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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.07.2025

Würde ich nicht "Thriller" nennen

VERGESSEN - Nur du kennst das Geheimnis
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Im Großen und Ganzen habe ich das Buch ganz gerne gelesen. Ich mag den Schreibstil von Claire Douglas, auch, wenn nicht viel "rasantes" oder wirklich nervenaufreibendes passiert. Dennoch hätte man an einigen ...

Im Großen und Ganzen habe ich das Buch ganz gerne gelesen. Ich mag den Schreibstil von Claire Douglas, auch, wenn nicht viel "rasantes" oder wirklich nervenaufreibendes passiert. Dennoch hätte man an einigen Stellen kürzen können - und die Bezeichnung "Thriller" ist meiner Meinung nach nicht ganz passend, es ist eher ein spannender Roman, der aber mehr so dahinplätschert.

Vor allem wird im Klappentext schon viel zu viel verraten - es dauert aber 200 Seiten im Buch, bis der Mord endlich passiert, wodurch die Hinleitung nur so semi interessant ist, weil man ja schon weißt, was kommt. Die Kritik geht also an den Verlag: schreibt doch bitte nicht solche Spoiler aufs Buch!!

Inhaltlich war mir ein großer Teil des Plots, der am Ende eigentlich eine überraschende Wendung sein sollte, ab der ersten Anspielung klar. Ich wusste bei der ersten Nennung von Ruby und ihren "Problemen" irgendwie sofort, was los ist - und genauso hat es sich am Ende bewahrheitet.

Die Hauptprotagonistin Kirsty hat mich mit ihrer Art manchmal echt genervt, aber man muss die Figuren ja nicht immer sympathisch finden.

Im Verlauf der Handlung wurden ein paar falsche Fährten gestreut, die aber alle zu offensichtlich gewesen wären, sodass auch die schließliche Auflösung des Mordes nicht mehr wirklich spannend war.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Hat Längen und Lücken

Never Safe - Wann wirst du sicher sein?
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Das Buch fing richtig gut an und ich habe es gekauft, nachdem ich die ersten ca. 30 Seiten überflogen hatte. Leider konnte sich diese Spannung nicht halten und es ging in eine andere Richtung, als ich ...

Das Buch fing richtig gut an und ich habe es gekauft, nachdem ich die ersten ca. 30 Seiten überflogen hatte. Leider konnte sich diese Spannung nicht halten und es ging in eine andere Richtung, als ich erwartet hatte. Dass Kara 20 Jahre nachdem sie ihre grausam ermordete Familie gefunden hat, mysteriöse Nachrichten bekommt, die - so vermutet sie - von ihrer damals verschollenen Schwester stammen, klang erstmal sehr spannend. Dazu kommt noch, dass ausgerechnet jetzt ihr Halbbruder - der damals für die Tat verantwortlich gemacht wurde - nach 20 Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird.

Leider kam es nicht zum "die zwei endlich wiedervereinten Schwestern decken gemeinsam auf, was damals wirklich geschah"-Plot. Die Nachrichten spielten nur noch eine untergeordnete Rolle, obwohl ich gerade die Idee so spannend fand. Stattdessen verbündet Kara sich mit einem "nervigen" (man weiß, worauf es hinausläuft) Reporter, der ein Buch über den Fall schreiben will und zufällig auch persönlich involviert ist, weil sein Vater vor 20 Jahren starb, als er Kara gerettet hat.

Dieser Reporter wiederum hat einen "Informanten", der Dinge für ihn ermittelt - wie und woher erfährt man leider nicht, es ist für die Story aber natürlich praktisch, dass aus dem Nichts Hinweise kommen. Da fragt man sich auch, warum nach 20 Jahren plötzlich SO viele neue relevante Informationen kommen, die damals einfach niemanden interessiert zu haben scheinen.

