisch und freue mich schon sehr darauf bald Band 4 zu lesen, denn die Weichen, die gestellt wurden, klingen vielversprechend und nach viel Spannung, Blut und Schlachten. Ich vergebe 4/5 Sterne und bin der festen Überzeugung, dass Band 4 wieder die vollen 5 Sterne bekommen kann.

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Veröffentlicht am 22.06.2021

Erinnerungen verblassen, aber Ideen schlagen Wurzeln...

Das unsichtbare Leben der Addie LaRue
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Addie LaRue ist nicht nur eine ganz besondere Geschichte, sondern auch eine ganz besondere Person, die mir aus so vielen Zeilen aus der Seele spricht. Die Geschichte beschäftigt sich mit Liebe, Leben, ...

Addie LaRue ist nicht nur eine ganz besondere Geschichte, sondern auch eine ganz besondere Person, die mir aus so vielen Zeilen aus der Seele spricht. Die Geschichte beschäftigt sich mit Liebe, Leben, dem Tod und allem dazwischen, verpackt in einem Gefühlschaos, eisigen Wintern, perlenden Tränen, Verzweiflung, Hoffnung und so viel Lebensfreude, dass mir das Herz aufgegangen ist. Was heißt es zu leben und zu lieben? Hat man gelebt, wenn sich niemand an einen erinnert? Sich so viele Türen schließen, aber auch öffnen? Mit Addie habe ich gelernt, dass nicht die Erinnerungen am wichtigsten sind, denn die sind vergänglich, verschwimmen immer mehr, am wichtigsten sind Ideen, abstrakte Gedanken, die darauf warten gefunden und der Welt geschenkt zu werden. Kunst, Musik, Geschichten, Skulpturen, Manifeste und Gedanken.
Um ehrlich zu sein, habe ich so viele Gefühle und Gedanken im Herzen, die ich niemals ausreichend in Worte packen könnte. Lest diese besondere Geschichte einfach selbst. Ich habe so viele wunderbare Worte markiert, nachgedacht, geweint, gelacht, den Kopf geschüttelt und mich nicht nur in Addie und Henry verliebt, sondern auch in den Schatten.
Für Viele ist es ein Highlight, ich kann verstehen warum, aber für mich fehlte noch der letzte Funke. Ich hätte gerne nicht nur unzählige 29. Julis erlebt, sondern noch mehr aus Addies Leben. Mehr Lebensfreude, nicht nur angedeutete Begegnungen mit anderen Künstlern. Ich kann die Geschichte trotzdem empfehlen und vergebe 4,5/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 21.06.2021

Eine schöne Geschichte, die das Herz mit Liebe und Mut füllt...

Mr. Parnassus' Heim für magisch Begabte
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""Weil du bist, wer du bist. Ich weiß, dass dir das nicht bewusst ist, Linus. Aber ich sehe es ganz deutlich, so deutlich, dass es für uns beide reicht. Du gibst mir das Gefühl von innen heraus zu brennen."" ...

""Weil du bist, wer du bist. Ich weiß, dass dir das nicht bewusst ist, Linus. Aber ich sehe es ganz deutlich, so deutlich, dass es für uns beide reicht. Du gibst mir das Gefühl von innen heraus zu brennen."" (S. 361)

Am Anfang hatte ich wirklich noch meine Zweifel. An der Geschichte, dem etwas kindlichen Schreibstil und vor allem an Linus, weil er vieles verkörpert, was ich nicht mag. Doch er hat mir durch seine Entwicklungen gezeigt, dass der erste Eindruck und Vorurteile den Blick trüben können, dass hinter einer unscheinbaren Fassade so viel mehr stecken kann und besonders schön fand ich es auch, dass er kein perfektes Model mit den perfekten Maßen war. Er wirkte normal, liebenswert, tollpatschig, schüchtern, aber trotzdem so greifbar. Die Message der Geschichte ist unglaublich wichtig, genauso wie die angesprochenen Themen. Es geht um LGBTQ+, Selbstakzeptanz, Bodypositivity, Traumata, Vorurteile, Angst und was daraus resultieren kann, Hoffnung, Kindheit, Abenteuer, Spaß, Liebe. Liebe in ihrer reinsten Form.
Ab einem bestimmten Punkt konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen, weil ich sie alle einfach in mein Herz geschlossen hatte. Besonders Linus, Arthur und Lucy, der mir immer wieder ein lautes Lachen entlocken konnte. Ich habe sehr viel gelernt, viel Input zum Nachdenken und noch einen Anreiz mehr bekommen meine Blase zu zerbrechen und Neues kennenzulernen. Neu, beängstigend, aber trotzdem irgendwie aufregend. Ich bin sehr dankbar für die Geschichte und dafür, dass mich so viele Nachrichten erreicht haben, dass ich der Geschichte eine Chance geben und weiterlesen soll. Danke an dieser Stelle.
Für mich war die Geschichte kein Highlight, an der ein oder anderen Stelle hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht, auch zwischen Arthur und Linus, aber trotzdem ist die Geschichte etwas Besonderes. Eine wunderbare Wohlfühlgeschichte. Ich hatte viel Spaß mit den Kindern, Arthur, Zoe und Linus. Ich vergebe 4/5 Sterne und eine große Empfehlung!

