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Veröffentlicht am 20.10.2025

Viel Lokalkolorit, aber auch Spannung

Der Himmel über Nordfriesland
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Viel Lokalkolorit, aber auch Spannung

Inhalt:
Helena Reinke leidet unter Depressionen. Ihre kleine Tochter Anna ist gestorben. Von ihrem Mann Markus hat sie sich entfremdet. Und auch die Sterne können ...

Viel Lokalkolorit, aber auch Spannung

Inhalt:
Helena Reinke leidet unter Depressionen. Ihre kleine Tochter Anna ist gestorben. Von ihrem Mann Markus hat sie sich entfremdet. Und auch die Sterne können ihr nicht weiterhelfen. Sie begeht Suizid.

Eine Astrologin wird im Watt eingegraben und der Flut überlassen, eine weitere Frau wird entführt. Ein über Nacht ausgetrockneter Löschteich, ein Kornkreis und weitere paranormale Phänomene geben der Polizei Rätsel auf.

Meine Meinung:
Ich habe vorher noch kein Buch dieser Reihe, ja keines von Gerd Kramer überhaupt gelesen und hatte daher keine Erwartungen. Ich war dann aber sehr positiv überrascht von diesem 5. Band der Reihe, den man problemlos ohne Vorkenntnisse lesen kann - mit ist es wahrscheinlich noch besser.

Die ermittelnden Kommissare Flottmann und Hilgersen sind ein eingespieltes Team und sehr sympathisch. Über ihre Kabbeleien musste ich immer wieder schmunzeln. Doch auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Man bangt um die Opfer, hofft auf Rettung in letzter Minute. Da kann man schon mal den Atem anhalten. Manche Szenen empfand ich als richtig schockierend. Doch im Großen und Ganzen ist es eher ein eher ruhiger, aber gut durchdachter Kriminalroman.

Die Reihe:
1. Das Flüstern im Watt
2. Tidetod
3. Tod an der Seebrücke
4. Endstation Seeschleuse
5. Der Himmel über Nordfriesland

★★★★☆

Veröffentlicht am 17.10.2025

Mythologie, Magie und Romantik

Palace of Ink & Illusions, Band 1 - Der Kuss der Muse
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Mythologie, Magie und Romantik

Meine Meinung:
Ich habe nun schon etliche Bücher von Sabine Schoder gelesen, angefangen bei ihrem Debütroman „Liebe ist was für Idioten. Wie mich.“ bis hin zur Trilogie ...

Mythologie, Magie und Romantik

Meine Meinung:
Ich habe nun schon etliche Bücher von Sabine Schoder gelesen, angefangen bei ihrem Debütroman „Liebe ist was für Idioten. Wie mich.“ bis hin zur Trilogie „The Romeo & Juliet Society“. Ich finde ihren jugendlich-erfrischenden Schreibstil einfach klasse und bin immer wieder von ihren Büchern begeistert. Auch „Der Kuss der Muse“ hat mir ein paar wunderschöne Lesestunden beschert. Es ist eine gelungene Mischung von griechischer Mythologie, Magie, Romantik und Spannung, garniert mit der ein oder anderen Prise Spice.

Ich durfte die 18-jährige Liv nach Korfu begleiten, wo sie an einem Autorenwettbewerb teilnimmt - nicht um zu gewinnen, sondern nur um Werbung für ihren Webtoon zu machen. Doch schnell stellt sich heraus, dass es bei dem Wettbewerb nicht mit rechten Dingen zugeht. Die Teilnehmer müssen verschiedene Prüfungen auf Leben und Tod absolvieren. Wer überleben will, muss gewinnen. Was aber, wenn man sich mit den Konkurrenten angefreundet oder sich gar verliebt hat? Kann Liv sich trotzdem gegen sie durchsetzen in dem Wissen, dass sie ihnen damit schadet? Das geht der sympathischen Protagonistin total gegen den Strich! Zum Glück ist sie sehr kreativ und weiß sich in vielen Situationen gegen die Konkurrenten sowie die Veranstalter zur Wehr zu setzen.

Nicht nur Liv, sondern auch der mysteriöse Flame ist eine gelungene Figur. Ich liebe die knisternde Spannung zwischen den beiden und ihre frechen Dialoge. Dass es eine verbotene Liebe ist, macht die Sache nur umso interessanter.

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich: Es gibt frappierende Parallelen zur Romeo & Juliet Society-Trilogie. Dafür ziehe ich einen halben Stern ab.

