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Veröffentlicht am 08.10.2025

Kein Thriller!

Garden Girls
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Der Plot des Buches klang spannend – leider konnten mich weder die Sprache noch die Erzählweise abholen. Das war eher kein Thriller, sondern ein Romance-Buch, in dem einer der Protagonisten zufällig Ermittler ...

Der Plot des Buches klang spannend – leider konnten mich weder die Sprache noch die Erzählweise abholen. Das war eher kein Thriller, sondern ein Romance-Buch, in dem einer der Protagonisten zufällig Ermittler ist. Es wurde alles viel zu langatmig erzählt, außerdem kam an keiner Stelle wirklich Spannung auf. Vielleicht lag es an der deutschen Übersetzung, oft hat mich auch die Ausdrucksweise gestört (ständig das Wort „Schlips“, wer sagt das noch?) sowie die ständigen merkwürdigen Vergleiche und der religiöse Unterton.
Das Buch ist das dritte einer Reihe rund um die „Strange Crime Unit“, die sich auf Verbrechen spezialisiert hat, die mit Religion bzw. Sekten zu tun haben. Der Hauptcharakter Tiberius (Ty) wurde selbst in eine Sekte geboren, konnte aber daraus ausbrechen – das reichte anscheinend, um Profiermittler zu werden.
Da ich die vorherigen Bücher nicht kannte, war es oft schwer der Story zu folgen, weil so gut wie gar keine Hintergründe oder Vorgeschichten angeschnitten wurden. Anscheinend ist dies aber das erste ins Deutsche übersetze Buch, was leider so gar keinen Sinn ergibt. Es konnte überhaupt kein Gefühl für die Beziehungen zwischen den Personen entstehen und vieles musste man sich selbst halbwegs zusammenreimen, außerdem wurde ständig auf vorherige Fälle angespielt, von denen deutsche Leser:innen ja nichts wissen können.
Dadurch war auch die Storyline, dass eine Teamkollegin, welche die anderen gerade im Urlaub wähnen, eines der Opfer ist, überhaupt nicht schockierend oder überraschend, da ich null Bezug zu dieser Figur hatte und sie vorher überhaupt nicht erwähnt wurde.
Auf den Outer Banks verschwinden Frauen, die nach Blumen benannt sind, und werden irgendwann tot mit Blumen tätowiert vor Leuchttürmen abgelegt. Alles scheint irgendwie eine private Fehde gegen Ty zu sein, aber statt zu ermitteln geht es die meiste Zeit weniger um den Fall als um seine Vergangenheit, alte Liebe, seine Familie etc. Ich habe mich wirklich gefragt, was die Ermittler:innengruppe die ganzen Tage lang macht. Gefühlt haben sie an vielen Tagen überhaupt nicht weiterermittelt, während aber ständig betont wurde, wie zeitkritisch alles wegen des herannahenden Hurrikans ist, und machen dann auch noch Anfängerfehler.
Den Umgang zwischen Ty und Bexley fand ich auch richtig merkwürdig, dafür dass sie sich so lange nicht gesehen haben. Gefühle habe ich da auch keine gespürt. (S. 183 „Iss deine Eier, Bex, und hör auf, dich wie ein aufsässiges Mädchen zu verhalten.“)
Was mich persönlich auch sehr gestört hat war der ständige religiöse Unterton. Zum einen wurden zwar Sekten kritisiert (aber auch nur sehr oberflächlich), viele Gespräche drehen sich dann aber doch um den Glauben oder klingen schon fast wie eine Predigt. Und auch am Ende war es einfach too much, sehr pathetisch à la „alles passiert aus einem Grund“, „das war Schicksal“ etc.
Das Ende fand ich gleichzeitig sehr vorhersehbar (was auch nicht zur Spannung beigetragen hat) als auch unrealistisch, weil die ganze Story so konstruiert, weit hergeholt und unglaubwürdig war, dass es kaum vorstellbar ist, dass die Ereignisse in der Realität auch nur annähernd so passieren könnten. Dazu zog es sich auch noch viel zu lang, sodass ich mich echt zwingen musste, bis zum Ende zu lesen.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Inhaltlich gut, mit der Erzählweise bin ich nicht warm geworden

Plant Lady
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Die Geschichte an sich hat mir sehr gut gefallen und hervorzuheben ist auch das schöne Cover, wodurch ich auf das Buch aufmerksam geworden bin!

Eine Frau,  Yu-hee, eröffnet einen Pflanzen-Shop, der sehr ...

Die Geschichte an sich hat mir sehr gut gefallen und hervorzuheben ist auch das schöne Cover, wodurch ich auf das Buch aufmerksam geworden bin!

