Wenn in einer Welt nur noch magisch vererbte Talente gelten
Kiss of the NightingaleEinst hatten Cleodora und ihre Schwester Ann ein gutes Leben. All das änderte sich, als das Talent ihres Vaters gute Kleidung zu kreieren nicht mehr ausreicht, um sich gegen eine Konkurrentin durchzusetzen. ...
Einst hatten Cleodora und ihre Schwester Ann ein gutes Leben. All das änderte sich, als das Talent ihres Vaters gute Kleidung zu kreieren nicht mehr ausreicht, um sich gegen eine Konkurrentin durchzusetzen. Als dann eines Tages die Leiche des Vaters aus dem Fluss gezogen wird, war es das mit dem guten Leben der beiden.
Verzweifelt versucht sie einen Weg zu finden ihre sterbenskranke Schwester retten zu können. In ihrer Verzweiflung möchte sie nur ein Schmuckstück stehlen, ohne zu ahnen, was sie damit los tritt. Sie wird erwischt und zu der berüchtigten Madame Dahlia gebracht. Diese überträgt Cleo die Gabe einer Opernsängerin und über Nacht ändert sich ihr ganzes Leben. Dafür soll sie aber auch einen hohen Preis zahlen. Wenn Madame Dahlia es erwartet, soll Cloe anderen Menschen ihr Talent stehlen.
Die Idee fand ich spannend. Eine Welt in der es einst magische Steine gab und man so ein Talent bekam. Da es keine neuen Steinem mehr gibt, sind die alten Talente umso wertvoller. In dieser Welt ist man nur angesehen, wenn man ein Talent besitzt bzw. es vererbt bekommt.
Leider konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen. Ich bekam einfach keinen Zugang zu Cleo. Mehrheitlich konnte ich ihr Verhalten nicht verstehen und sie war mir zu einfältig.
Cleo tat mir anfangs leid, wie schwer es für sie und ihre Schwester ist. Dann konnte ich aber nicht wirklich verstehen, wie sie sich in dieser neuen Welt so verlieren kann, wie sie ihre Schwester einfach zurück lassen kann. Sie redet sich ein alles zum Wohl ihrer Schwester zu tun, aber in Wahrheit verliert sie sich im Glanz des neuen Lebens, das sich ihr bietet. Ich fand sie auch sehr naiv. Mir was es etwas zu naiv, da mir von Anfang an klar war, das einiges nicht mit rechten Dingen zugeht bzw. wer ein falsches Spiel spielt und sie hat so lange gebraucht hinter den Schein zu blicken.
Was ich gar nicht verstehen konnte ist, dass man ihr das Gesangstalent vererbt hat, obwohl sie keinerlei Ahnung über Musik oder Gesang hatte. Dass sie ihre neue Rolle überzeugend spielen kann, hätte sie meiner Meinung nach ganz anders eingeführt werden müssen.
Auch nicht überzeug konnte mich wie angezogen sie auf der einen Seite von Dahlia war. Die hat sie nur manipuliert. Als dann noch eine Dreiecksgeschichte daraus wurde, als sie auch für ihr Opfer Vicomte Lenoir Gefühle entwickelt, fand ich es noch weniger überzeugend.
Vicomte Lenoir fand ich dagegen von Anfang ein einen tollen Charakter und er überzeugt mich sehr, da er einfach sich selbst treu bleibt. Er kommt arrogant rüber, aber in Wahrheit schert er sich wenig um Ansehen und Stand und das nur wer ein Talent besitzt hoch angesehen wird. Für ihn zählt können.
Da ich mir vom Roman einfach mehr erwartet hatte, konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen und irgendwann fing ich dann nur noch an die Handlung zu überfliegen.
Ann wie sie an ihren Überzeugungen festhält hat mir gut gefallen und als Cloe erkennt, wie falsch alles ist hat mir dann auch wieder gut gefallen. Daher fand ich das Ende dann wieder gut.