Cover-Bild Das unsichtbare Leben der Addie LaRue
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: FISCHER Tor
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy: Urban
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Seitenzahl: 592
  • Ersterscheinung: 26.05.2021
  • ISBN: 9783596705818
V. E. Schwab

Das unsichtbare Leben der Addie LaRue

Roman
Petra Huber (Übersetzer), Sara Riffel (Übersetzer)

»Das unsichtbare Leben der Addie LaRue« ist ein großer historischer Fantasy-Roman, eine bittersüße Liebesgeschichte – und eine Hommage an die Kunst und die Inspiration.
Addie LaRue ist die Frau, an die sich niemand erinnert. Die unbekannte Muse auf den Bildern Alter Meister. Die namenlose Schönheit in den Sonetten der Dichter. Dreihundert Jahre lang reist sie durch die europäische Kulturgeschichte – und bleibt dabei doch stets allein.
Seit sie im Jahre 1714 einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hat, ist sie dazu verdammt, ein ruheloses Leben ohne Freunde oder Familie zu führen und als anonyme Frau die Großstädte zu durchstreifen. Bis sie dreihundert Jahre später in einem alten, versteckten Antiquariat in New York einen jungen Mann trifft, der sie wiedererkennt. Und sich in sie verliebt.
Für Leser*innen von Erin Morgenstern, Neil Gaiman, Audrey Niffenegger, Leigh Bardugo und Diana Gabaldon

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.03.2022

Eine ausdrucksstarke, magische Geschichte von zeitloser Schönheit

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Victoria Schwab ist eine der Autorinnen, die ich schon seit einigen Jahren abwartend umkreise, entschlossen, dass ich ein Buch von ihr lesen möchte, aber unentschlossen, welches und wann. Eine lesebegeisterte ...

Victoria Schwab ist eine der Autorinnen, die ich schon seit einigen Jahren abwartend umkreise, entschlossen, dass ich ein Buch von ihr lesen möchte, aber unentschlossen, welches und wann. Eine lesebegeisterte Freundin hat mir die Entscheidung dann schlussendlich abgenommen, als sie mich beinahe dazu genötigt hat "Das unsichtbare Leben der Addie LaRue" auszuleihen. In der letzten Woche habe ich die Geschichte nun gemeinsam mit Sofia von Sofias @SofiasworldofBooks in einem Buddyread gelesen und bin nach dem Beenden nun schon seit mehreren Stunden in einer seltsamen Stimmung irgendwo zwischen Begeisterung, Melancholie, Weltschmerz und Leere gefangen (I think that´s called a book hangover...), welche jetzt dringend raus muss:


"Addie räuspert sich. "So fängt die Geschichte an." Und er beginnt zu schreiben."


Doch beginnen wir mal mit dem Cover. Auch wenn ich die schlichte englische Originalversion mit dem goldenen Sternbild für passender halte, finde ich die Umsetzung des Fischer Verlags atmosphärisch und einfach wunderschön. Zu sehen ist eine an ein Stundenglas erinnernde Glaskugel, die von goldenen Ornamenten gestützt in einem düsteren, magischen Wald steht. Durch die verzerrte Perspektive des Glases ist eine Gestalt in einem langen grünen Mantel zu sehen, die sich vom Betrachter abgewandt auf ein Licht zubewegt. Auch wenn man viele dieser Elemente erst versteht, wenn man die Geschichte gelesen hat, hat dieses Cover eine geheimnisvolle Anziehungskraft, die der der Geschichte stark ähnelt.


"Die alten Götter mögen groß sein, aber sie sind weder freundlich noch barmherzig, sondern launisch und unbeständig wie Mondlicht auf Wasser oder wie Schatten in einem Sturm. Wenn du sie anrufen willst, gib acht: Überlege genau, worum du bittest, und sei bereit den Preis zu zahlen. Und ganz gleich, wie verzweifelt du bist, bete niemals zu den Göttern, die nach Einbruch der Nacht antworten."


