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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.04.2024

New York und die Suche nach mehr

Happy Hour
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Isa nimmt uns mit in ihr ganz persönliches New York, in ihre schnelllebige Stadt aus Sicht einer jungen Frau, unstet, schön und immer auf der Suche nach jemanden mit Spendierhosen oder Jobaussichten.
Happy ...

Isa nimmt uns mit in ihr ganz persönliches New York, in ihre schnelllebige Stadt aus Sicht einer jungen Frau, unstet, schön und immer auf der Suche nach jemanden mit Spendierhosen oder Jobaussichten.
Happy Hour liest sich wie ein Tagebuch, ohne wirklich eines zu sein, denn zwischenzeitlich werden bewusst auch Infos aus der Vergangenheit gegeben, was man in echten Tagebüchern selten findet. Besagtes Tagebuch wird auch immer wieder im Text angesprochen, es ist also auch der Aufhänger dieses Romanes, der keine wirkliche Haupthandlung hat, kein Ziel, so wie auch die Protagonistin. Vipes, die wir aus „Two Broke Girls“, „Sex and the City“ und teilweise aus „How I Met your mother“ (beziehungsweise die neuere Auflage „How I met your father“) und „Friends“ kennen werden eher der Erzählstrang der Geschichte. Eine Szene im Waschsalon kam mir sehr vertraut vor und kurz sah ich eher Rachel statt Gala und Isa, die mir beide leider immer wieder unsympathisch waren.
Den Schreibstil fand ich streckenweise anstrengend, da auch die wörtlichen Reden anders dargestellt werden, es zwischen direkter Rede und Nacherzählung wechselt. Die Zeitachse manchmal ein wenig springt, obwohl wir ja das Datum vorgegeben haben. Und doch fängt das Gesamtkonzept ganz gut den unsteten Charakter von Isa ein, diese Suche, die auch schon die Collage im Cover symbolisiert.

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Veröffentlicht am 08.04.2024

Ist wirklich alles gut?

Alles gut
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Alles gut! Zwei Worte, die im Laufe des Romanes immer wieder fallen. Doch ist wirklich alles gut? Das Cover scheint das Gegenteil zu zeigen und wer den Roman ließt, wird sehen, dass Erdbeeren eine wichtige ...

Alles gut! Zwei Worte, die im Laufe des Romanes immer wieder fallen. Doch ist wirklich alles gut? Das Cover scheint das Gegenteil zu zeigen und wer den Roman ließt, wird sehen, dass Erdbeeren eine wichtige Rolle spielen.

Wie oft sagen wir die Worte des Titels im Alltag, dabei verbirgt sich noch so viel anderes dahinter. Genau darauf spielt dieser Roman clever an. Ein Vater, der behauptet, alles sei gut, dabei hat er Krebs im Endstadium, was er seiner Tochter verschweigt. Jess, die ihren Job verloren hat, bei ihrem Freund, den sie ihrem Vater verheimlicht, behauptet ebenfalls, alles sei gut. Die kleine Lüge, die wir verwenden, um die Wahrheit zu verschweigen, aus Scham oder Selbstzweifeln.

Der Roman begleitet Jess in ihren ersten Schritten durchs Berufsleben und bei wichtigen Entscheidungen, wie ihre Zukunft verlaufen soll, auch ein Stück weit, wer sie sein möchte. Immer wieder blitzen durch nur einen kleinen Gedanken, eine dahergesagte Aussage Erinnerungen in ihr auf, die uns beim Lesen dann schnell in ihre Vergangenheit versetzen. So erfahren wir auch mehr und mehr, wie sie mit Alltagsrassismus zu kämpfen hat, warum sie struggelt, einen weißen und republikanischen Freund zu haben, warum sie in der Finanzwelt sich nicht so wohl fühlt, obwohl dort das große Geld wartet, von dem sie später auch in der Beziehung mit Josh teilweise profitiert. Warum sie das Gefühl hat, sich immer wieder lautstark verteidigen zu müssen und Dinge von einer ganz anderes Seite beleuchtet, als der Sprechende eigentlich meinte. Das macht auch die Beziehung zwischen ihr und Josh schwierig.

Beide Figuren, Josh und Jess haben für mich sympathische Züge, aber auch engstirnige Meinungen und Verhaltensmuster. An den Schreibstil musste ich mich ein wenig gewöhnen, aber die Übergänge zu den Erinnerungen, also die Sprünge in die Vergangenheit fand ich sehr gut.

Besonders imposant fand ich, dass neben Wirtschaft und Journalismus auch politische Themen eingewoben wurden. So geben zwei Präsidentschaftswahlen den Rahmen der Handlung, es beginnt mit der Wahl Obamas als geschichtsträchtiges Ereignis und endet mit der Wahl Trumps und dem Versprechen von Josh an Jess und vielleicht auch in der Übertragung für Amerika: alles (wird) gut.

