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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.04.2021

Wohlfühlgeschichte mit Potenzial, aber schwächer als Band 1

One Last Dance
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Wie bereits der erste Band, so weckt auch One Last Dance das absolute Fernweh in mir. Nicole Böhm beschreibt das New Yorker Setting so realistisch und greifbar, dass ich mich beim Lesen oft an meine kurze ...

Wie bereits der erste Band, so weckt auch One Last Dance das absolute Fernweh in mir. Nicole Böhm beschreibt das New Yorker Setting so realistisch und greifbar, dass ich mich beim Lesen oft an meine kurze Zeit in dieser tollen Stadt erinnerte. Ich sah alles wieder vor mir: die KünstlerInnen im Central Park, die das Publikum animierten und so viel von sich preisgaben, dass man ihnen nicht nur mit Geld dafür danken will. Ich sah die Performer, die als Gruppe zusammenarbeiteten und die, die es alleine versuchten. Doch beim Lesen sah ich auch erstmal die Dringlichkeit, mit der manche Künstler ihre Auftritte absolvierten. Sie sind abhängig vom Wohlwollen des Publikums und jeder Auftritt konnte darüber entscheiden, ob sie am Abend etwas zu Essen bekamen oder hungrig schlafen gehen würden. Das ist eines der Dinge, die mir so gut an Nicoles Büchern gefallen: Sie beschönigt nichts. Die New Yorker Künstlerwelt ist gnadenlos und verschluckt diejenigen, die sich darin nicht behaupten können. Das muss weder romantifiziert noch sonst wie beschönigt werden. Es ist die Wahrheit und ich finde es toll, dass Nicole Böhm das zeigt und uns durch ihre Charaktere an ihren eigenen Erfahrungen teilhaben lässt.

Die Geschichte selbst kommt ohne viel Drama aus. Es geht vorrangig ums Tanzen und um die Beziehung zwischen Gillian und Jaz. Die Chemie der beiden fand ich zwar nicht ganz so stark wie bei Julian und Riley, aber die Romanze hat mich dennoch gut unterhalten. Gillians Vergangenheit und ihre persönlichen Probleme mit ihrer Familie waren mir teilweise zu wenig im Mittelpunkt und ich hätte gerne mehr darüber erfahren. Auch die finale Aussprache mit Jaz hat mir am Ende gefehlt. Hier kam mir der Epilog irgendwie zu schnell und zu abrupt. Dafür mochte ich die Art und Weise wie wir Jaz durch New York begleitet haben sehr gerne. Auch von seiner Vergangenheit hätte ich gerne mehr erfahren, aber bei ihm hat es mich nicht so sehr gestört wie bei Gillian.
Nichtsdestotrotz hat mir das Buch sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist toll, das Setting einfach großartig und die Charaktere sehr sympathisch.


FAZIT

One Last Dance ist wie sein Vorgänger eine wundervolle Wohlfühlgeschichte, die neben der Liebe zu Musik und Tanz auch die Liebe der Autorin zu New York deutlich macht. Das Setting ist einfach großartig und löst absolutes Fernweh in mir aus. Die Beschreibung der Streetdancer hat mir wirklich gut gefallen. Hier zeigt sich wieder, dass Nicole Böhm es nicht nötig hat, die harte New Yorker Branche zu beschönigen, um eine spannende Handlung zu schaffen. Bei vielen Szenen im Buch musste ich meine eigenen Erlebnisse mit den Straßenkünstlern in der Stadt überdenken und habe vieles mit anderen Augen gesehen. Obwohl ich mir etwas mehr Einblicke in Gillians Vergangenheit gewünscht hätte und mir das Ende etwas zu abrupt war, möchte ich das Buch weiterempfehlen. Für mich ist diese Reihe eine absolute Wohlfühllektüre, die neben sympathischen Charakteren auch ernstere Themen anspricht und dabei auf Authentizität statt Romantifizierung setzt. One Last Dance ist für mich eine wirklich gelungene Fortsetzung, die mich dem dritten Band noch sehnsüchtiger entgegenfiebern lässt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.04.2021

Geniale Fortsetzung!