Mit dieser Warnung beginnt eine ausdrucksstarke, magische Geschichte von zeitloser Schönheit, die mich von der Grundidee her zunächst an Goethes "Faust" und Claire Norths "The Sudden Appearance of Hope" erinnerte. In ersterem wird ebenfalls ein Pakt mit einem dunklen Gott geschlossen, welcher zu einem turbulenten Leben voller Höhen und Tiefen führt und in letzterem wird eine von der Welt vergessene junge Frau zur Diebin. Ganz dem Titel folgend stellt V.E. Schwab jedoch weder den Teufelspakt noch die diebische Lebensweise der Protagonistin in den Vordergrund, sondern erzählt von einem unsichtbaren Leben, welches die Leerstellen in der (Kunst-)Geschichte Europas füllt. Dazu ist die Geschichte in sieben Teile eingeteilt (eines für jede Sommersprosse auf Addies Gesicht), welche jeweils mit einem Kurzportrait eines Kunstwerks beginnen, welches Addie auf ihrem Weg durch die Zeit inspiriert oder beeinflusst hat. Die sieben vorgestellten Kunstwerke sind dabei frei erfunden, aber wahrheitsgetreu den Stilrichtungen in den unterschiedlichen Zeiten nachempfunden. Dabei hat der Autorin nach eigener Angabe ihr Kunstgeschichtsstudium sehr geholfen.


"Ich kann keinen Stift führen. Keine Geschichte erzählen. Keine Waffe schwingen oder Erinnerungen hinterlassen. Aber in der Kunst", fährt sie mit einem etwas weniger strahlenden Lächeln fort, "geht es um Ideen. Und Ideen sind hartnäckiger als Erinnerungen. Sie sind wie Unkraut, das immer den Weg ans Licht findet."


Neben den Kunstwerken wird die Geschichte durch zwei Erzählstränge auf zwei Zeitebenen strukturiert. Auf der einen Seite lesen wir, wie Addie in New York 2014 den jungen Buchhändler Henry kennenlernt und wie diese schicksalshafte Begegnung ihr Leben verändert. Gleichzeitig verfolgen wir aber auch noch parallel einen zweiten Erzählstrang, der 1714 in Villon-sur-Sarthe in Frankreich seinen Anfang nimmt und in mehr oder weniger großen Zeitsprüngen chronologisch Addies Weg durch die Geschichte bis zum heutigen Zeitpunkt verfolgt. Besonders der 29. Juli, der Tag des Abkommens mit dem Schatten, bekommt dabei eine große Bedeutung und wird über die Jahrhunderte an unterschiedlichen Orten wiederholt. Die Geschichte lebt dabei von vielen Vorgriffen, Rückgriffen und Andeutungen, durch welche Vergangenheit und Gegenwart kunstvoll miteinander verwoben werden, ohne dass wir zu Beginn alles verstehen. Erst mit der Zeit werden die Rahmenumstände von Addies Fluch klar und wir verstehen, was sie nach New York geführt hat. Bis mich die Geschichte in ihren atmosphärischen Bann gezogen hat, sind deshalb auch einige Seiten ins Land gegangen.


"Adeline ist sechzehn, und alle sprechen von ihr wie von einer Sommerblume, die man pflückt und in eine Vase stellt, deren einziger Zweck es ist, zu blühen und dann zu verrotten. Wie Isabelle, die von einer Familie statt von Freiheit träumt. Adeline hat beschlossen, lieber ein Baum zu sein, so wie Estele. Wenn sie schon Wurzeln schlagen muss, will sie wild wuchern, statt sich zurechtstutzen zu lassen, will allein stehen und unter freiem Himmel wachsen. Und nicht als Feuerholz enden, gefällt und zerhackt, in jemandes Kamin."


Einmal gefangen, konnte ich aber nicht mehr aufhören mit Lesen. Das lag vor allem auch an V.E. Schwabs magischem Schreibstil, der langsam, schwergängig, aber so bedeutungsschwer, wie die ganze Geschichte, durch die knapp 600 Seiten führt. Der Schreibstil ist ein bedächtiger Fußmarsch in einer Welt, in der alle mit 200 Stundenkilometer über die Autobahn rasen - wer ein flottes Abenteuer erwartet, ist also definitiv fehl am Platz. Angereichert mit Metaphern, Vergleichen, wiederkehrenden Motiven und interessanten Gedanken über den Wert eines Lebens, der Liebe und der Kunst wird die gemächliche Geschichte zu einem Leseerlebnis, das man einfach nur genießen möchte! Wie sehr mich dabei einige Passagen oder kurze Fragmente erreicht haben, erkennt man auch daran, wie unheimlich viele Zitate ich mir beim Lesen markiert habe. Ich bin mir sicher, man könnte das Buch an einer beliebigen Stelle aufschlagen und würde auf der Seite ein zitierwürdiger Abschnitt finden. Ein großes Lob also auch an die beiden Übersetzerinnen, denen es gelungen ist, den Zauber des Originals zu bewahren. Meinen nächsten Reread (ja, es wird definitiv einen geben) werde ich aber in der Originalsprache angehen.


