Profilbild von Lissi_Filibuster

Lissi_Filibuster

Lesejury Star
offline

Lissi_Filibuster ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lissi_Filibuster über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.02.2026

Nicht von dieser Welt

Space Band - Die schlechteste Band der Erde ... aber die beste Band des Universums
0

"Nicht von dieser Welt" - also die höchste Stufe des Rock-O-Meters erhält "Space Band - Die schlechteste Band der Erde ... aber die beste Band des Universums" von Tom Fletcher von meinen Kindern und mir. ...

"Nicht von dieser Welt" - also die höchste Stufe des Rock-O-Meters erhält "Space Band - Die schlechteste Band der Erde ... aber die beste Band des Universums" von Tom Fletcher von meinen Kindern und mir. Warum?
Ganz einfach: Das Buch hat uns aus den Socken gerockt. Oder anders ausgedrückt: Wir sind mit Lichtgeschwindigkeit durch diese Geschichte gerast, weil ich einfach nicht aufhören durfte vorzulesen. Wir haben gelacht, mitgefiebert und dieses außergewöhnliche Weltraumabenteuer sehr genossen.
Georg, Neila und Dresch bei ihrer Reise von der schlechtesten Band der Erde zur besten des Universums zu begleiten, war für uns extrem spannend. Denn während die drei mit ihrer Band "die Erdlinge" eigentlich nur einen Schulwettbewerb gewinnen wollen, müssen sie nach einer Weltraumentführung in einem interstellaren Bandcontest antreten, um die Erde zu retten. Das Abenteuer, das darauf folgt, ist witzig, fesselnd und rockt auf jeder Seite.
Toll ist, dass man die Lieder der Erdlinge zwischendurch hören kann, wenn man dem entsprechenden QR-Code folgt. Diese sind zwar auf Englisch, aber im Buch sind die Liedtexte auf Deutsch übersetzt, sodass man den Inhalt schnell verstanden hat und das Hören dann gleich noch mehr Spaß macht.
Neben dem vielen Lachen bleibt aber auch noch etwas anderes in Erinnerung: die Botschaft, dass die Erde ein Planet der Vielfalt ist und genau dafür gefeiert werden sollte, denn es ist unsere große Stärke. Außerdem zeigen Georg, Neila und Dresch, dass Freundschaft und Zusammenhalt immer stark sind und Kraft geben, so ein verrücktes Weltraumabenteuer zu überstehen.
Wer auch Lust hat, aus den Socken gerockt zu werden, die Milchstraße zu verlassen oder über eine Bassgitarre, die mehr nach gewissen Elefantengeräuschen klingt, zu lachen, wird viel Spaß mit "Space Band" haben. Das Vorlesen klappt schon problemlos ab 8 Jahren, und ab etwa 10 Jahren rocken junge Leserinnen und Leser die Seiten auch allein.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.02.2026

Breit aufgestelltes Wissensbuch, das Neugier weckt

Wo ist denn da der Unterschied?
0

Sachbücher werden von meinen Kindern immer und überall gerne gelesen. Deshalb können wir gar nicht genug davon haben. Neu eingezogen ist bei uns "Wo ist denn da der Unterschied?" von Jane Wilsher und Liz ...

Sachbücher werden von meinen Kindern immer und überall gerne gelesen. Deshalb können wir gar nicht genug davon haben. Neu eingezogen ist bei uns "Wo ist denn da der Unterschied?" von Jane Wilsher und Liz Kay.
Thematisch ist das Buch sehr breit aufgestellt, was meine Kinder sehr gerne mögen, denn sie können genau den Bereich auswählen, der sie gerade am meisten interessiert. Vom Weltall über Tiere und Pflanzen bis hin zum Menschen und seinen Erfindungen ist wirklich alles dabei. Es geht um Wortpaare, die sich ähneln, sowie Dinge und Lebewesen, die sich ähnlich sehen oder in einem gewissen Zusammenhang stehen.
Einige Wortpaare sind wirklich sehr simpel, wie Pfeffer und Salz oder Einrad und Fahrrad. Es gibt aber auch sehr interessante Pärchen wie Affen und Menschenaffen, bei denen die Unterschiede gut gegenübergestellt werden. Besonders gut gefallen haben uns zum Beispiel auch die Erklärungen zu den verschiedenen Tiergruppen, die man mit einfachen Fragen herausfinden kann. So verstehen Kinder leicht den Unterschied zwischen einem Reptil und einer Amphibie.
Die meisten Themen werden sehr gut in aller Kürze erklärt, sodass Kinder sie alleine problemlos verstehen können. Dabei bleiben manche aber etwas oberflächlich, sodass eventuell Nachfragen kommen, die das Buch leider nicht mehr beantwortet. Dafür schafft es aber, Neugier zu wecken und die Kinder dazu anzuregen, noch mehr lesen zu wollen.
Die Illustrationen zu den verschiedenen Themen sind sehr klar und auf die wichtigsten Details begrenzt. Die ruhigen Hintergründe lenken nicht ab, und die Struktur der Seiten ist so übersichtlich, dass Kinder problemlos alleine stöbern können.
Wer ein Buch für neugierige Kinder im Vorschul- oder Grundschulalter sucht, sollte auf jeden Fall in "Wo ist denn da der Unterschied?" reinschauen. Am besten entdeckt man es gemeinsam mit Kindern. Denn es macht besonders viel Spaß, vorher zusammen zu überlegen, ob man selbst die Unterschiede oder Gemeinsamkeiten kennt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.02.2026

