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Veröffentlicht am 02.06.2017

Die Emotionen sind gut beschrieben

Das unglaubliche Leben der Jessie Jefferson
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"Das unglaubliche Leben der Jessie Jefferson" von Paige Toon (erschienen bei Harper Collins) ist der dritte Jugendroman dieser Reihe.
Wie man sich sicherlich nach dem Lesen des Titels vorstellen kann, ...

"Das unglaubliche Leben der Jessie Jefferson" von Paige Toon (erschienen bei Harper Collins) ist der dritte Jugendroman dieser Reihe.
Wie man sich sicherlich nach dem Lesen des Titels vorstellen kann, ist Jessie Jefferson die Hauptprotagonistin. Ihr Leben hat sich in kürzester Zeit gewandelt: Sie zog zu ihrem Vater in die USA, wurde Sängerin in einer Band und wurde praktisch über Nacht berühmt. Dass das nicht nur Vorteile hat merkt sie schnell und ihre Gefühle fahren Achterbahn. Da wünscht sie sich eine starke Schulter zum Anlehnen, aber gerade das ist auch ein Problem: Kann sie sich ihrem Freund vollkommen anvertrauen, oder spielt er nur mit ihr?
Der Roman besitzt viel Tiefgang. Jessie trauert um ihre Mutter und muss damit umgehen, dass sie in der Familie ihres Vaters praktisch unvorbereitet hineingeplatzt ist. Zudem muss sie sich damit auseinandersetzen, dass Freundschaften gepflegt werden müssen und dass trotzdem viele Personen auf ihren Erfolg eifersüchtig sind. Das alles wird sehr gut beschrieben. Besonders Jessies Emotionen stehen dabei im Vordergrund. Ihre Intensität und die Ambivalenz, die Jessie teilweise empfindet sind gut eingefangen und wirken dadurch sehr realistisch. Trotzdem stehen die negativen Emotionen, wie die Trauer, nicht so sehr im Zentrum, dass das Buch melancholisch wird. Im Gegenteil: Man merkt, dass Jessie eine fröhliche, junge Frau ist. Meiner Meinung nach ist sie zwar etwas naiv, aber es passt gut zur Handlung des Buchs.
Alles in allem ist "Das unglaubliche Leben der Jessie Jefferson" ein gut gelungenes Jugendbuch. Es ist für Heranwachsende gut geeignet, ist jedoch durch die lebendige Schreibweise auch ein gutes "Weglesebuch" für Erwachsene. Ich denke, dass Leser, die die vorangegangenen Bände nicht kennen, sich in diesem Buch auch gut zurechtfinden werden. Einziger Kritikpunkt ist meiner Meinung nach nur, dass die Distanz zwischen den USA und England heruntergespielt wurd. Jessie und ihre Freunde fliegen ständig für ein paar Tage hin und her. Zwar mögen sie es sich leisten können, aber für die Umwelt hat das auf jeden Fall einen verheerenden Einfluss. Da ist dieses Buch nicht gerade vorbildlich.

Veröffentlicht am 11.03.2017

Spannend, aber es gibt sehr viel Gewalt

Die rote Löwin
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"Die rote Löwin" von Thomas Ziebula (erschienen bei Bastei Lübbe) ist ein historischer Roman, der um 1205 in Deutschland spielt. Rubina, genannt Runja, spielt darin die Hauptrolle. Sie muss zusehen, wie ...

"Die rote Löwin" von Thomas Ziebula (erschienen bei Bastei Lübbe) ist ein historischer Roman, der um 1205 in Deutschland spielt. Rubina, genannt Runja, spielt darin die Hauptrolle. Sie muss zusehen, wie ihre Eltern, Verwandten und Bekannten qualvoll zu Tode kommen. Nur sie und ihr Bruder können vor den Klingen der feindlichen Macht fliehen; Kein Wunder also, dass sie fortab alles tut, um ihn in Sicherheit zu wissen. Als der Domdekan Laurenz dies herausfindet nützt er ihre Sorge um den geliebten Bruder schamlos aus.
Der Roman beginnt mit einer Zeitleiste, in der die wichtigsten historischen Ereignisse und fiktiven Geschehnisse des Romans verzeichnet sind. Das verschafft einen guten Überblick und erleichtert den Einstieg in den Roman. Auch der Glossar am Ende des Buchs hilft beim lesen.
Die fiktiven Elemente fügen sich gut in die historischen Gegebenheiten ein. Die Handlung bleibt über das ganze Buch spannend. Jedoch ist der Roman im Allgemeinen eher düster und traurig. Es gibt sehr viele Gewaltszenen und es wird die meiste Zeit in Fäkalsprache gesprochen. Das mag zwar eine realistische Abbildung der Zeit um 1200 sein, ist aber für meinen Geschmack eindeutig zu viel. Meiner Meinung nach hätte man auf die ein oder andere blutige Szene verzichten können, auf jeden Fall ist der Roman so nichts für zartbesaitete Leser.
Als Fazit kann man sagen, dass dieser Roman für alle empfehlenswert ist, die einen realistischen historischen Roman suchen.

Veröffentlicht am 23.12.2016

sehr emotional

Der letzte Schwur
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"Der letzte Schwur" von Nalini Singh (erschienen bei LYX) ist der 15. Teil der Fantasyreihe um den Gestaltwandler Lucas Hunter. Er und sein Leopardenrudel sind mittlerweile in einem komplexen Geflecht ...