Land of Stories: Das magische Land 2 – Die Rückkehr der Zauberin
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Nach dem grandiosen ersten Band musste ich diese tolle Reihe natürlich fortsetzen. Chris Colfer hat mich mit seiner Version der Märchenwelt eingefangen und nicht mehr losgelassen. Zusammen mit Rufus Becks ...

Nach dem grandiosen ersten Band musste ich diese tolle Reihe natürlich fortsetzen. Chris Colfer hat mich mit seiner Version der Märchenwelt eingefangen und nicht mehr losgelassen. Zusammen mit Rufus Becks Interpretation der Figuren und seiner genialen Art, diese vorzutragen, war mir sofort klar, dass auch der zweite Teil genau meinen Geschmack treffen wird. Und so war es auch. Obwohl mir der Einstieg nicht ganz leicht gefallen ist und ich ein paar Kapitel brauchte, um mich wieder in die Geschichte fallenlassen zu können. Trotzdem hat es der Autor geschafft, mich von der ersten Seite an zu fesseln. Er schreibt mit so vielen liebenswerten Details, dass man als Leser keine andere Wahl hat, als diese Welt zu genießen. Alex und Conner sind zwei tolle Protagonisten, die beide ihren individuellen Charakter haben und dadurch viel Potenzial zur Identifikation bieten. Die Bücher sind ja eigentlich für eine jüngere Zielgruppe geschrieben, was mich aber keineswegs gestört hat. Sowohl beim Buch als auch beim Hörbuch ist die Handlung trotz der einfachen Sprache sehr fesselnd und aufregend. Spätestens wenn man zusammen mit den Zwillingen wieder in die Märchenwelt kommt, nimmt das Buch ordentlich an Fahrt auf und die Abenteuer beginnen.
Auch dieses Mal fand ich die Neuinterpretation der Märchenfiguren genial! Besonders Rotkäppchen, Goldlöckchen und Mutter Gans haben mich immer wieder zum Lachen gebracht. Conners trockener Humor war ein zusätzliches Highlight und hat mich wirklich gut unterhalten. Die böse Zauberin fand ich nicht ganz so toll, wie die böse Königin vom ersten Teil, aber sie ist eine mächtige und deshalb spannende Antagonistin. Am besten gefiel mir aber die Verbindung von Nostalgie und Kreativität. Chris Colfer hat es geschafft, etwas altbekanntes ganz neu zu formen, ohne dabei den Nostalgieeffekt zu schmälern, der bei Märchen so wichtig ist. Dadurch wird seine Geschichte besonders greifbar und spricht auch ältere Leser an.


FAZIT

Land of Stories: Die Rückkehr der Zauberin ist eine geniale Fortsetzung, die ich besonders gerne weiterempfehle! Die Geschichte ist spannend, abwechslungsreich und kreativ. Sowohl die Charaktere als auch die neu interpretierte Märchenwelt überzeugen mit liebevollen Details und lustigen Anpassungen. Wer die Bücher nicht selbst lesen möchte, sollte unbedingt darüber nachdenken, sich die Hörbücher anzuschaffen. Rufus Beck ist einfach genial und wird euch durch seine Interpretation der Figuren mehrfach zum Lachen bringen. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterlesen und bin gespannt, was sich Chris Colfer für Alex und Conner noch ausgedacht hat. Aufgrund des etwas schleppenden Einstiegs ist der zweite Teil für mich kein Highlight, aber definitiv ein Lieblingsbuch!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.04.2021

Heiß, heißer, Ian! - Noch besser als Band 1 !!

Night Rebel 2 - Biss der Leidenschaft
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[ACHTUNG: Spoiler zu Band 1] !!!!!!!!!!

Der zweite Teil beginnt dort, wo Band 1 aufgehört hat: Ian hat sein Gedächtnis verloren und geht den bohrenden Fragen und Erinnerungsbruchstücken nach, die ihn ...

[ACHTUNG: Spoiler zu Band 1] !!!!!!!!!!

