Profilbild von Lianne

Lianne

Lesejury Star
offline

Lianne ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lianne über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.04.2025

Wichtiges Berufsfeld

Das Herz kennt keine Demenz
0

Dieses Buch nimmt einen mit in die Realität der Pflegeberufe allgemein, im speziellen aber in die Altenpflege von Demenzerkrankten. Dabei hat es aber auch stark biografische Züge vom Autoren, der sich ...

Dieses Buch nimmt einen mit in die Realität der Pflegeberufe allgemein, im speziellen aber in die Altenpflege von Demenzerkrankten. Dabei hat es aber auch stark biografische Züge vom Autoren, der sich schon länger in den sozialen Medien für genau dieses Berufsfeld stark macht - eben ganz nach seinem Motto "weniger meckern, mehr machen". Mit diesem Werk hat er wieder einen wichtigen Schritt gemacht.

Lange glaubte Jim, dass ein Beruf in der Pflege absolut nichts für ihn ist. Über einen kleinen Umweg fand er aber genau dort seine Berufung. Das diese Jobs aber so unfassbar wichtig für unsere Gesellschaft sind und viel mehr Aufmerksamkeit brauchen (mal ganz abgesehen von einer besseren Anerkennung und auch Bezahlung), damit junge Menschen genau das als berufliche Perspektive für sich finden können, macht er gerade durch seinen Werdegang klar.

Nicht nur für Erkrankte ist Demenz eine Bürde, auch für Angehörige muss ein einfühlsamer Ansprechpartner da sein. Dieses Buch brachte viele Einblicke und Erkenntnisse für mich mit sich. Ganz toll geschrieben von einem sehr sympathischen Autoren.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.04.2025

Toller Ratgeber

Dein ADHS-Wohlfühl-Guide
0


Selten bin ich so sehr von einem Ratgeber begeistert. Vielleicht liegt es daran, dass hier für mich noch neue Impulse enthalten waren, da ich mich mit dem Thema ADHS noch nicht so intensiv auseinandergesetzt ...


Selten bin ich so sehr von einem Ratgeber begeistert. Vielleicht liegt es daran, dass hier für mich noch neue Impulse enthalten waren, da ich mich mit dem Thema ADHS noch nicht so intensiv auseinandergesetzt habe und nur zwei andere Bücher dazu gelesen habe. Dennoch war es anders - was schon mit der Gestaltung beginnt, die mich total anspricht. Bunt und dabei doch eine erkennbare Struktur. So sind die Ränder der Seiten so gestaltet, dass man die Kapitelunterteilung schon von außen erkennen kann, die Farben dabei aber einen Regenbogen darstellen. Auch die Innengestaltung kann bei mir punkten. Immer wieder sind die Inhalte Stickpunktartig mit Illustrationen dargestellt.
Der Schreibstil ist angenehm nahbar. Man spürt, dass die Autorin genau weiß, worüber sie spricht und mit welch unterschiedlichen Problemen und Hindernissen man im Alltag konfrontiert sein kann. Und auch, dass nicht jede Strategie zu jedem passt. 
Da der erste Teil sich vor allem der Definition und den Besonderheiten von ADHS widmet, ist der Ratgeber auch nicht nur für Diagnostizierte, sondern auch für Interessierte und Angehörige zu empfehlen, die noch einiges über ADHS lernen möchten oder einen kleinen Einblick in unsere Welt wünschen.

Ich habe nur einen kleinen Kritikpunkt, da ich keine Schleichwerbung innerhalb eines Buches mag. Ich kann es zwar verstehen, aber die Knete wurde für meine Geschmack etwas zu oft erwähnt. Das tat dem Lesevergnügen aber zum Glück keinen Abbruch.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.04.2025

In den Sternen

Stars
0

Carla steckt in einem Job fest, der eigentlich nur eine Übergangslösung war. Nebenher betreibt sie einen Service zum Sterne deuten mit einem männlichen Pseudonym - etwas, dass ihr aber auch schon mal einen ...

Carla steckt in einem Job fest, der eigentlich nur eine Übergangslösung war. Nebenher betreibt sie einen Service zum Sterne deuten mit einem männlichen Pseudonym - etwas, dass ihr aber auch schon mal einen Strich durch die Lebensplanung gemacht hatte - denn die Dozenten in ihrem Psychologiestudium fanden ihr Interesse und vor allem Hochstaplerdasein im astrologischen Bereich nicht gerade seriös.

