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Veröffentlicht am 07.05.2019

His Dark Symphony - Für mich leider nichts

His Dark Symphony
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Das Cover ist eher unauffällig gestaltet und hätte ich es irgendwo entdeckt, hätte ich es wahrscheinlich sogar übersehen, zumindest wäre es mir nicht direkt ins Auge gefallen. Recht gut fand ich dafür ...

Das Cover ist eher unauffällig gestaltet und hätte ich es irgendwo entdeckt, hätte ich es wahrscheinlich sogar übersehen, zumindest wäre es mir nicht direkt ins Auge gefallen. Recht gut fand ich dafür dann den Klappentext und auch die zur Verfügung gestellte Leseprobe hatte mich angesprochen, weshalb ich bei der Leserunde gerne mitmachen wollte.

Insbesondere der Schreibstil der Autorin ist sehr schön flüssig und gut zu lesen. Zudem wird im Wechsel aus Sicht beider Protagonisten, Ivory und Emeric, erzählt was ich immer ganz spannend finde, weil man dann die Ereignisse aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten kann.

Leider hat mich das Buch dann insgesamt nicht ganz so sehr überzeugt.

Zum Inhalt kann man zunächst einmal kurz wie folgt zusammenfassen:

Ivory, die Hauptfigur, ist zu Anfang des Buches 17 Jahre alt, kommt aus einem von Verwahrlosung, Drogen und Gewalt geprägten Zuhause und ist so ziemlich auf sich alleine gestellt. Sie besucht zwar eine Privatschule, ist allerdings hier eine Außenseiterin, da sie ein völlig anderes Leben führt als ihre reichen Mitschüler. Trotzdem versucht sie, sich voll und ganz auf das Klavierspielen zu konzentrieren um am Ende ihres letzte Schuljahres die heiß begehrte Empfehlung zu erhalten, um an die Musikakademie nach New York zu gehen. In dieser Situation verlässt ihre bisherige Lehrerin, von der sie sich erhofft hatte, für die Akademie ausgewählt zu werden, die Schule und sie bekommt stattdessen einen neuen Lehrer – Emeric. Dieser hat eine „dunkle Seite“, die er Ivory mehr und mehr offenbart, weil sie ihn viel intensiver interessiert, als nur als Schülerin.

Bereits der Anfang des Buches war direkt schon keine leichte Kost und ähnlich geht es weiter. Ivory wird bereits seit längerer Zeit vom Freund ihres Bruders immer wieder vergewaltigt und misshandelt. Auch von anderen Personen erfährt Ivory fast ausschließlich Gewalt und wird immer wieder Opfer von weiteren Vergewaltigungen.

Dann taucht plötzlich ein sehr viel älterer Lehrer auf und statt für sie eine Hilfe oder Stütze in ihrem schwierigen Leben zu werden, will er lieber seine BDSM Fantasien mit ihr ausleben. Das ist auf so viele Arten falsch, dass man sie kaum alle benennen kann. Aber gut, Ivory macht bereitwillig mit, was soll man auch von einem sexuell gestörten Teenager mit völlig falschen Erwartungen bzw. Erfahrungen mit Sex erwarten.

Zudem ist Ivory zum Zeitpunkt ihres „Kennenlernens“ minderjährig, was Emeric (und auch seine Eltern) aber scheinbar nicht im Geringsten zu stören scheint. Keiner macht sich Gedanken darüber, welche Auswirkungen und Konsequenzen das haben könnte, stattdessen ist es für alle völlig normal, dass ein erwachsener Mann Sex mit einer Minderjährigen hat. Und davon gibt es jede Menge. Zwischendurch hatte ich dann teilweise schon angefangen, verschiedene Szenen zu überspringen. Es darf in einem Roman dieser Art auch durchaus eindeutige Szenen geben, gar keine Frage. Aber wenn das Buch schon zu gut 70 bis 80 % nur daraus besteht und immer weniger Handlung enthält, finde ich die Story dann irgendwann auch nicht mehr überzeugend. Ab einem gewissen Punkt kann weniger auch durchaus mal mehr sein.

Es gab also generell in dieser Geschichte mehrere Baustellen, mit denen ich so meine Probleme hatte und die dazu geführt haben, dass mich das Buch nicht wirklich überzeugen konnte. Zumal auch die Charaktere mir im Endeffekt einfach zu flach und naiv waren und sich nicht groß weiterentwickelt haben. Leider war der ganze Roman so gar nicht mein Fall, aber gut, jedem das Seine und es gab bestimmt viele Leser, denen das Buch gefallen hat.

Veröffentlicht am 03.01.2018

Schöner Auftakt einer lesenswerten Reihe

Der letzte erste Blick
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Das Cover ist mir direkt ins Auge gefallen und auch der Klappentext, den ich dann gelesen habe, hat mich neugierig auf die Story gemacht.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und fließend, was für mich ...

Das Cover ist mir direkt ins Auge gefallen und auch der Klappentext, den ich dann gelesen habe, hat mich neugierig auf die Story gemacht.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und fließend, was für mich bei Büchern immer wichtig ist, damit ich mich völlig auf den Inhalt der Geschichte konzentrieren kann.

Die Protagonisten sind durchweg sehr sympathische Charaktere, jeder auf seine Weise interessant und liebenswert, und ganz besonders Emery mochte ich direkt sehr gerne.

Alles in allem ein kurzweiliges Lesevergnügen das Lust auf Fortsetzungen macht, um auch die Geschichten der Anderen noch zu erfahren.

Veröffentlicht am 27.11.2017

Leider nicht überzeugend

Die Burg am Mondsee
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Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass mir bei diesem Buch etwas passiert ist, was schon länger nicht mehr der Fall war:
Ich habe zwar den größten Teil gelesen, es aber tatsächlich nicht bis zum Ende geschafft! ...

Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass mir bei diesem Buch etwas passiert ist, was schon länger nicht mehr der Fall war:
Ich habe zwar den größten Teil gelesen, es aber tatsächlich nicht bis zum Ende geschafft!

Der Grund ist ganz einfach zusammengefasst:
Ich bin mit der Story und ganz besonders mit der Protagonistin des gegenwärtigen Erzählstrangs, Tessa, einfach so gar nicht warm geworden.

Ich hatte bereits ein Buch von Carolin Rath gelesen, in dem ebenfalls zwei Geschichten parallel erzählt wurden, eine in der Gegenwart und eine in der Vergangenheit, was mir sehr gut gefallen hat und wobei ich mich auch sehr schön in die komplette Geschichte rein finden konnte. Auch der Schreibstil der Autorin liest sich meiner Meinung nach flüssig und angenehm.

Bei diesem Roman hatte ich von Anfang an Probleme und konnte mich damit einfach nicht richtig anfreunden, was ich wirklich versucht habe.

Die Rückblenden in die vergangene Geschichte von Raquel haben mir hierbei noch am Besten gefallen.
Die gegenwärtige Story von Tessa war einfach anstrengend und flatterhaft, genau wie deren Persönlichkeit. Ständig ist irgendwas Neues passiert, auf keine Gegebenheit wurde aber intensiver eingegangen sondern jedes Thema wurde nur kurz angeschnitten und dann mit ein paar Sätzen abgehandelt. Alles war mir irgendwie zu sprunghaft und oberflächlich, sodass ich nach Dreiviertel des Buches einfach keine Lust mehr hatte, den Rest auch noch zu lesen, so Leid mir das tut.

Alles in allem also leider absolut kein Buch für mich. Vielleicht fällt es aber anderen leichter, sich mit der Story anzufreunden.

Veröffentlicht am 24.04.2017

Leichte Lektüre für zwischendurch

Das Geheimnis von Chaleran Castle
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Die Reisejournalisten Felicia soll für ein Magazin einen Bericht über Schottland verfassen. Dabei erfährt sich nicht nur etwas über eine alte Familientragödie, sondern auch über ihre eigenen Wurzeln.

Im ...

Die Reisejournalisten Felicia soll für ein Magazin einen Bericht über Schottland verfassen. Dabei erfährt sich nicht nur etwas über eine alte Familientragödie, sondern auch über ihre eigenen Wurzeln.

Im Großen und Ganzen hat mir das Buch eigentlich nicht schlecht gefallen.

Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar leicht und flüssig zu lesen, sodass man sich ganz in die Geschichte reinfinden kann.

Diese beginnt gleich spannend mit der Entführung eines kleinen Mädchens, wobei die Hintergründe hierzu nach und nach im Verlauf der Geschichte aufgeklärt werden. Hierbei muss ich allerdings sagen, dass mich das Ende dann nicht wirklich überrascht hat.

Was mir sehr gut gefallen hat, ist die Art und Weise, wie die Autorin Schottland an sich, die Landschaften, die Natur und die Leute beschrieben hat. Auch mit den verschiedenen Charakteren der Geschichte konnte man sich recht schnell anfreunden und für mich persönlich gab es keinen, der unsympathisch rübergekommen wäre.

Auch der Verlauf der Geschichte hat sehr interessant begonnen, die Entwicklung der einzelnen Personen, ihre Geschichten und Hintergründe sind gut erzählt.

Eine Romanze durfte natürlich auch nicht fehlen und dass Feli letztlich mit Scott zusammenkommt hat auch ganz gut reingepasst.

Sehr schön war ebenfalls die Schilderung der Geschichte von Sofia und Logan um 1920, die aus verschiedenen Briefen und Tagebucheinträgen ersichtlich wurde, die Feli im Rahmen ihrer Recherchen durchgesehen hat. Diesen Zeitsprüngen konnte man sehr gut folgen und so etwas über die Familiengeschichte der Chalerans erfahren.

Was mir dann einfach zu schnell abgehandelt wurde war das Ende. Knall auf Fall stellt sich raus, dass Feli die entführte Tochter ist, obwohl es eigentlich schon recht früh im Buch zu erahnen war. Sie entschließt sich spontan, in Schottland zu bleiben, bei ihrer wiedergefundenen Familie einzuziehen und dort auch gleich ins "Familienunternehmen" einzusteigen, indem sie die Führungen durch die Burg übernimmt. Als sie dann auch noch ihre deutsche Familie nach Schottland einlädt, verstehen sich alle gleich super toll und jeder hat den anderen lieb, ohne dass es noch irgendwelche Probleme oder offene Fragen gibt. Das war mir dann doch eine Tick zu kitschig, daher "nur" vier Sterne.

Veröffentlicht am 02.12.2016

Das Erbe der Wintersteins - Spannende Familiengeschichte

Das Erbe der Wintersteins
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In ihrem Roman erzählt Carolin Rath die Lebensgeschichten von Celine und ihrer Vorfahrin Claire/Klara in abwechselnden Handlungssträngen. Man erfährt also, wie Celine lebt und was sie in der Gegenwart ...

In ihrem Roman erzählt Carolin Rath die Lebensgeschichten von Celine und ihrer Vorfahrin Claire/Klara in abwechselnden Handlungssträngen. Man erfährt also, wie Celine lebt und was sie in der Gegenwart bewegt, gleichzeitig "springt" man zu Claire in die Vergangenheit und erfährt nach und nach die Hintergründe von deren Leben und welche Einflüsse das auf die "heutigen" Ereignisse hat.

Der Schreibstil des Romans hat mir sehr gut gefallen, die Autorin schreibt klar und flüssig, ohne, dass man über Absätze stolpert oder es "nicht richtig rund ist".

Die Geschichte an sich hat mich gleich fasziniert und es war sehr interessant, etwas über Claires Leben zu damaligen Zeiten zu erfahren, was sie alles erlebt hat bzw. erleben musste und wie sie damit umgegangen ist.

Gleichzeitig hat man auch erfahren, mit welchen Problemen Celine in der heutigen Zeit zu kämpfen hat und wie sie sich durchschlägt.

Alles in allem war der Roman sehr gut geschrieben, die Geschichte hat einen gefesselt und es wurde immer wieder Spannung aufgebaut, bis die Geheimnisse und offenen Fragen größtenteils geklärt wurden.

Was mir allerdings nicht ganz so gut gefallen hat war, dass die Hauptcharaktere manchmal recht unsinnig und für mich eher wenig nachvollziehbar reagiert haben. Celine war stellenweise etwas übertrieben naiv, wobei sie doch eigentlich als unabhängige, kluge Frau dargestellt wurde. Claire wurde häufig als etwas zu unschuldig dargestellt, wobei sie zu einigen der Situationen, in die sie geraten ist, durchaus durch ihre Entscheidungen auch ihren Beitrag geleistet hat und nicht nur die anderen Schuld waren. Und Albert war gleich von Anfang an ein ganz seltsamer Vogel, dessen weitere Entwicklung im Buch für mich zwar nicht überraschend kam, allerdings teilweise schon ein bisschen übertrieben war.

Im Gesamten hat mir der Roman aber doch sehr gut gefallen und hat für spannende Lesestunden gesorgt.