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Veröffentlicht am 15.01.2020

Nichts besonderes

Die Frauen vom Alexanderplatz
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Berlin 1918. Drei junge Frauen, die Wissen was so wollen. Nach dem 1. Weltkrieg wird die Hauptstadt von der Novemberrevolution erschüttert.
Es gibt keine bezahlte Arbeit und für die Mehrheit der Bevölkerung ...

Berlin 1918. Drei junge Frauen, die Wissen was so wollen. Nach dem 1. Weltkrieg wird die Hauptstadt von der Novemberrevolution erschüttert.
Es gibt keine bezahlte Arbeit und für die Mehrheit der Bevölkerung nichts zu Essen.
Hannah, eine ehemalige Lazarett-Krankenschwester, hat große Pläne für eine selbstbestimmte Zukunft.
Vera, eine Schneiderstochter, will die Werkstatt von ihrem Vater wieder aufleben lassen.
Fritzi, vom Land und aus gutem Haus, sucht den Vater ihrer Tochter.
Alle Hoffen auf eine bessere Zukunft.

Die Autorin hat im Klappentext einen spannenden historischen Roman versprochen.
Der Beginn ist rasant und vielversprechend. Leider kann sie dieses Tempo nicht halten.
Mich hat der Ort, der Alexanderplatz, neugierig auf dieses Buch gemacht. Dieser Platz war
ein Herzstück Berlins als es noch nicht die 1920 eingemeindete Bezirke gab. Wie zu Beispiel
Dahlem wo Hanna lebt. Leider spielt dieser Platz so gut wie gar keine Rolle. Überhaupt wird diese schlimme Zeit nur stereotypisch wieder gegeben. Ein Paar altmodische Worte und kurze Erklärungen sind zu wenig für einen historischen Roman.
Die Charaktere, am Anfang noch recht interessant, verlieren sehr an Tiefe. Am Ende sind die
drei Frauen einfach nur austauschbar. Alle drei sind hübsch, sehr klug und finden am Ende ihr Glück.
Im Grunde genommen ist es egal, ob die Geschichte 1918 oder 1980 spielt.
Die Schreibweise ist nett aber fesselt nicht. Teilweise sehr emotionslos. Langeweile macht sich breit.
Am Ende war ich froh, dass ich dieses Buch ausgelesen habe.
Ein ganz normaler Liebesroman aber leider nicht das was ich mir anhand des Klappentextes versprochen hatte.

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Veröffentlicht am 14.01.2020

Erfolgreiche Manifestation

Make it happen
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Gedanken + Gefühle + Handeln + Vertrauen = erfolgreiche Manifestation.

Das ist die einfache Glücksformel, nach der man sich das Leben seiner Träume erschaffen kann.

Humorvoll und leicht zugänglich erklärt ...

Gedanken + Gefühle + Handeln + Vertrauen = erfolgreiche Manifestation.

Das ist die einfache Glücksformel, nach der man sich das Leben seiner Träume erschaffen kann.

Humorvoll und leicht zugänglich erklärt Jordanna Levin, wie das Gesetz der Anziehung und das Manifestieren ganz einfach funktionieren.



Der wunderschöne Einband hat mich auf dieses Buch neugierig gemacht.

Wer will nicht das Leben seiner Wünsche erschaffen. Es war das erste Buch dieser Art für mich.



Dieser Ratgeber hat eine sehr gute Kapiteleinteilung und ist grob in Theorie und Praxis unterteilt. Diese haben etliche Unterthemen.

Es geht um die erfolgreiche Manifestation. Es gibt einen Einstieg, der es auch Neulingen sehr einfach macht. Alles wird in kurzen Kapiteln sehr einfach erklärt.

Manifestation-Grundlagen, etwa Dankbarkeit und Visualisieren.

Es wird hier nicht nur das berühmte Karma, sondern auch Dharma erwähnt.

Die vielen Tipps und Übungen machen dieses Buch lebendig und regen zum Nachmachen an.