Ein mysteriöser Karton mit Geld bringt ihr einen Anstoß zu Veränderung, den sie dringend gebraucht hatte. Sie kündigt -nachdem sie sich erstmal krankschreiben ließ - verkündet das Ende ihres Astrologischen Pseudonyms mit einer Empfehlung der Stammkunden an eine neue Astrologin - die sie natürlich selbst ist. Jetzt nimmt sie im Geschäft mit den Sternen fahrt auf, wird regelrecht zur Starastrologin, die Angestellte braucht, zu Shows eingeladen wird und in aller Munde ist - dumm nur, dass sie ihre eigene Offenbarung zu der Sterndeutung mit niemandem teilen kann, schließlich ist sie doch längst vom Fach.



Eine lustige Betrachtung der Selbstverwirklichung und der Hoffnung der Vorbestimmung. Mit einem Ende, das ich so nicht kommen sah, aber für meinen Geschmack bleiben zu viele Fragezeichen zurück.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2025

Götterblut

A Fate inked in Blood (Skaland-Saga 1)
0

Freya trägt das Blut einer Göttin in sich, was mit einer besonderen Gabe einhergeht. Wegen einer Weissagung hat sie jedoch ihr Leben lang verheimlicht, wer sie wirklich ist, welche Kräfte in ihr schlummern, ...

Freya trägt das Blut einer Göttin in sich, was mit einer besonderen Gabe einhergeht. Wegen einer Weissagung hat sie jedoch ihr Leben lang verheimlicht, wer sie wirklich ist, welche Kräfte in ihr schlummern, bis sie und ihre Liebsten bedroht werden. Endlich kann sie sich aus einer unliebsamen Situation befreien, nur um wieder unter der Kontrolle eines Mannes zu stehen.

Insgesamt fand ich die Geschichte gut, das einweben der nordischen Mythologie und die Idee mit den Götterblutstropfen toll, aber ich habe auch meine Kritikpunkte. Viele loben Freya als starke weibliche Figur- natürlich ist sie den Gegebenheiten der Zeit unterworfen aber innerhalb dessen hat sie immer schnell sich unterworfen und dem Schicksal ausgeharrt. Es dauert, bis sie sich wirklich entwickelt.

Besonders der Anfang war mir zu klischeehaft, ich habe zu oft so etwas gelesen: Frau befindet sich in einer Ehe mit einem widerlichen Kerl aber schmachtet sofort einen Fremden an (aber das geht ja nicht sie ist ja verheiratet und überhaupt passt es nicht zu ihr laut ihrer eigenen Gedanken ..)der ihr natürlich direkt in der nächsten Szene zufällig nicht zufällig wieder begegnet.

Zudem mochte ich es gar nicht, wie oft sie dachte „ich bin keine Jungfrau mehr - das kann ich ertragen“ -sorry aber was bitte spielt Jungfräulichkeit für eine Rolle bei einem Mann zu liegen, wenn sie ihn verabscheut und es nicht will? Die Botschaft hinter dem Gedanken finde ich sehr bedenklich. Das ist mein allergrößter Kritikpunkt. Wie gesagt, ansonsten hat mir die Story gefallen, aber darüber konnte ich einfach nicht hinwegsehen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2025

Freundschaft

Maybe Meant To Be
0

Sage und Charlie sind seit Kindesbeinen unzertrennlicher. So sehr, dass alle glauben, die beiden sind das perfekte Paar, erkennen es nur selbst nicht. Doch in Wahrheit erkennen sie sich und ihre Interessen ...

Sage und Charlie sind seit Kindesbeinen unzertrennlicher. So sehr, dass alle glauben, die beiden sind das perfekte Paar, erkennen es nur selbst nicht. Doch in Wahrheit erkennen sie sich und ihre Interessen sehr gut. Nur will und kann Charlie noch nicht zu sich selbst stehen und Sage ist die beste Freundin, die man sich vorstellen kann. Sie drängt ihn nicht und steht voll und ganz hinter ihm. So sehr, dass sie ihm sogar vor seinem Zwillingsbruder deckt und damit ihre einen Wünsche riskiert. Denn Sage hat sich inzwischen in Nick, eben jener Zwilling, verliebt. Charlie hingegen entwickelt sehr schnell starke Gefühle für den Neuen, Luke, der offen zu seiner Sexualität steht. Was es aber für Charlie nur umso schwieriger macht, mit ihm Zeit zu verbringen, ohne unfreiwillig ein Outing zu provozieren.

Ich finde es sehr stark, wie gefühlvoll hier mit den Themen umgegangen wird, wie die Figuren sich entwickeln und füreinander einstehen, besonders Sage verliert viel, weil sie zu Charlie steht ohne ihn zu verraten. Und Charlie riskiert sein Glück, weil er zögert. Doch genau das macht es so realistisch. Sympathische Figuren, sanft erzählte Geschichte über das zu sich selbst stehen und sich selbst erkennen. Im Hörbuch wunderschön vorgetragen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere