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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.09.2020

Solider Reihenauftakt, trotzdem noch ausbaufähig

Silver Crown - Forbidden Royals
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Wer träumt denn nicht davon, eine Prinzessin zu sein? Emilia tut das ganz und gar nicht. Aber alles kommt wie so oft anders, denn sie ist die uneheliche Tochter von Linus Lancester, dem Thronfolger von ...

Wer träumt denn nicht davon, eine Prinzessin zu sein? Emilia tut das ganz und gar nicht. Aber alles kommt wie so oft anders, denn sie ist die uneheliche Tochter von Linus Lancester, dem Thronfolger von Caeleon.
Ich habe mich erst dagegen gesträubt das Buch zu lesen, weil Geschichten mit Royals normalerweise nicht so an mich gehen, aber ich wurde positiv überrascht.
Man kommt durch den anschaulichen und humorvollen Schreibstil sehr gut und schnell in die Geschichte rein.
Die Protagonisten haben mir sehr gut gefallen, vor allem Emilia, die ja gegen ihren Willen in ein neues Leben im Palast geschubst wird, war für mich sehr überzeugend und authentisch geschrieben. Besonders gespannt war ich darauf, wie das Zusammentreffen zwischen ihr und ihrem Vater ablaufen wird.
Ihre „neuen“ Stiefgeschwister finde ich ebenfalls sehr interessant und gut geschrieben, wobei Carter Thorne noch einige Rätsel aufgibt.
Das Buch ist nicht allzu dick, aber ich hatte dennoch das Gefühl, dass sehr viel Handlung verbaut war, was den klaren Vorteil hat, dass keine Längen entstehen und man generell sehr schnell mit dem Buch fertig wird.
Allerdings gab es zwischen sehr sehr tollen Momenten und Szenen auch einige Szenen, die mich nicht so sehr packen konnten. Hin und wieder hätte ich mich auch über etwas mehr Tiefe gefreut.
Das Buch endet mit einem sehr extremen Cliffhanger und ich werde auf jeden Fall weiterlesen, weil mich der erste Teil schon ziemlich angefixt hat.
Ich muss sagen, dass Königsfamilien immer noch nicht meine Lieblingsthematik ist, und vermutlich auch nicht werden wird. Dennoch konnte mich die Geschichte packen und ich werde wie gesagt auch die anderen beiden Teile der Trilogie lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.09.2020

Gelungener Auftakt

Midnight Chronicles - Schattenblick
7

Midnight Chronicles
Klappentext:
Er hat keine Vergangenheit. Sie keine Zukunft.

449 entflohene Seelen. 449 Tage, um sie zurück in die Unterwelt zu schicken. Roxy weiß, dass ihre Mission so gut wie unmöglich ...

Midnight Chronicles
Klappentext:
Er hat keine Vergangenheit. Sie keine Zukunft.

449 entflohene Seelen. 449 Tage, um sie zurück in die Unterwelt zu schicken. Roxy weiß, dass ihre Mission so gut wie unmöglich ist. Dass sie jetzt auch noch ein Auge auf den mysteriösen Shaw haben soll, der von einem Geist besessen war und seitdem keinerlei Erinnerungen an seine Vergangenheit hat, passt ihr daher gar nicht. Vor allem weil das Kribbeln zwischen ihnen mit jedem Augenblick, den sie miteinander verbringen, heftiger wird. Und das ist nicht nur für Roxys Herz gefährlich - sondern auch für ihr Leben...

Meinung:

Midnight Chronicles- Schattenblick ist der erste Band der sechsteiligen Reihe von Bianca Iosivoni und Laura Kneidl.
Die Idee stammt zwar von den beiden Autorinnen, aber dieses Buch wurde von Bianca Iosivoni, deren Schreibstil ich auch schon in ihren letzten Büchern sehr mochte.
Die Geschichte fällt in das Genre Urban Fantasy und spielt im realen London, wobei ich es immer wieder sehr unterhaltsam fand, dass Anspielungen auf die politische Lage und verschiedenste Serien, Filme und Bücher vorkommen.

Es wird schon gleich am Anfang viel Spannung aufgebaut, die in den Actionreichen Szenen auch immer wieder auftaucht, zwischendrin gibt es aber auch Szenen, die sich meiner Meinung nach ziemlich die die Länge ziehen, aber darüber kann ich in Teilen hinwegsehen, da mir die Story an sich wirklich sehr gut gefallen hat.


