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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.01.2021

So viel mehr als ein Jahreshighlight!

All Saints High - Der Verlorene
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LENNY & VAUGHN

Lenora Astalis ist eine wirklich beeindruckende Protagonistin und einer der stärken Charaktere, die ich kenne. Sie musste in der Schule viel über sich ergehen lassen. Mobbing in Form von ...

LENNY & VAUGHN

Lenora Astalis ist eine wirklich beeindruckende Protagonistin und einer der stärken Charaktere, die ich kenne. Sie musste in der Schule viel über sich ergehen lassen. Mobbing in Form von verbalen und körperlichen Angriffen gehörten zu ihrem Alltag. Sie wurde von ihren MitschülerInnen (und vor allem von Vaughn) beleidigt, ausgegrenzt, angegriffen und fertig gemacht. Was dieses Mädchen ertragen musste, hätte und hat andere Kinder in diesem Alter zerstört. Doch Lenny weigert sich, ihren Mobbern einen Sieg über sie zu gönnen. Sie schlägt verbal zurück und gibt sich scheinbar unbeeindruckt. Auch von Vaughn lässt sie sich nicht unterkriegen. Sie wehrt sich mit allen Mitteln gegen ihn und will ihn dort treffen, wo es ihn am meisten schmerzt. Lenny ist Vaughn ebenbürtig und genauso verdreht wie er. Sie ist aber auch sensibel, schlau und eine Künstlerin durch und durch.

Vaughn Spencer ist der Sohn von Vicious und Emilia und hatte es bei mir deshalb von Anfang an nicht leicht. Mit Vicious habe ich bis heute große Probleme, weil ich eine Abneigung gegen Mobber habe und für mich ist er nichts anderes als das. Genau wie sein Sohn. Dachte ich…. Aber Vaughn ist so viel mehr, denn er hat auch viel von seiner Mutter geerbt. Vaughn ist ein Kunstgenie. Er ist exzentrisch und sieht die Welt anders als alle anderen. Mit Menschen kann er grundsätzlich nichts anfangen und meidet sie so weit es geht. Denn Vaughn ist … anders. Er ist vielschichtig wie eine Zwiebel und hat mich auch oft zum Weinen gebracht. Sein rachsüchtiges, zerstörerisches Wesen brachte mich an meine Grenzen und doch war ich auf morbide Weise von ihm fasziniert. Wie etwas Verbotenes oder Gefährliches hat er mich immer wieder angezogen und ich wollte ihn unbedingt verstehen. Am Ende war ich beeindruckt von dem Menschen, den ich hier kennenlernen durfte.