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Veröffentlicht am 06.06.2021

Interessante Idee, aber ich bin leider nicht mit der Geschichte warm geworden...

Die Stadt der Seher
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Die Grundidee finde ich richtig klasse, aber irgendwie sind die Geschichte und ich nicht wirklich miteinander warm geworden.

Es hat bereits mit dem etwas schwerfälligen Schreibstil angefangen, der es ...

Die Grundidee finde ich richtig klasse, aber irgendwie sind die Geschichte und ich nicht wirklich miteinander warm geworden.

Es hat bereits mit dem etwas schwerfälligen Schreibstil angefangen, der es mir nicht leicht gemacht hat in meinen Lesemood zukommen, in dem ich nichts um mich herum sehe und höre, denn ich war ständig abgelenkt.
Marco war interessant, aber irgendwie passten die anfänglichen Beschreibungen nicht zu der Wirklichkeit, denn er wird ziemlich schnell (zumindest für einen ach so intelligenten und erfahrenen Dieb) verhaftet und an den Orden übergeben. Auch im Orden verhielt sich weiterhin sehr konträr gegenüber seinen Beschreibungen. Er lässt sich sehr schnell umgarnen, zumindest am Anfang, was ich ziemlich seltsam finde, denn mir war der Orden direkt am Anfang schon ziemlich suspekt und mein Misstrauen geweckt. Das alles klang viel zu gut, um wirklich wahr zu sein. Als schließlich noch Elena, unser Love Interest dazukam, war es um mich geschehen. Im negativen Sinn. Ich weiß immer noch nicht, was ich von der Geschichte halten soll, denn die Grundidee, das Setting und die "drohende Gefahr" haben mir sehr gut gefallen und die dazugehörigen Beschreibungen auch, aber mit der restlichen Handlung und den Charakteren war ich lange am struggeln.

Auch das Ende war mir nicht episch genug. Es war zu offen, zu schnell abgehandelt und alles wurde zu einfach gelöst. Ich hätte mir ein wenig mehr Raffinesse gewünscht. Trotz all dieser Kritikpunkte vergebe ich 3/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 06.06.2021

Eine Königin, die keine sein möchte...

The Witch Queen. Entfesselte Magie
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Verena Bachmann hat mit "The Witch Queen" eine kurzweilige, lustige und leichte Geschichte geschrieben, die mich einen Nachmittag sehr gut unterhalten konnte. Jetzt im Nachhinein erinnert sie mich ein ...

Verena Bachmann hat mit "The Witch Queen" eine kurzweilige, lustige und leichte Geschichte geschrieben, die mich einen Nachmittag sehr gut unterhalten konnte. Jetzt im Nachhinein erinnert sie mich ein wenig an die Gestaltwandler Reihe von Nalini Singh. Der Schreibstil war locker leicht, flüssig zu lesen und ich bin mir sehr gut durch die Geschichte gekommen. Enju war eine interessante, witzige und leicht tollpatschige Protagonistin, die aber gerne taff wirken wollte. An mancher Stelle war sie mir leider ein wenig zu wankelmütig, besonders in Bezug unseres "attraktiven" Anführer der Beasts. Ich weiß immer noch nicht, ob ich diesen Kerl leiden kann, denn die Chemie zwischen den Beiden habe ich leider gar nicht gespürt. Bisweilen war er sogar ein bisschen übergriffig und so etwas kann ich in Büchern überhaupt nicht leiden. Weiterhin hätte ich mir an manchen Stellen einfach mehr Action, mehr Handlung und mehr Logik gewünscht, denn die Ausgangssituation ist wirklich ein Witz. Ich konnte wirklich nur den Kopf schütteln, weil diese Ausgangssituation einfach so unwirklich und an den Haaren herbei gezerrt wirkte. Die Idee an sich ist ziemlich cool, aber bei der Umsetzung hat es noch ein wenig gehapert. Trotzdem hatte ich meinen Spaß, die expliziten Szenen waren zwar ein wenig gruselig, besonders am Ende, aber ansonsten eine locker leichte Geschichte mit ein wenig Drama und Gefahr. Ich vergebe 3/5 Sterne.

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