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Veröffentlicht am 26.08.2021

Streit und Kräftemessen – humorvolles, zauberhaftes Bilderbuch mit schöner Botschaft

Wenn zwei sich streiten
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Tiger und Löwe wollen´s endlich wissen! Wer von ihnen ist der Stärkere?! In Ihrem Wettbewerb messen sie sich in so sportlichen Disziplinen wie Baumstämmetragen, Weitsprung, Tieftauchen, Hochsprung, Balancieren ...

Tiger und Löwe wollen´s endlich wissen! Wer von ihnen ist der Stärkere?! In Ihrem Wettbewerb messen sie sich in so sportlichen Disziplinen wie Baumstämmetragen, Weitsprung, Tieftauchen, Hochsprung, Balancieren in großer Höhe, aber auch darin, wer am meisten fressen kann. Und immer kommt heraus: sie sind gleich stark, geschickt, sportlich und verfressen. Bis ihnen dann am Ende ihres Wettkampfs ein drittes Tier bewusst macht, dass es nicht immer auf die Größe oder Stärke ankommt. Mit dieser Erkenntnis ist der Streit der beiden Raubkatzen beendet. Frei nach dem Motto: Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte.

Dieses Bilderbuch zum Vorlesen und Anschauen ist herzallerliebst. Die Geschichte der streitenden, kräftemessenden großen Raubkatzen ist sehr lustig und altersgerecht geschrieben. Die detaillierten, kunterbunten Zeichnungen, sie sich immer über die gesamte Doppelseite ziehen, sind einfach nur zauberhaft. Geschichte und Bilder passen perfekt zusammen und machen dieses Buch zu einem wundervollen Vorlesebuch, in dem es sehr viel zu sehen und zu entdecken gibt. Und natürlich ist auch die Moral dieser Fabel ganz deutlich: es kommt nicht auf das Äußere an. Und: Streit muss zwar auch mal sein, aber nicht wegen Albernheiten. Zumal sich vertragen ja auch viel schöner ist.

Fazit: ein rundum schönes Bilderbuch zum Vorlesen und gemeinsam Anschauen für Jungs und Mädels ab ca. 3 Jahren. Denn auch wenn es ums Streiten geht, steckt massenhaft Humor in Text und Bildern und natürlich eine wichtige Botschaft.

Ganz hinten im Buch ist dann auch noch ein Liedtext abgedruckt: „Wenn zwei sich streiten – Der Tiger-und-Löwe-Song“. Man kann das Lied kann man sich auf den gängigen Streaming-Portalen anhören. Im Blog habe ich es verlinkt.

Die ausführliche Rezension inkl. Leseprobe und vielem mehr findet ihr wie immer in meinem Blog LESEZAUBER_ZEILENREISE: https://lesezauberzeilenreise.blogspot.com/2021/08/wenn-zwei-sich-streiten-von-britta.html

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Veröffentlicht am 22.08.2021

Leicht gruseliges Fantasyabenteuer mit Südstaaten-Flair – sehr bildhaft und fesselnd

Evangeline und die Geister des Bayou
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Evangeline lebt mit ihrer Großmutter und deren Tiergefährte Fader (ein vierohriger, mächtig verfressener Kater) im Bayou – also in den Sümpfen von Louisiana. Die beiden sind Geisterjägerinnen – eine Fähigkeit, ...

Evangeline lebt mit ihrer Großmutter und deren Tiergefährte Fader (ein vierohriger, mächtig verfressener Kater) im Bayou – also in den Sümpfen von Louisiana. Die beiden sind Geisterjägerinnen – eine Fähigkeit, die sich vererbt. Großmutter lehrt Evangeline dieses Handwerk und bildet sie aus. Ziel ist, bald in den Geisterjägerinnenzirkelt aufgenommen zu werden. Dazu muss sich ihr jedoch noch pünktlich zu ihrem kurz bevorstehenden 13. Geburtstag ihr eigener Geisterjägerinnen-Gefährte zeigen.

Gemeinsam gehen sie – wenn sie von geistergeplagten Menschen gerufen werden – auf die Jagd, um wieder für Ruhe zu sorgen. Ein Auftrag führt sie nach New Orleans. Dort sollen sie einer Frau helfen, die kurz davorsteht, sich auf Dauer in eine Werwölfin zu verwandeln. Doch Großmutter muss ins Krankenhaus und Evangeline ist auf sich allein gestellt. Bei einem Fall, der eigentlich viel zu groß ist für sie – denn neben den Werwölfen lauern noch andere Gefahren und Evangeline erfährt viel über Ihre Vergangenheit.