WEITERE GEDANKEN ZUM BUCH

Die Beziehung zwischen Lenora und Vaughn ist etwas Besonderes und keine klassische von Enemies-to-Lovers Story. Zwar starten die beiden als Todfeinde und behandeln sich gegenseitig auch so, aber man merkt schnell, dass da noch viel mehr dahintersteckt. Ich kann nicht weiter darauf eingehen, ohne zu spoilern, aber ihr sollt wissen, dass die beiden euch mehrfach überraschen werden. Sie sind grausam zueinander und handeln meist aus einem Rachegefühl heraus. Sie schenken sich nichts, um einander ebenbürtig zu bleiben. Dabei holen sie aber auch das Beste aus dem jeweils anderen heraus. Mir hat besonders die Art und Weise gefallen, wie Lenny und Vaughn miteinander kommunizieren. Es wird nichts beschönigt und nicht erwartet, dass sich jemand verändert und „normal“ wird. Stattdessen akzeptieren sie ihre verdrehte, düstere und freakige Art.
L.J. Shens Schreibstil hat die Geschichte noch intensiver gemacht. Sie besitzt einfach diese einzigartige Gabe, die Seelen ihrer Leser mit Worten zu zerstören. Erschreckend ist, dass wir Leser das sogar lieben und uns das immer wieder antun. Was dieses Buch mit mir gemacht hat, kann ich unmöglich in Worte fassen. Es hat mich gebrochen, mir aber auch gezeigt, dass man deshalb nicht am Ende sein muss. Lenny und Vaughn haben mich gelehrt, dass scheinbar kaputte Einzelteile auch ein wunderschönes neues Gesamtbild ergeben können.
Das Thema des Buches ist wirklich heftig und nichts für schwache Nerven. Die Triggerwarnung am Anfang und am Ende sollte wirklich ernst genommen werden. L.J. Shen hat die Thematik sehr realistisch und glaubhaft beschrieben, was das Ganze noch intensiver gemacht und mich gleichzeitig wütend und traurig zurückgelassen hat. Erzählt wird die Geschichte aus den Perspektiven von Vaughn und Lenora, aber auch Emilia und Vicious dürfen in einigen Kapiteln zu Wort kommen. Obwohl ich es nicht gern zugebe, hat mich hier besonders Vicious sehr beeindruckt. Er ist ein unglaublich toller Vater und geht über Leichen, um seine Familie zu beschützen.
Meine einzige Kritik am Buch sind die Ereignisse rund um Arabella. Schon im zweiten Band konnte ich sie nicht leiden, was sich hier auch nicht geändert hat. Aber im Gegensatz zum zweiten Band, fand ich ihre Existenz noch realistisch. Was sie in ASH 3 jedoch abgezogen hat, war jenseits von glaubwürdig und akzeptabel. Highschool-Bitch und Zicke schön und gut, aber hier wurde für mich der Bogen zu weit gespannt und ist gerissen. Ich fand sie unglaubwürdig und unnötig boshaft.


FAZIT

Dieses Buch ist wirklich nichts für schwache Nerven. Wer aufgrund des wunderschönen Covers eine süße, romantische Lovestory erwartet, wird schnell merken, dass er sich geirrt hat und das Buch schreiend zuklappen. Denn ASH 3 ist heftig, düster, grausam und erschreckend. Es wird euch traurig machen, euch frustrieren und vielleicht steigt euch sogar die Wut in den Kopf, bis ihr rot seht. Aber gleichzeitig werdet ihr euch dem Sog der Geschichte nicht entziehen können. Ihr werdet von Lenora und Vaughn in einen Strudel aus Wut, Rache und Lust gezogen und es wird euch auf morbide Art und Weise faszinieren. Durch diese Faszination werdet ihr dann die Schönheit in der Grausamkeit entdecken. Ihr werdet die Liebe in Vaughns Hass sehen, die Verletzlichkeit in Lennys Bissigkeit und ihr werdet es lieben.
Jedenfalls ging es mir so. Dieses Buch ist für mich ein absolutes Jahreshighlight!

Veröffentlicht am 20.12.2020

Leider gar nicht mein Fall ....

Cursed – Die Hoffnung liegt hinter der Dunkelheit
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DIE CHARAKTERE

Ember ist 17 Jahre alt und kümmert sich seit dem Unfall um ihre kleine Schwester Olivia, weil ihr Vater vor Ort gestorben ist und ihre Mutter seitdem unter schweren Depressionen leidet. ...

DIE CHARAKTERE

Ember ist 17 Jahre alt und kümmert sich seit dem Unfall um ihre kleine Schwester Olivia, weil ihr Vater vor Ort gestorben ist und ihre Mutter seitdem unter schweren Depressionen leidet. Ember geht noch zur Schule und ist dort wegen ihrer Scheu vor Berührungen ein ziemlicher Außenseiter. Vor dem Unfall gehörte sie zu den „beliebten Kids“, von denen sie nun aber gemieden und gemobbt wird. Ember ist misstrauisch, vorsichtig und ängstlich, was man aufgrund ihrer Fähigkeiten aber gut nachvollziehen kann. Meine Meinung zu ihr ist sehr zwiegespalten. Einerseits fand ich sie toll, weil sie so stark und verantwortungsbewusst ist. Mit 15 Jahren plötzlich für ein kleines Kind verantwortlich zu sein, ist bestimmt nicht einfach und sie hat das wirklich toll gemeistert. Andererseits ging sie mir richtig auf die Nerven, weil sie in vielen Situationen bockig und naiv reagiert. Mir kam es oft so vor, als würde sie es sich absichtlich schwer machen und aus purer Sturheit einen leichteren Weg vermeiden.

Hayden lebt mit seinem Vater und anderen Jugendlichen zusammen in einer kleinen Stadt. Er hat – wie Ember – besondere Kräfte, die ihm früher das Leben schwer gemacht haben. Aus diesem Grund fühlt er sich auch sehr zu Ember hingezogen und will ihr helfen. Hayden ist …. leider gar nicht mein Fall. Er ist ziemlich naiv, glaubt so ziemlich alles, was sein Vater ihm erzählt und will nichts davon in Frage stellen. Positiv an ihm fand ich nur, dass er ziemlich loyal ist und offen zu seinen Gefühlen steht. Er gibt von Anfang an zu, dass er Ember gern hat und handelt auch dementsprechend. Leider blieb er für mich trotzdem ziemlich blass.



GEDANKEN ZUM BUCH

Schwierig, schwierig, schwierig.
Eigentlich liebe ich ja alles was Jennifer L. Armentrout veröffentlicht, doch dieses Buch war leider so gar nicht mein Fall. Meine Meisterin der Romantasy hat mich mit Cursed sogar ziemlich enttäuscht, denn ich konnte in diesem Buch kaum etwas finden, das mich sonst an ihren Werken begeistert hat. Die Charaktere blieben bis zum Ende so blass, dass ich mit dem letzten Satz schon wieder vergessen hatte, wie sie aussehen oder was sie gerne mögen. So in der Art: Ember und Hayden wer? Auch die Nebencharaktere waren für mich zu schwach ausgearbeitet. Es gab wohl ein paar Momente, in denen ich so etwas wie „Charakter“ in ihnen erkennen konnte, aber sobald die jeweilige Szene vorbei war, schienen alle wieder unwichtig für das Buch zu werden. Selbst Olivia, die mit ihrer Gabe, Tote wieder zum Leben zu erwecken, unglaublich viel Potenzial hatte, kam nur als kleine Schwester und Embers „Aufgabe“ vor. Doch sobald die Gefühle für Hayden stärker wurden, war selbst Olivia nur noch Nebensache.
Auch der Spannungsbogen trieb hier eher im seichten Gewässer und plätscherte vor sich hin. Obwohl Fragen aufgeworfen, Geheimnisse enthüllt und Gaben erlernt wurden, war mir alles einfach zu wenig, um die blassen Charaktere auszugleichen. Es gab auch keinen richtigen Gegenspieler, wodurch mir auch „das Böse“ gefehlt hat. Von der Liebesgeschichte will ich gar nicht erst anfangen, denn die gefiel mir überhaupt nicht. Am meisten gestört hat mich aber, dass viele Formulierungen einfach nicht gepasst haben. Dafür gebe ich natürlich nicht Jennifer L. Armentrout die Schuld, sondern der Übersetzung. Die hat hier definitiv keine gute Arbeit geleistet.
Das Buch ist aber kein kompletter Flop, denn die Grundidee hat mir ziemlich gut gefallen. Menschen mit besonderen Fähigkeiten, die neben den „Normalen“ existieren, finde ich immer sehr spannend und ich liebe es mitzuverfolgen, wie sie in ihre Aufgaben hineinwachsen. Zudem gab es im Buch einen kleinen Verweis auf die Lux-Reihe, weil Cursed auch in derselben Gegend spielt. Dieser Miniverweis war mein kleines Highlight, konnte meine endgültige Meinung zum Buch aber auch nicht mehr ändern.



FAZIT

Cursed hat mich leider ziemlich enttäuscht zurückgelassen. Ich konnte mich weder mit den Charakteren noch mit der Handlung anfreunden. Der Spannungsbogen war für mich nicht abwechslungsreich genug und die Liebesgeschichte leider auch nicht mein Fall. Das Buch müsste meiner Meinung nach noch einmal überarbeitet werden oder zumindest eine neue Übersetzung bekommen. Da ich das Original nicht gelesen habe, kann ich aber nicht sagen, ob der Fehler nur an der Übersetzung liegt. Mich konnte das Buch leider nicht überzeugen.