Durch die wirklich sehr gute und lockere Schreibweise der Autorin ist man sofort in der Materie. Man erfährt einiges über die kosmischen Kräfte wie z.B. die Mondphasen, Kristalle oder Tarotkarten.

Ein sehr gut geschriebener Leitfaden zur Manifestation von Wünschen.

Anfänger bekommen hier einen wirklich umfassenden und guten Überblick.

Für mich war das alles Neuland und es hat mir großen Spaß gemacht die vielen Tipps und Übungen umzusetzen.

Dieses Buch wird mir immer ein guter Ratgeber sein.

Am Ende des Buches gibt es noch ein sehr gutes Register, Literaturangaben und einen Link für die Meditationen.

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Veröffentlicht am 07.01.2020

Ein warmherziger Roman

Violet
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England 1932.
Die Abende, an denen Violet mit einer Gruppe ungewöhnlicher Frauen wunderschöne Stickereien für die Kathedrale in Winchester anfertigt, sind der Aufbruch in eine neue Welt.
Sie zeigen Violet, ...

England 1932.
Die Abende, an denen Violet mit einer Gruppe ungewöhnlicher Frauen wunderschöne Stickereien für die Kathedrale in Winchester anfertigt, sind der Aufbruch in eine neue Welt.
Sie zeigen Violet, dass sie mit ihrem Auszug aus dem mütterlichen Zuhause die richtige Entscheidung getroffen hat.
Schnell lernt und schätzt sie die Kunst des Stickens und lässt sich von Arthur in die des Läutens
der Kirchturmglocken einweihen.

Die schwierige Zeit für ledige Frauen im England der 1930er Jahre wird hier
so wunderbar wiedergegeben. Mit sehr lebendigen fast bildhaften Worten wird
erzählt wie Violet wieder zu Leben anfängt. Ihr Verlobter ist im Krieg geblieben
und Violet kann nur ein bescheidenes Leben führen.
Aber Violet bekommt durch Frauenfreundschaften und die wachsende Nähe zu Arthur viel Lebensmut
und überwindet ihre Lebenskrise. Sie merkt das auch ein bescheidenes Leben erfüllen kann.
Das in einer Zeit in der sie als alte Jungfer bestenfalls ignoriert wurde.

Alles ist atmosphärisch dicht und das liegt auch an dem unglaublich schönen Schreibstil der Autorin.
In sehr anschaulichen Beschreibungen wird das Leben der Violet wiedergegeben. Ihren Entschluss ein
selbstständiges Leben zu führen und sticken zu lernen.
Ihre Probleme finanziell klar zukommen und die Suche nach einem kleinen Glück.
Auch das Leben in dieser Kleinstadt wird einen vor Augen geführt. Wie schwer es war als
allein stehende Frau zu überleben. Die Stimmung, der damals herrschende Standesdünkel und die Reaktionen
der Familie. Als Violet dann Anschluss zu den Stickerinnen in der Kathedrale zu Winchester
findet, geht es langsam Aufwärts.

Dieses Porträt einer selbstbewussten Frau auf der Suche nach sich selbst und dem Sinn des Lebens
ist eine Hommage an die Weiblichkeit. Wunderbar sinnlich und haptisch, ebenso spielerisch wie tiefgründig
nehmen wir am Leben der Violet teil. Die Figuren haben eine sehr starke Präsens und lassen einen nicht so
schnell wieder los. Die Erklärungen der Stickkünste und des Glockenläutens machen dieses Buch zu etwas besonderen.

Am Ende des Buches gibt es noch einen sehr interessanten Nachtrag über die Louisa Pesel Stickarbeiten, das Wechselläuten uvm.

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Veröffentlicht am 06.01.2020

Das besondere Licht

Die Frauen von Skagen
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Zwei Handlungsstränge, der erste spielt vor allem Ende bzw. Anfang des 19. Jahrhunderts, der zweite 2018,
berühren sich. Zwei Frauen stehen im Mittelpunkt, deren Geschichte erzählt wird: Marie Krøyer ...