Das perfekt passende, traumhaft schöne Cover vermittelt eine spannende, leicht gruselige Story. Und so ist es auch! Hier kommen Wesen vor wie Schattenbießer, Bayou-Banshees, Johnny Revenants, Rougarous (Werwölfe) und Grims. Gearbeitet wird mit Weihwasser, Silber, Extrakten aus allen möglichen und unmöglichen Zutaten und jeder Menge Voodoo-Zutaten. Alles in der sehr atmospährischen Kulisse der Südstaaten-Sümpfe, die von der Autorin so lebendig und detailliert beschrieben wird, dass es eine Freude ist, darin einzutauchen. Die Südstaaten-Atmosphäre, die ja geprägt ist von Mardi Gras, von Voodoo und Aberglauben, von Sümpfen und Pflanzen und irgendwie Mystischem, ist förmlich spürbar, was die Lektüre zu einem echten Erlebnis macht.

Neben ganz viel Spannung und einem bisschen Grusel kommt auch der Humor nicht zu kurz. Die Figuren sind lebendig, das Setting bildgewaltig, die Stimmung absolut athmosphärisch und die nicht leicht vorhersehbare Story versteht zu fesseln. Mich hat diese Mischung auf jeden Fall in ihren Bann gezogen.

Fazit: für gruselerprobte Abenteurer*innen ab 10 Jahren ein sicherlich absolut fesselndes Fantasy-Erlebnis mit einem Hauch von Magie und Voodoo, einer Prise Humor, dem perfekten Bayoufeeling und ganz viel Spannung.

Meine ausführliche Rezension inkl. Leseprobe findet ihr in meinem Blog LESEZAUBER_ZEILENREISE: https://lesezauberzeilenreise.blogspot.com/2021/08/evangeline-und-die-geister-des-bayou.html

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Veröffentlicht am 21.08.2021

Wendungsreiche, außergewöhnliche Story fernab vom Mainstream – verdientermaßen ausgezeichnet

Greenglass House
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Normalerweise ist es um Weihnachten herum immer leer im Hotel auf dem Hügel von Nagspeake – doch dieses Jahr kommen unverhofft und jeder für sich gleich mehrere seltsame Gäste. Alle führen sich so auf, ...

Normalerweise ist es um Weihnachten herum immer leer im Hotel auf dem Hügel von Nagspeake – doch dieses Jahr kommen unverhofft und jeder für sich gleich mehrere seltsame Gäste. Alle führen sich so auf, als hätten sie etwas zu verbergen – und dann werden einige auch noch bestohlen. Milo, 12 Jahre alt und eigentlich gar nicht erpicht darauf, wird von der etwa gleichaltrigen Meddy, die zusammen mit der Köchin nach Greenglass House kam dazu gedrängt, das Rätsel der seltsamen Gäste zu lösen. Sie machen das als Rollenspiel und schlüpfen in andere Figuren. Milo ist nun der toughe Negret und Meddy die unsichtbare Sirin. Und tatsächlich decken sie so manches auf. Was hat es mit dem Namen Lansdegaun auf sich? Und mit dem schon lange verstorbenen Schmuggleranführer Doc Holystone? Wer ist der Dieb im Haus? Und was verbirgt sich hinter der vermeintlichen Seekarte, den Bleiglasfenstern im Haus und was bitte ist mit diesem Tor, das überall abgebildet ist? Fragen über Fragen – ob Milo/Negret und Meddy/Sirin es schaffen, hinter des Rätsels Lösung zu kommen… müsst ihr selbst herausfinden.

