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Veröffentlicht am 14.09.2025

Bezauberndes Kinderbuch über den Wunsch Freunde zu finden

Piet findet einen neuen Freund
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„Piet findet einen neuen Freund“ von Hannes Wirlinger und Anna Silivonchik ist sowohl was die Geschichte, als auch die Illustrationen betrifft eine wunderbar einzigartige und stärkende Lektüre. Obwohl ...

„Piet findet einen neuen Freund“ von Hannes Wirlinger und Anna Silivonchik ist sowohl was die Geschichte, als auch die Illustrationen betrifft eine wunderbar einzigartige und stärkende Lektüre. Obwohl die Bilder durchaus künstlerisches Niveau haben, sind sie trotzdem noch gut erkennbar und für Kinder zu verstehen. Auch die Geschichte schafft es abstrakte Themen, verständlich und einladend erscheinen zu lassen. Der kleine Dachs Piet war uns auf Anhieb sympathisch und auch der anfangs grummelige Weg brachte uns zum schmunzeln. Denn egal wie schwer es der Weg, Piet auch machen will, dieser stürzt sich fröhlich ins Abenteuer und meistert alle Herausforderungen. Empathisch wird dabei über den Wunsch nach Freundschaft gesprochen und auch darüber, dass man mehrere Freundschaften gleichzeitig pflegen kann. Die Botschaft kommt dabei wunderbar sanft und gar nicht plakativ einher. Wer also auf der Suche nach einer einzigartigen Geschichte ist und den eigenen Weg in Zukunft anders betrachten will, dem kann ich „Piet findet einen neuen Freund“ nur empfehlen. Beim kleinen Mitleser blieben erst mal die lustigen Herausforderungen und Piets Abenteuerlust hängen. Insgesamt sind wir sehr angetan und vergeben deshalb auch gerne 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Schwer einzuordnen

Alles ganz schlimm
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Der Roman „Alles ganz schlimm“ von Julia Pustet ist schon etwas eigentümlich und lässt mich auch am Ende mit gemischten Gefühlen zurück. Thematisch geht es absolut in die Tiefe und auch überraschende Sprünge ...

Der Roman „Alles ganz schlimm“ von Julia Pustet ist schon etwas eigentümlich und lässt mich auch am Ende mit gemischten Gefühlen zurück. Thematisch geht es absolut in die Tiefe und auch überraschende Sprünge findet man einige. Der Schreibstil ist allerdings durchgehend herausfordernd, mühsam zu lesen und gewollt verschachtelt. Einfach macht es einem auch Protagonistin Susanne nicht, die intensive Einblicke in ihre Psyche sind durchaus spannend, lassen sie aber nicht unbedingt sympathisch erscheinen. Auch mit Lüge und Wahrheit spielt die Autorin geschickt, was mich beim lesen mitunter verwirrte und gelegentlich frustierte. Erst im letzten Drittel, welches etliche Erkenntnisse bereit hält, fand ich mich im Buch besser zurecht und kam deshalb auch schneller voran. Alles in allem ist „Alles ganz schlimm“ finde ich eine herausfordernde Lektüre. Der Titel passt perfekt und wer psychisch vielschichtige Geschichten, mit unbequemen Figuren und gesellschaftlich aktuellen Themen mag, liegt hier richtig. Insgesamt vergebe ich dafür 3 1/2 Sterne.

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Veröffentlicht am 12.09.2025

Interessant, etwas merkwürdig, aber nicht ganz rund

Plant Lady
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Obwohl mir das grundsätzliche Setting von „Plant Lady“ durchaus gefiel konnte mich Autorin Minyoung Kang leider nicht ganz überzeugen. Mir persönlich war die Erzählweise insgesamt zu kühl, nüchtern und ...

Obwohl mir das grundsätzliche Setting von „Plant Lady“ durchaus gefiel konnte mich Autorin Minyoung Kang leider nicht ganz überzeugen. Mir persönlich war die Erzählweise insgesamt zu kühl, nüchtern und abgeklärt, was dazu führte, dass ich die absolut krassen Taten der Protagonistin Yu-hee nicht richtig nachvollziehen konnte. Oft fehlte mir das Gefühl, aber auch die sprunghaften Wechsel von einer hilfesuchenden Frau zur Nächsten waren mir zu abrupt. Gut gefiel mir hingegen die detailreich geschilderte Liebe zu Pflanzen und auch das anklingende Leben in Südkorea. Letztlich hätte die Geschichte richtig toll werden können, wenn mehr erzählt und damit erklärt worden wäre. Knapp 200 Seiten werden dem Ganzen thematisch vielleicht auch einfach nicht gerecht. Insgesamt bin ich also ziemlich zwiegespalten was meine Bewertung betrifft. Da für mein Empfinden aber zu viel fehlte (und dadurch nicht alles logisch war) vergebe ich letztlich neutrale 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 07.09.2025

Zutiefst bewegend und absolut schockierend

Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104
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Susanne Abel schafft es wirklich mit einer unglaublichen Intensität zu schreiben und so war „Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104“ für mich eine echte emotionale Achterbahnfahrt. Thematisch ist das ...

Susanne Abel schafft es wirklich mit einer unglaublichen Intensität zu schreiben und so war „Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104“ für mich eine echte emotionale Achterbahnfahrt. Thematisch ist das Buch ehrlich gesagt ziemlich heftig und viele Szenen sind kaum auszuhalten. Dennoch widmet sich die Autorin in ihrem Roman so einem wichtigen Thema, dass Jede:r dieses Buch lesen sollte. Die Protagonist:innen sind zwar fiktiv, ihre Leidensgeschichte bleibt aber nah an der Realität und die Autorin hat sehr genau recherchiert, was beachtlich. Zwischen zwei Zeitsträngen zeichnet sie dabei ein beeindruckendes Familienporträt. Eindrucksvoll zeigt sie auf, wie sich erlebte Traumata auf das gesamte weitere Leben und auch auf zukünftige Generationen auswirken. Egal ob Vergangenheit oder Gegenwart, die Geschichte zog mich absolut in ihren Bann und obwohl sie durch ihre Heftigkeit sicherlich kein Lesevergnügen war, konnte ich nicht aufhören weiterzulesen. Geschichtliche Details werden hier auf einmal sehr persönlich und lebendig und treffen mitten ins Herz. Was den Erzählstil betrifft steht „Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104“ den früheren Romanen in nichts nach. Da es in diesem Fall aber nun um Verbrechen an Kindern ging, war die Geschichte nochmal eine ganz andere Nummer für mich. Wer eigene belastende Themen hat, sollte sich auf jeden Fall zunächst die Triggerwarnung ansehen. Ansonsten kann ich dieses außergewöhnliche Werk nur weiterempfehlen! Es ist keine locker-leichte, dafür aber eine wichtige Lektüre über ein erschreckendes Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte.

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Veröffentlicht am 04.09.2025

Fröhlicher Suchspaß im herbstlichen Wald

Wo ist der Blätterdieb?
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"Wo ist der Blätterdieb?" von Alice Hemming ist gerade das perfekte Buch für meinen fast Zweijährigen. Die Geschichte hat für uns nämlich die perfekte Länge und so reicht seine Aufmerksamkeit erstmals ...

"Wo ist der Blätterdieb?" von Alice Hemming ist gerade das perfekte Buch für meinen fast Zweijährigen. Die Geschichte hat für uns nämlich die perfekte Länge und so reicht seine Aufmerksamkeit erstmals aus um ein Buch am Stück vorlesen zu können. Zusätzlich animieren aber auch die großen Filzklappen auf jeder Doppelseite, dazu die Geschichte aktiv mit zu erleben. Mein Sohn hat auf jeden Fall viel Spaß diese im passenden Moment anzuheben, so dass ich weiterlesen kann. Als Mama gefällt mir besonders die hochwertige und stabile Verarbeitung. Auch bei einem gröberen Umgang bleibt das Buch ganz. Die Suche nach dem Blätterdieb ist passend zur Altersempfehlung einfach gehalten und gut verständlich. Auch die Auflösung mit dem Wind als Erklärung ist passend gewählt. Zudem kann man im Buch heimische Tierarten wie zum Beispiel Fuchs und Specht entdecken. Alles in allem bietet "Wo ist der Blätterdieb?" ein naturnahes und amüsantes Leseerlebnis. Da sowohl Groß wie auch Klein begeistert sind, vergeben wir gerne 5 Sterne!

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