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Veröffentlicht am 13.03.2022

Ein toller Auftakt und die Reihe hat auf jeden Fall sehr viel Potenzial!!!

Das Rad der Zeit 1
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Das Rad der Zeit ist eine etwas ältere Reihe, die meine Aufmerksamkeit durch ihre Serie auf sich ziehen konnte. Deswegen war ich sehr neugierig auf die Geschichte.
Der Schreibstil und das Layout sind speziell. ...

Das Rad der Zeit ist eine etwas ältere Reihe, die meine Aufmerksamkeit durch ihre Serie auf sich ziehen konnte. Deswegen war ich sehr neugierig auf die Geschichte.
Der Schreibstil und das Layout sind speziell. Am Anfang habe ich ein paar mehr Seiten zum Hereinkommen gebraucht, weil Robert Jordan sehr viel beschreibt, die Charaktere einführt (von denen es sehr viele gibt) und dem Lesenden einen ersten Eindruck von der Welt vermittelt. Die Handlung blieb ruhig, gemächlich, erinnerte mich ein wenig an Tolkien. Meine Skepsis wuchs, bis plötzlich der Knoten geplatzt ist, die Handlung endlich in Gang kam und ich mich kaum von den Seiten lösen konnte. Rand, Matt, Perrin, Egwene, Thom und Nynaeve sind als Protagonisten nicht immer einfach, aber ich musste sie neben Lan und Moiraine in mein Herz schließen. Bereits in diesem ersten Band haben sie sich deutlich weiterentwickelt.
Rückblickend haben wir die ersten Seiten gebraucht, um die Grundlagen, die Charaktere, die Ausgangssituation und in Ansätzen das Magiesystem zu verstehen, das sicher in den weiteren Bänden noch weiter ausgeführt werden wird, genauso wie so manche Charaktere, die nur ganz am Rande vorgekommen sind.
Denn diese Reihe hat unglaublich viel Potenzial, Magie, Komplexität, Möglichkeiten, Wesen, Entwicklungspotential der Charaktere und mehr. Besonders auch auf die Liebesgeschichten bezogen, die hier nur gaanz am Rande initiiert werden.

Insgesamt ein guter Auftakt, der Lust auf mehr macht, zeigt wie viel Potenzial auch ältere Reihen haben können und sich nach einem etwas schweren Anfang doch noch in eine sehr interessante, lesenswerte Geschichte entwickelt. Ich vergebe 4/5 Sterne, Tendenz steigend.

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Veröffentlicht am 13.03.2022

Tolle Grundidee, leider für mich ein wenig zu unausgereift...

Lady of the Wicked
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Lady of the Wicked hat alles, was eine gute Geschichte braucht. Einen tollen Schreibstil, eine coole Grundidee und Charaktere, die es in sich haben, nicht moralisch schwarz oder weiß sind, sondern etwas ...

Lady of the Wicked hat alles, was eine gute Geschichte braucht. Einen tollen Schreibstil, eine coole Grundidee und Charaktere, die es in sich haben, nicht moralisch schwarz oder weiß sind, sondern etwas dazwischen. Von dieser Perspektive wurde ich definitiv nicht enttäuscht, leider konnte mich die Umsetzung insgesamt nicht ganz überzeugen.
Denn die Geschichte bleibt an vielen Stellen blass und unausgearbeitet. Die Grundidee ist toll. Ich liebe die Idee mit den Wicked, Aufgaben, Morden, Städten, die miteinander verbunden sind (z. B. New Orleans, Babylon), Schattenwesen und einer Protagonistin, die nicht sofort auf die Knie fällt, wenn ihr jemand Avancen macht. Darcia war besonders, genauso wie Val und die dritte Perspektive, aber ich hatte immer wieder das Gefühl sie gar nicht zu kennen. Wir erfahren nichts bzw. wenig, sodass es mir oft schwergefallen ist mich wirklich in die Geschichte zu fühlen. Besonders die dritte Perspektive ist kaum existent. Mir fehlen Szenen, Interaktion, Emotionen, die Autorin hat ihr einfach viel zu wenig Raum gegeben, um sich zu entfalten. Ich hätte gerne mehr über Babylon erfahren und nicht nur die Schnipsel, die sie uns hingeworfen hat.
Auch die Beziehung zwischen Darcia und Valens, zwischen ihr, ihrem Widersacher und ihrer Aufgabe gingen mir alle zu schnell. Zu schnell abgehandelt, kaum richtige Gefahr, kaum Szenen, in denen ich mir "Omg" gedacht und gebangt habe und genau das ist es doch, was ich haben möchte. Ich möchte mitleiden, lachen, weinen, fühlen, alles erleben, was unsere Held*innen erleben und das hat mir gefehlt, das hat die Geschichte schwächer in meinen Augen gemacht, als sie wirklich war.
Das Ende konnte in meinen Augen kaum etwas herausholen, ich wusste, worauf es hinausläuft, trotzdem würde ich noch Band 2 lesen, um zu sehen, wohin es führt, wie es weitergeht, wie die Fäden ineinanderlaufen. Ich habe schon stärkere Geschichten über Hexen gelesen, aber diese ist trotzdem lesenswert. Meine Buddyreadpartnerin hat der Geschichte z. B. 5 Sterne gegeben, Empfindungen sind sehr subjektiv.
Ich vergebe 3,5/5 Sterne. Potenzial und eine gute Grundidee hatte die Geschichte auf jeden Fall.