"Geschichten sind eine Form der Selbstbewahrung. Um in Erinnerung zu bleiben. Oder sich selbst zu vergessen. Geschichten besitzen viele Gestalten: in Holzkohle, und in Liedern, in Gemälden, Gedichten, Filmen. Und Büchern. Bücher sind, wie sie erfahren hat, eine Möglichkeit tausend Leben zu führen - oder in einem sehr langen Leben Kraft zu finden".


Transportiert durch den Schreibstil hat die Geschichte sehr viele unterschiedliche Gefühle in mir ausgelöst. Zunächst empfand ich Addies Fluch des Vergessens als sehr bedrückend. Für wenige Wochen wäre es denke ich sehr angenehm, sich so anonym durch die Welt bewegen zu können wie Addie, aber für einen längeren Zeitraum würde ich zugrunde gehen. Der Gedanke, keine Spuren hinterlassen, keine Beziehungen aufbauen und somit auch keinen Sinn im Leben finden zu können, hat mich tief erschüttert und mir die Entscheidung, ob ich an Addies Stelle Freiheit oder Einsamkeit wählen würde, sehr leicht gemacht. Neben der bedrückenden Vorstellung, sich für immer einsam und spurlos durch die Geschichte zu bewegen wie ein Geist, gingen mir auch einige sehr plastische Schilderungen des Leids, das eine einsame, mittellose und von der Welt vergessene Frau in der grausamen Männerwelt des 18. Jahrhunderts durchmachen muss, sehr nahe. Neben der Schwermut und dem Leid schwebt da zwischen den Zeilen aber auch ein intensiver Hunger nach Leben, eine Begeisterung für das Entdecken von Neuem und das dringliche Gespür für ablaufende Zeit mit, welche mich zugleich angenehm belebt und in Unruhe versetzt, sowie in mir einen sehr starken Lebensdrang ausgelöst haben.


"Vergessen zu werden, denkt sie, ist ein bisschen wie verrückt zu werden. Man beginnt sich zu fragen, was real ist, ob man selbst real ist. Wie kann etwas real sein, wenn sich niemand daran erinnert?"


Auch die Art und Weise, wie hier geschichtliche Ereignisse betrachtet werden, gefällt mir gut. V. E. Schwab erzählt nicht von bunten Abenteuern, Aufeinandertreffen mit schillernden historischen Persönlichkeiten, langen Weltreisen oder anderen Beifall heischenden Fantastereien, wie man sie hier vielleicht erwarten könnte. Stattdessen erzählt sie von einem realistischen Leben, von einer Frau, die sich jeden Schritt hart erarbeiten muss, von nostalgischer Rückkehr zum Heimatort und von vorsichtigen Schritten auf neuem Boden. Geschichtliche Ereignisse sind weniger der Mittelpunkt und mehr der grobe Rahmen dieser charakterzentrierten Erzählung. Im Fokus der Geschichte steht einzig und allein Addie LaRue. Durch die zweigeteilte Erzählweise lernen wir sie zum einen als erfahrene, weltgewandte, durch die Jahrhunderte aber auch abgestumpfte Frau kennen, zum anderen sehen wir ein junges Mädchen mit naiven Träumen, das noch einen weiten Weg vor sich hat. Erst mit zunehmender Seitenzahl verstehen wir gänzlich, was sie von dem einen zum anderen werden lassen hat, was sie auf dem Weg verloren und was dazugewonnen hat. Dabei ist sie mir von Seite zu Seite stärker ans Herz gewachsen. Ihr Hunger auf die Welt, der sie auch nach 300 Jahre und darüber hinaus Dinge finden lässt, an denen sie sich erfreuen kann. Ihre Sturheit und Entschlossenheit, sich weder vom Schatten noch von der Einsamkeit noch der Last der Jahre unterkriegen zu lassen. Und ihre Träume, die zu Ideen, die zu Inspiration, Kunst und Spuren werden - Fest steht, dass ich selten eine so vielschichtige und bewundernswert starke Figur kennengelernt habe!