Nachdem ich die erst kurze Zeit ein bisschen gebraucht habe, mit dem Setting, den seltsamen Charakteren, der Geschichte selbst und dem etwas anderen Schreibstil warm zu werden, hat sie mich dann aber umso mehr gefesselt. Alles fing noch recht ruhig an, nahm dann aber Fahrt auf und wurde so richtig spannend! Mir gefällt, dass es nicht nur um die Lösung des Rätsels geht, sondern dass auch Milo´s Gefühle, seine Adoption betreffend, immer wieder Thema war. Sein Wunsch, mehr über seine Herkunft zu erfahren, seine leibliche Familie, sein Verlangen zu wissen, welches seine Wurzeln sind, um zu erfahren, wer er – neben Milo – wirklich ist. Dieser Zwiespalt kam super durch, ohne zu dominieren. Die Parallelen zwischen Rollenspiel und Realität verwischten teilweise, was ich super interessant fand. Zum Ende hin gibt es eine Wendung, die ich so absolut nicht vorausgeahnt habe und dir mir tatsächlich – ob ihr es glaubt oder nicht – Gänsehaut und Rückenschauer beschert hat. Ein Buch, das als abenteuerliches Kinderspiel begann, um dann zu einem rätselhaften Krimi aufzusteigen, nur um plötzlich wieder einen anderen Weg einzuschlagen. Großartig!
Mich wundert es nicht, dass Kate Milford für Greenglass House mit dem renommierten Edgar Allan Poe-Preis 2015 in der Kategorie Kinderbuch ausgezeichnet wurde.

Die Altersempfehlung (ab 12 Jahren, frühestens!) ist für mich nachvollziehbar – jünger sollten die Kinder nicht sein, da das Gesamtpaket schon anspruchsvoll ist. Die vielen, detailreichen Figuren, die Geschichten dahinter, die Zwischentöne – ein kleines Gesamtkunstwerk.

Zum Cover: es passt hervorragend zur Story, sieht man darauf doch das Greenglass House in der Winterzeit sowie die beiden Kinder. Ein Cover, das neugierig macht.

Die ausführliche Rezension inkl. Leseprobe und mehr findet ihr wie üblich in meinem Blog LESZAUBER_ZEILENREISE: https://lesezauberzeilenreise.blogspot.com/2021/08/greenglass-house-von-kate-milford.html

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Veröffentlicht am 20.08.2021

Ernstes Thema, brutale Morde und mittendrin ein furzender Mops – klasse Krimi mit viel Spannung und genau so viel Witz

Das Extrawurscht-Manöver
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Schäfer wird von der sehr anziehenden Millionärsgattin und erfolgreichen Unternehmerin in Sachen Diamanten Rebecca beauftragt, deren Mitarbeiterin und Vertraute Iris zu finden. Er findet sie, allerdings ...

Schäfer wird von der sehr anziehenden Millionärsgattin und erfolgreichen Unternehmerin in Sachen Diamanten Rebecca beauftragt, deren Mitarbeiterin und Vertraute Iris zu finden. Er findet sie, allerdings tot. Am Tatort wird Schäfer in eine gefährliche Schießerei verwickelt, der Täter entkommt. Zurück bleibt ein Mops – den nimmt Schäfer mit und nennt ihn fortan Alf. Alf muss als Augenzeuge herhalten, um den Täter irrezuführen und hervorzulocken. Gleichzeitig ermittelt Elsa Dorn im Menschenhandel- und Rotlichtmilieu, unterstützt durch einen Kollegen von Europol. Dort geschehen fürchterliche Foltermorde und nach und nach stellt sich heraus, dass Iris da auch irgendwie mit drin zu stecken scheint. Und was ist mit Rebecca? Wusste sie davon? Neben all dieser knallharten Ermittlungsarbeit muss Schäfer sich auch noch mit seiner Ex und deren neuen Lover rumschlagen, die kurzerhand und vorübergehend bei ihm eingezogen sind. Und Elsa? Die schlägt sich auch rum: mit ihrer esoterisch angehauchten Mutter, den haarsträubenden Unternehmungen von Schäfer, der Voreingenommenheit von Chef Jansenbrink und ihrem Wunsch, beruflich (und privat) sich zu verändern.

Rasant, spannend, brutal, komplex und unglaublich witzig! Band 3 steht seinen Vorgängern in nichts nach. Die Themen sind brisant, die Morde äußerst brutal, die Ermittlungsarbeit wird spannend geschildert und ist interessant und alles zusammen hat mich echt gefesselt. Und wie immer mittendrin Schäfer und Dorn, die einfach nur zum Brüllen sind. Ich liebe ihren Schlagabtausch, ihren Humor und ihre Art, mit ihren Mitmenschen umzugehen. Ihr Verhältnis zueinander wächst, auch wenn es immer noch eher auf der beruflichen Ebene abläuft. Ihre Gefühle füreinander, egal ob nur freundschaftlich oder vielleicht doch irgendwie oder auch nicht mehr, kommen wunderbar zum Ausdruck, ohne jedoch den Krimi zu dominieren. Sie unterstreichen ihn vielmehr.