Was ich besonders toll fand ist, dass sehr viele Wesen und Geistererscheinungen aus verschiedenen Mythen und Legenden vorkommen, da ich mich persönlich sehr für sowas interessiere, wobei man wenn man sich nicht näher mit solchen Geschichten beschäftigt vermutlich sehr schnell verwirrt ist.
Generell hat mich die Handlung ziemlich an die Chroniken der Unterwelt, bzw die Spinn off Reihen von Cassandra Clare erinnert, was der Geschichte aber keinen Abbruch tut.

Erzählt wird abwechselnd aus Roxy und Shaws Sicht, wodurch man recht schnell Einblick in die Charaktere erhält, was sich zumindest bei Shaw als recht schwierig herausstellt, denn er kann sich weder an seinen Namen, noch daran, wo er herkommt erinnern.

Ich mochte die beiden Protagonisten wirklich sehr gerne, aber leider konnte ich dennoch keine richtige Bindung zu den Charakteren aufbauen. Ich konnte mich einfach nicht richtig in sie hineinversetzen, woran genau das lag weiß ich selbst nicht so genau, aber vielleicht ändert sich das ja noch in den kommenden Büchern.
„Schattenblick“ ist in meinen Augen ein sehr gelungener Auftakt der Reihe und ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Teil, in dem es um Warden gehen wird, den man auch in „Schattenblick“ schon kennengelernt habe.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Fantasy
Veröffentlicht am 04.09.2020

EIne runde Geschichte, die mit ihren vielen einzigartigen Charakteren übereugen kann.

Töchter der Freiheit
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Töchter der Freiheit

„Töchter der Freiheit“ ist ein Buch, das mich zu tiefst bewegt und beeindruckt hat.
Wenn man an das Buch herangeht, sollte man sich nicht auf eine romantische Liebesgeschichte vorbereiten. ...

Töchter der Freiheit

„Töchter der Freiheit“ ist ein Buch, das mich zu tiefst bewegt und beeindruckt hat.
Wenn man an das Buch herangeht, sollte man sich nicht auf eine romantische Liebesgeschichte vorbereiten. Das spielt in der Geschichte wenn überhaupt eine sehr untergeordnete Rolle.
Es geht um eine Revolution in einem Land, das von einer eisernen Königin, die ungerecht und unbarmherzig regiert und zu allem Überfluss aufgrund mehrerer Faktoren Wahnsinnig geworden ist.
Angeführt wird diese Revolution von einer Gruppe von Studentinnen und einer zweiten Gruppe, die erst später in Erscheinung tritt. Ich hätte gedacht, dass es mehr um Frauenrechte gehen würde, aber die Revolutionäre hatten genug damit zu tun, allen Menschen ihre Rechte zurück zu erkämpfen.
Besonders gut gefallen haben mir die vielen unterschiedlichen Charaktere. Zugegebenermaßen sind es wirklich sehr viele, womit ich persönlich aber nie ein Problem habe. Zunächst bin ich davon ausgegangen, dass Elodea die eine Protagonistin ist, die im Alleingang die Welt retten, aber in diesem Buch ist es mal anders gelöst. Denn mit ihr beginnt und endet zwar die eigentliche Geschichte (1. Kapitel nach dem Prolog), aber so ziemlich alle anderen Personen, aus deren Sicht die Geschichte geschrieben wird, ist in meinen Augen genauso wichtig.
Ich hätte mir sehr gewünscht, dass man noch ein wenig mehr über jeden einzelnen erfährt, aber dann hätte man wohl mindestens eine Dilogie schreiben müssen, da das Buch so auch schon relativ lang ist.
Die Handlung hatte dafür für mich den perfekten Umfang. Es gab viele spannungsgeladenen Passagen, aber auch immer wieder einzelne Szenen oder sogar Kapitel, in denen Personen näher charakterisiert werden und man mehr über die Hintergründe beispielsweise von der Königin erfahren.
Magie spielt ebenfalls eine Rolle, aber die ist einfach da und wird nur gegen Ende ein wenig erklärt, auch hier hätte mich ein paar Details mehr sehr gefreut.

Für mich ist „Töchter der Freiheit“ dennoch eine runde Geschichte, die sich gut lesen lässt und mich ein wenig an „Les Misérables“ erinnert vor allem durch die vielen einzigartigen Charaktere besticht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.09.2020

Eine gute Liebesgeschichte mit toller Sommerstimmung

Off Limits - Wenn ich von dir träume
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Die Protagonistin Heather ist eine unglaublich starke, selbstlose junge Frau, denn sie hat schon mehr mitgemacht als die Meisten in ihrem Alter. Sie kümmert sich um ihre depressive Mutter und vermietet ...