"An manchen Tagen graut ihr vor der Aussicht auf ein weiteres Jahr, eine weitere Dekade, ein weiteres Jahrhundert. In manchen Nächten liegt sie wach und träumt davon, sterben zu können. Aber dann erwacht sie und sieht das Orangenrosa der Morgendämmerung auf den Wolken oder hört die seufzenden Klänge einer Geige, die Musik und die Melodie, und ihr wird wieder bewusst, wie viel Schönheit es in der Welt gibt. Und sie will nichts davon entbehren."


Neben Addies Entwicklung erzählt "Das unsichtbare Leben der Addie LaRue" auch in zweierlei Hinsicht eine tragische Liebesgeschichte. Zunächst ist da Henry - ein sensibler, manisch-depressiver Buchhändler mit Künstlerseele, welcher im Vergleich zu anderen Liebschaften und vor allem zum Schatten eher blass bleibt, auch wenn er in einigen Kapiteln sogar selbst erzählen darf. Zwischen Addie und Henry mag sich die Liebe nie so recht entfalten, obwohl sich beide aufgrund ihrer wohltuenden Ruhepause von ihren Flüchen zueinander hingezogen fühlen. Bis zum Ende wirken die beiden zwar zufrieden, gar glücklich, aber mehr wie eine freundschaftliche Zweckgemeinschaft als ein wirkliches Paar. Mit dem Schatten, dem Addie den Namen Luc gibt, ist es genau umgekehrt. Mit ihm verbindet sie Leidenschaft, tiefe Gefühle und eine jahrhundertlange Geschichte, ihre Beziehung ist aber vergiftet von ihrem Katz-und-Mausspiel, sodass keiner jemals Ruhe im jeweils anderen finden kann. Letzten Endes wird Addie durch beide Beziehungen geprägt, letztere ist es aber, die die Spannung anheizt und die Handlung voranbringt. Das liegt vor allem daran, dass der Schatten ein sehr interessant gestalteter Charakter ist, der wirkt, als hätte sich die Autorin bis zum Schluss nicht entscheiden können, ob der Schatten nun ein Monster oder ein Liebender ist, oder ob das vielleicht dasselbe bedeuten kann...


"Luc blickt über die Schultern, lächelt fast und dreht sich nur so weit zu ihr um, dass er ihr die Hand reichen kann. Sie stolpert aus der Zelle, in die Freiheit, an seinen Körper. Und einen Moment lang ist da nur seine Umarmung, und er ist massiv und warm, ein Wall gegen die Dunkelheit, und es wäre einfach zu glauben, dass er real ist, ein Mensch ist und ihr Zuhause. Aber dann klafft ein Riss in der Welt auf, und die Schatten verschlingen sie."


Auch wenn die beiden Liebesgeschichten also gegensätzlich erscheinen, haben sie drei Dinge gemeinsam. Erstens ist die Erotik sexy und stilvoll umgesetzt, ohne dass explizite Szenen vorkommen würden. Zweitens gefällt mir sehr gut, dass hier fast alle auftauchenden Figuren queer sind und auch die sonstige Diversität sehr selbstverständlich erscheint (Sofia und ich haben da ein bisschen drüber nachgedacht und sind zu dem Schluss gekommen, dass Geschlechterkategorien wohl keine Rolle spielen, wenn man so lange lebt und nicht Teil der Gesellschaft ist...). Und drittens ist bei beiden Liebesgeschichten von Beginn an klar, dass sie kein gutes Ende nehmen können. Ich habe beim Lesen lange überlegt, welches Ende es für Addie, Henry und Luc geben kann, hatte Angst vor dem Ergebnis und wollte fast nicht beim letzten Kapitel ankommen. Meine Sorge war jedoch unbegründet: was sich die Autorin für den Abschluss ihrer Geschichte überlegt hat ist einfach PERFEKT! Es ist kein Happy End im eigentlichen Sinne, aber auch nicht wirklich Unhappy - einfach ein perfektes, ausgewogenes Chaos zwischen den beiden Polen, welches auch vom Leben hätte geschrieben werden können!

Zum Abschluss noch mein Lieblingszitat (die übrigen tollen Zitate findet ihr gesammelt auf meinem Blog):


"Ihr Leben sei schwer und einsam gewesen, sagt sie, und trotzdem wunderbar. Sie habe Kriege durchlebt und Revolutionen und Wiedergeburten. Sie habe ihre Spur in zahllosen Kunstwerken hinterlassen, wie einen Daumenabdruck auf dem Boden einer Schüssel. Sie habe Wunder erlebt, den Verstand verloren, auf Schneewehen getanzt und sei am Ufer der Seine erfroren. Sie habe sich viele Male in den Schatten verliebt, aber nur einmal in einen Menschen. Und sie sei müde. Unsäglich müde. Aber ganz zweifellos habe sie gelebt. "Nichts ist nur gut oder schlecht", sagt sie. "Dazu ist das Leben viel zu kompliziert." Und dort in der Dunkelheit fragt er sie, ob es das wirklich wert gewesen sei. Wogen die Momente des Glücks die langen Phasen des Kummers auf? Wogen die Momente der Schönheit die Jahre des Leidens auf? Und sie dreht den Kopf, sieht ihn an und antwortet: "Immer."



Fazit:


"Das unsichtbare Leben der Addie LaRue" ist eine ausdrucksstarke, magische Geschichte von zeitloser Schönheit, welche vom atmosphärischen Schreibstil V.E. Schwabs, einer starken Hauptfigur, zwei tragischen Liebesgeschichten und interessanten Gedanken über den Wert eines Lebens, der Liebe und der Kunst lebt. Absolutes Jahreshighlight!

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Veröffentlicht am 06.02.2022

Absolutes Highlight!!

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Frankreich, 1714: Addie Larue lebt in einem kleinen Dorf und möchte nur eines: ein selbstbestimmtes Leben und frei sein. In einem Moment der Verzweiflung schließt die einen Pakt mit dem Teufel - und schon ...

Frankreich, 1714: Addie Larue lebt in einem kleinen Dorf und möchte nur eines: ein selbstbestimmtes Leben und frei sein. In einem Moment der Verzweiflung schließt die einen Pakt mit dem Teufel - und schon bald wird ihr klar das ihre Freiheit viel gekostet hat. Denn niemand kann sich an Addie erinnern. Und so beginnt ihre Reihe durch Jahrhunderte, lernt die Welt kennen und deren Entwicklungen bis sie 2014 in New York auf einen jungen Mann trifft der sich an Addie erinnern kann...
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Von vielen, vielen wird dieses Buch hoch gelobt und als absolutes Highlight betitelt. Tja, deswegen waren meine Erwartungen auch extrem hoch bevor ich begonnen habe zu lesen. V. E. Schwab habe ich zuvor auch noch nie gelesen deswegen war ich doppelt gespannt wie ich dieses Buch finden werde. Und, ja!! Auch ich liebe diese Geschichte!! Obwohl ich anfangs nicht wirklich voran kam, was aber am Zeitmangel lag, habe ich mich sofort in den Schreibstil verliebt!! Für mich war der Stil sehr poetisch und oft extrem tiefgründig! Was natürlich schon mal an Addies Lage abhängt vieles weit unter die Oberfläche geht. Addie lernen wir sehr gut kennen und begleiten Sie auf zwei Zeitebenen durch ihre Geschichte. Natürlich in der Gegenwart aber auch durch die Zeit vom Abkommen ihres Paktes bis zum heute. Ich mochte Addie sofort und sie wird noch lange in meinem Herzen bleiben & ihre ganze Geschichte in meinem Kopf! Circa nach einem Drittel lernt man auch dann Henry, den jungen Mann der sich an Addie erinnern kann, kennen. Leider habe ich mir bald denken können wie die Story dann so grob weiter gehen könnte, was dann auch zum größten Teil so war. Aber das macht nix. Für mich ein absolutes Highlight!! Endlich mal wieder eine andere Geschichte, mit einer anderen Thematik & meiner Meinung nach auch eine Lektüre die man nicht verpassen sollte, egal welches Genre man bevorzugt!!
Absolute Leseempfehlung und bekommt von mir 5 von 5 Sternen!!

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Veröffentlicht am 20.01.2022

Wundervoll!!!

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Wow - ich werde wohl nie die Worte haben, um dieses Buch zu beschreiben - denn das tut es schon selbst. Jedes Wort & jede Seite dieses Buches spricht für sich, und muss gelesen werden! Beim beenden hatte ...