Mir gefällt die Mischung dieser Schwabenkrimis einfach richtig gut. Nicht nur Humor, nicht nur Krimi. Die Fälle sind echt brutal und absolut nichts für Zartbesaitete und die Ermittlungsarbeit, vor allem auch die Ausführungen der forensischen Expertin Carmen, verstehen es absolut zu fesseln. Das in Kombination mit den herrlich witzigen, wunderbar detailliert gezeichneten Charakteren garantiert ein hohes Lesevergnügen. Ich hoffe sehr, dass die Schäfer und Dorn-Reihe fortgesetzt wird. Die inzwischen liebgewonnenen Bekannten würden mir sonst sehr fehlen.

Meine ausführliche Rezension inkl. Leseprobe und mehr findet ihr in meinem Blog LESEZAUBER_ZEILENREISE: https://lesezauberzeilenreise.blogspot.com/2021/08/das-extrawurscht-manover-schafer-und.html

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Veröffentlicht am 15.08.2021

Amüsanter und spannender Kurzkrimi als Schmankerl zwischendurch

Der Brezen-Trick
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Elsa, stets modebewusst, ist sauer, dass ihr auserkorenes Designerkleid bei einem Einbruch in der Boutique ihrer neuen Freundin Cordula zerstört wurde. Der Einbrecher hat wohl nichts von Wert gefunden ...

Elsa, stets modebewusst, ist sauer, dass ihr auserkorenes Designerkleid bei einem Einbruch in der Boutique ihrer neuen Freundin Cordula zerstört wurde. Der Einbrecher hat wohl nichts von Wert gefunden und daher alles zerstört. Auch die an die Wandschmiererei („Zombie“), die Cordula vor Elsa verbergen möchte, erscheint ihr ermittelnswert. Als sie dann kurz danach im Beisein von Cordula einen Toten aus dem Fluss fischt, der noch dazu ein ehemaliger Angestellter der Boutique ist, ist ihr klar: hier geht was Größeres vor als nur ein Einbruch. Und was hat der Unfalltod von Cordulas Mann von vor einem Jahr damit zu tun? Und Thailand? Elsa und Schäfer arbeiten einmal mehr zwar klammheimlich aber nichtsdestotrotz sehr erfolgreich gemeinsam an einem Fall. Polizeichef Jansenbrink findet das gar nicht gut – zumindest so lange nicht, bis sie Ermittlungsergebnisse liefern können, deren Erfolge er sich an eigene Revers heften kann.

Es handelt sich hier um einen Zwischenteil – angesiedelt zwischen Band 2 und 3. Es ist ein Kurzkrimi, der dadurch aber nichts an Spannung einbüßt! Der Fall ist kurz, aber komplex und wenig vorhersehbar; ich wurde gekonnt auf falsche Fährten gelockt. Der gewohnte lockere und sehr gut lesbare Schreibstil des Autors mit viel Dialogwitz, Lokalkolorit und kriminalistischen/forensischen Details gefällt mir auch hier ausgesprochen gut. Schäfer und Dorn sind inzwischen liebgewonnene Bekannte und Jansenbrink verursacht bei mir wie üblich immer wieder ein genervtes Augenrollen. Eine wunderbare Krimireihe die mit dem nächsten, dritten Band hoffentlich noch nicht ihr Ende findet. Von mir aus könnten Elsa Dorn und Sven Schäfer immer weiter ermitteln, sich kabbeln und sich gegenseitig Frechheiten an den Kopf werfen – immer mit dem irgendwie gewissen Gefühl, dass die beiden sich sehr wohl sehr zu schätzen wissen. Ich mag das total.

Fazit: fesselnder Krimi mit viel Humor, Menschlichkeit und liebgewonnenen Charakteren.

Die ausführliche Rezension inkl. Leseprobe gibt´s wie immer in meinem Blog LESEZAUBE_ZEILENREISE:
https://lesezauberzeilenreise.blogspot.com/2021/08/der-brezen-trick-schafer-und-dorn-band.html

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