Eine Frau,  Yu-hee, eröffnet einen Pflanzen-Shop, der sehr erfolgreich wird und Menschen von nah und fern anzieht. Irgendwann spricht sich herum, dass sie übergriffige Männer "beseitigt" und immer mehr Frauen mit solchen Problemen kommen auf sie zu. Dabei hat sie auch immer eigene Erlebnisse in der Vergangenheit im Hinterkopf.

Den Ansatz fand ich spannend, da so gut wie jede Frau solche Erlebnisse kennt und man manche Typen, die einem das Leben schwermachen, gerne einfach verschwinden lassen würde. Ich hätte mir auch (gerade, weil ihr irgendwann ein Ermittler auf die Schliche kommt) noch mehr Spannung gewünscht, stattdessen war die Erzählung weitgehend nüchtern und schon fast sachlich. Vielleicht lag das aber auch an den kulturellen Gegebenheiten?

Soweit ich informiert bin, ist Südkorea noch sehr viel mehr von patriarchalen Strukturen geprägt, sodass Frauen wahrscheinlich über die offiziellen Wege häufig kaum eine Chance haben, gegen solche Männer vorzugehen. Yu-hees Vorgehen war oft sehr brutal, man kann aber ahnen, was Frauen in Südkorea ertragen müssen und dass sie sich einfach irgendwann rächen wollen.

Mit dem Schreibstil bin ich aber nicht ganz warm geworden - ich weiß nicht ganz, woran es lag. Es war mein erstes aus dem Koreanischen übersetztes Buch, eventuell lag es manchmal an Formulierungen oder dem Satzbau, die sich sehr am Original orientiert haben und deshalb im Deutschen etwas unauthentisch/unnatürlich/gestelzt (?) klangen. Mir fehlt das richtige Wort, sprachlich fühlte sich der Text nicht ganz "rund" an.

Es wurde auch erwähnt, dass die Namen im Buch jeweils gut zu ihren Träger:innen passen, hier wäre eine deutsche Übersetzung sinnvoll gewesen. (Einige habe ich gegoogelt, so bedeutet Yu-hee beispielsweise "Helligkeit, Strahlen" oder "Schönheit" und "intelligent, weise" und Do-kyung "Weg" oder "Pfad", bzw. "Respekt", "Ehre".)

Teilweise wurden auch die Blickwinkel gewechselt, was nur durch einfacha Absätze vom restlichen Text getrennt wurde, sodass nicht direkt nachvollziehbar war, aus wessen Perspektive nun geschrieben wurde.

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Hat mir gut gefallen

22 Bahnen
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Endlich habe ich es auch geschafft, "22 Bahnen" zu lesen und es hat mich wirklich sehr berührt. Die eher nüchterne, knappe Sprache und die Konstruktion der wörtlichen Rede sind vielleicht am Anfang etwas ...

Endlich habe ich es auch geschafft, "22 Bahnen" zu lesen und es hat mich wirklich sehr berührt. Die eher nüchterne, knappe Sprache und die Konstruktion der wörtlichen Rede sind vielleicht am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man sich aber einmal daran gewöhnt hat, passen sie einfach perfekt zum "Flow" des Buches.

Ich fand Tildas innere Zerrissenheit zwischen dem Verantwortungsgefühl gegenüber der jüngeren Schwester (weil die alkoholkranke Mutter die meiste Zeit nur auf dem Sofa liegt) und den Zweifeln, ob sie sich eigene Wünsche "erlauben" darf, sehr nachvollziehbar dargestellt. Mathestudium, Arbeit im Supermarkt, jeden Tag im Schwimmbad 22 Bahnen schwimmen, kochen, zum Elternsprechtag gehen etc. - im Gegensatz zu ihren Freund:innen hat Tilda es bisher nicht aus der Kleinstadt herausgeschafft. Die sich langsam entwickelnde Beziehung zu Viktor, der irgendwann im Schwimmbad auftaucht, hat mir auch gut gefallen.

Die Erkrankung der Mutter und der Versuch der Schwestern, ein halbwegs "normales" Leben aufrechtzuerhalten wird sehr unaufgeregt und ohne unglaubwürdiges "Drama" erzählt, sodass man - auch ohne selbst betroffen zu sein - eine Ahnung davon bekommt, wie schwierig das Zusammenleben mit so einem Menschen ist.

Jetzt freue ich mich auf den Film und "Windstärke 17"!

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Nicht mein Buch, Inhalt/Entwicklung der Story haben mir nicht gefallen

Crushing
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Das Buch ist recht leicht und umgangssprachlich geschrieben und die Übersetzung ist ganz gut, sodass es sich locker und entspannt lesen lässt. Teilweise waren einige Witze dabei, die ich nicht wirklich ...