Veröffentlicht am 20.12.2020

Jahreshighlight!

Cassardim 2: Jenseits der Schwarzen Treppe
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Ich weiß wirklich nicht, wie ich meine Gedanken zum Buch in Worte fassen soll. Es ist so schwer, diese unglaubliche Welt, die tollen Charaktere und die spannende Handlung würdig zu beschreiben. Am ehesten ...

Ich weiß wirklich nicht, wie ich meine Gedanken zum Buch in Worte fassen soll. Es ist so schwer, diese unglaubliche Welt, die tollen Charaktere und die spannende Handlung würdig zu beschreiben. Am ehesten würde ich es als wunderbare, emotionale und pulshochtreibende Achterbahnfahrt an Gefühlen bezeichnen, aber selbst das scheint mir nicht genug zu sein. Was Julia Dippel mit Cassardim geschaffen hat, lässt mich tagträumerisch durch den Alltag schreiten, nur um mit Herzklopfen die Momente des Lesens herbei zu sehnen. Ich weiß wirklich nicht, was ich sagen soll außer: LEST DIESES BUCH!

Die Handlung startet mit der kleinen Auszeit, die sich Amaia von Noár am Ende von Band 1 gewünscht hat. Man wird sofort wieder mit ihrer Situation konfrontiert und genießt die Zweisamkeit der beiden deshalb noch mehr. Schnell werden sie aber wieder an ihre Aufgaben erinnert und müssen sich den Intrigen, Machtspielen und Gefahren stellen, die ihre Verlobung mit sich bringt. Eine der Aufgaben beinhaltet, eine bestimmte Zeit in der Schattenfeste zu verbringen, wovor sich nicht nur Amaia fürchtet. Denn Noár muss in seinem Reich wieder in die Rolle des kalten, grausamen Schattenprinzen schlüpfen und darf seine wahren Gefühle für Amaia unter keinen Umständen preisgeben. Leider trägt Noár die Maske des Schattenprinzen so stramm, dass man bald nicht mehr weiß, welches sein wahres Ich ist.
Die Dynamik der Schattenfeste hat mir richtig gut gefallen. Angefangen mit der schwarzen Treppe, die wie der goldene Berg ein eigenes Bewusstsein hat, bis hin zu den verborgenen Orten, die man nie mit der Hölle verbinden würde, kamen mir beim Lesen immer wieder ganz leichte Parallelen zu Das Reich der sieben Höfe und insbesondere dem Hof der Nacht in den Sinn. Ich fand das richtig gut, denn es zeigt, dass Julia Dippel ihre Welt nicht nur eindimensional mit der „Himmel ist schön“ und die „Hölle ist schrecklich“ erschaffen hat. Denn in Cassardim finden sich auch im Schattenreich wunderschöne Orte, die durch Julias fantastischen Schreibstil zum absoluten Lesegenuss werden. Für mich ist dieses Buch einfach perfekt. Sowohl Handlung als auch Charaktere konnten mich wieder komplett überzeugen. Hinzu kommt, dass Julia Dippel einfach eine Begabung für tolle Dialoge hat. Egal, ob sie dramatisch, emotional oder lustig sind – die Frau weiß einfach, wie man mit wenigen Sätzen ganze Weltbilder zerstört.