Zwei Handlungsstränge, der erste spielt vor allem Ende bzw. Anfang des 19. Jahrhunderts, der zweite 2018,
berühren sich. Zwei Frauen stehen im Mittelpunkt, deren Geschichte erzählt wird: Marie Krøyer und Vibeke Weber.
Obgleich sie mehr als ein Jahrhundert trennt, vereint sie der Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben.
Skagen: Die junge Asta ist im Haushalt der Triebkes als Gesellschafterin für Tochter Marie angestellt.
Marie hat das große Glück, dass ihr schöpferisches Talent von der Familie gefördert wird.
Das zu einer Zeit, in der für Frauen eine künstlerische Laufbahn fast unmöglich ist.
Hamburg: Vibeke soll in die Farbenfabrik ihres Vaters einsteigen. Gegen den Willen des Vaters reist Vibeke ins dänische Skagen, um dort Malerei zu studieren. Sie entdeckt ein Bild, von dem sie glaubt,
dass es sich um ein unbekanntes Werk der Malerin Marie Kroyer handelt.


Die Autorin schafft es den Leser geschickt in die Geschichte zu
entführen. Dabei hält sich Stina Lund an die biografischen Fakten.
Alles wurde sehr gut recherchiert.
Das und liebevoll erdachtes mit vielen Details lässt diese Geschichte sehr lebendig werden.
Erzählt wird in zwei Handlungssträngen die sich wunderbar zu einer ganzen Geschichte zusammenfügen.
Die Charaktere sind sehr lebensecht gezeichnet.
Die Beschreibungen der Landschaft und der Arbeit der Künstler mit all ihren
Problemen und Nöten sind sehr gelungen. Man fühlt sich so mittig in deren Alltag.
Die Schreibweise ist gut und sehr bildhaft. Der Wunsch dort vor Ort zu sein und dieses besondere Licht zu erleben ist sehr groß. Ein schöner Roman über die legendäre Künstlerkolonie und ihren Persönlichkeiten.

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Veröffentlicht am 23.12.2019

Kater Anton hat es nicht leicht

Kater Anton und der Weihnachtsengel
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Kater Anton hat es seit seiner Rückkehr aus Frankreich wirklich nicht leicht.
Sein Frauchen Ella ist todunglücklich. Eine zerbrochene Beziehung, ein Job, der sich als Reinfall herausstellt und Kater Anton ...

Kater Anton hat es seit seiner Rückkehr aus Frankreich wirklich nicht leicht.
Sein Frauchen Ella ist todunglücklich. Eine zerbrochene Beziehung, ein Job, der sich als Reinfall herausstellt und Kater Anton muss sein Revier wieder neu
abstecken. Der tägliche Kampf mit der neuen Futterstation macht das Leben auch nicht einfacher.
Dann gibt es auch noch die schöne und anmutige Katze Lizzy die Anton sehr gerne hat.
Kurz vor Weihnachten steht das Leben von Anton und Ella Kopf. Aber Anton macht eine aufregende
Entdeckung und rettet damit nicht nur das Weihnachtsfest der beiden.

Ein wunderbar geschriebene Geschichte.
Leicht und locker wird hier der Alltag vom Kater Anton und seinem Frauchen erzählt.
Es macht großen Spaß Antons Leben mitzuverfolgen. Die kleinen Probleme und die großen Freuden eines
kleinen Katers der gerne im Mittelpunkt steht. Die Eigenheiten des kleinen Kerls sind sehr humorvoll
und auch mit einem Augenzwinkern erzählt. Um Anton ins Herz zu schließen, muss man kein
großer Katzenfan sein. Schon nach den ersten Seiten ist es passiert. Anton lässt einen nicht mehr los.
Aber auch die anderen Charaktere sind so liebevoll gezeichnet. Man lebt und leidet mit ihnen.
Eine warmherzige Geschichte mit vielen kleinen Wahrheiten.
Leicht und locker erzählt und am Ende ist man traurig, das man das Buch beiseitelegen muss.
Eine unbedingte Leseempfehlung, nicht nur für Katzenfreunde.

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