Inhaltlich interessant, in der Umsetzung langweilig
How to Kill Fate (Fate Dilogie, Bd. 2)Nachdem im ersten Band das Schicksal bekämpft wurde, geht es in diesem zweiten Band also um die Frage “How to kill Fate”. Das Konzept der Welt, die Logik der Geschichte und der Ereignisse fand ich auch ...
Nachdem im ersten Band das Schicksal bekämpft wurde, geht es in diesem zweiten Band also um die Frage “How to kill Fate”. Das Konzept der Welt, die Logik der Geschichte und der Ereignisse fand ich auch hier überzeugend und ansprechend. Vielleicht zu logisch - denn einige, auch grosse, Twists waren von weither abseh- und durchschaubar. Trotzdem, einige kleine Überraschungen blieben und im Allgemeinen blieb der Plot befriedigen.
Und auch die Figuren und ihre Persönlichkeiten konnten mich weiterhin abholen - insbesondere das Liebespaar Kiana und Tyron wirken weiterhin glaubwürdig in ihrer gemeinsamen und individuellen Entwicklung. Es war einigermassen interessant zu verfolgen, wie sich ihre Liebe und vor allem das Verständnis für diese, weiter entwickelten und diskutiert wurde.
Diskutiert - das ist hier leider der Hacken. Es scheint, die Autorin wollte wirklich sicher gehen, dass die Message bei den Leser:innen ankommt. Also ist das Buch überladen mit inneren Monologen und intellektueller Auseinandersetzung mit den Ereignissen. Manchmal fühlt es sich nach Wiederholung an. Manchmal, als würde die Autorin mich für blöd halten. Aber meistens unterbricht es vor allem den Erzählfluss und verlangsamt die Handlung bis zum Punkt, dass mir langweilig wurde und ich queer lesen musste.
“How to kill Fate” ist an sich eine spannende und überzeugende Geschichte, die auch von ihren starken und definierten Hauptcharakteren lebt. Sie schwächelt aber in der statischen und belehrenden Umsetzung.
Ich bedanke mich bei netgalley und beim Ueberreuter Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt natürlich und wie immer trotzdem meine eigene.