Zeitreiseroman um eine große Liebe
Sag niemals LebewohlAmanda gerät durch ein Portal ins Jahr 1724 und wird mit der Frau von Admiral Alexander Montgomery, Rebecca, verwechselt, der sie täuschend ähnlich sieht. Fast nahtlos nimmt sie deren Platz ein, obwohl ...
Amanda gerät durch ein Portal ins Jahr 1724 und wird mit der Frau von Admiral Alexander Montgomery, Rebecca, verwechselt, der sie täuschend ähnlich sieht. Fast nahtlos nimmt sie deren Platz ein, obwohl sie charakterlich komplett anders ist, wird von Alexander und dessen 6jähriger Tochter Callie akzeptiert. Doch Alexander ist ein Spion und als er auffliegt, möchte er flüchten und seine Familie mitnehmen. Kurz bevor sie das rettende Schiff erreichen, werden sie von Entführern erwischt und Amanda und Callie können sich in die Gegenwart retten. Sie hofft, dass Alex nachkommt – als sie erfährt, dass Alex angeblich im 18. Jahrhundert hingerichtet wurde, verliert sie den Mut und bei der schweren Geburt ihres Sohnes erleidet sie eine Amnesie.
Zeitreiseromane haben für mich ein besonderes Flair, weil das Zurechtfinden in einer anderen Zeit enorm spannend ist. Leider ist bei diesem Roman der Funke nicht übergesprungen. Bereits der Prolog, aus der Sicht der kleinen Callie war für mich extrem anstrengend zu lesen. Die Verwirrung hielt an, so sehr ich auch versucht habe, der Handlung zu folgen. Es waren für mich aneinandergereihte Szenen, in denen oft Unwichtiges lang ausgebreitet wurde, während wichtige Informationen auf der Strecke blieben. Die Kapitel im 18. Jahrhundert waren die besten, wie Amanda sich dort als Rebecca einfügt, leider sind sie rar gesät und ich hätte gern mehr gewusst. Alexander findet sich außerordentlich rasch in der Gegenwart zurecht, es bleibt außen vor, wie er ankommt und wie er sich seine neue Identität einrichtet. Das Buch beschäftigt sich hauptsächlich mit Amandas Amnesie und wie Alexander versucht, ihr die Erinnerung zurückzugeben. Diese Passagen sind einfühlsam und sensibel beschrieben, man spürt die Gefühle der beiden zueinander. Um die Protagonisten herum sind zahlreiche Nebenpersonen, doch ich konnte zu keiner von ihnen eine Bindung aufbauen. Es bleiben viele Fragen offen, beispielsweise hätte ich gern gewusst, wie nun das Zeitreiseportal funktioniert oder wie Amandas ursprünglicher Verfolger ums Leben gekommen ist.
Mein Fazit: Der Roman war leider nicht meins, das bedeutet aber nicht, dass andere ihn trotzdem toll finden können. Ich bedanke mich ganz herzlich für das Rezensionsexemplar.