Der zweite Teil beginnt dort, wo Band 1 aufgehört hat: Ian hat sein Gedächtnis verloren und geht den bohrenden Fragen und Erinnerungsbruchstücken nach, die ihn nicht loslassen. Er weiß, dass er verheiratet ist, hat aber keine Erinnerung an Veritas selbst und an seine tiefen Gefühle für sie. Seine Faszination und die Wut über ihr Verschwinden treiben ihn auf der Suche nach ihr voran. Dabei schreckt er auch nicht davor zurück, sich an die Vampirobrigkeit zu wenden und dort sein Recht einzufordern. Veritas versucht währenddessen verzweifelt, Ian aus dem Weg zu gehen und den Schwur ihrem Vater gegenüber zu erfüllen. Sie sucht nach den wiederauferstandenen Seelen und jagt Dagon, um ihn endlich zu töten und damit ihre Rache einzufordern. Die Sehnsucht nach Ian ist groß, aber die Angst, ihn erneut zu verlieren, noch größer. Es beginnt ein Katz und Maus Spiel zwischen den beiden, das mich richtig gut unterhalten hat. Spannungsmäßig setzt das Buch ebenfalls am Vorgänger an, sodass man sich als Leser sofort mitten im Geschehen befindet. Jeaniene Frosts bildhafter Schreibstil, die tollen Charaktere, die rasanten Kampfszenen und die erotischen Elemente machen aus diesem Buch einfach ein faszinierendes Leseerlebnis, das ich absolut empfehlen kann.
Die Entwicklung von Veritas und Ian hat mir sehr gut gefallen. Besonders Veritas hat einen großen Sprung gemacht und ist im Vergleich zum ersten Teil viel offener. Ihre andere Seite steht hier mehr im Vordergrund, was mir ebenfalls gut gefallen hat. Man erfährt noch mehr über ihre Herkunft und darüber, was sie ist. Aber auch Ian hat sich toll entwickelt. Er ist stur, willensstark und frech, zeigt aber noch mehr von seiner ehrenhaften und loyalen Seite. Außerdem musste ich beim Lesen oft grinsen, weil ich seinen Humor einfach liebe. Ebenso die Interaktion zwischen ihm und Veritas. Es prickelt gewaltig zwischen den beiden, wodurch die erotischen Szenen besonders intensiv waren.


FAZIT

Night Rebel – Biss der Leidenschaft ist ein würdiger Nachfolger und eine tolle Ergänzung zu den anderen Büchern dieser umfangreichen Reihe. Ian und Veritas sind wahnsinnig faszinierende und sympathische Protagonisten, die sich sowohl emotional als auch charakterlich richtig gut entwickeln. Die Verbindung von Fantasy, Romance, Erotik und Spannung macht dieses Buch einfach zu einem tollen Leseerlebnis. Ich freue mich total auf Band 3, auch wenn ich nicht will, dass diese Trilogie jemals endet. Absolute Leseempfehlung!

  • Cover
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.04.2021

Emotional, wunderschön und liebevoll geschrieben, aber auch mit ein paar Schwächen

Between Your Words
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Ich liebe Emma Scott und ihre Art zu schreiben. Sie schafft es jedes Mal, mich an einem Punkt zu berühren, von dem ich vor ihren Geschichten nicht einmal wusste, dass ich ihn habe, geschweige denn wie ...

Ich liebe Emma Scott und ihre Art zu schreiben. Sie schafft es jedes Mal, mich an einem Punkt zu berühren, von dem ich vor ihren Geschichten nicht einmal wusste, dass ich ihn habe, geschweige denn wie weh es tut, wenn man diesen Punkt tatsächlich drückt. Emma Scott füllt scheinbar hoffnungslose Momente mit Licht und macht aus tragischen Geschichten wundervolle Erzählungen, in denen es um Charaktere geht, die wie ein Phönix aus der Asche aufsteigen. Bei Jim und Thea hatte ich oft dieses Bild vom aufsteigenden Phönix vor Augen. Gerade Jim, der Theas Situation hautnah miterlebt und merkt, wie sehr sie darunter leidet, hätte oft genug die Hoffnung verlieren können. Das tat er aber nicht. Stattdessen war er ihr Licht in der Dunkelheit und hat alles dafür getan, ihre Lage zu verbessern und ihr Momente des Glücks zu schenken. Ich fand ihn einfach toll!

Jimmy ist ein wahnsinnig einfühlsamer und lieber Mensch, der trotz – oder gerade wegen – seiner harten Kindheit anderen helfen möchte. Es war beeindruckend mitzuverfolgen, wie er mit Thea umgeht und wie er selbst in den schlimmsten Momenten für sie diese wärmende Ruhe bewahrt, sodass sie sich sicher fühlt.

Bei Thea merkt man trotz der Amnesie, dass sie ein unglaublich starker Charakter ist. Ihre Kreativität, ihr Lebenswille und ihre Freundlichkeit kommen selbst in ihren 5 Minuten deutlich heraus, sodass einem ihre Situation noch viel tragischer erscheint. Die kurzen Szenen aus dieser fünfminütigen Hölle, die sie tagtäglich ertragen muss, haben mich wirklich hart getroffen und ihre stummen Hilfeschreien taten durch die Seiten heraus weh. Trotzdem muss ich zugeben, dass sie mir nicht durchgehend sympathisch war. In der zweiten Hälfte des Buches handelt sie oft ziemlich selbstsüchtig und unlogisch. Klar, ich hätte wahrscheinlich dasselbe getan, aber wie sie dabei mit Jimmy umgeht, hat mir nicht immer gefallen.
Die Nebencharaktere blieben im Vergleich zu Jimmy und Thea sehr blass, was ich ziemlich schade fand. Besonders Delia hätte man hier definitiv mehr in den Vordergrund stellen können, um ihr Handeln besser nachvollziehen und sie dadurch besser kennenlernen zu können. So blieb sie leider die ganze Zeit über der Buh-Mann, was ich echt schade fand.

Das Thema des Buches ist schwierig, aber Emma Scott hat für mich sowohl die medizinische als auch die romantische Seite sehr gut umgesetzt. Anfangs konnte ich mir nicht vorstellen, wie man eine Lovestory schreiben soll, bei der eine Seite des Pärchens nur 5 Minuten Bewusstsein hat, während die andere Seite die medizinische Verantwortung für sie haben soll. Ich gebe zu, dass sich mein Kopfkino da ganz abartige Dinge vorgestellt hat, die zum Glück nicht eingetroffen sind. Im Gegenteil sogar, denn Emma Scott hat wie immer eine unglaublich schöne und authentische Liebesgeschichte eingebaut, die mich sehr berührt hat. Das Ende war mir zwar etwas zu kitschig, aber das ist reine Geschmackssache. Besonders glücklich hat mich das kleine Easter-Egg aus der All-In Dilogie am Ende gemacht. Alles in allem fand ich das Buch sehr gut, auch wenn mich ein paar Kleinigkeiten gestört haben.


FAZIT

Between Your Words ist ein weiteres emotionales Buch aus der Feder von Emma Scott, das für mich trotz einiger Schwächen durchaus zu empfehlen ist. Thea und Jim sind unglaublich starke Charaktere und haben mich oft an den Phönix aus der Asche erinnert, da vor allem Jim nie die Hoffnung aufgegeben und für Thea gekämpft hat. Thematisch ist das Buch sehr schwierig, aber unglaublich gut umgesetzt. In Bezug auf die Nebenfiguren hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Besonders im Fall von Theas Schwester, deren Potenzial dadurch komplett unterging und sie stattdessen als Buh-Mann herhalten musste. Aufgrund der tiefen Gefühle, der kleinen Prise Humor und Emma Scotts tollen Schreibstil gibt es von mir aber trotzdem eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 21.04.2021

Leider gar nicht mein Fall .... Schreckliche Hauptprotagonstin, aber toller Schreibstil

What if we Drown
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Ich sage es gleich: Das war nicht mein Buch….
Obwohl mir der Einstieg in die Geschichte richtig gut gefallen hat und Sarah Sprinzs toller Schreibstil mich sofort fesseln konnte, war die Geschichte von ...

Ich sage es gleich: Das war nicht mein Buch….
Obwohl mir der Einstieg in die Geschichte richtig gut gefallen hat und Sarah Sprinzs toller Schreibstil mich sofort fesseln konnte, war die Geschichte von Laurie und Sam leider überhaupt nicht mein Fall. Grund für: Laurie. Aber fangen wir von vorne an.

Ich habe das Buch ziemlich schnell durchgelesen, was vor allem an Sarahs tollem Schreibstil und dem fantastischen Setting lag. Wer selbst schon mal in Kanada war weiß, wie toll die Landschaft dort ist und wie sympathisch die Mentalität der Kanadier sein kann. Sarah Sprinz hat beides wahnsinnig toll umgesetzt und wirklich gut beschrieben, sodass ich oft die Szenen direkt vor Augen hatte. Ich mochte ihren Schreibstil wirklich gerne. Er ist locker und erfrischend, dabei aber auch emotional und zwischendurch sogar tiefgründig-poetisch. Was mir nicht so gut gefallen hat, war die Mischung aus deutsch und englisch zwischendrin. Ich bin kein Fan von Denglisch und finde es gerade bei einem kanadischen, amerikanischen oder englischen Setting auch total unnötig.

Die Charaktere waren mir anfangs noch sehr sympathisch. Ich mochte die Idee von Lauries Neuanfang und fand die erste Begegnung mit Sam wirklich süß. Beides war nicht neu, aber gut umgesetzt und darauf kommt es für mich schlussendlich an. Aber dann erfährt Laurie wer Sam wirklich ist und es geht – für mich – bergab. Ihr Verhalten war einfach schrecklich und ich kann nicht verstehen, wie man so sein kann. Klar, sie trauert und das tut mir auch wirklich leid für sie, denn ihre Emotionen sind wirklich bei mir angekommen, aber was sie da mit Sam tut ist einfach nur kindisch, schrecklich, egoistisch und gemein. Dabei weiß sie von Anfang an, dass ihr Verhalten falsch ist und trotzdem beißt sie sich an ihrer Idee fest wie ein Hund an seinem Knochen. Ich habe mich die meiste Zeit einfach schrecklich über sie aufgeregt, was ich echt schade fand, denn es gab auch schöne Momente im Buch. Ich konnte Lauries Schmerz durchaus nachvollziehen und habe mir für sie gewünscht, dass es ihr bald besser geht. Nichtsdestotrotz war sie schrecklich zu Sam und hat ihre Trauer ständig als Ausrede genutzt, was ich einfach nicht nachvollziehen kann.
Sam fand ich toll, weshalb ich Laurie noch weniger mochte. Denn wer nur ein einziges Gespräch mit ihm führt, weiß, dass er ein herzensguter Mensch ist, der unter den Ereignissen jener schrecklichen Nacht leidet und alles versucht, um es wieder gut zu machen. Die Liebesgeschichte konnte ich demnach auch nicht fühlen. Ich fand sie echt süß, aber da mir Laurie so unsympathisch war, hätte ich mir für Sam eine bessere Frau gewünscht.


FAZIT

What if we Drown war leider überhaupt nicht mein Fall. Obwohl mich sowohl der Schreibstil als auch das tolle Setting begeistert haben, kam ich einfach nicht mit der weiblichen Hauptfigur klar. Laurie hat eine Entscheidung getroffen, die für mich absolut nicht nachvollziehbar war. Ihr Umgang mit Sam ist kindisch, schrecklich und egoistisch und ich wollte oft ins Buch springen und ihr das auch ins Gesicht sagen. Zudem fand ich die Mischung aus deutsch und englisch bei einem kanadischen Setting unnötig. Aber das ist reine Geschmackssache. Grundsätzlich hat mir der Schreibstil wirklich gut gefallen, ebenso wie die Nebencharaktere. Da aber vor allem Amber – um die es im zweiten Teil geht – immer wieder ins denglische Verfällt und das stilistisch nicht wirklich meinen Geschmack trifft, bin ich unsicher, ob ich die anderen Teile der Reihe lesen werde. Band 3 mit Hope spricht mich inhaltlich noch am ehesten an. Band 1 der Reihe kann ich inhaltlich leider nicht weiterempfehlen, finde ihn aber sehr gut geschrieben.

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