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Veröffentlicht am 03.04.2024

Engel, Höllenhunde und eine Bedrohung für alle

Fallen
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Kay lebt in einem Camp, in dem Jugendliche mit besonderen Fähigkeiten auf einen Krieg zwischen Himmel und Hölle vorbereitet werden. Dabei gibt es eine Prophezeiung über eine mehrfach begabte Person, die ...

Kay lebt in einem Camp, in dem Jugendliche mit besonderen Fähigkeiten auf einen Krieg zwischen Himmel und Hölle vorbereitet werden. Dabei gibt es eine Prophezeiung über eine mehrfach begabte Person, die alles entscheiden könnte. Als sich Kays Fähigkeit zur Feuerbändigerin offenbart, wird sie vom etwas älteren Jeff trainiert, der ebenfalls das Feuer beherrscht, doch bei ihren Test macht sich bemerkbar, dass sie mehr ist, als sie erwartet hatte. Zudem ist ein neuer Schüler ins Camp gekommen, Damian, der scheinbar etwas zu verbergen hat.

Mit Kay, Jeff und Damian hat die Autorin wunderbare und sehr faszinierende Charaktere geschaffen, die ich allesamt ins Herz geschlossen habe. Dank des tollen Schreibstils fieberte ich auf jeder Seite mit Kay mit. Besonders die Szenen zwischen den beiden Jungs, die sich offensichtlich nicht besonders leiden können, sind klasse geschrieben.

Eine ganz klare Leseempfehlung für alle, die Fantasy und Romantasy lieben und von Engeln, Höllenhunden und Prophezeiungen nicht genug bekommen können.

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Veröffentlicht am 29.03.2024

Kindgerecht und Impulsgebend

Abenteuerspaß mit Conni 1: Conni im Ferienlager
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Conni im Ferienlager spricht sehr wichtige Themen auf kindgerechte Weise an. Denn das Ferienlager, das Conni in diesem Abenteuer besucht, setzt auf Recycling, upcycling und einem bewussten Umgang mit Plastikmüll. ...

Conni im Ferienlager spricht sehr wichtige Themen auf kindgerechte Weise an. Denn das Ferienlager, das Conni in diesem Abenteuer besucht, setzt auf Recycling, upcycling und einem bewussten Umgang mit Plastikmüll. Zudem geht es auch darum, hinter die Fassade zu schauen, sich die Mühe machen, Menschen und ihr vielleicht auf den ersten Blick falsches Verhalten besser zu verstehen.
Zwar sind die Illustrationen hier in schwarz weiß gehalten, was im ersten Moment befremdlich ist, wenn man die schönen bunten Conni Bildbände, Pixi-Geschichten und Wimmel-Bücher kennt, aber hier steht schließlich die Geschichte im Vordergrund. Es sind aber auch genügend Bilder da, um dieses Buch vorzulesen, aber der Fokus ist hier ganz klar auf Leseanfänger im Alter von etwa acht Jahren gelegt. Dafür ist es sprachlich perfekt angelegt. Ein schönes Buch, das auch Werte vermittelt und am Ende auch noch gute Tipps an die Hand gibt, um die ausgetragene Kleidung in etwas Neues zu verwandeln. Das Bonbon-Rezept werden wir auch definitiv einmal ausprobieren.

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Veröffentlicht am 27.03.2024

Wien - ein It-girl und eine tolle Geschichte

Vienna 1: Blinding Lights
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Wow! Was für eine tolle Geschichte. Schon bei dem Wiener Setting war mir klar, dass ich dieses Buch hören muss. Und ich wurde nicht enttäuscht, bekannte Schauplätze Wiens werden schon in die Geschichte ...

Wow! Was für eine tolle Geschichte. Schon bei dem Wiener Setting war mir klar, dass ich dieses Buch hören muss. Und ich wurde nicht enttäuscht, bekannte Schauplätze Wiens werden schon in die Geschichte eingewoben.

Der Roman wird aus der Ich-Perspektive von Livia Hohenburg, Tochter des Bürgermeisters von Wien und beliebtes It-Girl, Model, Erbin und Influencerin. Sie hat augenscheinlich alles in ihrem glitzerbunten, hellen Leben, was man sich wünschen kann. Doch in ihrem Inneren sieht es ganz anders aus. Dunkel und leer.

Der Roman nimmt einen mit in die Tiefen ihrer Empfindungen. Ihre Mutter hat die Familie verlassen, diese Leere versucht Livia mit Partys, Sex und Likes zu füllen. Eine Maske, die im Laufe des Romans bröckeln wird. Ganz besonders, als ihr Vater eine neue Frau in die Familie holt und mit ihr einen „Stiefbruder“ für Livia, den sie erst vertreiben will, doch die Anziehung ist so groß, dass sie es beide kaum glauben können.

Wer Spice Szenen mag kommt hier auch komm auf seine Kosten. Zudem gibt es ganz besonders gegen Ende so klasse Wendungen, die ich kaum kommen sah. Nun möchte ich am liebsten sofort den nächsten Teil lesen.

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