Amaias Entwicklung gefiel mir auch sehr gut. Obwohl sie anfangs wieder in ihre unsichere Rolle gerutscht ist, hat sie sich im Laufe der Handlung richtig gut gemacht und wurde selbstsicherer. Sie ist ein sehr authentischer Charakter, mit dem man sich gut identifizieren kann und den man gerne als Freundin hätte. Denn sie scheitert manchmal, zweifelt an sich selbst und gibt trotzdem nicht auf. Ich mag vor allem ihre Willensstärke und dass sie sich selbst von Noár nicht einschüchtern lässt. Und Noár liebe ich natürlich besonders, obwohl er sich wieder als arroganter, kalter Schattenprinz zeigt. Der Unterschied ist diesmal, dass wir den Grund dafür nachvollziehen und somit die kleinen Momente seiner Güte genießen können. Denn Noár darf sich im Schattenreich keine Schwäche erlauben und muss alle glauben lassen, dass Amaia nur ein Mittel zum Zweck ist. Ich gebe zu, ich habe an ihm gezweifelt. Nicht an seinen Gefühlen für Amaia, aber an seinen wahren Absichten. Es gibt so viele Wendungen und neue Erkenntnisse, dass man oft nicht weiß, wer Freund und wer Feind ist. Man braucht auf jeden Fall starke Nerven für diese Geschichte.
Natürlich spielen auch die anderen Charaktere aus dem ersten Band wieder eine zentrale Rolle. Besonders gut haben mir Noárs Freunde gefallen. Rhome, Pash, Keeza, Drokor und die anderen runden das Gesamtbild des Schattenprinzen ab und sorgen für reichlich Unterhaltung. Aber auch Zoey, Amaias Geisterfreundin, hat wieder eine wichtige Rolle im Buch und sorgt mit ihren spritzigen Kommentaren für einige Lacher.

„Berührst du mich, bin ich zu Hause. Küsst du mich, verbrenne ich. Verliere ich dich …“ Seine Stimme wurde brüchig und gab mir einen Blick in sein Innerstes „… sterbe ich.“ S. 285



FAZIT

Das Buch ist eine wirklich gelungene Fortsetzung. Die Charaktere entwickeln sich glaubhaft, die Handlung steigert sich bis zu einem Level, das mein Herz kaum noch mithalten kann und emotional ist dieses Buch jenseits aller Worte. Ihr müsst diese Reihe einfach lesen! Aber Achtung: Der Cliffhanger wird euch schlaflose Nächte bereiten. Ich muss wohl nicht extra erwähnen, dass das Buch für mich ein Jahreshighlight ist oder?

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.12.2020

Gelungene Fortsetzung

The Risk – Wer wagt, gewinnt
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BRENNA & JAKE

Brenna Jensen ist die Tochter von Chad Jensen, dem Eishockeytrainer der Briar University. Sie ist tough, schlagfertig, selbstbewusst und definitiv nicht auf den Mund gefallen. Sie spricht ...

BRENNA & JAKE

Brenna Jensen ist die Tochter von Chad Jensen, dem Eishockeytrainer der Briar University. Sie ist tough, schlagfertig, selbstbewusst und definitiv nicht auf den Mund gefallen. Sie spricht ihre Gedanken laut aus und kümmert sich nicht darum, wenn sie damit jemanden vor den Kopf stößt. Sie genießt es sogar. Brenna will Sportreporterin werden und sich damit in einer männerdominierten Welt beweisen. Sie liebt Eishockey und hasst es, wenn man sie nicht ernst nimmt. Mit Jake verbindet sie eine offene Feindschaft, da ihre Colleges im sportlichen Wettkampf zueinander stehen.

Jake Connelly ist der Captain von Harvards Eishockeyteam und der Star-Spieler, dem eine große Karriere in der NHL bevorsteht. Er ist konzentriert, ehrgeizig, selbstbewusst und egoistisch. Für ihn steht Eishockey stets an erster Stelle und dieses Engagement fordert er auch von seinen Teamkammeraden. Jake erlaubt sich keine Ablenkungen und will seine letzte Saison in Harvard erfolgreich beenden. Dafür gibt er alles, was erst kompliziert wird, als er Brenna näher kennenlernt.


MEINE MEINUNG

Habe ich schon mal erwähnt, dass ich die Bücher von Elle Kennedy liebe? Ihre lockere, humorvolle Art zu schreiben macht mich einfach glücklich und ich liebe es, in ihre Collegewelten abzutauchen. Die Geschichte von Jake und Brenna hat mich wirklich gut unterhalten. Es ist die perfekte Mischung aus Romantik, Humor und Emotion, denn die Chemie zwischen den beiden Hauptprotagonisten stimmt einfach. Obwohl sie aus ihrer Feindschaft kein Geheimnis machen, ziehen sich die beiden immer wieder an, was für richtig unterhaltsame Dialoge sorgt. Oft musste ich wirklich heftig lachen, weil die beiden zusammen einfach großartig sind. Sie schenken sich nichts und teilen ebenso aus, wie sie einstecken müssen.
Da Jake ein Harvard-Spieler ist, lernt man auch seine Teamkameraden etwas besser kennen und bekommt zum ersten Mal einen genaueren Einblick in die „Feinde“ von Briar. Mir haben Jakes Freunde, insbesondere Brooks Weston, sehr gut gefallen und ich hoffe, dass sie noch weitere Auftritte in der Reihe bekommen. Neben dem heftigen Prickeln und dem Humor haben mir aber auch die ernsteren Themen im Buch gefallen. Brenna strebt eine Karriere als Sportreporterin an und muss sich deshalb immer wieder mit Geschlechterdiskriminierung auseinandersetzen. Sie muss wirklich viel einstecken, wird belächelt, nicht ernst genommen und sogar ausgegrenzt, nur weil sie eine Frau ist und viele Männer im Sportbereich ihre Meinung nicht wertschätzen. Ich finde es toll, wie Elle Kennedy das Thema hier aufgegriffen und unaufdringlich aber dennoch spürbar in die Handlung integriert hat.
Gestört hat mich eigentlich nur das Cover, das zwar wunderschön ist, aber absolut nicht zu den Protagonisten passt. Brenna kleidet sich fast ausschließlich in schwarz, hat dunkle Haare, liebt ihre Lederjacke und ihren roten Lippenstift. Ihr Äußeres ist ihr Markenzeichen und sie nutzt insbesondere den roten Lippenstift als Schutzschild gegen die Welt. Jeder soll sehen wie cool und tough sie ist und dass sie ihre innere Stärke auch nach außen tragen kann. Mir hätte es besser gefallen, wenn die Frau auf dem Cover mehr Ähnlichkeiten mit Brenna gehabt hätte. Aber das ist nur eine Kritik fürs Auge und macht die Geschichte nicht schlechter.



FAZIT

The Risk: Wer wagt, gewinnt ist eine wirklich gelungene Fortsetzung und die perfekte Mischung aus Romantik, Humor und Emotion. Brenna und Jake sind zwei tolle Protagonisten, die für reichlich Herzklopfen und Funkenfliegen sorgen. Ich habe die Geschichte und Elle Kennedys fantastischen Schreibstil wieder einmal sehr genossen. The Risk kann ich euch definitiv als Lieblingsbuch empfehlen!

Veröffentlicht am 20.12.2020

Leider nicht so stark wie Band 1

Golden Throne - Forbidden Royals
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Der Einstieg in das Buch hat mir wieder richtig gut gefallen. Die Handlung schließt sich fast nahtlos an die Ereignisse nach dem ersten Band an und man wird sofort wieder ins Geschehen hineingezogen. Nach ...

Der Einstieg in das Buch hat mir wieder richtig gut gefallen. Die Handlung schließt sich fast nahtlos an die Ereignisse nach dem ersten Band an und man wird sofort wieder ins Geschehen hineingezogen. Nach der katastrophalen Krönung leidet Emilia unter schrecklichen Alpträumen, aus denen sie schreiend und orientierungslos erwacht. Sie kann immer noch nicht fassen, was da passiert ist und hat nicht nur Angst um ihren Vater, sondern auch um sich selbst. Denn irgendjemand scheint es hartnäckig darauf anzulegen, die Lancaster Blutlinie auszulöschen und die Monarchie zu beenden. Ich konnte Emilias Gefühle wirklich gut nachvollziehen und fand ihre Reaktionen sehr authentisch. So ein traumatisches Erlebnis steckt man nicht einfach weg und lebt dann fröhlich weiter. Obwohl sie versucht, Stärke zu zeigen, wird sie Nacht für Nacht daran erinnert, wie hilflos sie in dieser Situation war. Hinzu kommen die verbotenen Gefühle für Carter, die ihr das Leben ebenfalls schwer machen.