Wow - ich werde wohl nie die Worte haben, um dieses Buch zu beschreiben - denn das tut es schon selbst. Jedes Wort & jede Seite dieses Buches spricht für sich, und muss gelesen werden! Beim beenden hatte ich gerade absolute Gänsehaut und Tränen in den Augen. Es war poetisch, philosophisch und einfach nur wunderschön. Werde wohl noch lange daran zurückdenken, und mich für immer an Addie erinnern! Tut mir einen Gefallen, lest es auch, und erinnert euch mit mir zusammen. Größte Empfehlung!

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Veröffentlicht am 17.01.2022

Absolutes Highlight

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Auf “Das unsichtbare Leben der Addie LaRue” habe ich so hingefiebert, da ich im Amerikanischen Raum viele Gute, aber auch ein paar nicht so gute Meinungen gehört habe und ich mir unbedingt selber ein Bild ...

Auf “Das unsichtbare Leben der Addie LaRue” habe ich so hingefiebert, da ich im Amerikanischen Raum viele Gute, aber auch ein paar nicht so gute Meinungen gehört habe und ich mir unbedingt selber ein Bild davon machen wollte. Der Klappentext hat mich nämlich sehr angezogen und ich wollte mich nicht von den bereits gehörten Meinungen beeinflussen lassen.

Mit dem Buch habe ich mein erstes Buch von V. E. Schwab gelesen. Der Schreibstil konnte mich von Anfang an überzeugen. Ich habe ein paar Seite ngebraucht, um mich an die Perspektive zu gewöhnen, da ich nicht so häufig Geschichten aus der dritten Person lese, aber es hat nicht lange gedauert, bis ich komplett an den SChreibstil gewöhnt war. Ich muss auch sagen, dass der Schreibstil einfach perfekt zur Handlung und zur Geschichte gepasst hat. Der Schreibstil hat alles außergewöhnlicher gemacht und mit ihm konnte V. E. Schwab eine noch magischere Atmosphäre hervorbringen, welche gleichzeitig sehr poetisch war. Das Wordbuilding von V. E. Schwab ist einfach genial. Sie schafft es Emotionen so hervorragend rüberzubringen, dass ich die Angst, Sorgen, Gefahren und auch Glücksmomente der Personen spüren konnte und total nachvollziehen konnte. Die Geschichte ist auf eine etwas andere Art spannend, die ich hier nicht näher beschreiben möchte, da ich ansonsten spoilern könnte. Aber trotz dessen war die Geschichte total fesselnd und hat mich nicht mehr losgelassen. Ich wollte immer wissen, wie es mit Addie weitergeht und habe sie und ihre Geschichte mit großem Interesse verfolgt.

Die Geschichte von Addie wird in unterschiedlichen Zeitsträngen erzählt. Der eine Zeitstrang beginnt mit der Kindheit von Addie im Jahr 1714 in Frankreich. Wir erleben ihre Geschichte im Verlauf der Zeit und verfolgen mit Addie viele wichtige geschichtliche Höhepunkte in den darauffolgenden Jahren. V. E. Schwab hat nichts verharmlost, sondern auf eine tolle Art und Weise die Grausamkeiten der jeweiligen Zeiten erzählt. Das hat die ganze Geschichte sehr authentisch gemacht, denn Addie bringt diese Gefahren als Frau deutlich rüber. Der andere Zeitstrang beginnt im Jahr 2014 in New York, wo Addie Henry kennenlernt. Zu diesem Zeitstrang möchte ich gar nicht so viel sagen, denn die Geschichte ist so speziell, dass ich auch hier spoilern könnte. Addie selbst ist eine unglaubliche Frau. Seit ihrem Deal mit dem Teufel lebt sie für immer, aber keiner kann sich an sie erinnern. Sie ist eine so starke Frau, die mit 300 Jahren schon sehr viel Lebenserfahrung hat. Sie hat so viel erlebt, wird allerdings nicht glücklicher dadurch. Ich konnte ihr so direkt anmerken, dass sie unzufrieden mit ihrem Leben ist, es aber nicht aufgeben wird, da sie den Teufel nicht gewinnen lassen möchte. Addie und Henry sind sehr authentisch gezeichnet. Die Autorin konnte mich emotional berühren und besonders durch die Mischung aus Gegenwart und Vergangenheit faszinieren. Ich hatte das Gefühl, Addie im Verlauf der Geschichte immer mehr zu verstehen und sie besser kennenzulernen, da wir Leser ihre Entwicklung miterleben dürfen. Neben Addie und Henry ist auch Luc eine Hauptperson, die ich super interessant fand. Alle Charaktere sind so unterschiedlich und alle außergewöhnlich.