Die Reihe:
1. Der Kuss der Muse
2. Die Nacht des Verrats (erscheint voraussichtlich im April 2026)

★★★★★

Veröffentlicht am 15.10.2025

Heiße Verbrechen eiskalt serviert

Lügennebel
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Heiße Verbrechen eiskalt serviert

Inhalt:
Sechs Studierende aus Uppsala, zwei Frauen und vier Männer, wollen in einem Luxus-Ferienhaus in Åre ihre Skiferien verbringen. Schon auf der Zugfahrt gibt es ...

Heiße Verbrechen eiskalt serviert

Inhalt:
Sechs Studierende aus Uppsala, zwei Frauen und vier Männer, wollen in einem Luxus-Ferienhaus in Åre ihre Skiferien verbringen. Schon auf der Zugfahrt gibt es Hinweise auf Spannungen in der Gruppe. Unmengen von Alkohol und Drogen machen die Sache nicht besser. Und dann liegt eine der Frauen morgens halbnackt und mausetot im Schnee vor dem Haus. Hanna Ahlander und Daniel Lindskog von der Polizei rennen gegen eine Mauer von Lügen an.

Meine Meinung:
Zunächst einmal vielen Dank an den Verlag, dass die Reihe nun unter „Die Åre-Morde“ läuft und nicht mehr unter „Polarkreis-Krimi“, denn die Handlungsorte sind doch noch sehr weit vom Polarkreis entfernt.

„Lügennebel“ ist bereits Band 4 der Reihe um die Polizisten Hanna Ahlander und Daniel Lindkog, kann jedoch auch problemlos ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Der Kriminalfall ist in sich abgeschlossen; Notwendiges zum Privatleben der Ermittlerinnen wird noch einmal kurz angerissen.

Viveca Sten schreibt unheimlich fesselnd und atmosphärisch. Die beschriebenen tiefen Minusgrade im Januar kriechen einem sogar beim Lesen im warmen heimischen Wohnzimmer unter die Haut. Vielleicht lag meine Gänsehaut aber auch an den üblen Ereignissen, die sich hier abspielen? Jedenfalls wirken die Vorkommnisse wie auch die polizeilichen Ermittlungen sehr realistisch.

Die Autorin versteht es, falsche Fährten zu legen und so die Lesenden an der Nase herumzuführen. Erst nach und nach fallen die wahren Puzzleteilchen an ihren Platz und ergeben zuletzt ein für mich überraschendes Bild, das jedoch in sich absolut logisch ist. Ich konnte also wunderbar miträtseln, ohne dass zu früh bekannt wurde, wer hinter den Taten steckt. Genau so wünsche ich mir das bei einem Kriminalroman.

Doch nicht nur der Kriminalfall hat mich begeistert, sondern auch die privaten Verwicklungen der Polizisten. Beziehungen und Gefühle, von denen niemand wissen soll, Probleme mit der Trennung von der Partnerin, ein unmöglich erscheinendes Outing. All dies erleichtert den Ermittler
innen ihre Arbeit nicht gerade. Dass sie am Ende doch erfolgreich sein werden, ist unter anderem ihrem tollen Teamgeist geschuldet.

Fazit:
Auch Band 4 der Reihe konnte mich vollauf begeistern. Ich hatte spannende Lesestunden mit einem sympathischen Ermittlerteam und freue mich schon auf den nächsten Fall für Hanna Ahlander.

Die Åre-Morde:
1. Kalt und still
2. Tief im Schatten
3. Blutbuße
4. Lügennebel

★★★★★

Veröffentlicht am 12.10.2025

Gemächlicher Anfang, aber was für ein Ende!

Ragpicker King - Die Chroniken von Castellan
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Gemächlicher Anfang, aber was für ein Ende!

Meine Meinung:
Endlich durfte ich die Fortsetzung von „Sword Catcher“ in den Händen halten: „Ragpicker King“ erschien im September 2025 in der Übersetzung von ...

Gemächlicher Anfang, aber was für ein Ende!

Meine Meinung:
Endlich durfte ich die Fortsetzung von „Sword Catcher“ in den Händen halten: „Ragpicker King“ erschien im September 2025 in der Übersetzung von Franca Fritz und Heinrich Koop im Penhaligon Verlag. Etwa zwei Jahre mussten die Fans auf die Fortsetzung der Chroniken von Castellan warten - für mich viel zu lange. Es fiel mir unglaublich schwer, nach so langer Zeit wieder in die Geschichte hineinzufinden, zumal Cassandra Clare das Vergangene nur tröpfchenweise mit einfließen lässt und meine Erinnerung so nur ganz langsam erwachte. Dabei braucht man das Wissen aus Band 1 unbedingt, um der Handlung hier folgen zu können.