Emilia hat sich in dieser Fortsetzung sehr gut entwickelt. Ihre bodenständige und authentische Art macht sie beim Volk sehr beliebt, was auch dazu führt, dass Emilia endlich den Sinn ihrer Rolle als Prinzessin erkennt. Sie begreift, dass es nicht um die Machtspiele und Intrigen, sondern um das Volk geht und wird mit jedem öffentlichen Auftritt mehr und mehr zu einer wahren Kronprinzessin. Es ist eine neue und moderne Art der Cinderella-Story, in der es nicht darum geht, dass die Prinzessin den Prinzen heiratet, sondern darum, dass sie ihr Schicksal annimmt und mit ihren Aufgaben wächst. Natürlich darf aber auch die Liebe nicht fehlen. Die Spannungen zwischen Carter und Emilia sind sogar noch heftiger geworden, weshalb ich es sehr schade fand, dass Carter so wenig vorkam im Buch. Ich glaube, er hatte insgesamt vier zentrale Auftritte, in denen es heftig zwischen ihm und Emilia prickelt, während er die restliche Zeit nur in ihren Gedanken präsent war. Ich hätte mir wirklich mehr Präsenzzeit für ihn gewünscht. Auch Chloe, Carters Schwester, kam mir zu wenig vor. Ihre lustige Art sorgt immer wieder für tolle Dialoge, was dem Buch nicht geschadet hätte, da es in der Mitte einige Längen gab, die man damit hätte auflockern können.
Der Spannungsbogen ist sehr hoch, weshalb ich das Buch auch wieder in einem Tag durch hatte. Trotzdem hat mir hier das besondere Etwas gefehlt, das den ersten Band für mich zum Highlight gemacht hat. Vielleicht lag es daran, dass Carter (für mich) zu wenig vorkam oder daran, dass Emilia sehr lange braucht, bis sie sich endlich in eine aktiv handelnde Person verwandelt. Vielleicht lag es auch daran, dass mir die Machtspiele zu viel wurden oder ich grundsätzlich ein Problem mit Julie Johnsons Fortsetzungen habe (Faded 2 mochte ich ja auch nicht besonders). Was es schlussendlich auch war, ich muss zugeben, dass ich mir mehr erhofft hatte.


FAZIT

Golden Throne liest sich spannend und aufgrund von Julie Johnsons tollem Schreibstil wirklich schnell. Trotzdem hat mir im Vergleich zum ersten Band einiges gefehlt. Die romantische Beziehung zwischen Emilia und Carter ist leidenschaftlich und intensiv, was leider nur bei den intimen Szenen gezeigt wird. Obwohl ich das Prickeln zwischen ihnen liebe, kam ihre emotionale Verbindung dieses Mal nicht wirklich bei mir an. Das lag u.a. daran, dass Carter kaum Präsenzzeit im Buch hatte. Er kommt nur in wenigen zentralen Szenen vor und hat dadurch kaum Chancen, seine emotionale Seite zu zeigen. Stattdessen wird er wieder als der kalte, arrogante und unsympathische Kerl präsentiert, den man vom Anfang des ersten Buches kennt. Ich fand das wirklich schade, weil Carter für mich ein Charakter mit viel Potenzial und Emotionalität ist. Ich hoffe, dass er im dritten Band noch die Chance bekommt, sein wahres Ich zu zeigen. Thematisch zieht sich ein roter Faden durch die Handlung. Trotzdem gab es in der Mitte einige Längen, die nicht nötig gewesen wären. Das ist meiner Meinung nach aber ein Grundproblem von New Adult Geschichten, die sich über mehrere Bände ziehen und reine Geschmackssache.
Ich hatte mir leider mehr von dieser Fortsetzung erhofft und bin dementsprechend etwas enttäuscht. Da das Buch aber dennoch gut zu lesen ist, Schreibstil und Spannungsbogen mich überzeugen und Emilia eine glaubhafte Entwicklung durchgemacht hat, würde ich das Buch trotzdem als ganz gute Fortsetzung bewerten.