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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.11.2020

Spannend, trotz einiger Kritikpunkte

The Last Goddess, Band 1: A Fate Darker Than Love
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Bianca Iosivoni hat sich für dieses Buch die nordische Mythologie als Thema ausgesucht, was mich sehr angesprochen hat.
Am Anfang hat mich die Geschichte direkt gefesselt. Durch den lockeren Schreibstil ...

Bianca Iosivoni hat sich für dieses Buch die nordische Mythologie als Thema ausgesucht, was mich sehr angesprochen hat.
Am Anfang hat mich die Geschichte direkt gefesselt. Durch den lockeren Schreibstil und einen großen Knall gleich zu Beginn landet man schnell in Mitten des Geschehens. Auch wenn man sich nicht mit nordischer Mythologie auskennt, kann man das Buch ohne Probleme lesen, denn alles wird anschaulich erklärt.
Die Handlung an sich finde ich auch sehr spannend und eigentlich ganz gut durchdacht. Leider fehlt es mir ein wenig an Tiefgang. Es kam mir ein bisschen so vor, als hätte man bei vielen Dingen nur ein bisschen an der Oberfläche gekratzt, obwohl noch sehr viel darunter liegen würde.
Alles in allem hat mir die Protagonistin Blair ganz gut gefallen.
Allerdings sind mir auch einige Dinge negativ aufgefallen. Es gibt immer wieder Situationen, in denen ich mich sehr über das Verhalten der Protagonistin und/oder der Nebencharakteren aufgeregt habe. An diesen Stellen haben sie meiner Meinung nach völlig irrational und ohne großen Grund oder Erklärung bestimmte Entscheidungen getroffen, die für mich keinen Sinn ergeben haben.
Besonders am Ende des ersten Teils habe ich doch sehr die Stirn gerunzelt. Das Finale war irgendwie… Nicht ganz rund. Es war irgendwie nicht so richtig spannend, nicht ganz außerzählt. Ein paar Dinge hätten meiner Meinung nach noch aufgeklärt werden müssen, sodass man komplett versteht, was da gerade abgegangen ist. Klar gibt es noch einen zweiten Teil, aber ich finde etwas mehr Details wären noch drin gewesen, gerade wenn man bedenkt, dass das Buch ungefähr 350 Seiten lang ist und der zweite Teil beinah 100 Seiten mehr haben wird.
„The last goddess- A fate darker than love” Ist definitive kein schlechtes Buch, auch wenn mir einige Kritikpunkte dazu einfallen. Die meiste Zeit hatte ich Spaß beim Lesen und möchte niemandem ausreden, dieses Buch zu lesen. Für alle, die sich mal an eine belletristische Geschichte mit dem Thema nordische Mythologie versuchen möchte, könnte dieses Buch genau richtig sein.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.11.2020

Interessante Idee

Die Romanfabrik von Paris
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Paris 1850. In der Romanfabrik von Alexandre Dumas schreiben siebzig Angestellte die beliebten Folgen von Die drei Musketiere und Der Graf von Monte Christo, die als Fortsetzungsgeschichten die Zeitungsleser ...

Paris 1850. In der Romanfabrik von Alexandre Dumas schreiben siebzig Angestellte die beliebten Folgen von Die drei Musketiere und Der Graf von Monte Christo, die als Fortsetzungsgeschichten die Zeitungsleser begeistern. Doch im jüngsten Werk ist etwas faul zwischen den Zeilen, denn es ist gespickt mit Staatsgeheimnissen. Um seinen Ruf zu retten, muss sich Dumas ausgerechnet mit seiner größten Kritikerin verbünden: der deutschen Lehrerin Anna Moll, die ihn wegen freizügiger Texte angezeigt hat.