Es wird ständig aus wechselnden Perspektiven erzählt, was teilweise verwirrend ist. Vor allem, weil manche Personen nicht wirklich relevant für die Ereignisse sind, bzw. hätten sie keine eigene Perspektive gebraucht (z. B. die Tante und deren Freund, Chad und seine Frau).

Ich finde es komisch, dass am Ende nicht alles wirklich sinnvoll aufgeklärt wurde. Dass die einzelnen Protagonist:innen jeweils nicht alles wissen/ermitteln können und mit einem "das werden wir wohl nie erfahren" zurückbleiben - okay. Aber für die Leser:innen ist das wirklich nervig, weil die Story so rückblickend einfach nicht richtig durchdacht wirkt und einige Dinge einfach keinen Sinn ergeben, weil sie nicht logisch sind. Als hätte die Autorin am Ende selbst gemerkt, dass manches nicht passt, aber keine Lust gehabt, es an anderen Stellen im Buch so zu ändern, dass es passt.

Warum zum Beispiel war auch ein Peilsender am Auto von Mia Long? Woher hätte Marlies Vater (Name schon wieder vergessen) wissen sollen, dass Jonas sich an sie wendet? Wieso war er auch vor dem Krankenhaus und hat sie beobachtet? Warum waren überhaupt so viele Familienmitglieder vor dem Krankenhaus?

Und vor allem: Woher hatte Marlie Karas Handynummer?? Warum hat sie nicht versucht, sich mit ihr zu treffen? Warum ruft sie mit komisch verstellter Stimme an?!

Die ganze "Erklärung", dass Marlie 20 Jahre unter falschem Namen mehr oder weniger bei ihrem Vater eingesperrt war wirkt auch absolut unglaubwürdig. Ständig wird gesagt, dass die Ereignisse und Bilder der Familienmitgliefer permanent in den Medien waren, aber da hat sie niemand erkannt? Und sie ist einfach dageblieben, obwohl sie wusste, was er getan hat?

Das Buch lässt sich gut lesen, der Schreibstil ist flüssig. Es hat aber einige Längen und meiner Meinung nach zu viele inhaltliche Lücken, die am Ende nicht sinnvoll aufgeklärt werden.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Zu Recht ein Klassiker

Der Proceß
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Dieses Buch von Kafka sollte man gelesen haben. Es ist auch heute noch schmerzhaft aktuell, vielleicht aktueller denn je. Josef K. wird verhaftet, weiß aber überhaupt nicht, wofür - und auch niemand anders ...

Dieses Buch von Kafka sollte man gelesen haben. Es ist auch heute noch schmerzhaft aktuell, vielleicht aktueller denn je. Josef K. wird verhaftet, weiß aber überhaupt nicht, wofür - und auch niemand anders scheint es zu wissen und/oder ist befugt, es ihm zu sagen. Eine verzweifelte Suche nach Gerechtigkeit.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Ein Meisterwerk

Das Schloß
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Eines meiner Lieblingsbücher von Kafka. Man kann die Verzweiflung des Protagonisten richtig spüren, wie es sich scheinbar immer mehr von seinem Ziel entfernt, je mehr er sich anstrengt, es zu erreichen. ...

Eines meiner Lieblingsbücher von Kafka. Man kann die Verzweiflung des Protagonisten richtig spüren, wie es sich scheinbar immer mehr von seinem Ziel entfernt, je mehr er sich anstrengt, es zu erreichen. Tragisch!

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Sollte man gelesen haben

Brief an den Vater
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Ein Klassiker, aber auch heute noch viel Interpretationspotenzial. Ein Buch, das man meiner Meinung nach gelesen haben sollte. Kein Wunder, dass Freud seine Freude (haha) daran hatte. Schwieriges Vater-Kind-Verhältnis, ...

Ein Klassiker, aber auch heute noch viel Interpretationspotenzial. Ein Buch, das man meiner Meinung nach gelesen haben sollte. Kein Wunder, dass Freud seine Freude (haha) daran hatte. Schwieriges Vater-Kind-Verhältnis, mit dem sich bestimmt viele identifizieren können

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