Das Buch ist recht leicht und umgangssprachlich geschrieben und die Übersetzung ist ganz gut, sodass es sich locker und entspannt lesen lässt. Teilweise waren einige Witze dabei, die ich nicht wirklich verstanden habe – entweder, die Autorin hat einen etwas eigenwilligen Humor oder da wurden evtl. Wortwitze nicht ganz passend übersetzt.
Ich hatte hohe Erwartungen an den Inhalt (weil das erste Buch der Autorin so vielen Leuten gefallen hat), wurde inhaltlich aber leider enttäuscht – Vielleicht, weil ich etwas ganz anderes erwartet habe. Ich dachte, es geht um eine junge Frau, die endlich verstanden hat, dass das Glück/die Zufriedenheit im Leben nicht davon abhängt, ob man gerade mit einem (mittelmäßig bis unterdurchschnittlichen) Mann zusammen ist.
Stattdessen ging die Protagonistin Marnie mir echt auf die Nerven. Sie ist 28 Jahre alt und hatte in den letzten 10 Jahren fünf Beziehungen. Single war sie so gut wie nie (was ja schon auf ein gestörtes Bindungsverhalten hinweist). Nach der letzten Trennung will sie sich endlich mal nur auf sich konzentrieren und herausfinden, wer SIE eigentlich ist (ohne sich völlig in einem Mann zu verlieren) – und DER Plot hätte mich interessiert!
Aber nein – sie trifft bei der erstbesten Gelegenheit den nächsten Typen (Isaac), in den sie sich sofort wieder verliebt, weil er ihr ein paar Minuten Aufmerksamkeit gibt. Der hat aber eine Freundin und so redet sie sich ein, dass sie nur befreundet sind.
Und genau das hat mich so genervt! Es hätte wirklich JEDER Typ sein können, sie verfällt direkt wieder in ihr altes Muster, findet ihn nach zwei Sätzen sofort ganz toll und versucht, sich so zu verhalten, wie ER sie gerne hätte – statt einfach mal SIE SELBST zu sein.
Dazu kommt noch, dass Isaac sich wie ein Arsch verhält. Er flirtet offen mit Marnie, sie texten und telefonieren permanent, und ihm ist bewusst, dass er dazu beiträgt, dass ständig eine sexuelle Spannung zwischen ihnen ist. Seine Freundin tat mir die ganze Zeit leid, weil er sie durchgehend belogen und Marnie hingehalten hat. Naja, Marnie ist das jedenfalls erstmal egal und sie macht sich emotional komplett von ihm abhängig. (Ein Treffen mit ihm ist das Highlight ihres Monats?!)
Statt wirklich zu versuchen, ihr Leben mit Dingen zu füllen, die ihr Spaß machen, scheinen alle Hobbies, die sie ausprobiert, nur dem einzigen Zweck zu dienen, etwas zu tun zu haben, wenn der Typ mal nicht kann. Sie wirkt generell sehr frustriert und gar nicht selbstbestimmt, kann nicht alleine sein und klammert sich an wenige Menschen, statt ihren Kreis mal etwas zu erweitern.
Dasselbe lässt sich auch auf ihre Freundin/neue Mitbewohnerin Claud übertragen. Marnie macht sich super schnell von ihr abhängig, übernimmt Gewohnheiten, passt sich an, sagt andere Dinge für sie ab. Sie hat irgendwie gar keinen eigenen Charakter (außer zynisch sein und mit ihren Kollegen streiten/sich beleidigen). Generell wirkte sie auf mich super unreif, eher wie eine 18- nicht wie eine 28-Jährige. Bspw. jammert sie ständig, dass sie kein Geld hat, will aber ihren mies bezahlten Job in einem Café nicht aufgeben und hat auch null Ambitionen, etwas zu ändern.
Auch Claud (die eigentlich als sehr selbstbewusst/selbstbestimmt eingeführt wurde) verfällt dann einem absolut toxischen und misogynen Typen und der Ehemann von Marnies Schwester stellt durchgehend seine weaponized incompetence zur Schau. Wenn das Buch generell abschreckend für (hetero) Frauen auf der Suche nach einer Beziehung wirken sollte, hat es das mit den gezeigten Männern auf jeden Fall geschafft.
Von der Suche Marnies nach sich selbst habe ich leider überhaupt nichts gemerkt. Erst auf den letzten ca. 20 Seiten des Buchs fing der Inhalt an, den ich EIGENTLICH erwartet habe.
Außerdem fand ich den Umgang mit Alkohol wirklich fragwürdig. Marnie und Claud sind eigentlich dauerbetrunken. Und ich HASSE es, wenn jemand (hier Claud) sagt, sie möchte nicht trinken und andere (Marnie) das nicht respektieren und sie zu überreden versuchen.
Im Prinzip endet das Buch an der Stelle, von der ich dachte, dass es da beginnt. Rückblickend gar nicht richtig sagen, worum es eigentlich ging. Ausnahmslos alle Frauen im Buch haben irgendwelche inkompetenten, lügenden oder misogynen Typen an der Backe – immerhin schaffen zumindest sie und Claud es, sich zu trennen.
Also ja, der Plot war – Frauen können nicht alleine sein, gehen darum Beziehungen/Freundschaften mit Männern ein, die nicht gut für die sind, zerstreiten sich darüber, trennen sich und finden wieder zusammen – aber was soll man jetzt mitnehmen?
Es hat mich einfach genervt wie viel Bedeutung Männern in diesem Buch wieder beigemessen wurde. Am Ende ist sie immer noch unzufrieden und denkt an den dämlichen Typen, dabei gibt es SO VIELE ANDERE SACHEN, die man machen und sein Leben füllen kann! Man muss es halt auch wollen und nicht nur machen „um die Zeit totzuschlagen“, wie es buchstäblich auf der letzten Seite steht.
Ich habe auch nochmal den Klappentext gelesen, der ganz klar suggeriert, dass es um etwas anderes geht: „Außerdem hat Marnie wichtigere Fragen zu klären: Wer ist sie wirklich, was will sie vom Leben, und wie konnte sie sich so lange in Beziehungen verlieren, die ihr nichts gegeben haben?“ Ich habe gedacht, dass Isaac vielleicht eine Nebenrolle spielt, ein Crush halt, und es im Großen und Ganzen mal nicht um Beziehungen geht. Denn was die wichtigen Fragen angeht, die Marnie eigentlich klären wollte, ist sie am Ende des Buchs ja nicht wirklich weitergekommen …