Das erste Drittel der gut 700 Seiten zog sich für mich ein bisschen, nicht nur weil ich mich erst wieder zurechtfinden musste, sondern auch weil nicht so wahnsinnig viel passiert. Es werden neue Figuren eingeführt, die sich später als sehr interessant entpuppen, da sie ihre eigenen Geheimnisse mitbringen und oft nicht ihr wahres Gesicht zeigen: die Prinzessin von Kutani, die mit Conor vermählt werden soll, und Artal Gremont, der Antonetta heiraten will.

Bald schon geht es drunter und drüber in Castellan. Kel, Conors Schwertfänger, hat den Auftrag, im Geheimen nach den Attentätern von der Galerie zu suchen. Conor verzehrt sich nach Lin, will aber zum Wohle von Castellan die Prinzessin von Kutani heiraten. Und Lin bereitet sich mit Bangen auf die Prüfung vor, in der sie beweisen soll, dass sie die wieder auferstandene Göttin der Ashkar ist. So gemächlich der Anfang auch war, so rasant geht es später dann zu. Die Ereignisse überschlagen sich schier und endlich werden auch eine Rätsel aufgedeckt, was ich im ersten Band vermisste.

Im Hintergrund wimmelt es vor Geheimnissen, Lügen und Intrigen. Die Handlung ist bunt und komplex und immer wieder überraschend. Cassandra Clares geschmeidiger und einfühlsamer Schreibstil konnte mich wieder fesseln, auch wenn ein paar Seiten und damit ein paar Wiederholungen weniger dem Buch gutgetan hätten. Dass Conor graue Augen hat, hatte ich schon beim ersten Mal verstanden

Nun hoffe ich, dass es bis zum Erscheinen des 3. Bandes nicht wieder so lange dauert, aber falls doch, werde ich mich in Geduld fassen. Verpassen möchte ich die Fortsetzung auf keinen Fall!

Die Chroniken von Castellan:
1. Sword Catcher
2. Ragpicker King

★★★★☆

Veröffentlicht am 05.10.2025

Wie immer recht unterhaltsam

Ungezügelt
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Wie immer recht unterhaltsam

Inhalt:
Nachdem Andrea mit Ü60 ihre Stelle verloren hat, muss sie sich beruflich neu orientieren. Warum es nicht mal als Autorin probieren? Wieder Erwarten findet sich schnell ...

Wie immer recht unterhaltsam

Inhalt:
Nachdem Andrea mit Ü60 ihre Stelle verloren hat, muss sie sich beruflich neu orientieren. Warum es nicht mal als Autorin probieren? Wieder Erwarten findet sich schnell ein Verlag, der von ihrem Exposé eines Old Romance-Romans angetan ist, allerdings unter der Voraussetzung, dass Andrea ein bisschen mehr Spice einarbeitet - erotische Würze. Nebenbei steht Andrea ihrem geliebten 90-jährigen Schwiegervater Rudi zur Seite, der sich vorgenommen hat, sein Leben mit gesunder Ernährung, Sport und kalten Duschen zu verlängern. Schließlich verlangen auch die beiden Enkelsöhne nach Andreas Aufmerksamkeit. Der Umgang mit ihnen ist gar nicht so einfach, müssen doch Claudias strikte Anweisungen genau beachtet werden und Andrea und Tamara konkurrieren um den Titel „beste Oma“.

Meine Meinung:
Ich liebe diese Reihe, was sicher auch daran liegt, dass ich so ziemlich in Andreas Alter bin und mich in Vielem mit ihr identifizieren kann. Etliche ihrer Probleme habe ich selbst oder in meinem Bekanntenkreis erfahren. Und es ist doch einfach schön zu sehen, dass man damit nicht alleine steht.

Allerdings empfand ich diesen Band als etwas schwächer als manch anderen. Zum einen war mir das Gerede um den Spice zu ausufernd und oft nur mäßig witzig. Zudem empfand ich keinen wirklichen Höhepunkt in der Geschichte. Es läuft alles irgendwie nebeneinander her, hier ein Problem, da ein Problem.

Überflüssigerweise werden auch etliche Anekdoten aus den vorherigen Bänden erwähnt, was für die Handlung nicht notwendig gewesen wäre. Als treue Leserin der Reihe hat mir das natürlich nichts Neues gebracht.

Trotz allem habe ich mich wieder gut amüsiert, am meisten über den liebenswerten Rudi, der in breitestem Hessisch daherbabbelt und oft die besten Lebensweisheiten auf Lager hat.

Die Andrea Schnidt-Reihe:
1. Frisch gepresst
2. Frisch gemacht!
3. Familienpackung
4. Treuepunkte
5. Lieblingsstücke
6. Lackschaden
7. Aufgebügelt
8. Wundertüte
9. Feuerprobe
10. Verzogen
11. Abgetaucht
12. Getraut
13. Ungezügelt

★★★☆☆