Herausragende Drachenfantasy für alle ab 12 Jahren

Dragonborn (Band 1) - Das Erbe des Feuers
0

Fantasybücher für Kinder lese ich selbst immer gerne. "Dragonborn - Das Erbe des Feuers" von Struan Murray hat mich komplett begeistert und ein bisschen fassungslos zurückgelassen. Solch eine Drachengeschichte ...

Fantasybücher für Kinder lese ich selbst immer gerne. "Dragonborn - Das Erbe des Feuers" von Struan Murray hat mich komplett begeistert und ein bisschen fassungslos zurückgelassen. Solch eine Drachengeschichte habe ich noch nie gelesen.
Alex entdeckt nach einem starken Gefühlsausbruch, dass sie ein Drache ist. Sie soll auf die verborgene Insel Skralla, um dort ihre Drachenfähigkeiten zu trainieren. Doch Alex tut sich schwer damit, ihren inneren Drachen zu wecken. Gleichzeitig droht ein zweiter Krieg zwischen Drachen und Menschen. Eine dunkle Macht erstarkt, die auch Alex ganz persönlich betrifft.
Wie? Das muss man einfach selbst lesen. Denn das Buch hält so viel bereit, was es absolut lesenswert macht - atemberaubende Spannung und Fassungslosigkeit garantiert.
Da sind die interessanten Charaktere, die neben Alex dieser Geschichte Leben einhauchen. Der Erzähler Puppin sorgt für amüsante Einschübe und Hintergrundinformationen. Ein alter, weiser Drache steht Alex in Momenten der Trauer und Wut bei, und die anderen Drachenkinder sind einfach nur wild und meist sehr liebenswert.
In Alex' Gefühlswelt kann man sehr gut eintauchen. Man spürt ihre Wut und Angst, aber auch eine tiefe, freundschaftliche Verbundenheit zu anderen Drachenkindern. Zugleich schafft es Struan Murray, die Welt der Drachen durch seine bildhafte Sprache zum Leben zu erwecken, sodass man jede Verwandlung vor dem Inneren Auge sehen und das Bummern des Drachenherzens hören kann.
Außerdem hat mich der spannende Grundkonflikt zwischen den verschiedenen Spezies, der im Untergrund schwelt und in kleinen Situationen immer wieder aufbricht, fasziniert und erschreckt. Menschen, die Drachen verabscheuen. Drachen, die abfällig über Menschen reden. Und andere Wesen, die schlecht behandelt werden. Zusätzlich die ständig drohende Gefahr, dass etwas Schreckliches passieren könnte und die dunkle Macht namens Drak Midna die Kontrolle übernehmen könnte.
Schon nach Dreivierteln des Buches war ich mir sicher: Das ist ein richtig gutes Buch. Das letzte Viertel hat mich aber komplett überwältigt, gefesselt und sprachlos gemacht. Es hebt die Geschichte noch einmal auf ein ganz anderes Level. Das Ende ist clever, spannend und überraschend zugleich und lässt mich fragen: Wie kann diese grandiose Geschichte weitergehen?

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.02.2026

Aufbruch in eine unbekannte Welt voller Wunder und Gefahren

Erde 13
0

Einmal einen fremden Planeten erkunden - normalerweise unmöglich. Aber zum Glück gibt es Bücher, die uns Leserinnen und Leser auf so ein unglaubliches Abenteuer mitnehmen. "Erde 13: Aufbruch ins Ungewisse" ...