Die Protagonistin Heather ist eine unglaublich starke, selbstlose junge Frau, denn sie hat schon mehr mitgemacht als die Meisten in ihrem Alter. Sie kümmert sich um ihre depressive Mutter und vermietet das Bootshaus, das sich in Besitz ihrer Familie besitzt. Sie war mir direkt sympathisch und ich konnte mich total gut in ihre Gefühlswelt hineinversetzen. Ein wenig anders ging es mir bei Noah, der das eben genannte Bootshaus über den Sommer gemietet hat, ich konnte ihn nicht so richtig einordnen, weil man nicht besonders viel über sein Leben erfährt, aber zur Mitte, als mehr Details über ihn ans Licht kommen, wurde er deutlich interessanter. Gut gefallen hat mir außerdem das Knistern zwischen den beiden Protas.

Die Handlung spielt zum Großteil an einem See und die Stimmung die dabei aufkommt war für mich ein Highlight. Für mich hatte die Atmosphäre eine total entspannte heimelige Urlaubsatmosphäre, passend zum Sommer.

Die Wendungen, die die Geschichte nimmt kommen teilweise sehr unerwartet, sind meiner Meinung nach aber stimmig.

Der Schreibstil an sich hat mir auch gut gefallen, allerdings ist mir die Sprache in den Dialogen teilweise zu hochgestochen und ich bin mir sehr sicher, dass die meisten Menschen nicht so reden würden.
Es gibt allerdings auch einige Szenen und Elemente, die mich ziemlich gestört haben. Beispielsweise

Dazu gehört auch noch, dass es mich ein wenig gestört hat, war, dass die Szenen häufig abrupt in einem Absatz enden und die nächste Szene genauso abrupt ohne jegliche Überleitung beginnt.
Was ich auch noch festhalten möchte ist, dass der englische Titel („When August ends“) um einiges besser zum Buch passt.
Die Geschichte war dennoch wirklich schön. Meiner Meinung nach ein tolles Buch mit Sommerstimmung für zwischendurch.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 28.08.2020

Fantastische Young Adult Fantasy, mit Engeln und Dämonen

Celestial City - Akademie der Engel
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Celestial City

Meine Meinung:
„Celestial City“ ist ein Buch, das mich total umgehauen hat. Ich habe es zum Zeitpunkt, an dem ich die Rezension schreibe vor etwas mehr als einer Woche beendet und es hängt ...

Celestial City

Meine Meinung:
„Celestial City“ ist ein Buch, das mich total umgehauen hat. Ich habe es zum Zeitpunkt, an dem ich die Rezension schreibe vor etwas mehr als einer Woche beendet und es hängt mir immer noch nach, was bei mir ein sehr gutes Zeichen ist.

Es geht im Kernthema um den Krieg zwischen Dämonen und Engeln, was ich prinzipiell immer ein sehr spannendes Thema, und auch hier hat mir die Umsetzung richtig gut gefallen.

Der Schreibstil war ein einziges Highlight. Super flüssig sodass man nur so durch die Seiten fliegt.
Die Geschichte ist aus der Sicht der Protagonistin Brielle erzählt, und damit gespickt volle lustiger und sarkastischer Bemerkungen.
Womit wir auch schon bei den Protagonisten sind, die ich allesamt sehr ins Herz geschlossen habe. Ich konnte mich sehr gut in Brielle hineinversetzen und war sehr beeindruckt, wie sie sich für ihre Familie und ihre Freunde einsetzt.
Lincoln fand ich zu Anfang sehr nervig und habe auch nicht wirklich verstanden, warum er zu Beginn so unsympathisch dargestellt wird.

Ein kleiner Kritikpunkt ist allerdings, dass die Geschichte recht kurz ist. Sie hat zwar fast 400 Seiten, aber das Buch umfasst zeitlich ein ganzes Jahr, sodass große Zeitabschnitte oft in ein/zwei Sätzen zusammengefasst werden. Das hat zwar den positiven Nebeneffekt, das hauptsächlich die spannenden und actionreichen Szenen ausführlich beschrieben sind und man somit keine Längen hat, aber ich hätte mir schon manchmal mehr Interaktion zwischen Brielle und ihren Freunden an der Akademie gewünscht und auch einen Größeren Fokus auf den Unterricht gerne gesehen.

Aber dadurch ist es halt die meiste Zeit sehr spannend. Besonders der Schluss hat der Geschichte ein Krönchen aufgesetzt und ich kann es kaum erwarten, bis im Januar der zweite Teil erscheint.a

Dennoch ist das Buch für mich ein Highlight und ich kann es jedem empfehlen, der eine gute Young adult Fantasy Geschichte sucht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere