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Veröffentlicht am 18.07.2025

Weniger das Leben einer Bäuerin, als die Biographie einer 4-fachen Mutter

Die Frau des Farmers
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Inhaltsangabe Verlag:
Vor der Morgendämmerung genießt Helen Rebanks die wenigen Minuten der Ruhe bei einer Tasse Tee, bevor ihr Mann und ihre vier Kinder im Haus herumwirbeln. Es gibt auch sechs Schäferhunde, ...

Inhaltsangabe Verlag:
Vor der Morgendämmerung genießt Helen Rebanks die wenigen Minuten der Ruhe bei einer Tasse Tee, bevor ihr Mann und ihre vier Kinder im Haus herumwirbeln. Es gibt auch sechs Schäferhunde, zwei Ponys, 20 Hühner, 50 Rinder und 500 Schafe zu versorgen. Helen Rebanks ist Bäuerin. In einzigartiger Weise erzählt »Die Frau des Farmers« vom Leben einer Frau auf einem modernen Bauernhof im malerischen Lake District Englands.
Als junges Mädchen träumte Helen Rebanks von einem Leben als Künstlerin. Auf keinen Fall wollte sie wie ihre Mutter und Großmutter das Leben einer Bäuerin führen. Sie verlässt die Familie, studiert Kunst, sucht eigene Wege – und doch kommt es anders: Heute sitzt sie auf ihrem eigenen Gehöft und betreibt mit ihrem Mann James Rebanks eine große Farm. Traditionell wird die Stellung der Bäuerin als Nebenrolle gesehen: immer da, aber doch im Hintergrund. Doch ohne die Frauen geht es nicht. Eingebettet in Erinnerungen erzählt Helen Rebanks von ihrem Leben an einem Tag: von der Entscheidung doch ein Landleben zu führen, der Organisation des Haushalts und der Familie, der Verwaltung eines modernen Hofes, von ihrer Liebe zum Kochen und zu den Tieren, der großen Verbundenheit zur Natur und von der Bedeutung und Herkunft unserer Nahrung. Authentisch und ergreifend ist dies die Geschichte eines verborgenen Lebens, das alles zusammenhält, und eine Hommage an alle Landfrauen.
Mit zahlreichen, wunderschön illustrierten Familienrezepten

Meine Inhaltsangabe:
In fünf Abschnitten unterteilt erzählt Helen Rebanks von ihrem Leben. Angefangen mit ihrer Kindheit, über die Jugend, Studium, das Kennenlernen ihres heutigen Mannes, die Geburt ihrer vier Kinder und ihr Mutterdasein. Zwischendurch gibt es viele Rezepte (54 an der Zahl) zum Kochen und Backen sowie am Ende folgende Listen:
- Haltbares für die Vorratskammer
- Haltbares für den Kühlschrank
- Für das Gefrierfach
- Gerichte, die uns kein schlechtes Gewissen machen sollten
- Kreative Ideen fürs Pausenbrot
- Einfache Studentenküche
- Lieblingskochbücher
- Nahrhafte Gerichte, die der Selbstfürsorge dienen
- Gerichte, wenn ich im Überlebensmodus bin

Erster Satz: »Der Hahn kräht.«

Mein Eindruck:
Ich habe aufgrund Titel und Klappentext etwas völlig anderes erwartet. Ich dachte, ich erfahre hier was vom Leben auf der Farm, der täglichen Arbeit mit den Tieren, auf den Feldern und was noch so dazu gehört. Stattdessen bekomme ich eine Autobiographie der Autorin, angefangen bei ihrer Kindheit bis zu ihrem Leben als 4-fache Mutter. Ich erfahre, welche Probleme in ihrer Herkunftsfamilie bestanden, wie sie ihren Mann kennengelernt und was sie in ihrer Studienzeit gemacht hat, wie sie mit finanziellen und Eheproblemen zu kämpfen hat, wie sie jedes einzelne ihrer vier Kinder zur Welt gebracht hat und wie sie ihren Alltag als verheiratete Frau und Mutter von vier Kindern erlebt, die ein bisschen auf der Farm mithilft (vor allem Verwaltungsaufgaben). Das ist mir absolut zu viel des persönlichen Lebens einer unbekannten Frau. Zudem beschreibt sie alles in einer Detailverliebtheit, die ihresgleichen sucht. Ich muss nichts darüber lesen, welche einzelnen Handgriffe (also wirklich jeden einzelnen!) sie unternimmt, wenn sie morgens aufsteht und anfängt, das Haus auf Vordermann und die Kids schulfertig zu machen. Von der Arbeit auf der Farm hingegen erfahre ich fast nichts. Zusammengefasst wird hier das Leben als Hausfrau, Mutter und Ehefrau thematisiert mit minikleinen Abstechern zu Themen wie gesunde Ernährung und regenerative Landwirtschaft. Wenn es nur nach dem geht, was ich erwartet habe, bin ich bei 2 Sternen. Löse ich mich von meinen Erwartungen und lese unvoreingenommen, dann lande ich bei 4 Sternen, weil der Schreibstil trotz aller Ausführlichkeit dennoch sehr gut zu lesen ist. Ich nehme die goldene Mitte und vergebe 3 Sterne. Die Rezepte sind toll, es gibt ein paar wenige s/w-Illustrationen, die sehr hübsch sind, die „hilfreichen Listen“ hinten im Buch hätte ich nicht gebraucht. Wer etwas über das Leben auf einer Farm in England erfahren möchte, sollte nicht zu diesem Buch greifen. Wer gerne detaillierte Beschreibungen eines eigentlich ganz normalen Lebens liest, liegt hier richtig.