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Veröffentlicht am 07.09.2025

I don't get the hype

Women
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In welcher Welt ist das ein Kultbuch?

Die Ich-Erzählerin berichtet von ihrer ersten lesbischen Affäre (heute würde man wohl Situationship sagen) mit einer fast 20 Jahre älteren, vergebenen Frau - Finn.

So ...

In welcher Welt ist das ein Kultbuch?

Die Ich-Erzählerin berichtet von ihrer ersten lesbischen Affäre (heute würde man wohl Situationship sagen) mit einer fast 20 Jahre älteren, vergebenen Frau - Finn.

So eine ähnliche Art der Beziehung (ob queer oder nicht) hatten wohl schon viele Menschen, deshalb war durchaus Identifikationspotenzial da, ich konnte mich mit dem Schreibstil der Autorin aber leider gar nicht anfreunden und inhaltlich blieb die Geschichte viel zu sehr an der Oberfläche.

In recht losen Episoden, bei denen oft die Chronologie der Ereignisse unklar ist, erzählt die Protagonistin von den super intensiven Begegnungen mit Finn, die schon obsessiv werden, sehr hohen Höhen und sehr tiefen Tiefen, die das Ganze so ungesund machen.

Ich weiß nicht, wie man Finn sympathisch finden kann, alles was sie sagt oder tut schreit Red Flag. Die Erzählerin ist zu dem Zeitpunkt mit 26/27 zwar auch nicht mehr ganz jung, dass eine Ende 40-jährige Frau sich so verhält ist aber maximal bedenklich. Sie lebt seit Jahren in einer festen Beziehung und lässt sich trotzdem mit der Erzählerin ein, lässt sie bei sich schlafen, sie gehen ständig in Bars, Cafés, besuchen sich bei der Arbeit - also im Prinzip eine Beziehung, ohne eine zu sein, während sie beide Frauen (die Erzählerin und ihre Freundin) verarscht, sich selbst aber als das Opfer der ganzen Sache sieht.

Der Erzählerin ist bewusst, dass das nicht gut enden kann, trotzdem schafft sie es nicht, sich aus der Abhängigkeit zu lösen (we've all been there). Und hier hätte Finn halt die Erwachsene (die sie ist) sein und einen klaren Schlussstrich ziehen müssen, statt die arme junge Frau permanent mit Mails und halbgaren Liebesbekundungen zu bombardieren.

Ich konnte die im Vorwort erwähnte Leidenschaft zwischen den beiden Frauen auch absolut nicht spüren, man erfährt auch viel zu wenig über ihre Charaktere, um sie als eigenständige Personen greifbar zu machen. Die Erzählerin existiert nur für Finn, und wenn diese nicht da ist, dröhnt sie sich mit diversen Substanzen zu.

Meiner Meinung nach weniger lesbian Awakening als Warnung, sich von solch emotional nicht verfügbaren Leuten fernzuhalten.

Dass dieses Buch unter lesbischen Frauen angeblich "heimlich" weitergegeben wird und alle es mit ihren (Ex-)Partnerinnen, Freundinnen, Affären etc. lesen, fällt mir schwer zu glauben. Ich konnte keine bahnbrechenden Erkenntnisse mitnehmen.

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