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Veröffentlicht am 13.03.2022

Interessanter Anfang, leider konnte der Rest nicht überzeugen...

Soulbird - Die Magie der Seele
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Kennt ihr die Geschichten, die ihr unbedingt lieben wollt, weil ihr das Cover liebt, der Klappentext förmlich euren Namen schreit, genauso wie die Thematik, aber es einfach nicht sein soll?
Soulbird war ...

Kennt ihr die Geschichten, die ihr unbedingt lieben wollt, weil ihr das Cover liebt, der Klappentext förmlich euren Namen schreit, genauso wie die Thematik, aber es einfach nicht sein soll?
Soulbird war leider genau so ein Kandidat. Das Cover ist ein absolutes Träumchen, genauso wie der Klappentext, der mit der Traumthematik, der parallelen Stadt und den Nachtschwalben meinen Namen ruft. Der Anfang liest sich noch relativ gut, es wird sehr viel angeteasert, der Schreibstil lässt sich wunderbar lesen und ich bin förmlich durch die Seiten geflogen. Alice war nicht unbedingt meins, sie war mir ein bisschen unbedarft und Crowley ein bisschen zu Mister "Warum rennst du einfach weg, wenn ich plötzlich in deinem Zimmer auftauche, ich will dir nur helfen, aber bin sehr unnahbar". Die Handlung ging weiter, aber wirklich diesen einen Moment, in dem es Klick gemacht hat, hatte ich nicht. Die Autorin initiiert weitere Charaktere und versucht Spannung und eine abwechslungsreiche Handlung aufzubauen, aber um ehrlich zu sein, waren mir die Charaktere zu schwach ausgebaut und ich habe immer mehr den roten Faden verloren. Die Geschichte wollte auf der einen Seite zu viel auf einmal, auf der anderen ist relativ wenig passiert. Ich hatte viel höhere Erwartungen, aber meine Enttäuschung wurde immer größer. Es sagt sicher auch viel darüber aus, dass ich es min. 2 Wochen pausiert hatte, weil ich keine Lust mehr hatte...
Insgesamt waren meine Erwartungen scheinbar zu hoch, das Ende versucht noch ein wenig herauszuholen, aber mich wirklich auffangen konnte es leider nicht. Die Charaktere zu blass, der rote Faden durchtrennt. Nichtsdestotrotz haben mir der Anfang und der Schreibstil gut gefallen. Ich würde gerne eine bessere Bewertung abgeben, aber leider kann ich nur 2,5/5 Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 13.03.2022

Eine niedliche Geschichte für Zwischendurch...

Flüsterwald - Das Abenteuer beginnt (Flüsterwald, Staffel I, Bd. 1)
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Bookbeat läuft bei mir momentan wieder hoch und runter, besonders wenn ich zu müde zum Lesen, aber noch nicht müde genug zum Schlafen bin. An mehreren Abenden durfte mich der erste Band der Flüsterwald ...