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  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 13.07.2025

Unterhaltsamer CosyCrime mit Hand und Fuß

Was früher blüht, ist länger tot
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Inhaltsangabe Verlag:
»Humbleham soll schöner werden!« Der Ort im Herzen von Rutland will unbedingt den begehrten Preis »Rutland in Bloom« für das schönste Dorf im County gewinnen. Doch unmittelbar vor ...

Inhaltsangabe Verlag:
»Humbleham soll schöner werden!« Der Ort im Herzen von Rutland will unbedingt den begehrten Preis »Rutland in Bloom« für das schönste Dorf im County gewinnen. Doch unmittelbar vor dem Besuch der Jury kommt der Wirt des örtlichen Pubs bei einem schrecklichen Unfall ums Leben. Während Dorfpolizistin Helen Franklin noch klärt, wie es dazu kommen konnte, wird ein Jurymitglied auf offener Straße erschossen.
Das ruft Scotland Yard auf den Plan: Ausgerechnet Ben Baxter, mit dem Helen einmal liiert war, soll den Mord an dem Politiker aufklären. Und es ist nicht der letzte Todesfall inmitten der blühenden Pracht – offenbar will jemand den Sieg Humblehams um jeden Preis verhindern. Erst als sich Helen und Ben zusammenraufen, kommen sie einer perfiden Verschwörung auf die Spur, die sie zurück in die Vergangenheit führt ...
Ein wunderbar britischer Krimi – ein wenig skurril, witzig, voller Pointen und unerwarteter Wendungen!

Meine Inhaltsangabe:
Helen hat sich von der Londoner MET in ihr Heimatdorf versetzen lassen, füllt dort die Rolle der Dorfpolizistin aus und umsorgt ansonsten ihre Mutter nach einem Schlaganfall. Die Vorbereitungen für den Wettbewerb um das schönste Dorf laufen auf Hochtouren, die Jury ist vor Ort, da wird der Wirt des Pubs tot aufgefunden. Ein Dartpfeil steckt in seinem Genick. Helen ermittelt, unterstützt von Kollegen der MET. Als dann am selben Tag auch noch ein Jurymitglied erschossen wird, bei dem es sich um ein Mitglied des Parlaments handelt, ruft das das Scotland Yard auf den Plan. Ausgerechnet Helens Ex Ben übernimmt den Fall. Helen fühlt sich nicht wohl dabei, weiß aber ihre Professionalität zu wahren. Und tatsächlich schaffen die beiden es, wie früher zusammenzuarbeiten und eine Spur nach der anderen aufzudecken. Spätestens bei der 3. Leiche ist klar: die Fälle hängen zusammen und dem Mörder muss schnell das Handwerk gelegt werden.

Erster Satz: »Sie haben da was.«

Mein Eindruck:
Das Cover gefällt mir sehr gut und man erkennt auch direkt, dass es ich um einen CosyCrime handelt. Der glänzt mit dem Setting eines beschaulichen, hübschen englischen Dörfchens, welches in mir sofort Fernweh auslöste und mit bildhaft beschriebenen Charakteren, die ich mir perfekt vorstellen konnte. Mir gefällt, dass hier nichts an den Haaren herbeigezogen ist, sondern alles Hand und Fuß hat. Sei es die Tötungsarten (vor allem der Mord am Wirt, super perfide) oder auch die Ermittlungen im Zusammenspiel mit mehreren Instanzen und dem dazugehörigen Kompetenzgerangel. Die Auflösung fand ich super gelungen, mit meinen Verdächtigungen lag ich bis zuletzt falsch. Ich bin froh, dass das Verhältnis zwischen Helen und ihrem Ex nicht ausufernd Thema war, sondern eher am Rand mitspielte und die Story nur ergänzte und nicht dominierte. Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut zu lesen, so dass es nicht wundert, dass ich in Nullkommanichts durch das Buch durch war. Die Hauptfigur Helen war mir teilweise zu ambivalent gezeichnet (einerseits total selbstbewusst in Job und Leben, dann wieder sehr schwach und kindlich, was ihre Vergangenheit in London betrifft und ihre aktuelle Beziehung zu ihrer sehr fordernden Mutter). Fazit: ein kurzweiliger, durchdachter Krimi für Fans englischer CosyCrimes, die nicht ganz so weichgespült sind. Von mir sehr gute 4/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 12.07.2025

Liebe ist die Antwort auf (fast) alles!

Eine magische Umarmung
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Inhaltsangabe Verlag:
Was passiert, wenn ein kleines Drachenmädchen wütend wird? Sie flammt rot glühend auf ... und Dinge werden verbrannt. Anschließend fühlt sie sich traurig, schuldig und einsam. Durch ...

Inhaltsangabe Verlag:
Was passiert, wenn ein kleines Drachenmädchen wütend wird? Sie flammt rot glühend auf ... und Dinge werden verbrannt. Anschließend fühlt sie sich traurig, schuldig und einsam. Durch diese liebenswerte Figur erforscht Eine magische Umarmung das mächtige Gefühl von Wut und zeigt, wie sie uns und alle, die wir lieben, beeinflusst. Aber Eine magische Umarmung bietet auch eine liebevolle und einfache Lösung: Umarme deine Wut! Diese wichtige Botschaft vermitteln die einzigartigen Illustrationen von Fifi Kuo jüngeren Kindern, die versuchen, ihre Gefühle zu verstehen. Anstatt Bewältigungsstrategien zu vermitteln, wird in dieser Geschichte eine Umarmung als tröstende Maßnahme eingesetzt, die einen emotionalen »Reset« ermöglicht.

Meine Inhaltsangabe:
Der kleine Dino ist wütend. Auch wenn er gar nicht weiß, warum, steigert sich seine Wut immer weiter und verbrennt alles um ihn herum und ihn selbst auch. Als es vorbei ist, ist der kleine Dino sehr traurig und unglücklich und fühlt sich schlecht. Doch seine Familie begegnet ihm mit Liebe und zieht ihn und seine Wut in eine magische Umarmung und schafft es, dass der kleine Dino wieder ganz er selbst ist.

Erster Satz: »Ich bin so wütend… doch ich weiß nicht, warum.«

Mein Eindruck:
Wie man mit so wenig Text und so einfachen, kindlichen Illustrationen so viel ausdrücken kann, ist schon enorm! Fifi Kuo arbeitet mit Farben und drückt mit ihnen die hier herrschenden Emotionen aus. Zunächst ist der kleine Dino hell und es zeigen sich nur ein paar Wutrauchkringel, doch je mehr er sich hineinsteigert, desto roter wird er und spuckt gewaltiges Feuer. Der tieftraurige Dino nach dem Ausbruch ist ganz schwarz und geknickt. Erst die magische Umarmung, die Liebe, die seine Familie ihm entgegenbringt, lässt ihn wieder grün, also er selbst werden. Ein Buch, das kleinen Kindern hilft, so ein großes Gefühl wie Wut zu verstehen und ihnen aufzeigt, dass ein Wutausbruch nicht nur einem selbst schadet, sondern auch alle anderen, die wir lieben, verletzen kann. Und wie wichtig es ist, dieses Gefühl anzunehmen und es quasi zu umarmen. Denn so eine Umarmung wirkt manchmal Wunder und schafft es, sich gefühlsmäßig wieder zu erden. Und bestenfalls können Eltern und Kinder danach von der Wut losgelöst über das sprechen, was gerade passiert ist. Mir gefällt das Buch ausgesprochen gut, da der sehr kindgerechte Text und die ganz schlichten, schnörkellosen Bilder perfekt gerade für die ganz kleinen Kids sind. Eine Empfehlung für alle Eltern, die daheim ein kleinen Wutdino haben und sich mit ihm gemeinsam mit seiner Wut auseinandersetzen wollen. Auch für Kitas oder Kindergärten sehr zu empfehlen. 5/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 06.07.2025

Wenn Oma plötzlich dement wird – einfühlsames, aber auch humorvolles Buch über ein Thema, das uns alle treffen kann

Oma Helga, die Außerirdischen und ich
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Inhaltsangabe Verlag:
In dieser bezaubernden Geschichte verschwindet Leos geliebte Oma Helga ausgerechnet in der magischen Sternschnuppennacht. Als sie zurückkehrt und von rätselhaften Erinnerungslöchern ...