So eine Geschichte habe ich noch nie gelesen. Mit “Das unsichtbare Leben der Addie LaRue” konnte mit V. E. Schwab so dermaßen begeistern, ihr MÜSST dieses Buch lesen. Es ist definitiv ein Highlight geworden und ich kann nicht anders, als dem Buch ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Sterne zu geben.

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Veröffentlicht am 09.01.2022

Addies Geschichte ist einzigartig

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Ich habe das Buch beendet und bin platt. Es hat wirklich lange gedauert, bis ich das Buch in die Hand genommen habe, jetzt war der richtige Zeitpunkt und ich habe mich in die Geschichte verliebt.

Erstmal ...

Ich habe das Buch beendet und bin platt. Es hat wirklich lange gedauert, bis ich das Buch in die Hand genommen habe, jetzt war der richtige Zeitpunkt und ich habe mich in die Geschichte verliebt.

Erstmal zum Cover. Als ich gesehen haben, dass das Buch im Deutschen erscheinen wird, habe ich mich mega gefreut und mich bei dem Cover nicht wirklich gestört. Es war nichts besonderes und da mir zu dem Zeitpunkt nicht klar war, wieso die englischen Cover so aussehen, wie sie es tun, habe ich es akzeptiert. Jetzt, nachdem ich Addie beendet habe, finde ich das Cover schrecklich. Ich würde es nicht als hässlich beschreiben, aber es passt so gar nicht zur Geschichte.
Und meiner Meinung nach liegt es auch in der falschen Abteilung im Buchladen. Klar, es hat Fantasy Elemente, aber man könnte die Zielgruppe extrem erweitern, wenn man das Cover und den Platz im Geschäft ändern würde. Das Übernatürliche ist der Ausschlaggebende Grund, wieso Addies Leben so ist, wie es ist, aber es ist ja nicht so, als würde sie gegen Drachen kämpfen.
Es gibt bestimmt viele Menschen, die sich für die Geschichte begeistern würden, das Buch aber nie finden werden, weil sie einen Bogen um die Fantasy Abteilung machen.

Addis Geschichte ist einzigartig. Nach dem ersten Kapitel war ich noch etwas skeptisch. Aber dann bin ich Addie verfallen. Die Reise durch die Zeit, das Leiden, die Abenteuer. Wie sich Addie in der Kunst verewigt, wie ich sie letztlich nicht vergessen kann, obwohl das ihr Fluch ist. Und dann die drei Worte „Ich erinnere mich“.
Ich hatte eine Vorahnung. Meine Vorahnung hat sich bestätigt und ich habe es noch mehr geliebt. Die Geschichte ist so durchdacht, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Jeder der Charaktere war besonders auf seine eigene Art. Ich mochte alles an ihnen, und sogar Luc hat mein Herz erobert. Addie war von Anfang an eine Träumerin, aber hat sich durch die Jahrhunderte gekämpft. Besonders die Sprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart haben mir sehr gut gefallen. Meiner Meinung nach, hätte man das Buch nicht besser machen können. Hätte man von Anfang an ihre Reise begleitet, hätte man bestimmt das Interesse verloren. So wollte man aber immer wissen, was gerade passiert und dann wie es ihr in der Vergangenheit ergangen ist.

Der Schreibstil ist für mich Poesie. V. E. Schwabs Art Dinge zu beschreiben ist ganz besonders und ich habe mir so viele Sätze markiert, einfach, weil sie so wahr sind oder mir mit ihrer Aussage unter die Haut gegangen sind.

Und das Ende habe ich geliebt. Auch wenn es geschmerzt hat, so ist das Buch genau das geworden, was ich mir erhofft hatte und dennoch nicht vorstellen konnte.

Das unsichtbare Leben der Addie LaRue hat mich auf eine besondere Art berührt und ich jedem das Buch ans Herz legen.

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