Bookbeat läuft bei mir momentan wieder hoch und runter, besonders wenn ich zu müde zum Lesen, aber noch nicht müde genug zum Schlafen bin. An mehreren Abenden durfte mich der erste Band der Flüsterwald Reihe von Andreas Suchanek begleiten.
Ich habe schon so viel von ihm gelesen, deswegen weiß ich, dass ich seine Geschichten mag.
Auch Flüsterwald hat mir vom Schreibstil sehr gut gefallen. In diesem Fall war es ein wenig kindlicher und einfacher von der Sprache, aber passend für ein Kinderbuch für unter 10-Jährige. Ich hatte definitiv Spaß mit der Geschichte, sie ist schön für Zwischendurch, aber ich habe definitiv gemerkt, dass sie sehr kurz ist. Soweit ich es im Kopf habe, hat sie unter 300 Seiten. Ein paar mehr Szenen hätten gerne ein bisschen mehr ausgearbeitet sein können, genauso wie die Charaktere rund um Lukas, seiner Familie und seinen neuen Freunden, aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Wäre ich in dem Alter, wäre es sicher ein Highlight für mich geworden. Das Abenteuer war relativ spannend, die Geheimnisse interessant und die Freundschaft, die sich zwischen Lukas und seinen Kamerad*innen aufbaut war auch süß und herzerwärmend.
Die restliche Reihe werde ich nicht direkt weiterhören, aber vllt. in der nächsten Klausurenphase, wenn ich etwas mit Herz und einer tollen Freundschaft brauche, das kurzweilig ist und bei dem es auch nicht schlimm ist, wenn man den Sleeptimer vergisst und mittendrin wieder aufwacht.
Wenn ihr Kinder seid oder selbst gerne Kinderbücher lest, dann schaut euch diese Reihe gerne an.
Ich vergebe 3/5 Sterne, es war zwar süß und interessant, aber ich brauche ein bisschen mehr als das. Mehr Szenen, mehr Interaktion, mehr Dialoge...

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Veröffentlicht am 13.03.2022

Emotionen, Schmerz, Liebe, Familie und Freundschaft...

Vom Ende der Einsamkeit
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Jules und die Geschichte seiner Geschwister ist besonders. Eine Achterbahn der Gefühle: Trauer, Wut, Hoffnungslosigkeit, Vertrauensverlust, Einsamkeit, Tod, Krankheit, Entfernungen, Entfremdung, aber auch ...

Jules und die Geschichte seiner Geschwister ist besonders. Eine Achterbahn der Gefühle: Trauer, Wut, Hoffnungslosigkeit, Vertrauensverlust, Einsamkeit, Tod, Krankheit, Entfernungen, Entfremdung, aber auch Hoffnung, Freundschaft, Liebe, Geschwisterliebe und viele Gedankenblasen und Momente, in denen ich träumen konnte.
Benedict Wells Schreibstil liest sich leicht, klar, wie Wasser, das sich langsam flüsternd einen Weg bahnt. Ich habe viele Passagen markiert, mit Jules mitgelitten, aber auch auch sein Leben verfolgt von seiner Kindheit, über seine Internatszeit bis er Mitte vierzig ist. Ich hatte Zweifel, ob mich die Geschichte als eingefleischte Fantasyleserin begeistern kann, aber das konnte sie. Wells zeigt, dass man nicht immer laut sein muss, sondern auch die leisen Töne, die Träume gehört werden. Trotz der teils schwierigen und traurigen Thematik habe ich mich sehr wohlgefühlt, als würde mich Wells in eine kuschelige Decke einpacken oder als würde mich eine geliebte Person umarmen, weil es mir nicht gut geht und es mir sofort danach besser geht. Das Ende war bittersüß, aber ich glaube kaum, dass ein anderes Ende besser gepasst hätte. Passend zu diesem wunderschönen Zitat, das ich euch herausgesucht habe:

""Am wichtigsten ist, dass du deinen wahren Freund findest, Jules. [...] Dein wahrer Freund ist jemand, der immer da ist, der dein ganzes Leben an deiner Seite geht. Du musst ihn finden, das ist wichtiger als alles, auch als die Liebe. Denn die Liebe kann vergehen."" (S. 33)

Ich vergebe 4/5 Sterne und ich kann euch diese bittersüße Geschichte nur empfehlen.

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