Das Cover gefällt mir richtig gut. Es macht Lust, das Buch in die Hand zu nehmen und mal reinzulesen.
Der Schreibstil ist nicht der leichteste, hat aber sehr gut zu der Zeit, in der die Geschichte spielt, dem 19. Jahrhundert. Dadurch ist es allerdings nicht so einfach das Buch nebenbei zu lesen, da man sich schon auf die Geschichte konzentrieren muss. Was ich aber auch nicht schlimm fand, denn die Handlung an sich ist sehr interessant. Der Klappentext ist oben eingefügt und ich möchte um nicht zu spoilern auch nicht näher darauf eingehen. Leier fehlte mir aber in einigen Szenen die Spannung, sodass ich mich teilweise durch diese Stellen durchbeißen musste. Andere Szenen wiederum waren meiner Meinung nach etwas übertrieben und überspitzt dargestellt, was ich auch nicht unbedingt so passend fand.
Deshalb ziehe ich einen Stern ab und vergebe 4 Sterne für „die Romanfabrik von Paris“. Trotzdem kann ich das Buch weiterempfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.11.2020

Große Leseempfehlung

What if we Drown
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„What if we drown“ ist der Debütroman von Sarah Sprinz und um mein Fazit schon etwas vorzuziehen, ein absolut gelungener.
Der Schreibstil gefällt mir sehr gut und auch das Setting in Vancouver hat es ...

„What if we drown“ ist der Debütroman von Sarah Sprinz und um mein Fazit schon etwas vorzuziehen, ein absolut gelungener.
Der Schreibstil gefällt mir sehr gut und auch das Setting in Vancouver hat es mir angetan. Ich war zwar noch nie dort, aber wenn man dem Buch Glauben schenken darf wäre es eine tolle Stadt, um dort zu studieren.
Man kommt sehr gut in die Geschichte rein und erfährt ein bisschen was über die Protagonistin Lauri. Auch wenn ich ihre Handlungen nicht immer zu 100% nachvollziehen konnte war sie ein komplett überzeugender Charakter. Im Gegensatz zu manch anderen Büchern war ihre Gefühlswelt geradezu greifbar und ich habe mich Lauri sehr verbinden gefühlt.
Die Handlung hat mir auch gefallen, auch wenn mir die ewige Geheimniskrämerei ein bisschen auf den Geist ging, wobei ich darüber im Nachhinein hinwegsehen kann.
Ein besonderes Highlight in dem Buch sind für mich die Nebencharaktere, die in meinen Augen zu einer tollen Geschichte dazugehören. Emmet und Hope sind irgendwie zwei Herzensmenschen und ich freue mich schon total auf die folgenden zwei Bände der Reihe, in dem es in jeweils einem um einen von ihnen gehen wird.
Die Geschichte ist für mich nicht unbedingt ein Jahreshighlight, aber sie hat mir unglaublich gut gefallen. Es ist ein Wohlfühlbuch, das ich nur weiterempfehlen kann.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.11.2020

Verträumte Atmosphäre mit einer sprunghaften Protagonistin

Die Stadt der gläsernen Träume
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Das Cover ist wirklich wunderschön und kombiniert verschiedene wichtige Elemente der Handlung. Es macht direkt Lust auf die Geschichte.
Der Schreibstil ist meiner Meinung nach sehr gut verständlich und ...

Das Cover ist wirklich wunderschön und kombiniert verschiedene wichtige Elemente der Handlung. Es macht direkt Lust auf die Geschichte.
Der Schreibstil ist meiner Meinung nach sehr gut verständlich und anschaulich.
Beim Thema Handlung muss ich noch ein wenig mehr in die Tiefe gehen. Denn die Rahmen Handlung, wie man sie auch im Klappentext nachlesen kann gefällt mir richtig gut. Dementsprechend schön ist auch der Einstieg in das Buch, in dem man langsam an alle Charaktere herangeführt wird.
Dann wird die Handlung allerdings etwas komplexer, was ja prinzipiell sehr gut ist, hier wurde ich aber immer weiter verwirrt. Besonders gegen Ende habe ich zwar verstanden, was passiert, aber die Frage nach dem „warum“ hat sich mir bis jetzt nicht so ganz erschlossen.
Schuld daran könnten aber auch die Charaktere sein. Sie waren alle gut beschrieben und machen während der Geschichte eine Entwicklung durch, was für mich definitiv wichtig ist, aber ich habe besonders bei der Protagonistin Nevya oft nicht verstanden, warum sie so handelt, wie sie handelt. Viele ihrer Entscheidungen waren in meinen Augen unüberlegt und sehr naiv. Sie stürzt sich in Angelegenheiten, die sie erstens nichts angehen und von denen sie zweitens keine Ahnung hat. Das hat mich zwischenzeitlich wirklich etwas aufgeregt.
Ich hätte mich auch sehr über ein bisschen Hintergrund zu diversen Nebencharakteren gewünscht. Besonders in Bezug auf: Warum sind sie so, wie sie sind, was hat sie zu dem gemacht, usw. Ich denke, dass etwas in diese Richtung bei dem/den (möchte nicht spoilern) Antagonisten oder bei Nevyas Eltern schön gewesen wäre.
Trotzdem ist „Die Stadt der gläsernen Träume“ auf keinen Fall ein schlechtes Buch. Mir haben lediglich ein paar Dinge, die ich gerade aufgezählt habe nicht so gut gefallen. Positiv hervorheben kann ich aber definitiv die Rahmenhandlung mit den Träumen, die eine magishce, verträumte Atmosphäre erschaffen hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.11.2020

Starke Idee, aber besonders der Schluss ist etwas fadenscheinig

Cursed – Die Hoffnung liegt hinter der Dunkelheit
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Die Idee der Geschichte hat mich direkt interessiert. Der Klappentext klang sehr spannend, und so wollte ich das Buch unbedingt lesen.
Zu Beginn der Geschichte habe ich richtig mit der Protagonistin mitgefühlt ...

Die Idee der Geschichte hat mich direkt interessiert. Der Klappentext klang sehr spannend, und so wollte ich das Buch unbedingt lesen.
Zu Beginn der Geschichte habe ich richtig mit der Protagonistin mitgefühlt und mich immer wieder gefragt, wie grausam Menschen eigentlich sein können. Ich bewundere Ember für ihren Mut und wie sie sich irgendwie durchs Leben geschlagen hat und dabei noch für ihre Schwester da war, aber im Lauf der Geschichte wurde sie mir leider zunehmend unsympathischer. Ich verstehe die Gründe, warum sie sich so verhält, wie sie sich verhält, aber zwischendurch hat sie mich mit ihrer absolut uneinsichtigen, teilweise hysterischen Art ziemlich aufgeregt.
Die Handlung und Problemstellung beschränkt sich eher auf das unmittelbare Umfeld von Ember und es ist definitiv keine „Wir-retten-die-Welt-Geschichte“, was sie natürlich auch nicht sein muss, aber ich glaube ehrlich gesagt, dass mit der Grundidee und Embers Gabe- oder doch eher Fluch?- noch ein wenig mehr drin hätte sein können. Ein kleines bisschen erinnert mich die Story an die „Dark Elements“-Reihe, ebenfalls von Jennifer L Armentrout.
Die Handlung plätschert auf den knapp 400 Seiten zwischendurch ein bisschen vor sich hin, aber es gibt auch immer wieder sehr spannende Szenen, die mir dann auch sehr gut gefallen haben!
Ich möchte dieses Buch wirklich gerne mögen, aber besonders der Schluss macht mir das gar nicht mal so einfach…
Ich hatte schon recht früh einen Verdacht, was denn im Showdown passieren könnte und das ist in Teilen auch so eingetreten, aber trotzdem wurde in meinen Augen irgendwie viel aus dem Hut gezaubert. Die Beweggründe waren für mich nicht wirklich schlüssig. Trotzdem war es durchaus keine Totalkatastrophe. Der finale Schluss kam mir dann aber doch zu plötzlich. Die Atmosphäre war zwar sehr schön, aber ein richtiger Abschluss war es nicht wirklich, dafür war mir noch ein bisschen zu viel offen.
Ich vergebe für „Cursed“ 3,5 Sterne, weil ich die Idee und den Schreibstil, sowie die actionreichen Szenen sehr gut fand, mich die gerade genannten Kritikunkte schon etwas gestört haben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere