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Liselottchen

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.08.2025

Plötzlich Milliardär

Küsse im Gepäck
1

Max schlägt sich in seinem anstrengenden Job als Bauarbeiter durch, mit einer Chefin, die ihren Arbeitern empathielos alles abverlangt. Eines Tage stehen unbekannte Menschen vor ihm, behaupten, dass sie ...

Max schlägt sich in seinem anstrengenden Job als Bauarbeiter durch, mit einer Chefin, die ihren Arbeitern empathielos alles abverlangt. Eines Tage stehen unbekannte Menschen vor ihm, behaupten, dass sie seine Halbgeschwister sind und er Miterbe eines Milliardenimperiums. Nach anfänglichem Unglauben gewöhnt er sich an seinen neuen Status. Doch die Paparazzi sind hinter ihm her. Zu ihnen gehört auch Sarah, die von ihrem Chef gewaltig unter Druck gesetzt wird, eine möglichst skandalträchtige Story zu schreiben. Als Max sie vor dem Anwesen erwischt, handelt er einen Deal mit ihr aus. Sie darf exklusiv über ihn berichten, doch zu seinen Regeln.

Dies ist der zweite Band der Geschwister Stone, die unerwartet das Hotel-Imperium ihres ungeliebten Vaters erben. Max hat einen charismatisch angenehmen Charakter, der rundum sympathisch ist und mit seinem urplötzlichen Reichtum zu kämpfen hat. Seine Person konnte ich gut nachvollziehen, da er realistisch und plausibel reagiert. Auch Sarah ist liebenswert, kämpft mit einem Ekel von Chef, der etwas überspitzt bösartig dargestellt ist. Wieder an Bord die beiden Geschwister, Chase und Alexandra, sowie Chases Verlobte Piper, die mittlerweile hochschwanger ist.
Der Schreibstil ist wiederum angenehm flüssig. Das Buch kann weitgehend auch ohne Kenntnis des ersten Bandes gelesen werden, ich würde allerdings empfehlen, mit Band 1 anzufangen.
Da ich vom ersten Band begeistert war, waren meine Erwartungen hoch und wurden hier nicht vollständig erfüllt. Die Handlung plätschert in weiten Teilen unaufgeregt dahin, die Gegner in Firma und Vorstand unken zwar ein bisschen, es passiert jedoch nicht wirklich etwas Dramatisches. Der Plot rund um Max‹ Jugendstrafen sowie die Suche nach seiner Mutter verläuft ebenfalls relativ handzahm. Ich hätte mir ein wenig mehr Aufregung und Konflikte gewünscht, die auch in der wachsenden Beziehung zwischen Max und Sarah nur kleine Wellen schlagen.
Fazit: Ein ruhiger Wohlfühlroman, der leider nicht an den ersten Band herankommt, daher bewerte ich mit 3,5 Sternen. Band 3 werde ich jedoch trotzdem lesen, weil natürlich, wie bei einem Mittelband üblich, Fragen offengeblieben sind.

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Veröffentlicht am 13.08.2025

Liebenswertes Bilderbuch zum Vorlesen

Huhu und Momo – Für dich trau ich mich!
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Die Eule Huhu möchte nur eins: In ihrem Zuhause bleiben und sich einkuscheln. Da bekommt sie Besuch von der Maus Momo. Die beiden werden dicke Freunde, aber dennoch traut sich die Eule nicht hinaus. Bis ...

Die Eule Huhu möchte nur eins: In ihrem Zuhause bleiben und sich einkuscheln. Da bekommt sie Besuch von der Maus Momo. Die beiden werden dicke Freunde, aber dennoch traut sich die Eule nicht hinaus. Bis eines Tage Momo nicht erscheint und sie sich tapfer auf die Suche macht. Gerade rechtzeitig kann sie ihren kleinen Freund aus den Fängen des Fuchses retten. Eine Geschichte über Mutigsein und Freundschaft.

Meine fünf Enkelkinder sind zwischen zwei und sieben Jahren alt, sie waren alle begeistert. Vor allem die Zeichnungen sind entzückend gelungen, Eule und Maus sind zum Verlieben. Es ist ein Bilderbuch zum Vorlesen, aufgrund der etwas verschnörkelten Schrift hat sich meine älteste Enkelin (erste Klasse) beim Selbstlesen schwergetan. Es ist also eher nicht für Erstleser/innen. Doch alle meine Enkel waren sich einig, dass das Buch die Höchstnote bekommen muss, mittlerweile kann ich nicht mehr zählen, wie oft ich es vorlesen musste.

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Veröffentlicht am 13.08.2025

Spannender Thriller mit tollen Charakteren

Die Maske des Zorns
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Der Fall, zu dem die beiden Wiener Ermittler Richard und Paul gerufen werden, ist makaber: Eine Leiche, die statt ihres eigenen Kopfes mit einem aufgenähten Schrumpfkopf bestückt ist. Das gibt Rätsel auf, ...

Der Fall, zu dem die beiden Wiener Ermittler Richard und Paul gerufen werden, ist makaber: Eine Leiche, die statt ihres eigenen Kopfes mit einem aufgenähten Schrumpfkopf bestückt ist. Das gibt Rätsel auf, zumal bald eine weitere Leiche auftaucht, wieder mit Schrumpfkopf, nur, dass diesmal der Kopf zur ersten Leiche passt. Der Fall verlangt dem Ermittlerteam alles ab, und dabei kämpft Paul mit einem drohenden Burnout und Richie mit seiner Liebe zur Gerichtsmedizinerin Emily, die jedoch nur eine Affäre im Verborgenen möchte. Zudem ist da seine Faszination zu Psychologin Theres, die bedroht wird und statt ihrem überkorrekten Verlobten Stocker ausgerechnet Richie ihre geheimsten Ängste anvertraut hat. Die Morde lassen das Team kaum zur Ruhe kommen, Richie hat nicht einmal Zeit, sich um seine Schwester Sarah zu kümmern, in deren Zirkus es zu einem Unfall kommt, der eventuell auch ein Anschlag gewesen sein könnte.

Lange habe ich auf eine Fortsetzung der Richard-Schwarz-Reihe gewartet und die Autorin hat mich nicht enttäuscht. Die Story wird in mehreren Handlungssträngen erzählt, was es anfangs nicht ganz einfach macht, der Geschichte zu folgen. Aber es lohnt sich definitiv, dranzubleiben. Man erlebt den Ermittler Richie, der mit Vehemenz versucht, Licht in die aktuellen Fälle rund um die kopflosen Leichen zu bringen. Der zweite Blickwinkel ist der von der Psychologin Theres, die im Krankenhaus liegt und weiterhin bedroht wird, danach switchen wir in den Zirkus zu Sarah, die mit ganz eigenen Problemen kämpft. Und die Autorin führt uns auch ins »Haus des Bösen«, dort erleben einen fanatischen »Bastler«, der mit menschlichen Präparaten experimentiert, Schrumpfköpfe herstellt und sogar Innereien verspeist. Vor allem dieser Strang ist nichts für schwache Nerven und sollte womöglich nicht gerade nach einer Mahlzeit gelesen werden.
Beeindruckt hat mich erneut der hautnah bildhafte Schreibstil sowie die Lebendigkeit der Personen mit Ecken und Kanten. Faszinierend und besonders hervorheben möchte ich auch, wie penibel die Autorin recherchiert, sodass man zusätzlich viel Wissenswertes mitnehmen kann.
Ein Thriller – nichts für schwache Nerven, spannend und mit tollen Wendungen – beeindruckend wie sämtliche Handlungsstränge am Schluss zusammengeführt werden und keine Frage offen bleibt. Klare Leseempfehlung für Thrillerfans, den ich sehr empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Eine beginnende Liebe in Louisiana

Der Duft der Sumpfzypressen
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May lebt in Louisiana und arbeitet für ihren Vater als Tourguide. Täglich fährt sie mit dem Boot ins Bayou und bringt Touristen die wilde Landschaft rund um New Orleans nahe. Als ihr Vater sie für den ...

May lebt in Louisiana und arbeitet für ihren Vater als Tourguide. Täglich fährt sie mit dem Boot ins Bayou und bringt Touristen die wilde Landschaft rund um New Orleans nahe. Als ihr Vater sie für den Sommer beauftragt, mit dem Wissenschaftler Cody zu arbeiten, ihn an die besten Plätze zu bringen und Bodenproben zu nehmen, ist sie zunächst nicht begeistert. Doch bald kommt sie dem athletischen Mann näher und vertraut ihm an, wie sehr sie sich wünscht, dass die Landschaft geschützt. Denn die Sumpflandschaft Louisiana versinkt langsam im Meer. Cody scheint ihr helfen zu wollen, doch meint er es ehrlich?