"Der letzte Schwur" von Nalini Singh (erschienen bei LYX) ist der 15. Teil der Fantasyreihe um den Gestaltwandler Lucas Hunter. Er und sein Leopardenrudel sind mittlerweile in einem komplexen Geflecht aus Politik und Macht verstrickt. So muss sich Hunter Gedanken darum machen, wie die Zukunft des so genannten Dreigruppenbündnis (einer Art Union zwischen Gestaltwandlern, Medialen und Menschen) aussehen soll, während seine Frau um das Überleben der Medialen kämpft. Aber auch ihre Verbündeten haben mit Problem zu kämpfen. Zum Glück gibt es zwischendurch auch ein paar Lichtblicke.
Der Roman ist sehr komplex. Es gibt viele Sichtwechsel, die die Geschichte aus der Perspektive unzähliger Charaktere beschreiben.Das ist zum einen sehr schön, da die Geschichte so spannend und vielfältig bleibt. Zumal man so den Werdegang der Protagonisten verfolgen kann, die in den vorangegangenen Bänden beschrieben wurden.
Zum anderen ist es so nicht immer leicht dem Geschehen zu folgen: Es gibt unzählige Charaktere, die oft von vergangenen Ereignissen sprechen. Da fällt es beim Lesen manchmal, trotz Personenverzeichnis im hinteren Teil des Buchs, schwer den Überblick zu behalten.
Der Schreibstil ist detailliert und gut zu lesen. Besonders Emotionen sind sehr eingehend beschrieben, weswegen es nicht schwerfällt sich in die Protagonisten hineinzuversetzen. Im Buch gibt es auch viele emotionale Schlüsselszenen; Sowohl traurige, als auch freudige.
Alles in allem ist der 15. Teil der Gestaltwandlerserie sehr gelungen. Es gibt nur wenige Szenen, die etwas langatmig sind. So kann ich "Der letzte Schwur" ruhigen Gewissens weiterempfehlen. Jedoch sollte man zuvor die anderen Bände der Serie gelesen haben, um nicht den Faden zu verlieren.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Hat mir gut gefallen

Das Lied der Maori
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Sarah Lark ist bekannt für ihre historischen Romane. "Das Lied der Maori" ist einer davon, der in Neuseeland spielt. Er handelt von den beiden Cousinen Elaine und Kura- Maro- Tini, die unterschiedlicher ...

Sarah Lark ist bekannt für ihre historischen Romane. "Das Lied der Maori" ist einer davon, der in Neuseeland spielt. Er handelt von den beiden Cousinen Elaine und Kura- Maro- Tini, die unterschiedlicher nicht sein können. Während Elaine eine ruhige und besonnene Persönlichkeit hat, ist Kura- Maro- Tini stürmisch und will immer mit dem Kopf durch die Wand. Deswegen nimmt sie sich auch den Mann, der ihr gefällt, ungeachtet dessen, dass dieser schon an ihre Cousine vergeben ist. Eine Familienfehde droht, oder kann sie durch den neuen Freund von Elaine abgewandt werden?!

Dieser Roman ist sehr bildhaft beschrieben. So kann man sich gut die wunderschöne Landschaft Neuseelands vorstellen. Zudem kann man sich auch gut in die Protagonisten einfühlen, besonders, da die Geschichte sich abwechselnd um Elaine oder Kura- Maro- Tini dreht. An manchen Stellen ist das Buch jedoch sehr traurig. Das wird zwar durch die schöne Geschichte über Freundschaft, Erwachsenwerden und Liebe wett gemacht, trotzdem sollte man sich vor dem Lesen gut überlegen, ob man mit Themen, wie Vergewaltigung oder Unfälle bei Bergarbeiten umgehen kann. Zwar schließt dieses Buch an den ersten Band der Neuseelandserie (Im Land der weißen Wolke) an, aber er kann auch gut unabhängig gelesen werden.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Überraschendes Ende

Dunkel
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Der Roman "Dunkel" von Wolfgang Hohlbein beginnt in einem Kino. Jan ist dort zusammen mit seiner Verlobten, als es ihm plötzlich schlecht wird. Er kämpft sich zur Toilette und sieht nur noch Schatten um ...

Der Roman "Dunkel" von Wolfgang Hohlbein beginnt in einem Kino. Jan ist dort zusammen mit seiner Verlobten, als es ihm plötzlich schlecht wird. Er kämpft sich zur Toilette und sieht nur noch Schatten um sich herumhuschen. Nur der beherzte Einsatz seines Bekannten und eines Arztes retten ihn vor einem Herzstillstand. Doch die Schatten verfolgen ihn immernoch und Jan beginnt zu zweifeln, dass sie nur Einbildung sind. Auch wenn ihm Keiner, nicht mal seine Verlobte glaubt, vermutet er Schattenwesen hinter seinen Sichtungen. Als er dann auch noch in einen Mord verwickelt wird geht alles Schlag auf Schlag und er kann nur noch flüchten. Die Frage ist nur vor wem: Der Polizei oder den Schatten.
Die Schreibweise ist sehr bildhaft. Einzelne Stellen, Begebenheiten und Orte sind so detailliert beschrieben, dass man sie sich problemlos vorstellen kann. Jedoch sind auch die Kampfszenen in der gleichen Weise geschrieben, was an manchen Stellen etwas eklig ist. Da Jan anfangs unwissend ist und sich Informationen erst nach und nach zusammentragen muss, bleibt der Roman spannend. Jedoch wird er dadurch auch etwas verwirrend. Besoners bei den Stellen in den Katakomben wusste ich nicht immer, um was es geht oder wo Jan ist. Das Ende ist überraschend und ich hätte es so nicht erwartet