Inhaltsangabe Verlag:
In dieser bezaubernden Geschichte verschwindet Leos geliebte Oma Helga ausgerechnet in der magischen Sternschnuppennacht. Als sie zurückkehrt und von rätselhaften Erinnerungslöchern berichtet, beginnt Leo, als Detektiv auf Spurensuche zu gehen. Doch die außerirdischen Entführer, die Omas Erinnerungen gestohlen haben, sind ziemlich gerissen!
Leo steht vor der Herausforderung, Kapitän Langrüssel und seine Crew zu überlisten – und das ausgerechnet mit der Hilfe von Hannah, die er nicht gerade als Freundin betrachtet. Als Oma Helga erneut verschwindet, lernt Leo eine wertvolle Lektion über die Bedeutung von Freundschaft und Zusammenhalt.
Dieses liebevoll erzählte Buch beleuchtet auf einfühlsame Weise, wie wichtig es ist, sich um Menschen mit Demenzerkrankung zu kümmern und wie wertvoll echte Freundschaft ist.
Ein Muss für alle, die anpackende Geschichten und tiefe Emotionen lieben, die gern Geschichten vorlesen und gemeinsam auf dem Sofa kuscheln und für all die, die ihren kleinen Zuhörer/innen kindgerecht erklären möchten, was Demenz bedeutet.

Meine Inhaltsangabe:
Der 9jährige Leo liebt seine Oma, sie ist immer für ihn da, hört ihm zu, backt seine Lieblingskuchen und verbringt auch schon mal eine Nacht mit ihm unter freiem Himmel im Garten. In genau so einer Nacht verschwindet Oma plötzlich. Als sie wieder da ist, ist sie anders als vorher und sie erzählt von Löchern in ihrem Kopf. Leo, der Star Wars über alles liebt, denkt sofort an Außerirdische, die seiner Oma diese Löcher in den Kopf gemacht haben. Er will dem auf den Grund gehen und schmiedet Pläne. Doch dann zieht Oma bei ihm uns seiner Familie ein. Wie gesagt: Leo liebt Oma, er möchte doch aber, dass alles wieder so wird wie früher, dass er Oma in ihrem Haus besuchen, Zeit nur mit ihr verbringen kann. Schneller als er Außerirdische sagen kann, sind neue Leute in Omas Haus eingezogen. Eine davon ist Hannah, die dann auch noch in Leos Klasse kommt. Leo gefällt das gar nicht. Doch irgendwann stellt er fest, wie wichtig es ist, gut Freunde zu haben, auf die man sich auch in schwierigen Situationen verlassen kann und was Zusammenhalt in einer Familie bedeuten kann.

Erster Satz: »In der Turnstunde nach den Pfingstferien machte Lukas mich vor der ganzen Klasse zum Deppen.«

Mein Eindruck:
Große Klasse, wie die Autorin an dieses heikle Thema herangeht. Auf humorvolle, sehr einfühlsame Weise erzählt sie davon, wie die Demenzerkrankung in der Familie auch die Kinder betrifft und was das mit ihnen macht. Dabei spinnt sie eine so unterhaltsame, witzige und auch berührende Geschichte, in der neben den bildhaften beschriebenen, greifbaren Figuren auch noch so Themen wie Mobbing, Selbstzweifel, Selbstbewusstsein vorkommen. Nicht zu vergessen die Außerirdischen, die natürlich nur in Leos Kopf und in seinen Träumen Löcher in Köpfe bohren und Gedanken stehlen. Mich hat die Beziehung zwischen Leo und seiner Oma sehr berührt, zeigt es doch auf, welchen Stellenwert Großeltern in einer Familie haben und wie unfassbar wichtig es ist, mit Kindern offen darüber zu sprechen, wenn ein nahestehender Familienangehöriger von Demenz betroffen ist. Leo und seine Familie bekommen am eigenen Leib zu spüren, was alles passieren kann und weswegen es so wichtig ist, für dementkranke Menschen da zu sein. Die Story ist spannend, berührend, lustig, traurig und abenteuerlich und damit perfekt für Kids ab ca. 6 Jahren geeignet. Vor allem auch als Hilfe dabei, seinen Kindern anschaulich zu erklären, was Demenz bedeutet und warum Oma oder Opa eben nicht mehr so ist, wie sonst immer. Die vielen bunten Illustrationen begleiten die Geschichte perfekt und lockern das Geschriebene wunderbar auf. Ein ganz großartiges und wichtiges Buch, super unterhaltsam und kurzweilig umgesetzt und absolut lesenswert. 5/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 05.07.2025

Mix aus Indiana Jones und Die Mumie für abenteuerliebende Kids

Eddie (Band 1) – Achtung, die Mumie ist los!
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Inhaltsangabe Verlag:
Jede Menge Mumienchaos
Cleo und Marik begleiten ihre Eltern auf einer Forschungsreise nach Kairo. Mit an Bord ist auch ein Sarkophag mit einer Mumie, die nach Ägypten überführt werden ...

Inhaltsangabe Verlag:
Jede Menge Mumienchaos
Cleo und Marik begleiten ihre Eltern auf einer Forschungsreise nach Kairo. Mit an Bord ist auch ein Sarkophag mit einer Mumie, die nach Ägypten überführt werden soll. Völlig aus Versehen erwecken Cleo und Marik diese Mumie zum Leben. Sie trauen ihren Augen kaum, als Eddie plötzlich quietschfidel vor ihnen steht, begleitet von seinem Skarabäus Pillepalle. Eddie hat sein Gedächtnis verloren und braucht dringend die Hilfe der Kinder, um das Rätsel seiner Herkunft zu lösen. Und schon stecken sie mitten in einem turbulenten Abenteuer rund um einen verschollenen Pharao, ein magisches Amulett und skrupellose Grabräuber.
Der Beginn der actionreichen Ägypten-Reihe mit viel Humor und Spannung

Meine Inhaltsangabe:
In England wurde eine Mumie entdeckt, die nun zurück nach Ägypten verbracht werden soll. Cleos Vater ist für die Überführung zuständig. Die 12jährige Cleo lebt bei ihrem Vater und muss diesen daher nach Kairo begleiten. Die Schiffsreise dauert lange und Cleo langweilt sich. Da steigen eine Kollegin von Cleos Vater und deren Sohn Marik zu. Cleo und Marik freunden sich an und entdecken eines Tages in einem Laderaum des Schiffs einen Sarkophag und ein Amulett, mit dem sie die Mumie versehentlich zum Leben erwecken. Eddie, wie sie ihn nennen, hat alles aus seinem Leben vergessen und bittet Cleo und Mirko ihm zu helfen, das Rätsel um seine Herkunft zu lösen. Und so stolpern die drei plus Skarabäus Pillepalle in ihr wohl größtes und gefährlichstes Abenteuer.

Erster Satz: »Mit Mumien war es so eine Sache.«

Mein Eindruck:
Das Cover gefällt mir ja schon mal richtig gut und man erkennt sofort, dass Eddie seine unverhoffte Wiederauferstehung sehr genießt und sich an den Gegebenheiten des modernen Lebens erfreut. Das zieht sich auch durch das ganze Buch (ich sage nur: Schokolade und Fernsehen). Auf fast jeder Seite sind kleinere und größere s/w-Illustrationen, die größeren mit orangefarbenen Details verziert. Ich mag, dass es hier um Freundschaft geht und dass man sogar noch ein bisschen was über Ägypten bzw. die Pyramiden, Pharaonen und Mumien lernen kann. Seltsam fand ich, dass Eddie quasi von Beginn an sich in der neuen Welt nahezu perfekt zurechtgefunden hat. Hier hätte ich mir ein bisschen mehr Witz gewünscht, wenn er mit der Technik und den anderen Gepflogenheiten in Berührung kommt. Und man kann sich natürlich auch fragen, ob es okay ist, dass Cleo und Mirko von ihren Eltern offensichtlich die meiste Zeit unbeaufsichtigt allein gelassen werden in einem fremden Land. Doch ich hinterfrage das jetzt einfach mal nicht, sondern freue mich über ein spannendes Abenteuer. Denn spannend wurde es in der Pyramide bzw. im Pharonengrab und ich fühlte mich ein bisschen wie in einem Indiana Jones-Film, was mir sehr gut gefallen hat. Der flüssige Schreibstil, die schönen Illustrationen und die Story verbinden sich zu einem kurzweiligen, humorvollen, spannenden Abenteuer und das Ende… huijuijui… das macht richtig Neugierig auf die Fortsetzung. 4/5 Sterne.

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