Der Roman besticht durch das besondere Flair der wunderbaren Landschaft, die man sofort vor Augen hat. Maybelles Familie wuchs mir sofort ans Herz, ich war sofort mittendrin im Geschehen. Wer würde sich nicht so eine erfrischend herzlich offene Großfamilie wünschen, in der einer für den anderen einsteht.
May war mir sofort sympathisch. Die Autorin hat hier eine handfeste Protagonistin geschaffen, nicht zimperlich und die sich für das einsetzt, von dem sie überzeugt ist. Auch Cody gefiel mir gut, der verschrobene wortkarge Wissenschaftler, der sich zuerst nur für seine Arbeit und nicht für sonstige Probleme interessiert.
Während mich das Flair, die Familie und der Einblick in Bräuche, Rituale und Festivitäten der Cajun begeistert hat, fand ich die Entwicklung zwischen Cody und May ein wenig konstruiert. Mir war nicht ganz klar, was Cody eigentlich tut und was seine Forschung für einen Sinn macht, zumindest war die Erklärung für mich schwammig. (Wir sind hier, um zu lernen, nicht um etwas zu verändern). Cody Vater war mir zu klischeehaft böse, dafür war der Showdown rund um den Sturm und Mays Ex-Freund wieder spannend.
Mein Fazit: Ein netter Unterhaltungsroman, mit einigen spicy Szenen in einem wundervollen Ambiente.


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Veröffentlicht am 12.08.2025

Gefühlvoll geschriebener Liebesroman mit tiefgehendem Thema

All the Things I Love about You
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Die angehende Medizinerin Dawn kann das Leid ihrer Tante Juliana nicht länger ansehen und hilft ihr beim assistierten Suizid. Die Folgen für sie sind katastrophal: Sie wird kurz vor dem Abschluss von der ...

Die angehende Medizinerin Dawn kann das Leid ihrer Tante Juliana nicht länger ansehen und hilft ihr beim assistierten Suizid. Die Folgen für sie sind katastrophal: Sie wird kurz vor dem Abschluss von der Universität geworfen, zudem darf sie in keinem anderen Staat ihr Studium zu Ende führen. Ihr Traum vom Beruf als Ärztin ist somit geplatzt, auch sonst bekommt sie keine Chance auf einen Job. Daher ist sie überglücklich, dass sie der Kickbox-Star Landen als Assistentin einstellt. Von Anfang an fühlen die beiden sich zueinander hingezogen, doch ist es eine gute Idee, sich mit dem Chef einzulassen?

Es ist mein erstes Buch der Autorin und der leicht zu lesende bildhafte Schreibstil ließ mich sofort in die Geschichte eintauchen. Es ist in der Ich-Form abwechselnd aus der Perspektive der beiden Hauptfiguren geschrieben. Beim ersten Drittel dachte ich, eine nette Wohlfühlgeschichte, angenehmer Schreibstil, aber nichts Neues. Das änderte sich jedoch schlagartig, als ein Unfall passiert, der alles auf den Kopf stellt. Ab hier wird es emotional und die Story geht in eine komplett andere Richtung, die mir sehr gut gefiel. Die Ängste und Sorgen der Protas werden gut dargestellt, auch die Nebenfiguren fügen sich toll in die Geschichte ein. Dawns Eltern sind Schatten im Hintergrund, deren Verhalten ich nicht nachvollziehen kann, da hätte ich mir mal eine direkte Konfrontation gewünscht. Auch der Umgang mit dem behinderten Sohn (Dawns Bruder) ist eigenartig, weil sie Dawn ständig das Zusammensein mit ihm verbieten wollen.
Das Ende ich durchaus befriedigend, lässt aber einige Fragen offen. Vielleicht gibt es Erklärungen im zweiten Band.
Unter dem Strich: ein tiefgehender Liebesroman, der nachdenklich stimmt und den ich sehr gern weiterempfehle.

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