Einmal einen fremden Planeten erkunden - normalerweise unmöglich. Aber zum Glück gibt es Bücher, die uns Leserinnen und Leser auf so ein unglaubliches Abenteuer mitnehmen. "Erde 13: Aufbruch ins Ungewisse" von Andreas Langer entführt uns in eine andere Welt, die 92 Jahre mit dem Raumschiff entfernt ist.
Levi unternimmt diese aufregende Expedition mit seiner Mutter, einer Forscherin, die mit ihm der nicht mehr bewohnbaren Erde entkommen ist. Doch nach dem Erwachen aus dem Kälteschlaf geht die Landung auf dem erdähnlichen Planeten "Terra Ny" schief. Levi landet mit seiner Mutter und zwei weiteren Passagieren in einer Rettungskapsel irgendwo auf Erde 13 und muss den Weg zur restlichen Besatzung finden.
Beim Lesen der Geschichte hat man tatsächlich das Gefühl, einen unbekannten Planeten zu erkunden. Diese faszinierende, neue Welt voller unbekannter Lebewesen entsteht ganz klar vor dem inneren Auge. Andreas Langer schafft es, Fernweh nach weit entfernten Planeten zu wecken. Die Illustrationen dazu von Alina Brost sind, genau wie das Cover, sehr gelungen und passend.
Das Abenteuer, das Levi und die anderen erleben, ist voll spannender Momente mit unbekannten Gefahren und Geheimnissen aber auch schönen Erfahrungen wie dem Aufeinandertreffen mit einem sehr freundlichen Tierwesen. So fliegt man ganz schnell durch dieses Buch, das sich durch die etwas größere Schrift sehr leicht lesen lässt.
Die Geschichte wird komplett aus Levis Sicht geschildert, sodass man sehr gut an seinen Überlegungen und Gefühlen teilhaben kann. Die Aufregung bei der Landung, ein rasender Herzschlag, aber eben auch interessante Gedankengänge wie: Bin ich noch immer 11 Jahre oder nicht schon 103 Jahre alt?
Kinder im gleichen Alter werden sich durch die Erzählperspektive gut mit Levi identifizieren können. Gleichzeitig hätte die Grundspannung für diese Altersgruppe gerne noch ein wenig höher sein können. So hüpft man von einem spannenden Erlebnis zum nächsten, aber am Ende des Buches ist noch gar nicht so viel erreicht. Das macht allerdings auch große Lust, noch mehr über Levis Erlebnisse auf Terra Ny zu erfahren und den nächsten Band zu lesen.
Deshalb an alle Kinder, die von weit entfernten Planeten und unbekannten Galaxien träumen: Dieses Buch ist genau das Richtige für euch!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.02.2026

Toller Humor, spannendes Abenteuer und ein tierischer Blick auf uns Menschen

Freiheit für die Waldwiesel
0

Stepha Quitterer hat uns vor zwei Jahren mit ihrem Buch um Pepe und den Oktopus Rebo absolut begeistert. Deshalb waren mein Sohn und ich unglaublich neugierig auf ihr neuestes Werk.
"Freiheit für die Waldwiesel" ...

Stepha Quitterer hat uns vor zwei Jahren mit ihrem Buch um Pepe und den Oktopus Rebo absolut begeistert. Deshalb waren mein Sohn und ich unglaublich neugierig auf ihr neuestes Werk.
"Freiheit für die Waldwiesel" ist eine ganz besondere Geschichte aus der Tierwelt. Piet Wiesel möchte unbedingt den großen Kletterwettbewerb gewinnen, um einen Ausbildungsplatz in der großen Stadt zu erlangen und sein Leben zu verbessern. Doch der Wettbewerb ist eine Falle und alle Wiesel verschwinden aus dem Wald - bis auf Piet. Der macht sich gleich auf die Suche nach seinen Verwandten und gerät dabei in ein außergewöhnliches Abenteuer.
Was nach einer klassischen Abenteuerreise für Kinder klingt, ist tatsächlich so viel mehr als das. Die Geschichte ist unglaublich amüsant, mit vielen lustigen Momenten und Wortwitzen. Man kann "Freiheit für die Waldwiesel" einfach nur wegen dieses herausragenden Humors lesen und lieben.
Gleichzeitig regt das Buch aber auch zum Nachdenken an: über das menschliche Verhalten gegenüber Tieren und Umwelt sowie unser Verhalten untereinander. Der kritische Blick der Tiere auf die Menschen ist erschreckend und gleichzeitig erhellend. Durch viele kleine Momente offenbart Stepha Quitterer, was wir sonst oft übersehen. So wird unser Handy zu unserem Haustier, das wir täglich streicheln, während wir die tierische Sprache und ihre Gefühle übersehen und Tiere daher mit Dingen gleichsetzen.
Mein Sohn und ich mochten diese gesellschaftskritischen Elemente sehr. Zugleich hat uns das Buch aber auch durch die vielen interessanten Charaktere überzeugt. Es gibt ein ganzes Rattenheer, das uns sehr überrascht hat, einen von der Sieben besessenen Siebenschläfer, den man einfach mögen muss, und natürlich Piet Wiesel, der nicht alles richtig macht, manchmal sehr naiv ist, aber immer sein Bestes und vor allem nicht aufgibt.
Tatsächlich haben mein Sohn und ich erst nach ein paar Kapiteln so richtig in die Geschichte hineingefunden, waren dann aber beide total begeistert und gefesselt von Piets spannender Reise. Es ist ein Buch, das man sowohl vorlesen kann, das aber auch zum Selberlesen ab etwa zehn Jahren geeignet ist. Wir sind sicher, wer Tiere liebt, wird "Freiheit für die Waldwiesel" genauso lieben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere